DAX - Wenig Veränderung erwartet


    Der deutsche Leitindex wird zum heutigen Sitzungsbeginn in etwa auf dem Niveau zum Haupthandelsschluss des Vortages erwartet. Am Dienstag schloss der Dax knapp im Plus bei 8.825 Punkten, im nachbörslichen Geschäft wurden kaum Veränderungen beobachtet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notiert eine Viertelstunde vor dem Börsenauftakt bei 9.938 Punkten, was ein geringfügiges Plus von 13 Punkten zum Vorabend bedeutet.

    Die internationalen Vorgaben zeigen gute Impulse. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones tendiert deutlich fester bei 16.380 Stellen. Auch die asiatischen Hauptbörsen zeigen sich im Plus.

    Die rasante Talfahrt des Euro scheint zunächst einmal gestoppt. Vom jüngsten Tief bei ca. 1,25 US-Dollar hat sich die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf knapp 1,28 US-Dollar vorgearbeitet und pendelt seither etwas tiefer bei 1,27 US-Dollar (akt.: 1,2657 US-Dollar; -0,01 %). Auslöser für die Stabilisierung des Euro dürften neuerliche Spekulationen über eine mögliche Verschiebung der ersten Zinsanhebung der Fed sein.

    In der Eurozone richtet sich heute das Interesse vor allem auf die Reden von EZB-Präsident Draghi, wobei es im Hinblick auf das angelaufene ABS- und CB-Kaufprogramm wohl keine Informationen geben wird. Mit dem Empire-State-Index für Oktober, der am Nachmittag zur Veröffentlichung ansteht, steht die erste Stimmungsumfrage der US-Industrie im Kalender.

    Inflation in Deutschland stagniert im Monatsvergleich

    Am Morgen veröffentlichte das Statistische Bundesamt die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für September veröffentlicht. Demnach stagnierte das Preisniveau im Monatsvergleich. Die Jahresinflationsrate blieb wie erwartet unverändert bei 0,8 %. Vor allem die Preise für Heizöl und Treibstoffe liegen aktuell deutlich unter ihrem Vorjahresniveau.

    Intel schraubt Umsatz auf Rekordhöhe

    Der US-Chiphersteller Intel hat im dritten Quartal seinen bisher höchsten Umsatz erzielt und den Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse erreichten 14,55 Mrd. Dollar, ein Plus von 8 % im Jahresvergleich. Der Gewinn stieg um 12 % auf rund 3,32 Mrd. Dollar.

    Wirtschaftswissenschaftler fordert Investitionsfonds

    Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel setzt sich für einen Investitionsfonds ein, um den Substanzverlust bei der Infrastruktur in Deutschland zu stoppen. Ca. 8 Milliarden Euro jährlich seien bis 2017 nötig, um die dringendsten Reparaturinvestitionen vorzunehmen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Der Investitionsstau alleine bei Städten und Gemeinden sei innerhalb von elf Jahren auf 43 Milliarden Euro gewachsen. „Infrastrukturelle Defizite bedrohen auf Dauer die Zukunft des Standorts Deutschland“, befürchtet der Ökonom.

    Neue Streiks bei der Bahn

    Bahnreisende müssen heute erneut mit massiven Zugausfällen rechnen. Im laufenden Tarifkonflikt rief die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder am Dienstagabend zu einem flächendeckenden 14-stündigen Ausstand auf - von 14.00 Uhr am Mittwoch bis 4.00 Uhr am Donnerstagmorgen.

    ProSiebenSat.1 erhöht Umsatzprognose

    Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 kommt bei dem für 2018 ausgegebenen Ziel einer Umsatzsteigerung um eine 1 Mrd. Euro gegenüber 2012 gut voran: Alle drei Segmente liegen laut Vorstand über Plan. Das Umsatzwachstumsziel für 2015 von 800 Mio. Euro gegenüber 2010 werde bereits 2014 erreicht, hieß es. Das Unternehmen hat zudem seine Ausschüttungspolitik bestätigt. Diese sieht eine jährliche Dividende in Höhe von 80 bis 90 % des bereinigten Jahresüberschusses vor.

    SAP vereinbart Cloud-Partnerschaft mit IBM

    SAP geht IBM eine Partnerschaft ein. Der deutsche Software-Konzern will Rechenzentren von IBM nutzen, um ihre Datenbank „Hana“ den Kunden über die Datenwolke „Cloud" zur Verfügung zu stellen. Damit will SAP im Cloud-Geschäft vor allem gegen den US-Rivalen Oracle bestehen.

    Interesse an Elektrofahrzeugen bleibt gering

    Laut einer Studie ist das Interesse an Elektrofahrzeugen immer noch sehr gering. Bei einer Umfrage unter 1.500 Menschen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in den kommenden zwölf Monaten privat einen Neuwagen zulegen möchten, zeigten demnach 99 % kein Interesse an E-Fahrzeugen.

    Rhön-Klinikum zeigt sich bei seinem Aktienrückkauf großzügig

    Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum bietet je Papier 25,18 Euro. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft lag mit 23,715 Euro deutlich darunter. Insgesamt will Rhön knapp 66 Millionen Aktien zurückkaufen, um knapp 1,7 Milliarden Euro aus dem Verkauf von 40 Rhön-Krankenhäuser an den Gesundheitskonzern Fresenius an die Anteilseigner auszuschütten.