DAX

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    Ein Crash ist zwar ausgeblieben, dennoch hat der DAX zum Wochenauftakt kräftig einstecken müssen. Am ersten Handelstag nach dem Scheitern der Verhandlungen im Schuldenstreit zwischen Griechenland und den internationalen Gläubigern ging der DAX mit einem deutlichen Minus von 3,56 Prozent aus dem Handel. Zwischenzeitlich summierten sich die Abgaben am Montag sogar auf fünf Prozent.

    Auch am Dienstag zeichnet sich zunächst keine wirkliche Beruhigung ab. Das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland läuft heute aus, eine Verlängerung wird es vorerst nicht geben. Eigentlich müsste Athen zudem heute 1,54 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Ministerpräsident Tsipras bestätigte aber am Montagabend bereits den Ausfall der Zahlung.

    Die Unsicherheit führt dazu, dass sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückhalten. Dem DAX droht am Dienstag ein erneuter Rückschlag.

    Der Eurokurs sinkt am Morgen unter Marke von 1,12 Dollar. Insgesamt hat die dramatische Entwicklung in Griechenland den Eurokurs nicht nachhaltig belastet. Der aktuelle Kurs liegt aktuell sogar etwas über dem Niveau vom Freitagabend.

    Athens Finanzminister Varoufakis droht mit juristischen Konsequenzen

    Der griechische Finanzminister Varoufakis hat im Falle eines Ausschlusses aus dem Euro mit juristischen Folgen gedroht. „Die EU-Verträge haben keine Regelung für einen Ausstieg aus dem Euro, und wir weigern uns, diesen zu akzeptieren“, so Varoufakis gegenüber der britischen Zeitung Daily Telegraph. Die Regierung in Athen lasse sich beraten und werde sicherlich eine gerichtliche Verfügung des Europäischen Gerichtshofs erwägen. „Unsere Mitgliedschaft ist nicht verhandelbar“, kommentierte der Finanzminister Spekulationen über einen Grexit.

    GE verschlankt sich weiter

    Der US-Mischkonzern General Electric verkauft eine europäische Finanztochter für 2 Milliarden Dollar an die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG), wie Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet. Der Deal könnte schon am heutigen Dienstag bekanntgegeben werden, hieß es.

    EU will Roaming-Gebühren bis Mitte 2017 abschaffen

    Die sogenannten Roaming-Gebühren sollen am 15. Juni 2017 in der EU auslaufen. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments in Brüssel, wie Lettland als derzeitiger Vorsitz der EU-Staaten mitteilte. Das völlige Aus der Extra-Gebühren bedeutet dies aber nicht: Anbieter dürfen Einschränkungen machen, wenn Nutzer häufiger im EU-Ausland mobil telefonieren, surfen oder SMS schicken und nicht nur bei gelegentlichen Reisen.

    Deutsche Einzelhändler erfreuen sich weiter guter Geschäfte

    Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im Mai preisbereinigt (real) um 0,5 Prozent zum Vormonat gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten einen unveränderten Wert erwartet. Unbereinigt (nominal) erhöhten sich die Umsätze um 0,4 Prozent. Im April waren die Umsätze um revidiert 1,3 Prozent (zunächst 1,7 Prozent) gestiegen.

    Aurelius beginnt neues Aktienrückkaufprogramm

    Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius startet neues Aktienrückkaufprogramm für bis zu 9,1 Prozent des Grundkapitals mit einer Laufzeit vom 01. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016. Maximalwert nach aktueller Börsenkapitalisierung rund 112,5 Millionen Euro.