Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den deutschen Leitindex DAX hatten im vergangenen Monat ungewöhnlich hohe Mittelabflüsse zu verzeichnen. Dies geht aus einer Analyse des Research-Unternehmens Morningstar hervor. Im Oktober wurden demnach netto 2,6 Milliarden Euro aus DAX-ETFs abgezogen, und damit fast halb so viel wie in den ersten neun Monaten insgesamt. Aktive Fonds, die den deutschen Aktienmarkt abdecken, verzeichneten im Oktober nur Abflüsse von rund 100 Millionen Euro.

    Wie Morningstar nun analysiert hat, betraf die Flucht der Anleger vor allem ein Produkt, den db x-trackers DAX ETF der Deutschen Bank. Dieses Produkt verzeichnete alleine 2,76 Milliarden Euro an Nettoabflüssen, während ähnliche Produkte anderer ETF-Anbieter netto sogar geringe Zuflüsse verbuchen konnten.

    Innerhalb des Monats Oktober schrumpfte das Volumen des ETFs der Deutschen Bank um fast die Hälfte. Im November setzte sich der Anlegerschwund weiter fort. Im bisherigen Jahresverlauf ist das Fondsvermögen des ETFs bereits um rund 72% geschrumpft, weil die Anleger ihr Geld abzogen, wie aus der Analyse von Morningstar hervorgeht.

    Auch die Experten von Morningstar finden keine Erklärung für die ungewöhnlichen Entwicklungen rund um den db x-trackers DAX ETF. Die Deutsche Bank begründete die ungewöhnlichen Mittelabflüsse gegenüber Morningstar mit „Anlageentscheidungen einzelner Investoren“. Offenbar haben also einige sehr große Investoren ihre Anteile an dem ETF verkauft. Wer das war und warum sie dies taten, bleibt aber offen.

    Die Analyse von Morningstar zu diesem Thema finden Sie hier.

    Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder sogar zu einer Nachschusspflicht führen.