die Stimmung fällt, nicht nur beim Geschäftsklima Index IFO sondern auch wenn man an die Tankstelle fährt. Einmal voll tanken = einmal Geldbeutel leer. Es würde noch viel schlimmer aussehen, wenn der Euro nicht so stabil wäre. Das hat uns Europäern noch kräftigere Preissteigerungen erspart, dass Öl ja in US-Dollar abgerechnet wird. Aber wie sieht es eigentlich in den USA aus? Ich habe einmal nachgefragt, da man in den Medien darüber bislang nur wenig gehört hat. Der Amerikaner ist bislang quasi umsonst Auto gefahren, waren doch die Spritpreise mit unseren verglichen extrem niedrig. Der Amerikaner ging nichts zu Fuß und selbst kürzeste Strecken zum gegenüberliegenden Supermarkt wurden gefahren. Das könnte sich nun ändern. Das Klagen in der Bevölkerung wird größer und die Spritpreise belasten die privaten Haushalte immer stärker. Das hat natürlich unmittelbar Auswirkungen auf das Konsumverhalten, denn Sparen ist nicht gerade die Paradedisziplin des Amerikaners. So wird der Ölpreis uns in den kommenden Monaten noch zusätzliche Belastungen bescheren, was zur Zeit von den Märkten noch ignoriert wird.

    Tatsächlich ignorieren die Märkte alle noch immer vorhandenen Belastungsfaktoren und beginnen nun wichtige Marken nach oben zu brechen. So auch der DAX am Freitag. Die Marke von 6.800 war in den letzten Wochen ein massiver Widerstand, der offensichtlich nicht zu brechen war. Am Freitag sprang der Markt allerdings deutlich nach oben und konnte die besagte Marke brechen. An diesem Ausbruch, der einen Chartanalytiker eigentlich in Verzücken versetzen müsste, stört mich aber die Intraday-Bewegung. Die Topnotierungen konnten nämlich nicht gehalten werden. Somit hat sich eine Art Hammer (nicht idealtypisch) gebildet, der bislang gegen einen nachhaltigen Ausbruch spricht. Ich kann aber nicht verleugnen, dass sich die Lage deutlich verbessert hat. Bis 7.000 Punkte ist nun allemal Luft und diese wird der DAX in den kommenden Tagen sicher auch ausnutzen.

    Ich darf Sie trotzdem auffordern jetzt nicht unvorsichtig zu werden. Es ist noch nichts ausgestanden. Bleiben Sie weiterhin am Ball und sichern Sie Ihr Vermögen.

    Herzlichst
    bis zur nächsten Woche

    Ihr Martin Marquardt

    Wer ist Martin Marquardt?

    Anmerkung der Redaktion: Bei dem Namen "Martin Marquardt" handelt es sich um ein Pseudonym. Unter diesem Pseudonym schreibt ein charttechnischer Analyst eines größeren Bankhauses, der anonym bleiben möchte.