• Facebook-Chef veröffentlicht Statement
  • Kapitalerhöhung: Dürr begibt Gratisaktien
  • Strafzölle: Deutsche Alu-Exporte in USA könnten um 20 % sinken
  • US-Lagerdaten: Rohölpreise im Aufwind
  • Wirtschaftsweise fordern rasches Ende der Niedrigzinspolitik
  • NAR: Verkaufszahlen bestehender Häuser in den USA steigen rasant an
  • ifo Institut rechnet weiterhin mit einem starken Wachstum
  • Großbritannien: Arbeitslosigkeit geht zurück
  • Destatis: Zahl der Neugründungen 2017 rückläufig
  • Bayer: EU-Kommission genehmigt Monsanto-Übernahme
  • BMW will Gewinn 2018 trotz höherer Kosten stabil halten
  • Aktionäre verklagen Facebook in Datenaffäre
  • Pfeiffer Vaccuum erfreut sich hoher Nachfrage
  • HelloFresh kauft kleineren US-Wettbewerber
  • Gute Zahlen von Grammer

DAX & Wall Street

  • Vor dem US-Leitzinsentscheid am Abend hat der deutsche Aktienmarkt den Handel am Mittwoch fast unverändert beendet. Der DAX stieg um 0,02 Prozent auf 12.309,15 Punkte, nachdem der Index im Tief bis auf 12.250 Zähler abgerutscht war. Die US-Notenbank dürfte den Leitzins um 19.00 Uhr deutscher Zeit um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent anheben. Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für den Zinsschritt beträgt beinahe 100 Prozent, wie die Fed Funds Futures zeigen. Mit Spannung wird erwartet, welche Signale der neue Fed-Präsident Jerome Powell für die künftige Zinspolitik gibt. Im Raum steht die Möglichkeit von drei oder vier Zinsschritten in diesem Jahr.
  • Der Dow Jones sinkt zum Handelsende auf ein neues Tagestief und scheidet genauso wie der S&P 500 mit einem Minus von 0,18 % aus dem Handel, während der Nasdaq 100 sogar 0,47 % verliert. Bis auf Energie (+2,63 %), Materialien (+1,13 %) und Industrie (+0,12 %) handelten sich alle großen S&P 500-Sektoren Verluste ein. Aus faktortechnischer Sicht waren Inflationserwartungen gekoppelte Aktien die größten Gewinner, während Growth-Titel heute besonders schlecht performten.

Ausgewählte Chartanalysen

Unternehmensnachrichten

  • Facebook-Chef Zuckerberg hat ein Statement veröffentlicht, in welchem er sich für die Datenlecks entschuldigt. In Zukunft werde zu keinen Vorfällen wie zuletzt mehr kommen.
  • Das Maschinenbauunternehmen Dürr will im Zuge einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln Gratisaktien an die Aktionäre ausgeben. Für jede Aktie sollen die Aktionäre eine Gratisaktie erhalten, wie das Unternehmen mitteilte. Die Hauptversammlung am 9. Mai 2018 muss dem Vorhaben zustimmen. Das Grundkapital würde sich durch die Maßnahme von derzeit 88,6 Millionen Euro auf 177,2 Millionen Euro erhöhen.
  • Facebook hat ein geplantes Treffen mit einem Kongress-Ausschuss witterungsbedingt auf Donnerstag verschoben.
  • Die Deutsche Bank rechnet für das erste Quartal mit Umsatzbelastungen in Höhe von 450 Millionen Euro durch nicht-operative Effekte. So soll die Wechselkursentwicklung zu einem Umsatzminus von 300 Millionen Euro führen. Eine zusätzliche Belastung durch höhere Refinanzierungskosten soll sich auf 150 Millionen Euro belaufen. Die Aktien der Deutschen Bank gaben deutlich nach und beendeten den Xetra-Handel mit einem Minus von rund fünf Prozent.
  • Laut Real Capital Analytics hat der größte Deutsche-Bank-Aktionär HNA Group in China allein in diesem Monat Immobilien im Wert von 1,1 Milliarden Dollar verkauft und will weitere Immobilien im Wert von 2,2 Milliarden Dollar abstoßen. HNA hat derzeit große Schwierigkeiten seine Geldgeber zu bedienen. In Hongkong soll das Unternehmen Immobilien zu 20 Prozent unter Marktpreis verkauft haben.
  • Investor Paul Singer will offenbar seine Anteile an Telecom Italia weiter ausbauen. Wie Bloomberg berichtete, erwägt Singer über seinen Hedgefonds Elliott die Beteiligung am italienischen Telekommunikationskonzern nahezu zu verdoppeln. Aktuell hält der aktivistische Investor rund 5 Prozent.
  • Im Datenskandal um Facebook erhöhen Investoren den Druck. In San Francisco verklagten Aktionäre den Konzern. Facebook habe sachlich falsche und irreführende Aussagen zur Firmenpolitik gemacht, heißt es in der Klage. Facebook habe mitteilen müssen, dass es Dritten Zugriff auf Daten von Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung gewährt habe. Da das Unternehmen das nicht früher getan habe, hätten sie große Verluste erlitten, so die Ankläger.
  • Der Logistikkonzern FedEx hat auch dank der US-Steuerreform seinen Gewinn im vergangenen Quartal auf 2,07 Mrd. Dollar vervierfacht. Die boomende Wirtschaft sorgte für ein Ansteigen des täglichen Paketvolumens um 6 Prozent.
  • Uber-Mitgründer Travis Kalanick ist nun Chef eines Start-ups mit 15 Mitarbeitern. Kalanick kaufte sich die Firma City Storage Systems für 150 Mio. Dollar.
  • General Mills hat seine Gewinnerwartungen wegen höherer Transport- und Rohstoffkosten für das laufende Jahr herunte
  • rgeschraubt. Statt eines Plus von 4 bis 5 Prozent erwartet der Lebensmittelhersteller einen Zuwachs beim bereinigten Ergebnis je Aktie von 1 Prozent. Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat rund 500 Flüge wegen schlechten Wetters im Nordosten der USA abgesagt.
  • Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer am Mittwoch unter Auflagen freigegeben. Der Agrarchemiekonzern Bayer habe Zusagen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro gemacht, teilte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager mit. Die Bedenken der Wettbewerbshüter mit Blick auf negative Folgen für Verbraucher seien damit ausgeräumt. „Die Genehmigung der Europäischen Kommission ist ein großer Erfolg und ein bedeutender Meilenstein", erklärte Bayer-Chef Werner Baumann.
  • Der Auto- und Motorradbauer BMW will in 2018 ein mindestens stabiles Vorsteuerergebnis im Bereich von 10,66 Mrd. Euro erreichen - trotz hoher Vorleistungskosten für Technik und neue Modelle. Die Ausgaben sollen dieses Jahr von zuvor 6,1 Mrd. auf rund 7 Mrd. Euro zulegen. Für das Erreichen des Ziels seien große Aufgaben zu schultern, sagte Finanzchef Nicolas Peter. Das Unternehmen will unter anderem Kosten sparen, indem die Modellvielfalt reduziert wird. Dank der weiteren begehrten SUVs rechnet BMW im Kerngeschäft Automobil mit einem leichten Anstieg bei Absatz und Umsatz, was ein Plus von bis zu 5 Prozent Plus bedeutet.
  • Der Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze Grammer hat 2017 einen Rekordumsatz von 1,79 Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einem Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern gelang ein Plus von 17,8 Prozent auf 80,2 Mio. Euro. Für das laufende Jahr kündigte der Vorstand einen Anstieg der Erlöse auf 1,85 Mrd. Euro und eine weitere Verbesserung der Profitabilität an.
  • Der Chef der umstrittenen britischen Analysefirma Cambridge Analytics, Alexander Nix, wurde entlassen. Die Firma hatte 50 Mio. Facebook-Profile abgerufen und Informationen zur Beeinflussung des US-Wahlkampf genutzt. Das Unternehmen war am Wochenende von Facebook ausgesperrt worden. Doch auch der US-Konzern steht unter massiver Kritik. Die US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) leitete laut „Washington Post“ in diesem Zusammenhang bereits eine offizielle Untersuchung gegen Facebook ein.
  • Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma Group will 2018 den Umsatz ohne mögliche Übernahmen um rund 3 bis 5 Prozent steigern. Die um Sonderposten bereinigte operative Marge (Ebita) soll wie im Vorjahr über 17 Prozent liegen. Die Steuerreform in den USA soll den bereinigten Gewinn je Aktie von zuletzt 3,29 Euro „stark“ nach oben treiben, so das Unternehmen.
  • Pfeiffer Vaccum bleibt dank hoher Nachfrage zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen rechne mit einem deutlichen Umsatzanstieg, erklärte Pfeiffer Vacuum in seinem Geschäftsbericht. Allerdings dürfte das Wachstum nicht ganz so stark ausfallen wie im Vorjahr. 2017 hatte Pfeiffer Vacuum seinen Umsatz um fast ein Viertel auf 587 Mio. Euro steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte stieg laut den endgültigen Zahlen um 5 Prozent auf rund 71 Mio. Euro.
  • Der Kochbox-Versender HelloFresh will weiter wachsen und dazu den US-Anbieter Green Chef kaufen. Es werde damit gerechnet, dass der Kauf bald über die Bühne gehe, teilte das Unternehmen mit. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.
  • Der Lkw-Zulieferer SAF Holland verstärkt sich mit einem Zukauf in Indien. Für rund 33 Mio. Euro inklusive Verbindlichkeiten übernimmt der SDax-Konzern den Hersteller von Achs- und Federungssystemen York Transport Equipment. Die Übernahme werde vollständig aus vorhandenen Barmitteln finanziert, teilte SAF mit.
  • Die US-Einzelhandelsketten Walmart, Target, JC Penney, American Eagle Outfitters und Costco haben in einem offenen Brief an US-Präsident Trump Ausnahmen von China-Sanktionen gefordert. Anderenfalls drohten höhere Kosten für US-Bürger. Die Unternehmen stehen zusammen für Einzelhandelsumsätze von über 1,5 Bio. US-Dollar pro Jahr.

Konjunktur & Politik

  • Die deutschen Aluminium-Exporte in die USA könnten durch die von US-Präsident Donald Trump geplanten Strafzölle in diesem Jahr um 6,7 Prozent und im kommenden Jahr um 20 Prozent sinken, so eine Studie der Wirtschaftsvereinigung Metalle.
  • Der US-Kongress steht kurz vor dem Abschluss eines Budget-Deals, der die Finanzierung bis Oktober sicherstellen würde, berichtet das "Wall Street Journal".
  • Laut einem CNBC-Bericht erwägen die USA alle Nafta-Länder, Südkorea, EU, Argentinien und Brasilien von den Zollmaßnahmen auszunehmen. Der US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer hatte zuvor angekündigt, dass einige Länder nach Verhandlungen von den Zollmaßnahmen ausgenommen werden sollen. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hielt sich heute in Washington auf, um im Handelsstreit mit den USA eine Lösung zu finden. Die Zölle auf Stahl und Aluminium sollen den Plänen nach am Freitag in Kraft treten.
  • Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Sie verringerten sich um 2,62 Millionen Barrel, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 2,6 Millionen Barrel erwartet.
  • Die Verkaufszahlen gebrauchter Häuser in den USA sind im Februar stärker als erwartet um 3,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) mitteilte. Volkswirte wurden von der Stärke des Anstieg überrascht.
  • Das Defizit in der US-Leistungsbilanz hat sich im vierten Quartal 2017 um über 27 Mrd. auf 128,2 Mrd. US-Dollar ausgeweitet. Experten hatten einen geringeren Fehlbetrag von 125 Mrd. Dollar erwartet.
  • Die deutsche Wirtschaft wird durch die Politik der neuen Bundesregierung weiter angeheizt. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erhöhte seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr um 0,1 Punkte auf 2,3 Prozent und warnte zugleich vor einer Überhitzung der Konjunktur.
  • Die EU-Pläne zur stärkeren Besteuerung von globalen Internetkonzernen wie Google und Facebook treffen beim Wirtschaftsverband Business Europe auf Widerstand. Der Verband meldete Bedenken dagegen an, bei den Unternehmen künftig statt der Gewinne die Umsätze in Europa zu besteuern.
  • Die Wirtschaftsweisen fordern ein baldiges Ende der extremen Niedrigzinspolitik. Die Experten des „Sachverständigenrats“ verweisen auf die konjunkturelle Erholung und die anziehende Inflation in der Eurozone. Der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik durch die EZB sei überfällig, hieß es bei der Vorlage der Frühjahrsprognose. Das Beratergremium der Bundesregierung erwartet einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von 2,3 Prozent in diesem Jahr. Im Herbst hatten die Ökonomen ein Plus von 2,2 Prozent vorhergesagt. Die Wirtschaft befinde sich in einer Hochkonjunkturphase. Gleichzeitig warnte der Rat vor wachsenden Risiken. Dazu zählen die Ökonomen die Lage in Italien, den Brexit und den drohenden Handelskrieg mit den USA.
  • Die Arbeitslosenquote in Großbritannien fiel in den drei Monaten bis Januar auf 4,3 Prozent, nach zuvor 4,4 Prozent, wie das Statistikamt ONS mitteilte. Die Beschäftigung erhöhte sich in diesem Zeitraum um 168.000 Stellen. Der Zuwachs folgt auf einen Anstieg um 88.000 Stellen im vorherigen Zeitraum. Die durchschnittlichen Wochenlöhne stiegen im Zeitraum November bis Januar um 2,8 Prozent - deutlich mehr als von Experten erwartet.
  • Das ifo Institut rechnet weiterhin mit einem starken Wirtschaftswachstum in Deutschland. Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt unverändert um 2,6 Prozent zulegen, teilte das Forschungsinstitut mit. Für das Jahr 2019 erwartet das München Institut ein Wachstum von 2,1 Prozent. In beiden Fällen wurde die Dezember-Prognose bestätigt.
  • Der Bitcoin-Kurs hat sich am Mittwoch auf über 9.000 US-Dollar je Einheit erholt. Am Wochenende stand der Kurs noch unter 8.000 Dollar, am Morgen kletterte der Bitcoin auf der führenden Handelsplattform Bitsamp auf ein Ein-Wochenhoch bei 9.129 US-Dollar. Der Hintergrund: Die Finanzminister führender Industrie- und Schwellenländern (G20) haben in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires vereinbart, dass sie Kryptowährungen unter Beobachtung stellen, allerdings wurden keine konkreten Regulierung verabredet.
  • In Deutschland sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 549.700 Betriebe neu gegründet worden - 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr 2016. Rund 125.400 Betriebe wurden aufgebaut, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 0,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Termine des Tages: 19:00 Uhr - US: Fed-Zinsentscheid

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