• Facebook durfte Trump-Account sperren
    • ADP-Arbeitsmarktzahlen schwächer als erwartet
    • Steigende Zinsen: Yellen rudert zurück
    • Bundesregierung verschärft Klimaschutzziele
    • Siemens Energy verbucht kräftiges Auftragsplus
    • Nissan verkauft sämtliche Daimler-Aktien
    • Rational bestätigt Ziele
    • Deutsche Post hebt Prognose erneut an
    • Hugo Boss erwartet Umsatzverdopplung im zweiten Quartal
    • Hannover Rück verfehlt Analystenschätzungen
    • EU unterzeichnet Handelsabkommen mit China vorerst nicht

    DAX

    • Nach den kräftigen Kursverlusten vom Vortag hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch deutlich erholt. Der DAX übersprang wieder die Marke von 15.000 Punkten und beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 2,12 Prozent bei 15.170,78 Punkten. Am Dienstag hatten Inflations- und Zinsängste für Abgabedruck an den Aktienmärkten gesorgt. Besonders betroffen waren neben dem DAX auch Technologiewerte an der Nasdaq. US-Finanzministerin Janet Yellen, die mit ihren Aussagen zu steigenden Zinsen in den USA am Dienstag für Verunsicherung gesorgt hatte, relativierte ihre Aussagen inzwischen. Sie habe weder prognostizieren wollen, dass die Fed die Zinsen anheben müsse, noch habe sie die Fed dazu aufgefordert. In den USA kam auf dem Börsenparkett dennoch keine besonders gute Stimmung auf, nachdem sowohl die ADP-Arbeitsmarktzahlen als auch der ISM-Einfkausmanagerindex für den Dienstleistungssektor schwächer als erwartet ausfielen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • HeidelbergCement erwartet für 2021 weiter einen leichten Umsatzanstieg und moderat steigende Energiekosten. Die bereits vorläufig gemeldeten Zahlen für das erste Quartak wurden bestätigt. Der Umsatz legte von 3,93 auf 3,958 Milliarden Euro zu, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 59 auf 223 Millionen Euro stieg.
    • Facebook durfte die Nutzerkonten von Ex-US-Präsident Donald Trump auf den Plattformen Facebook und Instagram wegen schwerer Verstöße gegen Facebooks Community-Richtlinien sperren. Dies hat das sogenannte Oversight Board, ein von Facebook selbst ins Leben gerufenes Aufsichtsgremium, entschieden. Facebooks Entscheidung wurde gebilligt. Allerdings teilte das Oversight Board mit, dass die dauerhafte Verbannung Trumps nicht angemessen sei. Facebook muss nun innerhalb von sechs Monaten über die Dauer der Sperre Trumps entscheiden.
    • Der Börsenbetreiber CME Group setzt künftig fast vollständig auf den Computerhandel und wird die meisten seiner noch existierenden physischen Handelsplätze in Chicago dauerhaft schließen. Eine Reihe von sogenannten "Trading Pits", die im März 2020 pandemiebedingt vorübergehend geschlossen wurden, werden nicht wieder öffnen, wie die CME Group nun mitteilte. Ausschließlich der physische Handelsort für sogenannte Eurodollar-Optionen soll weiter existieren.
    • Der Autobauer General Motors hat im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg verbucht. Der Nettogewinn vervielfachte sich von 247 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,98 Mrd. Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 0,62 Dollar auf 2,25 Dollar, womit die Analystenschätzungen von 1,05 Dollar übertroffen wurden. Der Umsatz sank um 0,7 Prozent auf 32,47 Mrd. Dollar, während Analysten mit 33 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
    • Der Ride-Hailing-Anbieter Lyft hat im ersten Quartal mit einem Ergebnis je Aktie von minus 1,31 Dollar die Analystenschätzungen von minus 0,53 Dollar verfehlt. Der Umsatz lag mit 609 Mio. Dollar über den Erwartungen von 558,7 Mio. Dollar.
    • HeidelbergCement stellt sein Griechenland-Geschäft neu auf und verkauft sein Geschäft mit Zuschlagstoffen in Mandra sowie zwei Transportbetonwerke in Gerakas und Aspropyrgos an den Schweizer Wettbewerber Lafargeholcim. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt.
    • Der Sportartikelhersteller Puma bekommt einen neuen Finanzvorstand. Der seit 16 Jahren bei Puma arbeitende Manager Hubert Hinterseher übernimmt das Amt zum 1. Juni von Michael Lämmermann, der in den Ruhestand geht. Zudem wird Arne Freundt als Chief Commercial Officer neu in den Vorstand berufen.
    • Der Großküchenausrüster Rational hat im ersten Quartal einen Umsatz von 167,7 Millionen Euro (VJ: 181,3 Mio. Euro), ein EBIT von 32,2 Millionen Euro (VJ: 26 Mio. Euro), eine EBIT-Marge von 19,2 Prozent (VJ: 14,3 Prozent) und ein Ergebnis nach Steuern von 24,4 Millionen Euro (VJ: 16,7 Mio. Euro) verbucht. Im Ausblick auf 2021 erwartet Rational weiterhin ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und Investitionen von rund 55 Millionen Euro. Das erste Quartal stimmt laut Unternehmen leicht positiv für das Gesamtjahr, es sei eine schnellere Erholung verzeichnet worden als bisher angenommen.
    • Der Modekonzern Hugo Boss ist im ersten Quartal operativ in de Gewinnzone zurückgekehrt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug eine Million Euro, wie Hugo Boss mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen pandemiebedingt einen Verlust von 14 Millionen Euro verbucht. Unter dem Strich verringerte sich der Verlust von 18 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 8 Millionen Euro. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 10 Prozent auf 497 Millionen Euro. Für das zweite Quartal zeigte sich das Unternehmen optimistisch, erneut ein positives EBIT zu verzeichnen und außerdem dem Umsatz im Jahresvergleich beinahe zu verdoppeln. Umsatz und EBIT sollen sich im Jahresverlauf spürbar erholen, auf einen konkreten Ausblick verzichtet Hugo Boss aber weiter.
    • Siemens Energy hat im zweiten Geschäftsquartal (per Ende März) einen massiven Anstieg des Neugeschäfts verbucht. Vor allem wegen zahlreicher Neuaufträge bei der Tochter Siemens Gamesa legte der Auftragseingang um fast 40 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zu. Der Umsatz ging hingegen wegen Währungseffekten und sinkenden Erlösen im Bereich Gas & Power um 4,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn verbesserte sich unter anderem aufgrund von Portfolioeffekten um 44 Prozent auf 288 Millionen Euro. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 24 Millionen Euro verbucht, nach einem Verlust von 103 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Den Umsatzausblick auf das Gesamtjahr konkretisierte Siemens Energy. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzplus von drei bis acht Prozent, nachdem zuvor wegen der pandemiebedingten Unsicherheiten ein Anstieg in einer breiten Spanne von zwei bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt wurde. Die um Sondereffekte bereinigte EBITA-Marge wird weiter bei drei bis fünf Prozent erwartet.
    • Der japanische Autobauer Nissan Motor hat sich von seinem kompletten Anteil an Daimler getrennt. Die 16,4 Millionen Aktien wurden für rund 1,15 Mrd. Euro an institutionelle Investoren verkauft. Der Platzierungspreis lag bei 69,85 Euro je Aktie. Nissan will den Erlös unter anderem in die Entwicklung von Elektroantrieben investieren. Die Partnerschaft mit Daimler bestehe unabhängig vom Verkauf der Beteiligung weiter, so Nissan. Im März hatte bereits der französische Partner Renault ebenfalls seine Daimler-Beteiligung von 1,54 Prozent der Aktien verkauft.
    • Der Rückversicherer Hannover Rück hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt und erwartet für 2021 weiterhin einen Gewinn von 1,15 bis 1,25 Milliarden Euro. Im ersten Quartal stieg der Überschuss des weltweit drittgrößten Rückversicherers um rund zwei Prozent auf rund 306 Millionen Euro, was unter den Analystenschätzungen von rund 331 Millionen Euro lag. Der operative Gewinn sank um fünf Prozent auf 404 Millionen Euro, während die Bruttoprämien um 12 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro zulegten. Die Pandemie führte im ersten Quartal zu einer Belastung in der Personen-Rückversicherung von 151 Millionen Euro, was aber durch eine Umstrukturierung im Mortalitätsgeschäft in den USA fast vollständig ausgeglichen wurde.
    • Die Deutsche Post hat nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus im ersten Quartal ihre Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Für das Geschäftsjahr 2021 wird jetzt ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 6,7 Milliarden Euro erwartet, nachdem zuvor deutlich mehr als 5,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt wurden. Der Free Cashflow soll nun rund 3,0 Milliarden Euro erreichen, nach einer vorherigen Prognose von deutlich über 2,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal stieg der Umsatz nach endgültigen Zahlen um 22 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro, während sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdreifachte auf 1,91 Milliarden Euro und damit noch etwas besser ausfiel als zunächst gemeldet. Das Konzernergebnis stieg auf 1,19 Milliarden Euro nach 301 Millionen im Vorjahreszeitraum.

    Konjunktur & Politik

    • Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor hat sich im April schwächer als erwartet entwickelt. Der Index sank von 63,7 Punkten im Vormonat auf nun 62,7 Zähler. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg auf 64,2. Der konkurrierende Markit-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor stieg nach endgültigen Angaben von 60,4 auf 64,7 Punkte. Vorläufig war ein Wert von 63,1 Punkten ermittelt worden.
    • Nach Einschätzung von Charles Evans, Präsident der Federal Reserve Bank von Chicago, dürfte es noch eine Weile dauern, bis die US-Notenbank ihre Geldpolitik normalisieren kann. Man habe noch einen recht weiten Weg vor sich, bevor der Arbeitsmarkt wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht habe, sagte Evans. Die Inflation werde zwar kurz- bis mittelfristig zulegen, aber die Inflationserwartungen müssten sich dauerhaft verfestigen, bevor das Inflationsziel von zwei Prozent langfristig erreicht werden könne, sagte Evans bei einer Rede.
    • In der US-Privatwirtschaft sind im April nach Angaben des Arbeitsmarktdienstleisters ADP weniger neue Stellen als erwartet geschaffen worden. Im Monatsvergleich sei die Zahl der Beschäftigten im April um 742.000 Menschen gestiegen, teilte ADP mit. Erwartet wurden allerdings 850.000 neue Stellen. Der Stellenaufbau im März wurde von 517.000 auf 565.000 nach oben revidiert. Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für April werden am Freitag veröffentlicht.
    • US-Finanzministerin Janet Yellen hat ihre vorherigen Aussagen, wonach die Zinsen in den USA möglicherweise steigen müssen, relativiert. Sie habe weder vorhergesagt noch empfohlen, dass die US-Notenbank Fed als Konsequenz aus den stark steigenden Staatsausgaben von US-Präsident Joe Biden die Zinsen anheben solle, sagte Yellen nun beim CEO Council Summit des "Wall Street Journal". Sie glaube nicht, dass es ein Inflationsproblem geben werde, aber falls doch, dann könne man sich auf die Fed verlassen, so Yellen. Am Dienstag war Yellen mit den Worten zitiert worden, dass die Zinsen in den USA möglicherweise steigen müssten, um in Folge der stark steigenden Staatsausgaben eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern.
    • Nach dem Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts will die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele verschärfen. Die sogenannte Klimaneutralität soll nun bereits 2045 und damit fünf Jahre früher als bisher geplant erreicht werden. Bis zum Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen nun um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken, nachdem zuvor eine Reduktion um 55 Prozent geplant war. Bis 2040 ist nun ein Wegfall von 88 Prozent der Emissionen geplant. Die Koalition will das neue Klimaschutzgesetz bereits in der kommenden Woche auf den Weg bringen.
    • Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im April nach Schätzungen des ifo-Instituts um 10 Prozent auf 2,7 Millionen Menschen gesunken.
    • Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im März wie erwartet um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Plus von 0,5 Prozent im Februar.
    • Die Wirtschaft in der Eurozone hat im April nach Einschätzung der Einkaufsmanager noch etwas stärker an Schwung gewonnen als zunächst gemeldet. Der Einkaufsmanager-Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft legte nach endgültigen Angaben des Dienstleisters IHS Markit von 53,2 Punkten im Vormonat auf 53,8 Zähler zu, nachdem vorab 53,7 Punkte gemeldet worden waren. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg von 49,6 auf 50,5 Punkte, nachdem vorläufig 50,3 gemeldet worden waren. In Deutschland fielen die Einkaufsmanagerindizes hingegen etwas schwächer aus als zunächst gemeldet. Der Index für den Dienstleistungssektor sank von 51,5 im Vormonat auf 49,9, nachdem vorläufig 50,1 gemeldet worden waren. Wegen der starken Industrie verharrte der Gesamtindex für Deutschland hingegen mit 55,8 Punkten im Wachstumsbereich von mehr als 50 Zählern, nach 57,3 Punkten im Vormonat.
    • Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im April um 90,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 229.650 Fahrzeuge gestiegen, wie das Kraftfahrtbundesamt mitgeteilt hat. Der starke Anstieg erklärt sich aus der Tatsache, dass der Vorjahresmonat stark von der Corona-Pandemie betroffen war und es kaum Neuzulassungen im April 2020 gab.
    • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Deutschland 8.034 registrierte Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der bundesweit binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) ist auf 132,8 gesunken (Vortag: 141,4; Vorwoche: 160,6).
    • Die EU wird ihr Handelsabkommen mit China wegen der steigenden Spannungen vorerst nicht ratifizieren. Im März hatte China Sanktionen gegen Personen aus Europa verhängt, weil Informationen über die Misshandlung ethnischer Minderheiten in China veröffentlicht worden waren.

    Dividendenabschläge

    • Fuchs Petrolub: 0,99 Euro

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