• Credit Suisse Group AG - Kürzel: CSX - ISIN: CH0012138530
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  • Credit Suisse Group AG - WKN: 876800 - ISIN: CH0012138530 - Kurs: 4,899 Fr (SIX)
  • SUSE S.A. - WKN: SUSE5A - ISIN: LU2333210958 - Kurs: 18,470 € (XETRA)
  • USD/JPY - WKN: 965991 - ISIN: XC0009659910 - Kurs: 142,254 ¥ (FOREX)
  • Deutsche Bank AG - WKN: 514000 - ISIN: DE0005140008 - Kurs: 9,173 € (XETRA)
  • Tesla Inc. - WKN: A1CX3T - ISIN: US88160R1014 - Kurs: 295,240 $ (Nasdaq)
  • Deutsche Telekom AG - WKN: 555750 - ISIN: DE0005557508 - Kurs: 18,742 € (XETRA)

Deutsche Telekom stoppt Verkauf von T-Systems

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht

Bank of England erhöht Leitzins um 50 Basispunkte

Deutsche Bank gibt sich optimistisch

Japan interveniert am Devisenmarkt

SNB beendet Ära der Negativzinsen

Finanzminister Lindner besorgt wegen Gaspreis

Bank of Japan hält an lockerer Geldpolitik fest

Credit Suisse könnte Teil der Investmentbank veräußern

Suse senkt Prognose

Markt

Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch und weiteren Zinserhöhungen durch andere Notenbanken am Donnerstag sind die Börsen wieder auf Talfahrt gegangen. An der Wall Street hatten die wichtigsten Indizes bereits am Mittwochabend nach einem sehr volatilen Handel den Rückwärtsgang eingelegt. Der DAX beendete den Xetra-Handel am Donnerstag mit einem Minus von 1,84 Prozent bei 12.531,63 Punkten. Auch an der Wall Street ging es weiter abwärts. Am Donnerstag sorgten die wieder steigenden Renditen an den Anleihemärkten für zusätzlichen Abgabedruck. Die Fed hatte den Leitzins am Mittwochabend zum dritten Mal in Folge um 75 Basispunkte angehoben und zudem deutlich stärker steigende Leitzinsen als zuvor signalisiert.

Analysen & Artikel des Tages

DAX - Tagesausblick: DAX Jahrestieftest ist über kurz oder lang 1. Wahl

EUR/USD-Tagesausblick - Absturz nach FED-Entscheid

GOLD - Bald unter 1.600 USD?

Unternehmen & Branchen

Die Deutsche Telekom hat den Verkauf der IT-Dienstleistungstochter T-Systems laut "Handelsblatt" gestoppt. Die Verhandlungen mit noch verbliebenen Interessenten seien gescheitert und ein baldiger Abschluss zu akzeptablen Konditionen nicht mehr realistisch, heißt es. Eigentlich sollte der Verkauf des Systemgeschäfts ein Befreiungsschlag für den Konzern werden, nun gelte er aber als missglückt, schreibt die Zeitung.

Der Elektroautobauer Tesla ruft 1,1 Millionen Fahrzeuge aufgrund eines fehlerhaften automatischen Fensterumkehrsystems zurück. Das System reagiere nach der Erkennung eines Hindernisses möglicherweise nicht richtig, heißt es. Betroffen sind Fahrzeuge des Typs Model 3 der Jahrgänge 2017 bis 2022, des Model Y der Jahrgänge 2020 bis 2021 sowie des Model S und des Model X der Jahrgänge 2021 bis 2022. Tesla will wegen des Problems ein Over-the-Air-Softwareupdate durchführen.

Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke hat sich bei einer Analystenkonferenz erfreut über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr geäußert. So habe sich im dritten Quartal vor allem das Geschäft mit Zinsprodukten und Devisen (Fixed Income & Currencies, FIC) sehr stark präsentiert, sagte von Moltke bei einer Branchenkonferenz der Bank of America. Er gehe davon aus, dass der Ertrag im laufenden Jahr am oberen Ende der Prognose landen werde.

Der Linux-Softwareanbieter Suse hat seine Prognose für die Auftragslage im laufenden Geschäftsjahr nach dem dritten Quartal gesenkt. Bei seinen Kernprodukten erwartet Suse nun nur noch ein Wachstum des jährlichen Vertragswerts um rund 10 Prozent. Zuvor war ein Anstieg im mittleren Zehnerprozentbereich erwartet worden. Unterdessen konnte Suse Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal (bis Ende Juni) steigern. Der bereinigte Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 171,2 Millionen US-Dollar, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) um 18 Prozent auf 65,1 Millionen Euro zulegte. Unter dem Strich verbesserte sich das Nettoergebnis von minus 30,3 Millionen Euro auf minus 12,9 Millionen Euro.

Die Credit Suisse denkt laut "Financial Times" darüber nach, ihre Investmentbank in drei Teile aufzuteilen. Ziel sei es, eine Kapitalerhöhung durch den Verkauf eines Teils des Geschäfts zu vermeiden. So könnte das Beratungsgeschäft veräußert werden, heißt es. Die beiden anderen Teile der Investmentbank (eine Bad Bank für angeschlagene Vermögenswerte sowie der Rest der Investmentbank) würden bei der Credit Suisse verbleiben. Die Credit Suisse plant laut Bericht außerdem einen umfangreichen Stellenabbau und könnte mehr als zehn Prozent aller 45.000 Stellen weltweit streichen, heißt es. Die Strategie könnte mit den Zahlen zum dritten Quartal am 27. Oktober vorgestellt werden.

Konjunktur & Politik

Das von der EU-Kommission ermittelte Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im September nach vorläufigen Daten stärker eingetrübt als erwartet. Der Indikator sank um 3,8 Punkte auf minus 28,8 Zähler, wie die EU-Kommission mitteilte. Erwartet wurde ein schwächerer Rückgang auf minus 25,8 Punkte.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind in der vergangenen Woche weniger stark gestiegen als erwartet. Gegenüber der Vorwoche erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf 5.000 auf 213.000 Erstanträge. Der Vorwochenwert wurde dabei von ebenfalls 213.000 auf 208.000 Erstanträge nach unten revidiert. Volkswirte der Banken hatten für die jüngste Woche mit 218.000 Erstanträgen gerechnet. Die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe sank von revidiert 1,401 Millionen (zunächst: 1,403 Millionen) auf 1,379 Millionen.

Die britische Notenbank Bank of England erhöht den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich bereits um die siebte Zinserhöhung in Folge. Die Entscheidung fiel sehr knapp, so stimmten fünf Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses MPC für den Zinsschritt. Drei Mitglieder votierten für eine Erhöhung um 75 Basispunkte, ein Mitglied für eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Die Bank of England stimmte auch dafür, mit dem Abbau ihrer aufgeblähten Bilanzsumme zu beginnen. So sollen die Bestände an Staatsanleihen über die kommenden zwölf Monate um 80 Milliarden Pfund sinken. Für die kommenden Monate rechnet die Bank of England einen Anstieg der Inflation bis auf 11 Prozent, nachdem bisher sogar ein Höchstwert von 13 Prozent erwartet worden war.

Die türkische Notenbank hat den Leitzins trotz der hohen Inflation im Land überraschend gesenkt. Der Leitzins wird von 13 Prozent auf 12 Prozent reduziert, wie die Notenbank am Donnerstag überraschend mitteilte.

Norwegens Zentralbank hat den Leitzins wie erwartet um 50 Basispunkte auf 2,25 Prozent erhöht. Die Inflation sei stärker angestiegen als erwartet und dürfte länger anhalten, wie die Notenbank erläuterte. Sehr wahrscheinlich dürfte es zu einer weiteren Zinsanhebung kommen, so die Notenbank.

Zum ersten Mal seit langer Zeit hat Japan am Devisenmarkt interveniert, um die Abwertung des japanischen Yen zu bremsen. Trotz schwächelnder Währung und anziehender Inflation hält die japanische Notenbank an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest, was den Yen zuletzt weiter belastet hat. Vor der Intervention war der Yen auf den tiefsten Stand zum Dollar seit 24 Jahren gesunken. Das Währungspaar USD/JPY. das den US-Dollar in japanischen Yen zeigt, war im Gegenzug auf den höchsten Stand seit 24 Jahren geklettert.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Ära der Negativzinsen in der Schweiz beendet. Wie erwartet hob die SNB bei ihrem Zinsentscheid am Donnerstag den Leitzins um 75 Basispunkte von minus 0,25 Prozent auf plus 0,50 Prozent an. Um die Umsetzung ihrer Geldpolitik in einem Umfeld positiver Zinsen zu erleichtern, führt die SNB einen umgekehrten Freibetrag für Banken ein. Künftig werden Sichtguthaben der Banken nur noch bis zu einer bestimmten Grenze zum SNB-Leitzins verzinst, danach aber zu null verzinst. Außerdem will die SNB liquiditätsabschöpfende Maßnahmen einsetzen.

Die japanische Notenbank Bank of Japan (BoJ) hält trotz der Yen-Schwäche an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Die kurzfristigen Zinssätze werden bei minus 0,1 Prozent und das Ziel für die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe bei null Prozent belassen, wie die BoJ am Donnerstag mitteilte. Nach dem Zinsentscheid fiel der Yen gegenüber dem US-Dollar kurzzeitig auf dne tiefsten Stand seit rund 24 Jahren.

Die EU will mit weiteren Sanktionen gegen Russland auf dessen Teilmobilmachung im Krieg gegen die Ukraine reagieren. "Es ist klar, dass Russland versucht, die Ukraine zu zerstören. Wir werden neue restriktive Maßnahmen sowohl auf persönlicher als auch auf sektoraler Ebene ergreifen", so der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat in seinem Ministerium einen "Arbeitsstab Gaspreisbremse" einrichten lassen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Lindner sei sehr besorgt, dass die auf Deutschland zurollende "Lawine" unterschätzt werde. Die bisherigen Maßnahmen seien aus Sicht des Ministers noch unzureichend und der Anstieg des Gaspreises müsse stärker bekämpft werden, bis eine Normalisierung des Marktes eingetreten sei.

Im Kampf gegen die hohe Inflation setzt die US-Notenbank Federal Reserve ihren Kurs der schnellen geldpolitischen Straffung fort. Im Rahmen des Zinsentscheids kündigte die Fed am Mittwochabend an, den Leitzins erneut um 75 Basispunkte (0,75 Prozentpunkte) anzuheben. Der Zins, zu dem sich Banken kurzfristig refinanzieren können, liegt damit künftig in einer Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent. Es handelt sich bereits um die dritte Zinserhöhung um 75 Basispunkte in Folge und der Leitzins befindet sich nun auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren. Der Zinsentscheid fiel einstimmig und wurde vom Markt so erwartet. Die einzelnen Mitglieder des Offenmarktausschusses signalisieren deutlich stärkere Zinserhöhungen für das aktuelle Jahr und das kommende Jahr als bisher. So wird der Leitzins Ende 2022 im Median nun bei 4,4 Prozent gesehen, nach nur 3,4 Prozent bei Veröffentlichung der letzten Projektionen im Juni. Ende 2023 wird der Leitzins im Median nun bei 4,6 Prozent (zuvor: 3,8 Prozent) erwartet.


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