• Banken und Sparkassen lehnen Pläne für europaweite Einlagensicherung weiter ab
  • BASF unter Druck
  • ifo Fuest fordert Steuersenkungen
  • Bundesregierung sieht stabilen Aufschwung in Deutschland
  • Blackrock hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet
  • Micron Technology plant die Ausgabe neuer Aktien
  • Spanien: Rajoy leitet Verfahren gegen katalonische Regierung ein
  • Lufthansa meldet dickes Passagierplus
  • EZB-Vertreter fordert langsamen Ausstieg aus QE
  • Katalonien erklärt und verschiebt Unabhängigkeit
  • Audi macht weiter Boden gut
  • BMW gründet Join Venture mit dem chinesischen Hersteller Great Wall
  • Gea: Investor Paul Singer erhöht Beteiligung
  • Deutsche Autoindustrie gründet Joint Venture für E-Auto-Ladesäulen
  • Innogy ist nun alleiniger Eigentümer eines großen Windparks vor der Ostküste Englands
  • Gerresheimer sieht Umsatzziele in Gefahr
  • Cropenergies erhöht seine Prognosen für das Gesamtjahr

DAX & Dow Jones

  • Am deutschen Aktienmarkt herrscht weiterhin Lethargie. Der DAX wartet auf Impulse, pendelte den gesamten Handelstag über in einer Handelsspanne von nur rund 40 Punkten um seinen Schlusskurs von gestern. Änderung ist nicht in Sicht. Auf der einen Seite sorgen die Abspaltungspläne der katalanischen Regierung nicht für höhere Nervosität, auf den anderen Seite kann auch das starke ökonomische Umfeld nicht die Kauflaune heben. So lässt auch die Prognoseerhöhung der Bundesregierung an der Börse keine Spuren. Die führenden Indizes an der Wall Street kletterten gestern zeitweise auf neue Höchststände. Die US-Anleger setzen auf eine gute Berichtssaison. BlackRock und Delta Air Lines gaben heute den Auftakt. Am Abend steht das Fed-Protokoll im Blick.
  • Der Dow Jones beendet den Tag 0,18 % höher, der Nasdaq 100  kann 0,29 % gewinnen. Die Fed hatte am Nachmittag ein relativ dovishes Protokoll veröffentlicht und damit die Kurse beflügelt. Schwächster S&P 500-Sektor ist der Finanzkomplex, der einen Tag vor wichtigen Branchenkennziffern 0,19 % verlor.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die deutschen Banken und Sparkassen lehnen auch neue Pläne der EU-Kommission zur Schaffung einer gemeinsamen europäischen Einlagensicherung für Konten ab. Bei den neuen Vorschlägen der EU-Kommission gebe es nur "einen marginalen Fortschritt", heißt es in einer Stellungnahme der Kreditwirtschaft. Die Banken und Sparkassen kritisieren, dass die europäische Einlagensicherung langfristig sämtliche Verluste der nationalen Einlagensicherungssysteme tragen soll und dass der Risikoabbau noch vor dem Start einer europäischen Einlagenssicherung begonnen werden müsse.
  • Presse: Eine Fusion von T-Mobile US und Sprint würde wohl auf Widerstand der US-Behörden stoßen.
  • Aufgrund hoher Einbußen während der diesjährigen Hurrikan-Saison hat die Fluggesellschaft Delta Air Lines im dritten Quartal einen Gewinnrückgang von gut 6 Prozent erlitten. Auf bereinigter Basis belief sich der Gewinn auf 1,57 US-Dollar je Aktie. Das Ergebnis lag dennoch über dem Analystenkonsens. Auch der Umsatz überzeugte.
  • Blackrock hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet. Der Vermögensverwalter wies einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,92 US-Dollar aus. Analysten hatten im Konsens mit 5,60 US-Dollar gerechnet.
  • Der Chiphersteller Micron Technology will den Kursanstieg der zurückliegenden Monate nutzen und plant die Ausgabe neuer Aktien im Volumen von 1 Mrd. Dollar. Mit dem Geld sollen Schulden abgebaut werden.
  • Der Online-Händler Amazon schließt Ende dieser Woche seine Diskussionsforen für Kunden in den USA, Großbritannien und Deutschland. Konkrete Gründe für den Schritt machte der Konzern nicht.
  • Die Produktionsfirma von Star-Regisseur Steven Spielberg, Amblin Television, wird laut Wall Street Journal exklusiv für Apple eine Neuauflage der TV-Serie "Amazing Stories" aus den 80er Jahren drehen.
  • Der Hedgefondsinvestor Nelson Peltz ist laut vorläufigem Abstimmungsergebnis mit dem Versuch gescheitert, sich in den Verwaltungsrat des US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble wählen zu lassen.
  • Facebook-Gründer Zuckerberg hat sich für den kritisierten Ausflug mit Hilfe seines Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift in das von einem Hurrikan verwüstete Puerto Rico entschuldigt.
  • KKR frischt sein Übernahmeangebot für die Beschichtungsochter von Hitachi auf. Der Finanzinvestor erhöhte die Offerte aus dem April von 2.500 auf nun 2.900 Yen pro Aktie. Insgesamt ist das Gebot nun 2,3 Mrd. Euro schwer.
  • Der Chemiekonzern BASF hat über einen Monat hinweg ein belastetes Kunststoffgrund-Produkt für Matratzen ausgeliefert. Inzwischen wurde die Auslieferung gestoppt und die Kunden informiert.
  • Die Lufthansa hat im September samt ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines, Eurowings und Brussels 12,7 Mio. Fluggäste und damit fast 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor befördert. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 83,8 Prozent. Auch bei den Ticketpreisen ging es aufwärts.
  • BMW plant ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller Great Wall. „Die Hersteller prüfen die Möglichkeit, ein Montagewerk in der Stadt Changshu zu eröffnen", so ein BMW-Manager. Welche Modelle dort produziert werden sollen, ist nicht bekannt.
  • Die VW-Tochter Audi hat im vergangenen Monat mit 178.350 Stück weltweit 2,6 Prozent mehr Autos abgesetzt als im Vorjahresmonat. Gut lief es in Südeuropa und in den USA, auch in China besserte sich die Lage.
  • Der Börsengang des Batterieherstellers Varta in Frankfurt soll bis zu 233 Mio. Euro einbringen. Die Preisspanne für die Aktien wurde auf 15,00 bis 17,50 Euro festgelegt.
  • Die deutsche Autoindustrie hat ein Gemeinschaftsunternehmen zum Aufbau von Ladestationen für Elektroautos auf den Weg gebracht. Nach kartellrechtlichen Freigaben habe man ein Joint Venture zur Umsetzung der Ladesäulen-Ausbaupläne gegründet und ins Handelsregister eintragen lassen, sagte ein Porsche-Sprecher. BMW bestätigte der Nachrichtenagentur dpa ebenfalls die Firmengründung. „Mit dem operativen Start des Gemeinschaftsunternehmens befinden wir uns nun [...] auf der Zielgeraden", so eine BMW-Sprecherin.
  • Die RWE-Ökostromtochter Innogy ist nun alleiniger Eigentümer eines großen Windparks vor der Ostküste Englands. Das Unternehmen erwarb den 50-Prozent-Anteil des norwegischen Staatskonzerns Statkraft an dem Windpark Triton Knoll, wie Innogy ohne weitere Angaben zum Kaufpreis mitteilte.
  • Der US-Investor Paul Singer, Chef des Hedgefonds Elliott, hat seinen Anteil am Spezialmaschinenbauer GEA auf etwas mehr als 3 Prozent ausgebaut.
  • Der Verpackungshersteller Gerresheimer hat im dritten Quartal wegen schwächerer Nachfrage vor allem aus der US-Pharmaindustrie einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet. Das Unternehmen erwartet nun ein „gutes viertes Quartal“. Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2016/17 per Ende November von rund 1,4 Mrd. Euro sei aber eher schwer zu erreichen, hieß es. Der Umsatz könnte 30 Mio. Euro unter dem Ziel liegen. Auch das Ebitda könnte um 10 Mio. Euro niedriger ausfallen als die zuvor prognostizierten 320 Mio. Euro.
  • Der Bioethanolhersteller Cropenergies hat seine Jahresziele erhöht. Im Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende Februar) soll nun ein Umsatz von 880 bis 920 Mio. Euro erreicht werden. Bislang lautete die Prognose auf 850 bis 900 Mio. Euro. Das operative Ergebnis soll zudem nun 60 bis 90 Mio. Euro betragen. Zuvor lag die Spanne bei 50 bis 90 Mio. Euro.

Konjunktur & Politik

  • Die EU-Kommission will den Ausbau der Elektromobilität forcieren und eine Allianz für die Herstellung von Batterien in Europa auf die Beine stellen. Nach dem heutigen Batteriegipfel sollen die Details einer gemeinsamen Strategie bis Februar ausgearbeitet werden. Medienberichten zufolge ist auch eine Quote für Elektroautos geplant. So sollen bis 2030 mindestens 15 Prozent aller Neuwagen über einen Elektromotor oder einen anderen emissionsfreien Antrieb verfügen. Durch diese Vorgabe soll auch die Batterieproduktion in Europa unterstützt werden. Geplant isr eine Batterie-Allianz und der Aufbau einer europäischen Wirtschaftskette. Lesen Sie zum Thema E-Mobilität auch: Zukunftstrend E-Mobilität - Chancen für Anleger!
  • USA: Jolts Job Openings (offene Stellen) August 6,17 Mio. Erwartet wurden 6,06 Mio nach 6,17 Mio zuvor.
  • Die US-Wirtschaftsdaten sehen weiter sehr stark aus, sagte Fed-Mitglied Charles Evans in einer Rede in Zürich. Ende des Jahres sollte die Notenbank darüber diskutieren, ob es die richtige Zeit für eine weitere Leitzinserhöhung ist.
  • Nach Einschätzung von ifo Präsident Clemens Fuest kann die kommende Bundesregierung in den nächsten Jahren über einen finanziellen Spielraum von etwa 33 Milliarden Euro für Steuersenkungen und andere Ausgaben verfügen. Fuest plädiert für einen maßvollen Umgang mit den freien Mitteln. „Wir leben in Zeiten voller Kassen und niemand redet über Kürzungen von Ausgaben." Eine neue Regierung sollte sich kritisch anschauen, wo im Bundeshaushalt gespart werden könne.
  • Die Bundesregierung hat eine neue Schätzung für das Wirtschaftswachstum vorgelegt. Für 2017 wurde die Prognose demnach von 1,5 auf 2,0 Prozent angehoben. 2018 soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 1,9 Prozent zulegen, 2019 um 1,8 Prozent. Deutschland befinde sich "in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung", der durch konsumfreudige Verbraucher und höhere Investitionen der Unternehmen gestützt werde, sagte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD).
  • Am Dienstag hatte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger einen langsamen Ausstieg aus dem milliardenschweren Wertpapierkaufprogramm der Europäischen Zentralbank angemahnt. Heute legte das belgische EZB-Ratsmitglied Jan Smets nach: Da man immer noch mehr Verlässlichkeit mit Blick auf die Inflation brauche, sei eine gewisse Dauer bei der Anpassung des Programms angemessen, sagte Smets in einem Interview mit MNI. Die Anpassung der Geldpolitik solle „graduell und vorsichtig“ vonstatten gehen. Trotz einer robusten Wirtschaft im Euroraum sei nach wie vor eine lockere Geldpolitik nötig, um die Inflation zu stützen.
  • Mit ihrem jahrelangen Nein zu einem Einwanderungsgesetz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus Sicht der Sozialdemokraten der deutschen Wirtschaft geschadet. „Die SPD fordert seit langem ein modernes Einwanderungsgesetz", sagte die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley (SPD) der „Rheinischen Post“. Dringend benötigte Fachkräfte seien den deutschen Firmen von CDU und CSU vorenthalten worden, sagte Barley.
  • Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont sagte am Dienstagabend im Parlament in Barcelona, mit dem Referendum vor gut einer Woche habe das Volk der Regierung das Mandat erteilt, einen eigenen katalanischen Staat zu gründen. Er schlug zugleich vor, die Ausrufung der Unabhängigkeit auszusetzen, um Gespräche mit der Zentralregierung in Madrid zu ermöglichen. Später wurde im Parlament doch noch ein Dokument zur Loslösung von Spanien unterzeichnet, das aber wohl nur als Manifest mit Symbolcharakter gewertet wird.
Termine des Tages:
13:15 Uhr - US: Rede von Fed-Mitglied Evans in Zürich
20:40 Uhr - US: Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung

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