• USA sichern sich Zugriff auf Corona-Impfstoff
    • Eurozone: Der Schuldenberg wächst
    • USA schließen chinesisches Konsulat in Houston
    • In den USA steht das 5. Hilfsprogramm auf der Agenda
    • Trump warnt vor Zuspitzung der Corona-Krise in den USA
    • New York weitet Corona-Beschränkungen wieder aus
    • USA erhöhen Druck auf China
    • Gold auf Rekordkurs
    • Tesla-Chef Musk im Glück
    • Wirecard-Fall immer undurchsichtiger
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    DAX & Rohstoffe

    • Am deutschen Aktienmarkt ging es zur Wochenmitte leicht nach unten. Gestern schwelgten die Anleger nach der Einigung auf dem EU-Gipfel noch in Euphorie, heute herrscht „Gewinnmitnahmestimmung“. Die zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA verunsichern, mancher Anleger befürchtet eine neue Eskalationsspirale. Die USA haben China aufgefordert, sein Konsulat in der texanischen Stadt Houston zu schließen. Die Diplomaten sollen in nur 72 Stunden das Land verlassen. Chinas Außenamtssprecher Wang sprach von einer „beispiellose Eskalation" und beschuldigte die USA, diplomatisches Personal zu schikanieren. „Wir fordern die USA auf, ihre falsche Entscheidung sofort zurückzuziehen", anderenfalls werde China eine legitime und notwendige Reaktion geben, sagte Wang in Peking. Die neuen Spannungen treffen auf eine ohnehin labile Marktstimmung, die angesichts der Corona-Pandemie jederzeit ins Negative umschlagen kann. „Auf der einen Seite stehen die Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und auf der anderen der sich verschärfenden Handelskonflikt", sagte ein Marktexperte. von der Comdirect. „In dieser Situation kann es gerade für exportlastige Unternehmen zu einem herben Doppelschlag kommen."
    • Der Goldpreis ist auf Kurs, zu seiner historischen Rekordmarke aus dem Jahr 2011 bei 1.921 Dollar/Unze. Zuletzt stieg die Notiz bis auf 1.865 Dollar/Unze. Angetrieben von der rapiden Erhöhung der Staatsausgaben in aller Welt sind die Edelmetalle in ihrer Funktion als Inflationsschutz besonders gesucht. Außerdem sorgt die anhaltende Verunsicherung aufgrund der Corona-Pandemie dafür, dass wertstabile Anlagen wie Gold attraktiv erscheinen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr voraussichtlich einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar eingefahren, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Schäden und Rückstellungen aufgrund der Corona-Pandemie betrugen 2,5 Milliarden Dollar. Ohne Corona-Schäden und Rückstellungen wäre ein Gewinn von 0,9 Milliarden Dollar verbucht worden.
    • Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich hat nach einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2020 neue Ziele für das Gesamtjahr bekanntgegeben. Jungheinrich erwartet 2020 einen Auftragseingang von 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro und einen Umsatz von ebenfalls von 3,4 bis 3,6 Milliarden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) solle bei 130 bis 180 Millionen Euro liegen, die EBIT-Marge bei 3,8-5,0 Prozent. Für das Ergebnis vor Steuern veranschlagt das Unternehmen einen Wert von 105 bis 155 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von 1,96 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,80 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 125 auf 95 Millionen Euro zurück, während sich das Vorsteuerergebnis (EBT) von 117 auf 82 Millionen Euro verringerte.
    • Die Münchner Staatsanwaltschaft hat drei Haftbefehle gegen frühere Führungskräfte des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard gestellt. Alle drei wurden in München bereits festgenommen. Dabei handelt es sich erneut und den Ex-Vorstandschef Markus Braun. Gegen Braun sei ein neuer, erweiterter Haftbefehl erlassen und eröffnet worden, sagte eine Sprecherin der Behörde. Zudem seien zwei weitere frühere Vorstände festgenommen worden, darunter der bis 2017 amtierende ehemalige Finanzvorstand. Es gehe unter anderem um gewerbsmäßigen Bandenbetrug und Marktmanipulation in mehreren Fällen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ein Kronzeuge und weitere Unterlagen hätten den Ermittlern zudem weitergeholfen: Demnach sollen die Betroffenen schon seit 2015 beschlossen haben, die Wirecard-Bilanz „aufzublähen“.
    • Boeings Krisenjet 737 Max wird wahrscheinlich nicht vor Anfang kommenden Jahres wieder fliegen. Boeing Co. Das wäre nochmals zwei Monate später als zuletzt erwartet. Es gebe weitere regulatorische Verzögerungen, hieß es von Vertretern der US-Regierung und aus der Luftfahrtbranche.
    • Der Fall Wirecard wird immer undurchschaubarer, auch die Rolle die Politik bleibt ein Rätsel. Das Bundeskanzleramt hatte seit Ende 2018 mehrmals Kontakt Wirecard sowie zu Beratern des Unternehmens. Dabei spielten auch der ehemalige Bundes-Beauftragte für die Nachrichtendienste, Klaus-Dieter Fritsche, sowie Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine Rolle, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Es soll enge Beziehungen zur Politik gegeben haben. Fritsche bat im Kanzleramt im August 2019 beim wirtschaftspolitischen Berater Lars-Hendrik Röller um einen Gesprächstermin für Wirecard, der im September stattfand. „Wir haben ganz zivil geredet, es wurden keine Hilfe aus dem Kanzleramt oder gar der Kanzlerin selber eingefordert", sagte Fritsche dem „Spiegel". Von Geldwäsche-Vorwürfen gegen Wirecard will Fritsche im Herbst 2019 noch nichts gewusst haben. Zwar habe der Finanzvorstand bei dem Gespräch im Kanzleramt entsprechende Vorwürfe der "Financial Times" erwähnt, dies aber als Fehde mit einem einzelnen Journalisten dargestellt. FDP-Obmann Florian Toncar sagte, jeden Tag kämen neue Details ans Licht, aber das Finanzministerium und das Kanzleramt mauerten. „Wirecard hatte einerseits eine starke politische Lobby und wurde andererseits von der Finanzaufsicht auffallend schonend behandelt. Es liegt auf der Hand, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte. Die Bundesregierung schuldet es den Geschädigten diesen Verdacht restlos auszuräumen“.
    • Die Pharmaunternehmen Pfizer und die Mainzer Biontech haben mit der US-Regierung eine Vereinbarung über die Lieferung von bis zu 600 Mio. Dosen des Covid-19-Impfmittels BNT162 geschlossen. Eine Zulassung des Kandidaten durch die US-Gesundheitsbehörde FDA sei Voraussetzung, wie es in einer Mitteilung der Unternehmen hieß. Dann sind zunächst 100 Mio. Dosen zum Preis von 1,95 Mrd. Dollar für das Programm "Operation Warpspeed" reserviert. Später könne die US-Regierung bis zu 500 Mio. weitere Dosen des Impfstoffs erwerben.
    • Wegen der Rally der Tesla-Aktie hat CEO Elon Musk seit Dienstag Anspruch auf Boni von 2,1 Mrd. Dollar. An diesem Tag erreichte der E-Auto-Hersteller über einen Zeitraum von sechs Monaten einen durchschnittlichen Börsenwert von 150 Mrd. Dollar. Damit sicherte sich Musk Anspruch auf die zweite von insgesamt zwölf vereinbarten Options-Tranchen.
    • Die von den Autobauern PSA und Fiat Chrysler angestrebte Fusion könnte sich verzögern. Die EU-Kommission setzte ihre Frist für die vertiefte Prüfung des Deals vorläufig aus. Zuletzt hatte die Kommission sich Zeit bis zum 13. November genommen, um das Vorhaben genauer daraufhin zu untersuchen, ob es dem Wettbewerb in der EU schadet.
    • Texas Instruments hat im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Experten übertroffen. Der Konzern gab einen Umsatzrückgang von 12 Prozent auf 3,24 Mrd. Dollar bekannt. Allerdings hatten Analysten 2,94 Mrd. erwartet. Der Nettogewinn stieg auf 1,38 Mrd. Dollar von 1,31 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Quartal erwartet der Chiphersteller einen Umsatz zwischen 3,26 und 3,54 Mrd. Dollar liegt damit ebenfalls über den Experten-Schätzungen.
    • Die Foto-App Snapchat hat ihre Prognose für das Wachstum der Nutzerzahlen im vergangenen Quartal verfehlt. Der zu Beginn der Corona-Krise verzeichnete Ansturm habe schneller nachgelassen als erwartet, sagte CFO Andersen. Die Zahl täglich aktiver Nutzer stieg binnen drei Monaten von 229 auf 238 Mio. Snapchat selbst hatte 239 Mio. erwartet.
    • Fiat Chrysler verlässt sich bei der Entwicklung von Roboterwagen künftig ganz auf die Google-Schwesterfirma Waymo. Als nächstes Projekt soll Waymos Software zum autonomen Fahren in das Modell Ram ProMaster integriert werden. Auf lange Sicht solle Waymo-Technologie in der kompletten Produktpalette von Fiat Chrysler zum Einsatz kommen, hieß es.
    • Twitter geht als erste Online-Plattform gegen die US-Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon vor. Ihr Verhalten könne Schaden im realen Leben anrichten, erklärte der Kurznachrichtendienst zur Begründung. Mehr als 7.000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet würden, seien in den vergangenen Wochen dauerhaft gesperrt worden.
    • Facebook will nach anhaltender Kritik dafür sorgen, dass in dem Online-Dienst nicht wegen der Hautfarbe diskriminiert wird. Bei Facebook und der Foto-App Instagram sollen sich neue Teams darum kümmern, wie Instagram-Produktchef Vishal Shah am Mittwoch mitteilte. Sie sollen auch die Algorithmen und andere Software genau dahingehend prüfen.
    • Archäologen haben auf der Baustelle der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin keine größeren Funde gemacht, wie eine Sprecherin des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum sagte. Der Denkmalschutz habe keine Bedenken. Der US-Elektroautohersteller kann den Bau damit fortführen. Falls beim weiteren Bau noch archäologische Funde auftauchen, muss Tesla sie melden.
    • Die Autobauer Volkswagen und Ford befürchten wegen des Rechtsstreits zwischen den Batterieproduzenten LG Chem und SK Innovation in den USA Verzögerungen bei der Elektroautoproduktion. Ford warnte, das verschärfe mitten in der Corona-Pandemie noch die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten.
    • United Airlines ist im zweiten Quartal mit 2,6 Mrd. Dollar in die Verlustzone gerutscht. Der Umsatz ist um rund 90 Prozent eingebrochen. Im zweiten Quartal hat United täglich 40 Mio. Dollar verloren. Im laufenden Jahresviertel soll sich das Minus auf 25 Mio. reduzieren.
    • Beim Beladen auf dem Pudong-Flughafen in Shanghai ist am Mittwoch ein äthiopisches Frachtflugzeug in Brand geraten. Wie die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines erklärte, handelt es sich dabei um eine zweistrahliges Maschine vom Typ Boeing 777.
    • Der Ferienflieger Condor hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Vorgehensweise geeinigt, um alle 4.200 Beschäftigte behalten zu können. Condor will dazu mindestens bis Ende März 2021 auf Kurzarbeit setzen. Länger ist dies nach bisheriger Rechtslage nicht möglich. „Dank tragfähiger und verantwortungsvoller Vereinbarungen mit allen Sozialpartnern bleiben alle an Bord", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup.
    • Ermittler haben am Vormittag mehrere Standorte der Auto- und Lastwagenbauer Fiat und Iveco sowie von deren Tochterfirmen durchsucht. Es gehe um den Verdacht, dass Diesel-Motoren in verschiedenen Modellen von Fiat, Alfa Romeo, Jeep und Iveco mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung versehen seien, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main mit.
    • Am Mittwoch nach US-Börsenschluss (22.00 Uhr MESZ) will der E-Autobauer Tesla seine Ergebnisse für das abgelaufene zweite Quartal vorlegen. Der Markt fragt sich, ob es CEO Elon Musk erneut gelungen ist, schwarze Zahlen zu produzieren. Zuvor konnte Tesla drei Quartale in Folge einen Gewinn einfahren. An der Börse fährt Tesla schon von einem Rekordhoch zum nächsten. Die Marktkapitalisierung knackte zuletzt sogar zeitweise die Marke von 300 Mrd. Dollar, der Konzern ist damit gemessen am Börsenwert der teuerste Autohersteller der Welt.
    • Zu den zahlreichen Konfliktpunkten zwischen den USA und China (Hongkong, Handelspolitik, Uiguren, geistiges Eigentum etc.) hat sich am heutigem Mittwoch ein weiterer gesellt. Die USA haben China drei Tage Zeit gegeben haben, um dessen Konsulat in Houston zu schließen. Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin sprach von einem „ungeheuerlichen und ungerechtfertigten Schritt". „Wir fordern die USA auf, ihre falsche Entscheidung sofort zurückzuziehen", sagte er vor Reporten in Peking. „Anderenfalls wird China eine legitime und notwendige Reaktion geben.“ Die Schließung sei erfolgt, „um geistiges amerikanisches Eigentum und private amerikanische Informationen zu schützen", teilte in Washington die Sprecherin des Außenministeriums, Morgan Ortagus, nach Angaben der US-Botschaft in Peking mit.
    • Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals setzt der Zahlungsdienstleister auf weitere Hilfe von außen. Die US-Unternehmensberatung Alix Partners soll nun helfen, den Unternehmensskandal aufzuarbeiten, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Bei der komplexen Untersuchung gehe es darum, wer aus dem Topmanagement zu welchem Zeitpunkt von einem möglichen Betrug, von Geldwäsche, manipulierten Konten und von Bilanzfälschung gewusst habe. Davon werde abhängen, welche Ansprüche an mögliche Beteiligte an dem Skandal gestellt werden könnten.
    • Die Software AG hat im zweiten Quartal überraschend viele Aufträge erhalten. Alle Sparten zogen mehr Neugeschäft an Land als gedacht. Insgesamt legte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent zu, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. In zweiten Quartal zog der Umsatz allerdings nur um drei Prozent auf 205 Mio. Euro an. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um 26 Prozent auf 41,4 Mio. Euro. Die Jahresprognose behielt die Software AG allerdings wegen neuer Risiken in der Pandemie bei.
    • Die Immobiliengesellschaft Hamborner Reit erwartet für das laufende Jahr trotz der Corona-Krise leicht höhere Miet- und Pachterlöse als im Vorjahr. Die für branchenwichtige operative Kennziffer FFO soll zugleich nahezu auf dem Vorjahresniveau liegen.
    • Die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, hat einen weiteren Test für einen Corona-Impfstoff zugelassen. Wie aus einer Mitteilung im Amtsblatt "Diario Oficial" hervorgeht, erlaubt die Anvisa dem Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer, Tests für eine Impfung in Brasilien vorzunehmen.
    • Die Billigairline Ryanair will zum 1. November seine Basis am Hunsrück-Airport Hahn schließen. Auch den Standorten in Berlin-Tegel und im nordrhein-westfälischen Weeze droht noch in diesem Jahr das Aus, teilte die Ryanair-Tochter Malta Air am Dienstag in einem internen Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
    • Das Immobilienunternehmen Patrizia hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt und geht somit weiterhin von einem operativen Ergebnis von 100 bis 140 Mio. Euro aus. Im ersten Halbjahr erzielte Patrizia demnach einen operativen Gewinn von rund 74 Mio. Euro, nach 79 Mio. im Vorjahr.
    • Die Tochter des Hamburger Biotechnologieunternehmens Evotec, Just - Evotec Biologics, hat vom US-Verteidigungsministerium einen Auftrag im Wert von bis zu 18,2 Mio. US-Dollar erhalten zur Entwicklung und Herstellung von Antikörpern gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Die monoklonalen Antikörper sollten sowohl der Behandlung als auch der Vorbeugung gegen die Krankheit dienen. Ziel sei, dem Verteidigungsministerium schnell und effizient monoklonale Antikörper bereitzustellen, teilte Evotec mit.

    Konjunktur & Politik

    • Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche bis zum 17. Juli um 4,892 Millionen Barrel auf 536,6 Millionen Barrel gestiegen. Erwartet wurde ein Rückgang um 2,1 Millionen Barrel, während die inoffiziellen API-Daten vom Vorabend bereits einen Anstieg um 7,5 Millionen Barrel gezeigt hatten.
    • Die USA haben China drei Tage Zeit gegeben haben, um dessen Konsulat in Houston zu schließen. Die Maßnahme sei erfolgt, „um geistiges amerikanisches Eigentum und private amerikanische Informationen zu schützen", teilte in Washington die Sprecherin des Außenministeriums, Morgan Ortagus, nach Angaben der US-Botschaft in Peking mit. Diplomaten hätten nach der Wiener Konvention die Gesetze und Vorschriften des jeweiligen Gastlandes zu respektieren. Auch hätten sie die Pflicht, „sich nicht in innere Angelegenheiten des Staates einzumischen", sagte die Sprecherin weiter. Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin sprach von einer „beispiellose Eskalation" und beschuldigte die USA, diplomatisches Personal zu schikanieren. „Wir fordern die USA auf, ihre falsche Entscheidung sofort zurückzuziehen", sagte er vor Reporten in Peking. „Anderenfalls wird China eine legitime und notwendige Reaktion geben.“ Nach der angeordneten Schließung verbrannten Mitarbeiter des Konsulats nach Angaben von US-Medien massenhaft Dokumente. Der Pekinger Außenamtssprecher wollte die Berichte auf Fragen von Journalisten nicht bestätigen, sondern sagte nur, das Konsulat arbeite „normal“. Im Hof des Konsulats seien Dokumente in Mülltonnen verbrannt worden, hieß es. Augenzeugen beschrieben den Geruch von brennendem Papier.
    • US-Außenminister Mike Pompeo hat China erneut heftig kritisiert. Die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston begründete er mit dem Diebstahl geistigen Eigentums. China stehle dies bereits seit langem sowohl in Amerika als auch in Europa, sagte Pompeo. Dies koste Hunderttausende Arbeitsplätze. „Wir werden nicht erlauben, dass das weiter passiert", sagte Pompeo. „Wir setzen unsere klaren Erwartungen, wie sich die chinesische Kommunistische Partei zu verhalten hat. Und wenn sie das nicht tun, dann werden wir Schritte ergreifen, um die amerikanische Bevölkerung, unsere nationale Sicherheit und auch unsere Wirtschaft und Jobs zu schützen."
    • Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA mindestens 64.734 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Damit steigt die Zahl der im Land offiziell registrierten Corona-Fälle auf mehr als 3,92 Mio. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich demnach um 1.123 auf 142.033. US-Präsident Trump hat die Amerikaner auf eine Verschlimmerung der Coronavirus-Pandemie eingestimmt. „Es wird wahrscheinlich leider schlimmer werden, bevor es besser wird", sagte Trump im Weißen Haus. Trump ermunterte zum Tragen von Schutzmasken, wenn kein Abstand gehalten werden kann. Er ergänzte, er arbeite bei der Bekämpfung der Pandemie Hand in Hand mit den Gouverneuren und versprach ihnen hundertprozentige Unterstützung.
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Die umstrittene Kandidatin für einen Direktorenposten bei der US-Notenbank Fed, Judy Shelton, ist im parlamentarischen Verfahren einen Schritt weiter gekommen. Der Bankenausschuss des Senats ebnete den Weg für die Nominierung der Ökonomin. Die frühere Wahlkampfunterstützerin von Präsident Trump hat sich wiederholt für eine Rückkehr zum Goldstandard ausgesprochen, den die USA 1971 aufgegeben haben.
    • Die Kritik an US-Präsident Trump über dessen Krisenmanagement nimmt nicht ab. Es klinge „hohl", wenn Trump behaupte, er habe einen „unermüdlichen Fokus" auf die Corona-Krise, erklärte der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden. Trump habe Monate damit zugebracht, den Schaden, den das Virus verursacht hat, abzutun. „Er hat sogar wiederholt, dass es einfach „verschwinden" wird, nachdem es 140.000 Amerikaner getötet und unsere Wirtschaft ins Wanken gebracht hat."
    • Das Defizit der öffentlichen Haushalte im Euroraum steigt weiter rasant. Im ersten Quartal 2020, als die Mitgliedstaaten damit begannen weitgehende Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen einzuführen, belief sich das saisonbereinigte öffentliche Defizit im Verhältnis zum BIP im Euroraum auf 2,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies entspricht einem starken Anstieg gegenüber dem vierten Quartal 2019 und dem höchsten Defizit, das seit dem zweiten Quartal 2015 im Euroraum registriert wurde. Die gesamten Ausgaben stiegen um 2,1 Prozentpunkte auf 49,2 Prozent des BIP, die Einnahmen erhöhten sich um 0,6 auf 47,0 Prozent. Die Schuldenquote stieg um 2,2 Punkte auf 86,3 Prozent.
    • Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, rechnet nach der Einigung beim EU-Gipfel mit einer jährlichen Mehrbelastung für Deutschland von bis zu zehn Milliarden Euro. Künftig würden bis zu 45 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt fließen, sagte Rehberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung“.
    • Die Sondersitzung des Finanzausschusses des Bundestags zum Fall Wirecard wird planmäßig am 29. Juli stattfinden. Wie der Linke-Obmann Fabio De Masi am Mittwoch mitteilte, genehmigte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Sitzung. Ihr Kommen zugesagt haben demnach Finanzminister Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und der Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung. Die Sitzung soll am Nachmittag beginnen und ist nicht-öffentlich. Gegebenenfalls gebe es auch einen unter "VS-Vertraulich" eingestuften Sitzungsteil.
    • Während der Passagierflugverkehr sehr stark von den Reiseeinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen war, wurden weiterhin Güter auf dem Luftweg verschickt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist der Empfang und der Versand von Luftfracht im Zeitraum März bis Mai dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,1 Prozent auf rund 1,1 Mio. Tonnen zurückgegangen. Zum Vergleich aber: Das Passagieraufkommen auf deutschen Flughäfen brach im selben Zeitraum um 87,4 Prozent ein.
    • Die USA wollen mit einer Koalition von Staaten den Druck auf China erhöhen und Peking zu einem Kurswechsel zwingen. Die ganze Welt müsse zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass jedes Land, auch China sich im Einklang mit der internationalen Ordnung verhalte, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Dienstag in London. China warf er unter anderem vor, geistiges Eigentum von US-Firmen zu stehlen.
    • US-Präsident Donald Trump hat vor einer weiteren Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den Vereinigten Staaten gewarnt. „Es wird wahrscheinlich schlimmer werden, bevor es besser wird", sagte er. Gegenwärtig sei die Lage vor allem im Süden und Westen des Landes problematisch, aber „es könnte sich weiter ausbreiten", so Trump. Die Behörden meldeten in den vergangenen zwei Wochen zwischen 60.000 und 77.000 Neuinfektionen pro Tag sowie Hunderte Todesfälle.
    • Nach der vorerst erfolgreichen Bekämpfung des Coronavirus erhöht New York angesichts der Angst vor einem neuen Ausbruch wieder seine Beschränkungen für inländische Reisen. Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, zehn weitere Bundesstaaten (nun 31 von 50) auf die Liste der Regionen zu setzen, aus denen Einreisende in eine zweiwöchige Quarantäne gehen müssen. Personen, die nicht kooperieren, riskieren eine 2.000-Dollar-Strafe.

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