DAX

    In Asien wurde der schwache Handelstag am Dienstag von chinesischen Aktien angeführt. Letztere fielen infolge der allgegenwärtigen Wachstumsbefürchtungen um über 6 Prozent. Andere Märkte wurden von der Schwäche in Asien jedoch vergleichsweise wenig beeinflusst. Auch der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich am Ende nur mit einem kleinen Minus in den Feierabend.

    Doch die Sorgen um die derzeitige Verfassung des einstigen Wachstumsmotors China sind am Markt weiterhin virulent. Als Belastungsfaktor hinzu kommt die Ungewissheit vor der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten am Nachmittag sowie dem nach Börsenschluss erwarteten Protokoll der US-Notenbanksitzung vom 28. und 29. Juli. Vorbörslich tendiert der DAX demnach um über ein Prozent schwächer bei 10.800 Punkten.

    Laut einem Medienbericht hat die chinesische Regierung im Kampf gegen die Konjunkturabschwächung 93 Milliarden Dollar in zwei Staatsbanken gepumpt. Die Geldspritze soll die Kapitaldecke der Institute stärken und es ihnen ermöglichen, stabiles Wachstum zu fördern.

    Bundestag stimmt über Griechenland-Hilfen ab

    Der Bundestag stimmt heute in einer Sondersitzung über neue Milliardenhilfen für Athen ab. Es gilt zwar als sicher, dass die Parlamentsmehrheit den Weg für die Auszahlung von bis zu 86 Milliarden Euro freimachen wird. In der Unionsfraktion von Kanzlerin Merkel gibt es aber erheblichen Widerstand. Bei einer Probeabstimmung in der Unionsfraktion gestern Abend votierten 56 Abgeordnete mit Nein, weitere 4 enthielten sich. SPD und Grüne werden voraussichtlich mit großer Mehrheit das dritte Hilfspaket mittragen. Die Linke hat ihre Ablehnung angekündigt.

    Deutsche Telekom soll Daten an die NSA weitergeleitet haben

    Die Deutsche Telekom soll Daten an den US-Auslandsgeheimdienst NSA weitergereicht und dem Bundesnachrichtendienst (BND) gegen eine geringe Bezahlung Zugang zu seinen Servern gewährt haben. Dies berichtet das Handelsblatt am Mittwoch. Man sei zur Zusammenarbeit verpflichtet, halte sich aber strikt an die gesetzliche Grundlage, hieß es vom Konzern. In Deutschland müssen Telekomanbieter „der berechtigten Stelle" auf Anordnung Auskunft erteilen sowie die Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation ermöglichen. Zu den berechtigten Stellen gehören der BND, der Verfassungsschutz und der Militärische Abschirmdienst. Aufgrund dieses Gesetzes sollen auch Daten deutscher Bürger an die NSA weitergeleitet worden sein.

    Deutsche Bank will raus aus China und Indien

    Zwei mit der Sache vertraute Personen bestätigt dem Handelsblatt, dass die Deutsche Bank ihre Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank gerne verkaufen will. Eine Person sagt, dass dies Teil des Rückzugs der Bank aus dem außereuropäischen Privatkundengeschäft ist. Auch das entsprechende Angebot in Indien wolle man einstellen. Die Folge: Das Institut bedient Privatkunden - neben dem Heimatmarkt Deutschland - nur noch in Belgien, Italien, Spanien, Portugal und Polen. Die endgültige Entscheidung sei formal noch nicht getroffen, heißt es laut dem Blatt in Finanzkreisen.

    Positive Nachrichten von Manz Automation

    Der im TecDax notierte Maschinenbauer Manz erhielt Großaufträge für Maschinen zur Montage von Notebooks und anderen Elektrogeräten. Der Zulieferer von Unternehmen wie Apple oder dem Elektroautobauer Tesla profitiere dabei vom anhaltenden Automatisierungstrend der Produktion in asiatischen Ländern, allen voran in China, hieß es.

    Progress-Werk Oberkirch meldet Großauftrag

    Progress-Werk Oberkirch hat von einem süddeutschen Premiumhersteller den Auftrag für die Entwicklung und Fertigung von Cockpit-Querträgern erhalten. Beginnend ab 2018 sollen über eine Laufzeit von zehn Jahren rund 7 Millionen Querträger ausgeliefert werden. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 100 Millionen Euro.

    Sixt steigert sich zweistellig

    Der Autovermieter Sixt hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2015 verzeichnet. Konzernumsatz und Konzernergebnis lagen weit über den entsprechenden Vorjahreswerten. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT), die wichtigste Kennzahl des Unternehmens für den Geschäftserfolg, stieg um 43,0 Prozent auf 13,7 Millionen Euro.

    Zooplus bestätigt Prognose für 2015

    Der im SDax notierte Onlinehändler für Heimtierbedarf Zooplus legte endgültige Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor und bestätigte dabei auch seine Jahresziele. Demnach wird bei einer Gesamtleistung von mindestens 725 Millionen Euro ein Ergebnis vor Steuern von 8 bis 12 Millionen Euro angestrebt.