• DE: Inflationsrate schwächt sich leicht ab
  • Goldman Sachs: Milliardenbelastung durch US-Steuerreform
  • Euroraum: Kreditvergabe an Unternehmen zieht im November an
  • Kreml besorgt über schlechtes Verhältnis zu den USA
  • Neue Investment-Besteuerung in 2018 
  • EY: Wirtschaftlicher Aufschwung schafft hunderttausende neue Jobs in der Eurozone
  • Airbus zurrt größte Order der Unternehmensgeschichte fest
  • Apple-Kunden mit älteren iPhones kommen bald günstiger an neue Batterien
  • Verhandlungen über Niki-Verkauf laufen auf Hochtouren

DAX

  • Am letzten Handelstag des Jahres ging dem DAX die Kraft aus. Der Xetra-Handel ist um 14 Uhr vorzeitig beendet worden. Der DAX geht mit 12.918 Punkten aus dem Jahr, gibt heute nochmals 0,5 Prozent ab. Der starke Euro spuckte den Anlegern in die Suppe. Die Gemeinschaftswährung notiert zum US-Dollar bei knapp unter 1,20. Für den deutschen Leitindex war es dennoch ein starkes Börsenjahr: Unterm Strich steht ein Jahresgewinn von 12,5 Prozent - das kann sich sehen lassen.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet wegen der US-Steuerreform mit einer Gewinnbelastung von rund 5 Mrd. US-Dollar im Schlussquartal. Grund sei die Repatriierung von Gewinnen aus dem Ausland. Genaue Zahlen wird Goldman Sachs am 17. Januar vorlegen.
  • Volkswagen Pkw hat im zu Ende gehenden Jahr erstmals mehr als sechs Mio. Fahrzeuge produziert. Volkswagen führte den Rekord auf „die bisher größte Modelloffensive der Kernmarke“ sowie „die international wachsenden Kundenwünsche“ zurück, wie der Konzern mitteilte. Im Vorjahr waren rund 5,99 Mio. Autos hergestellt worden.
  • Den Verhandlungen über den Verkauf der insolventen Ferienfluglinie Niki sitzt die Zeit im Nacken. Die Betriebserlaubnis der Niki läuft am 3. Januar aus. Diese ist aber zwingend Voraussetzung für einen Verkauf, denn an ihr hängen die wichtigen Start- und Landerechte der Niki, die sogenannten Slots. Der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther hofft, die Gespräche mit dem verbliebenen Bieter, dem Vernehmen nach die British-Airways-Mutter IAG, um die Tochter der ebenfalls insolventen Air Berlin bis zum 31. Dezember abzuschließen. Am Donnerstag hieß es, dass nur noch mit einem potenziellen Käufer verhandelt werde, insgesamt gab es vier Bieter. Nähere Details nannte Flöther aus Gründen der Vertraulichkeit nicht.
  • Die E.ON-Atomtochter Preussen-Elektra im Streit mit der belgischen Electrabel einen juristischen Erfolg erzielt. Ein Schiedsgericht entschied, dass Preussen-Elektra in Belgien keine Atomsteuer im Zusammenhang mit einer Kooperation mit Electrabel zahlen muss. Wie E.ON mitteilte hätte diese 321 Mio. Euro betragen.
  • Der Volkswagen-Konzern will die vom Oberlandesgericht Celle angeordnete Sonderprüfung aufgrund der Diesel-Affäre verhindern. Der Autobauer habe Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Donnerstag. Dies habe ein VW-Sprecher bestätigt. Der Konzern habe zudem beantragt, dass der Sonderprüfer keinesfalls tätig werden darf, solange die Beschwerde in Karlsruhe anhängig und noch nicht entschieden ist.
  • Apple-Kunden mit älteren iPhones kommen bald günstiger an neue Batterien. Messwerte hatten gezeigt, dass bei iPhones mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors verlangsamt war, während sie nach einem Batteriewechsel auf normales Niveau zurückkehrte. Neue Batterien könnten das Problem lösen. Apple beonte, dass man „niemals“ das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern würde, um neue Geräte zu verkaufen.
  • Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat den größten Auftrag in seiner Unternehmensgeschichte festgezurrt. Der US-Investor Indigo Partners und vier Billigfluglinien bestellen 430 Mittelstreckenjets im Listenwert von knapp 50 Mrd. US-Dollar. Die Vereinbarungen mit den Käufern seien abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Im vergangenen Monat auf der Luftfahrtmesse in Dubai wurde bereits ein Vorvertrag unterzeichnet.

Konjunktur & Politik

  • Die Inflationsrate in Deutschland lag im Dezember bei 1,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt laut einer vorläufigen Schätzung mit. Im November hatte die Rate noch bei 1,8 Prozent gelegen.
  • Die breit gefasste Geldmenge M3  im Euroraum ist im November zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent gewachsen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Im Vormonat hatte die Rate 5,0 Prozent betragen. Die Kreditvergabe an private Haushalte erhöhte sich um 2,8 Prozent im Jahresvergleich, nach zuvor 2,7 Prozent. Die Kreditvergabe an Unternehmen (ex Finanzbranche) erhöhte sich um 3,1 Prozent, nach 2,9 Prozent im Vormonat.
  • China will offiziell scharf gegen illegale Öllieferungen an Nordkorea vorgehen. „Wir werden es untersuchen und bestrafen, wenn wir es herausfinden", so die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying.
  • Die russische Regierung hat das schlechte Verhältnis zu den USA als eine der größten Enttäuschungen des Jahres bezeichnet. „Diese Haltung, die Washington zu unserem Land einnimmt, kann nur Bedauern hervorrufen", sagte Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten. Staatschef Wladimir Putin sei in diesem Jahr wiederholt zu einem Dialog bereit gewesen. "Doch es braucht zwei für einen Tango", sagte der Kremlsprecher der Agentur Tass zufolge.
  • Im Euroraum soll die Beschäftigung im kommenden Jahr laut einer Prognose des Beratungsunternehmens EY um rund 1,8 Mio. zulegen. „Die Trendwende ist geschafft“, so Experte Bernhard Lorentz. Auch die Arbeitslosigkeit dürfte weiter zurückgehen. EY rechnet 2018 mit einer Quote von 8,6 Prozent. 2017 war es zu einem Rückgang von 10,0 auf 9,2 Prozent gekommen.
  • Im nächsten Jahr kommen auf Anleger von Investmentfonds neue Steuerregeln zu. Die bisher komplizierte Besteuerung von Investmentfonds und ihrer Kapitalgeber wird grundlegend verändert. Vom 1. Januar 2018 an werden nicht allein Anleger, sondern auch Fonds direkt besteuert. Auch Altanleger sind betroffen. Für die meisten Kleinanleger aber dürfte sich wenig ändern.
  • Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kann der von der SPD vorgeschlagenen Bürgerversicherung wenig abgewinnen: „Ich halte nicht viel davon, alles zu verstaatlichen", sagte Fratzscher der „Welt“. Ein gutes Gesundheitssystem muss auch effizient sein, denn ansonsten bekommen letztlich alle eine schlechtere Gesundheitsversorgung“, so Fratzscher.
Termine des Tages: Verkürzter Xetra-Handel bis 14:00 Uhr
Verkürzter Handel am US-Anleihemarkt bis 20:00 Uhr MEZ
10:00 Uhr - EU: Geldmenge M3/ Kredite an den privaten Sektor November
14:00 Uhr - DE: Verbraucherpreise Dezember (Vorabschätzung)

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