DAX

    Die Hoffnung der Anleger auf ein Ende des griechischen Schuldendramas schob den deutschen Leitindex am gestrigen Donnerstag zeitweise deutlich ins Minus. Erst am Nachmittag, als sich die Anzeichen verdichteten, dass es nicht zur einer Einigung zwischen dem Pleiteland und den internationalen Geldgebern kommt und weitere Verhandlungen am Wochenende anberaumt wurden, schmolzen die Gewinne. Am Handelsende ging der DAX praktisch unverändert aus dem Rennen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel misst dem für Samstag geplanten Sondertreffen der Finanzminister der Eurozone eine entscheidende Bedeutung bei. Merkel sagte am Rande des Gipfeltreffens in Brüssel, die Verhandlungen seien sehr technisch und könnten deshalb nur von Fachleuten geführt werden. „Die Zeit drängt", betonte Merkel am Freitagmorgen „Wir setzen darauf, dass eine Einigung erreicht werden kann“. Zu Beginn des EU-Gipfels am Donnerstag hatten die Teilnehmer den Druck auf den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras noch einmal erhöht. Nach Angaben von Diplomaten in Brüssel machten die Geldgeber deutlich, dass Athen in den Verhandlungen zur Abwendung einer Staatspleite keinen Spielraum mehr habe. Am Dienstag läuft das aktuelle europäische Hilfsprogramm für das Land aus.

    Auch heute dürften sich die Anleger angesichts der weiter anhaltenden Griechenland-Verhandlungen eher zurückhalten. Vorbörslich tendiert der DAX um 0,60 Prozent tiefer bei 11.400 Punkten. Der Euro behauptet sich zum US-Dollar bei knapp unter der Marke von 1,12.

    Inflation in Japan bleibt schwach

    Der Preisdruck in Japan bleibt auf niedrigem Niveau. Angaben der Regierung von Freitag zufolge, legten die Verbraucherpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent zu, nach einem Anstieg von 0,6 Prozent im Vormonat April. Bankvolkswirte hatten allerdings nur mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. In der Kernrate, die volatile Preise für Lebensmittel ausklammert, erhöht sich die Rate im zurückliegenden Mai nur geringfügig um 0,1 Prozent nach einem Plus von 0,3 Prozent im Vormonat. Die Bank of Japan strebt mittelfristig eine Rate von knapp unter zwei Prozent an.

    Vorbörslicher Kurssprung bei K+S: Übernahmevorschlag von Potash

    Kurssprung bei K+S am Freitagmorgen: Der kanadische Wettbewerber Potash hat Interesse für den Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller bekundet. Der global drittgrößte Kalihersteller Potash Corporation of Saskatchewan habe angekündigt, eine Offerte abzugeben, teilte K+S am Donnerstag mit. Potash dürfte mehr als 40 Euro je Aktie bieten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das entspräche einer Marktbewertung von mehr als sieben Milliarden Euro.

    IPO: Europcar wird erstmals gehandelt

    Aktien des Autovermieters Europcar werden am Freitag erstmals an der Pariser Börse Euronext gehandelt. Der Ausgabepreis beträgt 12,25 Euro je Aktie, die Preisspanne war ursprünglich auf 11,50 bis 15,00 Euro festgelegt worden. Das Angebot sei vollständig gezeichnet worden, hieß es. Erlöst wurden mit dem Börsengang zunächst 879 Millionen Euro, wie Europcar mitteilte.

    AT&T investiert Milliarden in Mexiko

    Das US-Telekommunikationsunternehmen AT&T investiert drei Milliarden Dollar in den Ausbau seines Mobilfunknetzes in Mexiko. Bereits in sechs Monaten soll rund 40 Millionen Mexikanern mobiles Internet zur Verfügung stehen, kündigte der Konzern an. 2018 werde das Netz eine Kapazität für bis zu 100 Millionen Kunden haben.

    Nike bleibt auf Erfolgsspur

    Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im vierten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) den Nettogewinn im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 865 Millionen Dollar gesteigert. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 7,78 Milliarden Dollar.