• US-Baubeginne fallen überraschend
  • Euro-Wirtschaft hängt USA ab
  • Warren Buffett setzt noch stärker auf Apple
  • Ford plant kräftigen Personalabbau
  • Übernahmespekulationen treiben Stada
  • US-Präsident Trump plaudert aus dem Nähkästchen
  • E.ON zapft Kapitalmarkt an
  • Vodafone schreibt erneut Milliardenverluste
  • Cyberattacke: Von Nordkorea gesteuert?
  • Papiere der Autobauer nach den schwächeren europäischen Neuzulassungszahlen im Blick
  • Manz: Großauftrag im Display-Bereich

DAX & US-Indizes

  • Am deutschen Aktienmarkt könnte die Stimmung kaum besser sein. Das Börsenbarometer DAX zeigt sich am Nachmittag zwar nur leicht fester bei 12.820 Punkten. Zuvor hatte der DAX mit 12.834,91 Zählern aber sein am Vortag erreichtes Rekordhoch schon wieder übertrumpft. Nach dem guten Lauf seit Mitte April sehen die meisten Experten beim DAX nur noch geringes Kurspotenzial. Vorerst könnte es aber durchaus zu weiteren Rekorden kommen. Auch die runde Schwelle von 13.000 Punkten dürfte für die Anleger eine wichtige Zielmarke bleiben. Die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindexes sowie jüngste Zahlen zum Wirtschaftswachstum der Eurozone hinterließen am Markt kaum Nachhall. Der ZEW-Indikator für die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten hat sich im Mai auch nur leicht erhöht. Und das Statistikamt Eurostat bestätigte die in einer ersten Schätzung ermittelten Wachstumszahlen für das erste Quartal.
  • Der Nasdaq 100 (+0,35 %) kann heute dank Microsoft (+2,01 %), Amazon (+0,85 %) und Nvidia (+1,86 %) ein neues Rekordhoch erobern, S&P 500  (-0,078 %) und Dow Jones (-0,01 %) beenden den Tag weitestgehend unverändert. Story des Tages ist der Dollar-Index, der heute fast 0,8 % verliert und damit die Gewinne, die seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsident generiert wurden, wieder neutralisiert.

Devisen

  • Der Euro hat die Marke von 1,10 US-Dollar hinter sich gelassen. Er steigt am Dienstagmittag um 0,6 Prozent auf 1,1045 Dollar und erreicht den höchsten Stand seit Anfang November 2016.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Solarhersteller Solarworld produziert nach den Insolvenzanträgen der vergangenen Woche vorerst weiter. Das gelte für das Werk in Arnstadt (Thüringen) und für den Standort in Freiberg (Sachsen), sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg am der Deutschen Presse-Agentur. Auch in der Bonner Zentrale werde gearbeitet.
  • Die US-Baumarktkette Home Depot hat im ersten Quartal 23,9 Mrd. US-Dollar umgesetzt - ein Plus von 4,9 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn legte um 12 Prozent auf 2 Mrd. US-Dollar zu. Das EPS soll 2017 auf 7,15 US-Dollar steigen. Zuvor wurden 7,13 Dollar Gewinn je Aktie angepeilt.
  • Der zweitgrößte US-Autobauer Ford plant laut einem Bericht des Wall Street Journals einen Personalabbau um 10 Prozent, um die Profitabilität zu erhöhen und die Aktionäre zufriedenzustellen. Mit der Verkündung der Entscheidung sei noch diese Woche zu rechnen, hieß es. Der Konzern wies den Bericht als haltlos zurück.
  • Der kriselnde US-Handelskonzern Staples hat im ersten Quartal erwartungsgemäß 0,17 US-Dollar je Aktie verdient. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf 4,1 Mrd. US-Dollar und enttäuschte damit.
  • Die Google-Schwester Waymo hat im Streit mit Uber um gestohlene Technologie einen Teilerfolg erzielt. Ein Gericht untersagte Uber die Forschung an der relevanten sog. Lidar-Technologie.
  • Hacker haben offenbar den Unterhaltungskonzern Walt Disney angegriffen und Lösegeld für einen bislang nicht veröffentlichten Film verlangt.
  • Facebook ist in Frankreich zu einer Geldbuße von 150.000 Euro verurteilt worden. Grund ist der Umgang mit Nutzerdaten. Diese seien gezielt
  • Für das Gesamtjahr geht der Immobilienkonzern Vonovia von einem deutlichen Wachstum aus. Vorstandschef Rolf Buch hat auf der heutigen Hauptversammlung die Jahresprognose bekräftigt, wonach in diesem Jahr ein operatives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 890 bis 910 Millionen Euro zu erwarten ist.
  • Starinvestor Warren Buffett bleibt Apple nicht nur treu, sondern setzt noch stärker auf den iPhone-Konzern. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat im Zeitraum Januar bis Ende März das Engagement bei Apple auf 129 Mio. Aktien im Wert von aktuell 19 Mrd. US-Dollar mehr als verdoppelt. Dies geht aus einem bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Finanzbericht hervor. Ausführlicher Artikel: Diese Aktien kauft Warren Buffett
  • Die beiden Finanzinvestoren Advent und Shanghai Pharma haben Bloomberg-Informationen zufolge eine Offerte für Stada über rund 70 Euro je Aktie abgegeben. Damit würden sie das konkurrierende Angebot der Bieter Bain und Cinven schlagen. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen, hieß es weiter bei Bloomberg. Laut Reuters unter Berufung auf Insider soll bisher kein zweites Übernahmeangebot vorliegen. Die Commerzbank hält ein Gebot für Stada durch Advent und Shanghai Pharmaceuticals für unwahrscheinlich.
  • Der britische Telekomkonzern Vodafone hat in dem am 31. März 2017 beendeten Geschäftsjahr eine weiteres Mal einen Milliardenverlust angehäuft. Vodafone musste mehrere Milliarden auf den Wert seiner indischen Tochter abschreiben. Unterm Strich stand ein Defizit von annähernd 6,1 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Verlust bei 5,1 Mrd. Euro. Der Umsatz sank von 49,8 Mrd. im Vorjahr auf 47,6 Mrd. Euro.
  • Der Energieversorger E.ON hat sich einen Milliardenbetrag am Kapitalmarkt besorgt. Es wurden drei Anleihen mit einem Volumen von zwei Mrd. Euro platziert. Die Laufzeiten lagen bei zwölf, sieben und gut vier Jahren. Die frischen Mittel sind dazu gedacht, den staatlichen Atomfonds zu füllen.
  • Die Billigfluglinie Easyjet modifiziert eine Bestellung bei Airbus. Statt 20 Maschinen des Typs A320neo sollen nun 30 Maschinen des Typs A321neo geliefert werden.
  • Damit dürfte der kriselnde Maschinenbauer vorerst aus dem Schneider sein: Nach dem Großauftrag im CIGS-Dünnschicht-Solargeschäft zu Beginn des Jahres hat Manz nun auch den Zuschlag für einen strategisch wichtigen Auftrag im Display-Bereich erhalten. Damit festigt das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Marktposition im dynamisch wachsenden Displaymarkt in China. Der Auftrag hat ein Volumen von knapp 20 Mio. Euro.

Konjunktur & Politik

  • Die US-Industrie hat im April deutlich mehr produziert als im Vormonat. Wie die Notenbank Fed am Dienstag mitteilte, lag die Erzeugung der Industrieunternehmen insgesamt 1,0 Prozent höher als im März. Das war der stärkste Anstieg seit Februar 2014. Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 76,7 Prozent.
  • Die Zahl der Baubeginne in den USA ist im April mit annualisiert 1,170 Mio. um 2,6 Prozent zum Vormonat gesunken. Experten hatten indes ein Plus von 3,7 Prozent erwartet. Die Zahl der zeitlich vorgelagerten Baugenehmigungen sank in ähnlicher Größenordnung auf annualisiert 1,230 Mio.
  • Die Eurozone ist im ersten Quartal um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen, bestätigte das Statistikamt Eurostat eine frühere Schätzung. Damit wurde die Wachstumsdyanmik aus dem Schlussquartal 2016 beibehalten.
  • Der Überschuss in der Handelsbilanz der Eurozone lag im März laut unbereinigten Zahlen bei 30,9 Mrd, Euro, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Volkswirte hatten nur mit 25,8 Mrd. Euro gerechnet.
  • Der ZEW-Indikator für die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten hat sich im Mai um 1,1 Punkte auf 20,6 Zähler erhöht. Dies teilte das ZEW-Institut mit. Das ist der höchste Stand seit August 2015. Bankvolkswirte hatten allerdings mit einem deutlicheren Anstieg gerechnet.
  • US-Präsident Donald Trump hat laut Reuters unter Berufung auf Regierungskreise bei seinem letzten Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geheime Informationen zur Extremistenmiliz IS weitergegeben. Es handele sich dabei um Kenntnisse, die ein Verbündeter im Kampf gegen den IS zur Verfügung gestellt habe, hieß es. Trump habe dieses Vorgehen nicht mit dem Bündnispartner abgesprochen. Daher könne nun ein seit Jahren bewährtes Geheimdienstabkommen auf dem Spiel stehen. Nach den Berichten über die Weitergabe geheimer Informationen verteidigte sich Trump auf Twitter. Er habe mit Russland Fakten über Terrorismus und Flugsicherheit teilen wollen, dazu habe er das Recht.
  • Computerexperten sehen Hinweise darauf, dass der Hackerangriff, der am letzten Wochenende weltweit Hunderttausende Computer lahmgelegt hat, von Nordkorea aus gesteuert wurde. Teile der Schadsoftware gleichen Codes, der bereits früher von Pjöngjang eingesetzt worden waren.
  • Im aktuellen Meinungstrend des Instituts INSA für die "Bild"-Zeitung verbessern sich CDU/CSU um einen Prozentpunkt auf 36 Prozent, die FDP legt in gleicher Größenordnung auf acht Prozent zu. SPD (27 Prozent) und AfD (zehn Prozent) halten ihre Ergebnisse aus der Vorwoche. Die Linke kommen auf neun und Grüne auf sechs Prozent und verlieren damit jeweils einen Punkt.
  • Der europäische Automarkt hat im April deutliche Rückgänge verzeichnet. Nach Angaben des Branchenverbands ACEA fielen die Pkw-Neuzulassungen in der EU auf 1,19 Mio., was einem Einbruch um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. Hauptgrund dürften aber die Osterfeiertage sein, die im Vorjahr im März lagen. Dadurch hatte der April in diesem Jahr vergleichsweise weniger Verkaufstage. Für die ersten vier Monate summierten sich die Verkäufe auf 5,33 Mio. Fahrzeuge. Das waren 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.
  • Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres auf 43,7 Mio. gestiegen - ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum vierten Quartal ist allerdings ein Rückgang um 0,8 Prozent zu verzeichnen.
Termine des Tages:
11:00 Uhr - EU: ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
11:00 Uhr - EU: BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
14:30 Uhr - US: Baubeginne/ Baugenehmigungen April
15:15 Uhr - US: Industrieproduktion April
19:00 Uhr - EU: Rede von EZB-Ratsmitglied Benoit Coeuré in Frankfurt

Dividendenausschüttung

  • Engie wird heute exDividende gehandelt. Die Ausschüttung beträgt 0,50 Euro je Aktie.
  • Sanofi wird heute exDividende gehandelt. Die Ausschüttung beträgt 2,96 Euro je Aktie.

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