DAX – Kaum verändert erwartet

    Der Dax wird am Dienstag stabil erwartet. L&S taxiert den Leitindex unmittelbar vor Börsenstart praktisch unverändert bei 9.252 Punkten. Gute Vorgaben für den heutigen Handelstag kommen dabei aus Asien. Der Nikkei in Tokio ist am Dienstag dank der weiter anhaltenden Geldflut durch die japanische Notenbank zum ersten Mal seit 2007 über die Marke von 17.000 Punkten gestiegen.

    Gleich vier Dax-Unternehmen legten heute bereits ihre Zahlen vor, die im Verlauf zunächst im Anlegerfokus stehen dürften. Auf der Konjunkturagenda stehen heute die Erzeugerpreise der Eurozone für September und später aus den USA die Handelsbilanz sowie die Auftragseingänge der Industrie.

    Die Ölpreise geben im frühen Handel weiter nach. Das Fass Brent-Öl kostet zur Stunde 83,75 Dollar (-0,51 %), WTI-Öl notiert bei 77,35 (-1,12 %) US-Dollar. Der weltgrößte Ölförderer Saudi-Arabien hatte angekündigt, die Verkaufspreise für Ölexporte in die USA zu senken.

    Schäuble würdigt EZB-Bankenaufsicht

    Finanzminister Schäuble hat die Übernahme der Bankenaufsicht durch die EZB als gute Nachricht für die Steuerzahler gewürdigt. Mit dem heutigen Tag werde der Finanzsektor im Euro-Raum widerstandsfähiger, sagte Schäuble in Berlin. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass nationale Behörden nicht mehr hinreichend in der Lage seien, die großen Banken zu beaufsichtigen.

    Kurz vor Übernahme der Bankenaufsicht durch die EZB ereilt die deutschen Banken noch ein Rüffel ihrer bisherigen Kontrolleure. Bundesbank und Bafin kritisieren die schwache Ertragslage der Institute. Nur 6 % der deutschen Institute verdienten ihre Eigenkapitalkosten, mithin lebten 94 % von der Substanz, sagte Bundesbank-Vorstand Dombret auf einer „Handelsblatt“-Tagung.

    BMW hat ein Haar in der Bilanzsuppe

    Der bayerische Autobauer BMW hat im dritten Quartal seinen Umsatz um 4,5 % auf 19,6 Milliarden Euro steigern können, dagegen schrumpfte der Gewinn um 1,2 % auf 1,314 Milliarden Euro. BMW erklärte den Rückgang mit einer höheren Steuerlast. Vor Zinsen und Steuern stieg der operative Gewinn (Ebit) stärker als erwartet auf 2,26 Milliarden Euro. In der Autosparte konnte BMW mit einem Anstieg der Ebit-Marge auf 9,4 % punkten.

    Conti bestätigt Jahresziele

    Der Continental-Konzern hat in den ersten drei Quartalen 2014 sein Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 % auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis pro Aktie stieg auf 8,99 Euro, nach 7,88 Euro im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig bekräftigte der Automobilzulieferer seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

    FMC mit Problemen in den USA

    Der Gewinn des Dialysekonzerns FMC ging im dritten Quartal überraschend um 1 % auf 271 Millionen Dollar zurück. Hintergrund sind Kürzungen im US-Gesundheitssystem. Die US-Regierung bezahlt seit eineinhalb Jahren 2 % weniger für die Behandlung von staatlich krankenversicherten Dialysepatienten.

    Fresenius mit starker Quartalsbilanz

    Der Medizinkonzern und Krankenhausbetreiber Fresenius hat im Zeitraum Junli bis September seinen bereinigten Gewinn um 4 % auf 281 Millionen Euro verbessern können. Der Umsatz legte dank der zugekauften Krankenhäuser von Rhön-Klinikum und Zuwächsen aus eigener Kraft um 18 % auf 6 Milliarden Euro. Mit allen Kennzahlen übertraf Fresenius die Schätzungen der Experten zum Teil deutlich.

    Zweifel an Wirksamkeit der Russland-Sanktionen

    Die neue EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, hat Zweifel an der Wirksamkeit der Sanktionen geäußert, welche die EU gegen Russland erlassen hat. Sie hätten zwar Auswirkungen auf die russische Wirtschaft, die offene Frage sei aber immer noch, ob Moskau seine Politik deshalb ändern werde, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.

    ZEW: Kein Einbruch der Steuereinnahmen zu erwarten

    ZEW-Präsident Fuest rechnet nicht mit einem Einbruch der Steuereinnahmen. Allerdings würden die Einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden nicht mehr so wachsen wie in der Vergangenheit, sagte Fuest der Deutschen-Presse-Agentur. Heute beginnt in Wismar das dreitägige Treffen des Arbeitskreises Steuerschätzung, der neue Prognosen für die Entwicklung der Staatskassen vornehmen wird.

    Devisenskandal: JPMorgan rechnet mit hoher Strafe

    Die US-Großbank JPMorgan rechnet mit einer hohen Strafe im Zusammenhang mit dem Devisenskandal. Im Quartalsbericht ist von möglichen Strafzahlungen in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar die Rede. Das sind 1,3 Milliarden mehr als zuletzt angegeben.

    Hugo Boss enttäuscht mit Prognosesenkung

    Der Modekonzern Hugo Boss senkt aufgrund des zunehmend herausfordernden konjunkturellen Umfelds die Ziele für 2014. Das Unternehmen rechnet jetzt nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent und einem Anstieg beim operativen Ergebnis vor Sondereffekten von 5 bis 7 Prozent. Bisher war für beide Kennzahlen ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden.