• Amazon, Apple, Alphabet mit Zahlen
  • Studie: Deutschland droht drastisches Bankensterben
  • Produktivität der US-Wirtschaft fällt
  • USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken leicht
  • Hiobsbotschaft für die Deutsche Telekom
  • Eurozone: Industriestimmung trübt sich ein
  • Fed sendet Signale für weitere Leitzinserhöhung im März
  • Stada wechselt erneut Vorstandschef aus
  • IG Metall: Erste Warnstreiks in der Autoindustrie
  • Daimler hat 2017 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt
  • Jim Hagemann Snabe leitet Siemens-Aufsichtsrat
  • Chipboom beschert Siltronic starke Jahreszahlen
  • Schaeffler verzeichnet Gewinnrückgang
  • Nokia steckt tief in den roten Zahlen
  • Gewinnsprung beim Ölkonzern Shell

DAX

  • Der DAX ist am Donnerstagnachmittag unter die Räder geraten und hat den Handel mit einem Minus von 1,41 Prozent bei 13.003,90 Punkten beendet, nachdem das Barometer zeitweise sogar bis auf 12.971,78 Punkte in die Tiefe gerauscht war. Zwischenzeitlich deutliche Gewinne am Vormittag scheinen vergessen. Der Euro präsentiert sich am Donnerstag gegenüber dem Dollar wieder fester. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung am Morgen kaum verändert gehandelt wurde, konnte sie ab Mittag zulegen und wurde zuletzt bei 1,2447 Dollar gehandelt. Auch eine Reihe deutscher Unternehmenszahlen wurden am Markt überwiegend negativ aufgenommen.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Amazon setzt auch im vierten Quartal wieder Maßstäbe und stellt alle Erwartungen der Wall Street in den Schatten. Der Gewinn je Aktie schlug mit 3,75 Dollar die Konsensschätzung der Analysten um sage und schreibe 2,25 Dollar, allerdings ist in dieser Zahl ein Steuergeschenk von US-Präsident Trump im Wert von über einer dreiviertel Milliarde Dollar enthalten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 38 % auf 60,5 Milliarden und lag damit ebenfalls über den Prognosen. Für das laufende Quartal gibt das Unternehmen eine Umsatzguidance von 47,75-50,75 Milliarden Dollar aus und stellt ein operatives Ergebnis von 0,3-1,0 Milliarden in Aussicht. Nachbörslich kann die Aktie als einziges Schwergewicht überzeugen und liegt derzeit fast sechs Prozent im Plus.
  • Apple übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 3,89 die Analystenschätzungen um drei Cent, der Umsatz liegt mit 88,3 Milliarden Dollar rund eine Milliarde über den Erwartungen. Der iPhone-Absatz verfehlte mit 77,3 Millionen sowohl die Prognose von 81,5 Millionen, als auch den Vorjahreswert von 78,3 Millionen. Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen nur einen Umsatz von 60-62 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten waren bis zuletzt von 65,62 Milliarden ausgegangen.
  • Alphabet hat im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 9,70 Dollar die Analystenschätzungen um 26 Cent verfehlt, der Umsatz lag mit 31,91 Milliarden Dollar allerdings über den Erwartungen von 31,85 Milliarden. Nachbörslich brach die Aktie bis auf etwa 1.104 Dollar ein, kann die Verluste derzeit aber wieder eingrenzen und liegt nur noch rund 2,3 % im Minus.
  • Der US-Absatz der VW-Tochter Audi ist im Januar zum Vorjahr um 9,9 % auf 14.511 Fahrzeuge gestiegen.
  • Tesla will in 800 Home Depot-Baumärkten seine neue Solarprodukte vorstellen und befindet sich auch in Gesprächen mit Lowe's, wie Bloomberg berichtet.
  • Grenke: Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Grenke wird per 28. Februar 2018 aus dem Vorstand ausscheiden. Seine bisherige Stellvertreterin, Antje Leminsky, übernimmt den Posten.
  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht Afrika in den kommenden Jahren als Wachstumsmarkt. "Die Verbindungen von und nach Afrika werden in der Zukunft definitiv schneller wachsen als jene in andere Weltregionen", so Spohr.
  • Im Schlussquartal 2017 steigerte DowDuPont den Umsatz um 13 Prozent auf 20,1 Mrd. Dollar. Der operative Gewinn legte um ein Viertel auf 3,9 Mrd. Dollar zu. Hohe Sonderbelastungen drückten den Konzern jedoch unterm Strich ins Minus.
  • Im Jahr 2017 verdiente der Logistiker UPS dank des Paketbooms netto 4,9 Mrd. Dollar - 43 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz zog um 8 % auf 65,9 Mrd. Dollar an.
  • Die Handelsplattform eBay hat sich für die niederländische Firma Adyen als Partner für die Zahlungsabwicklung entschieden. Adyen soll die Dienstleistung ab Mitte 2020 übernehmen. Die Geschäfte bei eBay laufen positiv. Der Umsatz im vierten Quartal wurde gesteigert.
  • Der US-Medienkonzern Time Warner hat im vierten Quartal mit 2,66 Dollar je Aktie deutlich mehr verdient als vom Markt erwartet.
  • Der US-Telekommunikationsriese AT&T hat überraschend einen kräftigen Zuwachs an Mobilfunkkunden im vierten Quartal gemeldet. Experten hatten mit einem Rückgang gerechnet.
  • In der Bilanz von Microsoft machte sich die US-Steuerreform mit 13,8 Mrd. Dollar negativ bemerkbar. Unter dem Strich steht ein Verlust von 6,3 Mrd. Dollar.
  • Uber-Rivale Lyft lässt in München Karten für künftige selbstfahrende Autos entwickeln. Das Team solle daran arbeiten, dass Fahrzeuge ihre Position auf der Straße exakt bestimmen können.
  • Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat zu Jahresbeginn einen Sieben-Jahres-Vertrag mit der IT-Sparte T-Systems storniert, wie die „WirtschaftsWoche“ berichtet. Die Deutsche Telekom hat damit einen 700 Mio. Euro schweren Auftrag verloren. Entsprechende Informationen des Magazins bestätigten die beiden Unternehmen. „T-Systems hat Lösungen versprochen, die sie überhaupt nicht liefern konnte“, sagte demnach ein Insider von Thyssenkrupp, der laut WiWo namentlich nicht genannt werden will. „Der Deal war technologisch und kommerziell für T-Systems eine Nummer zu groß“, fügt er hinzu.
  • Der Aufsichtsrat des Generikahersteller Stada hat am Vormittag mit Wirkung zum 1. September 2018 Peter Goldschmidt zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Er leitete zuletzt das US-Geschäft des Konkurrenten Sandoz. Goldschmidt folgt auf Claudio Albrecht, der das Amt des Vorstandsvorsitzenden erst seit dem 27. September 2017 ausübt.
  • Das Biotechunternehmen Qiagen kann mit besser als erwarteten Geschäftszahlen punkten. Der Umsatz legte im vierten Quartal um acht Prozent auf 397 Mio. US-Dollar zu. Allerdings machte sich die US-Steuerreform negativ bemerkbar, unterm Strich ergab sich ein Verlust von knapp 40 Mio. Dollar.
  • Der britische Telekomkonzern Vodafone hat im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Serviceumsatz um 1,1 Prozent gesteigert. Bei der Kennziffer sind Wechselkurseffekte sowie der Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen herausgerechnet
    Der Tickethändler und Veranstalter CTS Eventim hat 60  Prozent der Anteile am italienischen Festival- und Konzert-Veranstalter D'Alessandro e Galli erworben. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt. Die Übernahme sei bereits abgeschlossen, teilte CTS mit.
  • Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler verdiente im vergangenen Jahr vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit knapp 1,6 Mrd. Euro ca. 7 Prozent weniger als 2016. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 14 Mrd. Euro zu.
  • Der Autohersteller Daimler hat 2017 bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. Der Konzern erzielte einen Umsatzzuwachs von 7 Prozent auf 164,3 Mrd. Euro. Netto blieb ein Gewinn von 10,5 Mrd. Euro hängen - zum Vorjahr ist das ein Plus von 23 Prozent. Die Stuttgarter verkauften im vergangenen Jahr 2,29 Mio. Autos der Kernmarke Mercedes-Benz und damit 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der verkauften Autos und auch der Umsatz sollen 2018 leicht zunehmen, so Daimler im Ausblick. Beim Gewinn vor Steuern erwartet der Autobauer einen Wert auf Vorjahresniveau. Für das vergangene Jahr schlägt der Vorstand eine Dividende von 3,65 Euro je Aktie vor. Analysten hatten mit 3,40 Euro gerechnet, nach einer Auszahlung von 3,25 Euro je Aktie im Vorjahr.
  • Der Wafer-Hersteller Siltronic hat starke Geschäftszahlen für 2017 vorgelegt. Das operative Ergebnis (Ebit) vervielfachte sich auf 236 Mio. Euro, der Umsatz legte um 26 Prozent zu. Für dieses Jahr erwartet Siltronic ein Umsatzplus im unteren zweistelligen Prozentbereich.
  • Der 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions hat 2017 schlechter abgeschnitten als gedacht. „Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz im Bereich von 80 bis 85 Millionen Euro", so SLM-Finanzvorstand Uwe Bögershausen laut Mitteilung. Das ist weniger als Analysten und auch das Unternehmen selbst prognostiziert hatten. Für 2018 rechnet SLM mit einem Umsatz in Höhe von rund 125 Mio. Euro.
  • Im abgelaufenen Jahr hat der Netzwerkausrüster Nokia auch in Folge einer hohen Steuerlast einen Verlust von 1,5 Mrd. Euro verzeichnet - fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Allerdings sanken auch die Einnahmen aus dem laufenden Geschäft, der Umsatz sank um zwei Prozent auf 23,1 Mrd. Euro.
  • Der Ölkonzern Shell hat im vergangenen Jahr von den steigenden Ölpreisen profitiert und einen kräftigen Gewinnanstieg erreicht. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von knapp 13 Mrd. Dollar - 184 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
  • Auf der gestrigen Siemens-Hauptversammlung hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme verabschiedet. Künftig soll der frühere SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe dem Gremium vorstehen. Der Aufsichtsrat wählte am Mittwochabend wie erwartet den 52-jährigen Dänen zum Vorsitzenden, wie Siemens mitteilte.
  • Das Online-Netzwerk Facebook konnte seinen Umsatz im vergangenen Quartal um fast 50 Prozent auf knapp 13 Mrd. Dollar steigern. Der Gewinn legte um ein Fünftel auf 4,27 Mrd. US-Dollar zu, weil der Konzern Rückstellungen von mehr als zwei Mrd. Dollar zusätzlich für Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform bildete.

Konjunktur & Politik

  • Der Einkaufsmanagerindex ISM für das Verarbeitende Gewerbe der USA fiel im Januar von 59,3 auf auf 59,1 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf 59,0 Punkte gerechnet.
  • Die US-Bauausgaben sind im Dezember auf Monatssicht um 0,7 Prozent gestiegen, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Im Vormonat hatte der Anstieg bei revidiert 0,6 Prozent (zunächst: +0,8 Prozent) gelegen.
  • Die Produktivität der US-Wirtschaft (ex Agrar) ist im vierten Quartal 2017 überraschend um 0,1 Prozent gesunken. Analysten hatten hingegen einen Anstieg um 1,4 Prozent erwartet. Im dritten Quartal hatte es einen Produktivitätszuwachs um revidiert 2,7 Prozent gegeben, so das US-Arbeitsministerium weiter. Die Lohnstückkosten stiegen im vierten Quartal um 2,0 Prozent. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent gerechnet.
  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche überraschend um 3.000 auf 230.000 gesunken. Experten hatten einen Anstieg auf 236.000 Anträge erwartet
  • Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, wird der Bankenmarkt in Deutschland in den kommenden zehn bis 15 Jahren von derzeit rund 1.900 deutlich schrumpfen. In ihrem „Bankenreport Deutschland 2030“ prognostizieren die Fachleute einen Rückgang auf 150 bis 300 Kreditinstitute. Im Jahr 2004 waren es noch 2.400 Banken. Demnach stellt der wettbewerbsintensive Markt das Problem für die Institute dar. „Es gibt ein Überangebot an Liquidität“, so Experte Thomas Schnarr.
  • Der Absatz von Elektroautos, Hybrid-Pkw & Co ist 2017 in der Europäischen Union um rund 40 Prozent auf knapp 853.000 gestiegen, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Das ist nur ein Anteil von knapp 6 Prozent des gesamten Pkw-Marktes. Reine Elektrofahrzeuge kommen auf einen Anteil von 1,4 Prozent. Insgesamt wurden in der EU im vergangenen Jahr mehr als 15,1 Mio. Wagen neu zugelassen.
  • Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im Januar von zuvor 60,6 Zähler auf 59,6 Punkte gesunken, teilte das britische Forschungsinstitut nach einer zweiten Umfragerunde mit. Die Erstschätzung wurde damit bestätigt. Im Dezember hatte der Indexwert den höchsten Wert seit 1997 erreicht.
  • Mit einem Warnstreik hat die IG Metall nach eigenen Angaben die Produktion in den Kölner Ford-Werken zum Erliegen gebracht. Von den etwa 13.000 Mitarbeitern, deren Schicht am Morgen begonnen hätte, seien nur ungefähr 50 sowie Manager am Arbeitsplatz. „Kein Auto läuft vom Band", sagte IG-Metall-Streikleiter Benjamin Gruschka. „Wir sind sehr zufrieden“. Am Freitag plant die Gewerkschaft Streiks bei den Autobauern BMW und Audi. Alle vier BMW-Standorte und Audi in Ingolstadt sollen 24 Stunden lang stillstehen.
  • Die Federal Reserve hat am Mittwochabend keine Zinsänderung vorgenommen. Der Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der US-Notenbank refinanzieren können, wurde einstimmig in der Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent belassen. Die geldpolitische Ausrichtung bleibe akkommodierend, um einen starken Arbeitsmarkt und die Rückkehr der Inflationsrate zum Ziel von 2 Prozent zu unterstützen, teilte der FOMC mit. Eine weitere Leitzinsanhebung bereits im März ist aber recht wahrscheinlich. Die Wirtschaft brauche eine „weitere graduelle“ Anpassung der Leitzinsen, hieß es in dem Kommentar zur jüngsten Zinsentscheidung.

Dividendenausschüttungen

  • Siemens ex Dividende 3,70 Euro

Termine des Tages:

09:55 Uhr - DE: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (endgültig)
10:00 Uhr - EWU: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (endgültig)
14:30 Uhr - US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
14:30 Uhr - US: Produktivität ex Agrar Q4 
16.00 Uhr - US: ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
16:00 Uhr - US: Bauausgaben Dezember

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