• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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DAX

Der deutsche Leitindex kann sich am Dienstag nach seinen hohen Verluste der vergangenen Handelstage etwas erholen. Nach zwischenzeitlich deutlicheren Gewinnen notiert der deutsche Leitindex gegen Mittag 0,60 % fester bei 9.209 Punkten. Die Daten zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone lieferte keine nennenswerte negative Überraschung, was am Markt gut ankam. Außerdem wurde die Waffenruhe im Nahen Osten erleichternd aufgenommen.

Charttechnik

Der Dax versucht sich heute zu stabilisieren und trifft Vorbereitungen für eine „größere“ Erholung. Dafür muss aber der Widerstand bei 9.245 Punkten nachhaltig überwunden werden. Gelingt dies, sind Gewinne bis in den Bereich von 9.305 Punkte möglich. Ein Ausbleiben eines solchen Ausbruchs nach oben könnte im weiteren Tagesverlauf auch direkt zu neuen Tiefs führen. Dieses Szenario ist streng genommen sogar noch zu bevorzugen, denn im Dax fehlt es aktuell an bestätigten Kaufsignalen und bis dahin in der kurzfristige Abwärtstrend intakt.

Thema des Tages

Die Geschäftsstimmung im chinesischen Dienstleistungssektor ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im November 2005 gefallen. Der viel beachtete HSBC-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor des Landes fiel im Juli im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Punkte auf 50,0 Zähler, wie die britische Großbank mitteilte. Der Index liegt damit exakt auf der wichtigen Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Der HSBC-PMI für den Dienstleistungssektor verweilte seit Beginn der Umfrage im Expansionsbereich.

Auch das Barometer der Handelsvereinigung CFLP sendet im Juli schwächere Signale. Dieser Indikator ging von 55,0 im Juni auf 54,2 Punkten zurück. Für HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin, ist der Rückgang mit einem anhaltenden Abflauen der Geschäfte auf dem Immobilienmarkt in vielen chinesischen Städten zu erklären. Der Experte rechnet aber nicht mit einer dauerhaft trüben Stimmung.

Aktien im Blick

BMW-Titel springen nach überzeugenden Zahlen zum 2. Quartal 1,77 % in die Höhe. Die Bayern erzielten einen beeindruckenden Gewinnsprung

Auch die Deutsche Post sorgte mit einem Ergebnissprung im 2. Quartal für eine positive Überraschung. Die Aktie verteuert sich um 3,14 %.

Bilfinger erlebt einen Abverkauf (-8,13 %). Der Abgang von Vorstandschef Koch sowie eine erneute Gewinnwarnung lässt die Aktionäre davonlaufen.

Konjunktur

Der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone legt im Juni erwartungsgemäß um 0,4 % gegenüber dem Vormonat zu.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone steigt im Juli um 1,0 Punkte auf 53,8 Zähler, wie das Forschungsinstitut Markit auf Basis finaler Daten mitteilte. In einer ersten Umfrage war von 54,0 Punkten ermittelt worden. Im Vormonat lag das Stimmungsbarometer bei 52,8 Punkten.

Währungen

Der US-Dollar legt am Dienstag gegenüber den anderen Hauptwährungen (mit Ausnahme des britischen Pfunds) zu. EUR/USD hat nach einem leicht enttäuschenden Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in der Eurozone seine Freitagsgewinne mittlerweile komplett wieder abgegeben und notierte bislang bei 1,3386 im Tief.

GBP/USD legt hingegen nach einem überraschend starken Anstieg im britischen Dienstleistungssektor zu und notierte bislang bei 1,6888 im Hoch. AUD/USD erholt sich weiter von seinem am 1. August 2014 erreichten Achtwochentief bei 0,9272 und notierte bislang bei 0,9343 im Hoch. Die Reserve Bank of Australia hat ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet auf einem Rekordtief bei 2,50 Prozent belassen. Notenbankgouverneur Glenn Stevens bekräftigte erneut, dass eine Phase stabiler Leitzinsen angestrebt wird.