Der Abverkauf am deutschen Aktienmarkt wird sich voraussichtlich auch am Freitag fortsetzen. Der außerbörsliche Broker Lang & Schwarz taxiert den DAX rund anderthalb Stunden vor Handelsbeginn auf nur noch 10.109 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 3,12 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag.

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    Verantwortlich für die erneuten Kursverluste am deutschen Aktienmarkt sind unerwartet schwache Konjunkturdaten aus China und negative Vorgaben von der Wall Street. Außerdem hat der Rücktritt des griechischen Premierministers Alexis Tsipras und die Ankündigung von Neuwahlen die Unsicherheit rund um Griechenland wieder erhöht.

    Enttäuschende Wirtschaftsdaten kommen erneut aus der chinesischen Industrie. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe brach im August nach vorläufigen Angaben auf 47,1 Punkte ein. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 48,1 Punkten gerechnet, nach einem endgültigen Wert von 47,8 Zählern im Vormonat. Ein Wert von weniger als 50 Punkten deutet auf Kontraktion in der chinesischen Industrie hin.

    Der Shanghai Composite notiert gegen 7.20 Uhr rund 3,8 Prozent schwächer als am Vortag. Auch asiatische Währungen befinden sich unter Druck und befeuern die Ängste vor einer neuen Asien-Krise.

    Der Goldpreis kann am Freitagmorgen deutlich um 1,13 Prozent auf 1.165,13 Dollar je Feinunze zulegen. Asiatische Währungen verlieren deutlich gegenüber Dollar und Euro.