DAX

    Der Auftritt des DAX in der vergangenen Woche kann sich durchaus sehen lassen: Mit einem Plus von 5,69 Prozent gelang der größte Wochengewinn seit Dezember 2001. Stützend wirkte für den Deutschen Leitindex der erfolgreiche Börsengang von Schaeffler und eine Ausweitung der Erholung der Sorgenwerte Volkswagen, RWE und E.ON. Dazu gibt die Aussicht auf weiterhin billiges Geld der Notenbanker den Notierungen Auftrieb. Der schwache Quartalsbericht-Auftakt von Alcoa wirkte allerdings ernüchternd angesichts der nun beginnenden Bilanzsaison.

    Die gute Stimmung am Markt hält dennoch vorerst weiter an. Vorbörslich tendiert der DAX leicht fester bei 10.106 Punkten. Die neue Woche startet mit nur wenigen Eintragen im Datenkalender. Erst morgen wird es mit der ZEW-Umfrage interessant.

    Der Euro behauptet sich zum US-Dollar weiterhin auf hohem Niveau und notiert derzeit knapp unter der 1,1370-er Marke. Das beherrschende Thema am Devisenmarkt bleibt die Geldpolitik in den USA. Trotz jüngster Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank Fed, die eine erste Zinserhöhung noch im laufenden Jahr wahrscheinlich mahcen, rechnen viele Marktteilnehmer mit einer Verschiebung der Zinswende ins kommende Jahr. Am Sonntag hatte Vize-Chef der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer, nochmals betont, dass es nach wie vor wahrscheinlich sei, dass die Fed die Zinswende 2015 einleitet.

    Volkswagen: Winterkorn zieht sich vollständig zurück

    Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR will Martin Winterkorn sämtliche Ämter im VW-Imperium aufgeben, die er nach seinem Rücktritt als Vorstandschef noch innehat. Den Aufsichtsratsvorsitz bei Audi und im Lkw-Geschäft ebenso wie sein Aufsichtsratsmandat bei Porsche. Und nicht zuletzt den Chefposten in der Porsche-Holding.

    Zusätzlich zur Aufarbeitung der Abgas-Affäre hat Volkswagen offenbar mit einer stockenden Fertigung am Stammsitz Wolfsburg alle Hände voll zu tun. „Die Produktion ist zu komplex, die Vielfalt der Fahrzeugvarianten zu hoch“, zitiert die "Welt am Sonntag" einen Insider aus dem Konzern.

    E.ON und RWE bestehen Stresstest

    Die vier großen Versorger in Deutschland können nach Einschätzung der Bundesregierung die Milliardenkosten des Atomausstiegs zusammen bewältigen. „Die Vermögenswerte der Unternehmen decken in Summe die Finanzierung des Rückbaus der Kernkraftwerke und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle ab", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Samstag. Von den Unternehmen hieß es daraufhin: „Mit diesen Feststellungen haben Spekulationen über einen etwaigen Bedarf für höhere Rückstellungen in den Bilanzen keine sachliche Grundlage“.

    K+S sieht sich auf der sicheren Seite

    Der Düngemittel und Salzkonzern K+S hält an seinen Gewinnzielen fest. Demnach soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im laufenden Jahr auf 780 bis 860 (2014: 641,3) Millionen Euro steigen. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Rohstoffmärkten schränkte Vorstandschef Steiner das Ziel allerdings ein. „Das obere Ende ist mittlerweile sehr ambitioniert, aber an der Spanne gibt es nichts zu deuteln: Wir fühlen uns wohl mit der Aussage.“

    Den Einbruch des Aktienkurses nach der geplatzten Übernahme durch Potash sieht der Manager gelassen: „Potash hat den Prozess beendet - und nicht wir“, sagte Steiner am Wochenende. „Deswegen lassen wir uns nicht in Haftung nehmen.“ Er setze jetzt vor allem darauf, dass die Investoren die Chancen eines milliardenteuren Großprojekts in Kanada, wo neue Kali-Vorkommen erschlossen werden, auch erkennen. Das Potenzial des Großprojekts in Kanada sei bis heute im Kurs nicht berücksichtigt, da Analysten ein Scheitern befürchteten, so Steiner.

    ProSiebenSat.1 übernimmt das Online-Reisebüro Etraveli

    Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 will für 235 Millionen Euro inklusive Schulden das schwedische Online-Reisebüro Etraveli komplett übernehmen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Etraveli vermittelt Flugreisen und betreibt dafür Internetportale in 40 Ländern auf vier Kontinenten. Noch in diesem Jahr sei der Start eines Angebots für den deutschen Markt geplant.

    TUI stellt deutliche Dividendenerhöhung in Aussicht

    Wenn Aufsichtsrat und Hauptversammlung im Februar 2016 zustimmen, soll die Dividende noch einmal deutlich über dem Vorjahresniveau von 44,5 Cent liegen, sagte TUI-Chef Friedrich Joussen der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“.

    Anheuser-Busch InBev könnte Angebot für SABMiller erneut erhöhen

    Der weltgrößte Bierbraukonzern Anheuser-Busch InBev könnte laut Reuters sein Übernahmeangebot für den Konkurrenten SABMiller erneut anheben. AB Inbev hatte zuletzt 42,15 US-Dollar pro SAB-Aktie geboten. Laut der Nachrichtenagentur ist ein Preis von 43 bis 44 Dollar möglich.