• Nordkorea-Krise: Unheilvolle Entwicklung
  • Niki-Übernahme: Lufthansa verzichtet auf Slots
  • CTS Eventim: Kartellamt verbietet Exklusivdeals
  • Bitcoin nimmt Kurs auf 12.000 Dollar
  • Uniper kann sich kleinere Übernahmen vorstellen
  • sentix Konjunkturindex fällt im Dezember zurück
  • Maschinenbauer freuen sich über das nächste Rekordjahr
  • Dialog Semiconductor: "Wir beliefern Apple weiter"
  • Britische Finanzaufsicht rügt die Commerzbank
  • Steuerreform: Donald Trump steht vor einem großen Triumph
  • Milliardenübernahme in der US-Gesundheitsbranche

DAX & Dow Jones

  • Nachdem der DAX vergangene Woche noch schwer zu kämpfen hatte und am Ende rund 1,5 % verlor, haben Fortschritte bei der in den USA avisierten Steuerreform zu Wochenbeginn für einen Stimmungswechsel gesorgt. Der DAX konnte sich deutlich erholen und machte die jüngsten Kursverluste gleich zu Sitzungsbeginn wieder wett. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 1,53 Prozent im Plus bei 13.058 Punkten. Nach einem Votum des Senats ist die von US-Präsident Trump initiierte umfassende Steuerreform in greifbare Nähe gerückt.
  • Märkte USA: Die Indizes beendeten den Montagshandel gemischt, nachdem Aktien zuvor mit neuen Rekordständen in den Tag gestartet waren. Während Finanzwerte die Aussichten auf die bevorstehende Steuerreform mit einem Kursfeuerwerk feierten und über 1,5 % zulegten, gab der Technologiesektor rund 1,6 % ab. Am Bondmarkt gab der Rendite-Spread von 2- und 10-jährigen Anleihen um zwei Basispunkte ab. Die Zinsen für 10-jährige Notes stiegen um 2 Punkte auf 2,38 %, die entsprechende Verzinsung von Papieren mit Laufzeit von zwei Jahren legte um vier Basispunkte zu.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Das Bundeskartellamt hat dem Veranstalter CTS Eventim Exklusivvereinbarungen mit Veranstaltern und Vorverkaufsstellen verboten. Wie die Wettbewerbsbehörde mitteilte, darf CTS nicht vereinbaren, dass Tickets ausschließlich oder zu einem Großteil nur über das System "Eventim.net" verkauft werden dürfen. Das Unternehmen reagiert ohne Verständni: „Wir werden die Entscheidung des Bundeskartellamts nicht akzeptieren und vor den zuständigen Gerichten auf eine Korrektur des Beschlusses hinwirken“, so ein Sprecher.
  • Die Drogerie- und Apothekenkette CVS will den Krankenversicherer Aetna für 69 Mrd. Dollar übernehmen. Die Vereinbarung sieht vor, dass CVS 207 Dollar je Aetna-Aktie zahlt. 145 Dollar sollen bar fließen, der Rest in eigenen Aktien fällig werden.
  • Facebook stärkt seine Aktivitäten in Großbritannien und eröffnet eine neue Niederlassung in London. Rund 800 Hightech-Jobs werden bis Ende 2018 dort entstehen.
  • Die Übernahmegespräche zwischen dem niederländischen Spezialchemiekonzern Akzo Nobel und dem US-Lackhersteller Axalta Coatings könnten wieder aufgenommen werden. Akzo Nobel bewerte Axalta mit rund 44 Dollar je Aktie, insgesamt 1,.7 Mrd. Dollar, so Bloomberg.
  • Laut „macrumors.com" verläuft die Marktaufnahme des Apple iPhone X deutlich besser als bei den Vorgängern 7 Plus und 8.
  • Die Lufthansa hat Zugeständnisse gemacht, um die Air-Berlin-Tochter Niki übernehmen zu dürfen. „Wir übernehmen praktisch eine Niki sozusagen ohne Slots, wenn es dann zum OK der Europäischen Kommission kommt", sagte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr. In Düsseldorf sollten gar keine Start- und Landerechte mehr bei dem österreichischen Ferienflieger bleiben, in Palma de Mallorca nur einige wenige.
  • Uniper-Finanzvorstand Christopher Delbrück hat über die weitere Entwicklung des Unternehmens gesprochen. So habe Uniper die "härteste Phase der Entschuldung" hinter sich gelassen, sagte Delbrück in einem Interview mit dem „Finance"-Magazin. Zum Jahresende soll die Nettoverschuldung auf rund 2,5 Mrd. Euro gesenkt sein. Dadurch vergrößere sich der Spielraum für strategische Investments. „Uniper wird auch weiterhin nicht mit Milliardendeals von sich reden machen". Das Unternehmen wolle sich Schritt für Schritt entwickeln. M&A-Transaktionen im unteren dreistelligen Millionenbereich seien vorstellbar.
  • Der französische Autohersteller PSA und der japanische Nidec-Konzern haben eine Elektromotoren-Allianz vereinbart. PSA und Nidec Leroy-Somer halten je 50 Prozent an einem neuen Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung dieser Motoren in Frankreich.
  • Dialog Semiconductor beliefert seinen größten Kunden Apple weiter mit Komponenten für dessen Smartphones. Das bestätigte der Konzern am Montag. Dialog Semiconductor entwickelt für Apple Chips zur Stromsteuerung (PMIC) für dessen IPhone. Man erwarte, auch künftig der Hauptlieferant für die Designs dieser Chips für Apple zu bleiben, erklärte Dialog Semiconductor. Apple habe die Fähigkeiten, diese Chips intern zu entwickeln und könnte dies möglicherweise in den nächsten Jahren tun. Dialog gehe jedoch nicht davon aus, dass das Geschäft mit Apple im kommenden Jahr davon beeinträchtigt werde, hieß es.
  • Die Londoner Niederlassung der Commerzbank hat Kunden offenbar nicht sorgfältig genug überprüft und wurde deshalb von der Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) ermahnt. Sie hat nach Informationen des Handelsblatts nicht sorgfältig genug gearbeitet. Die Maßnahmen zur Verhinderung von Finanzkriminalität ("financial crime controls") in der Londoner Dependance seien mangelhaft, kritisierte die FCA laut Finanzkreisen. Das Institut müsse das Problem umgehend angehen und abstellen. Mit einigen Firmen macht die Commerzbank nun temporär keine Geschäfte mehr.
  • Der Flugzeughersteller Airbus will in diesem Jahr über 700 Verkehrsflugzeuge ausliefern, wie der Chef des Verkehrsflugzeug-Geschäfts, Fabrice Brégier, der französischen Tageszeitung "Les Echos" mitteilte.
  • Vor dem Hintergrund einer Erpressung des Paketdienstes DHL warnt die Muttergesellschaft Deutsche Post die Kunden vor Päckchen mit unbekanntem Absender. „Wir appellieren an die Kunden, nur Sendungen anzunehmen, bei denen ihnen der Absender bekannt ist", sagte ein Post-Sprecher am Sonntag laut Reuters. Er bestätigte, dass wegen der Erpressung der DHL mit Paketbomben ermittelt werde, nannte dazu aber keine Details.

Bitcoin

  • Die Digitalwährung Bitcoin ihre Rekordjagd fortgesetzt. Am Sonntag kostete ein Bitcoin auf mehreren wichtigen Handelsplattformen rund 11.800 US-Dollar und damit so viel wie noch nie. Noch am Donnerstag war der Bitcoin nach einem Sprung über die Marke von 11 000 Dollar wieder auf rund 9000 Dollar zurückgefallen. Die US-Handelsplattform CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Terminkontrakt auf die Digitalwährung einführen. Man werde den Bitcoin-Future ab diesem Sonntag anbieten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der darauf folgende Montag werde dann der erste volle Handelstag sein.

Konjunktur & Politik

  • Presse: Der portugiesische Finanzminister Centeno wird wohl neuer Eurogruppen-Chef
  • EU-Kommissionspräsident Juncker: Es war nicht möglich, heute eine Brexit -Einigung zu erzielen. Werden die Gespräche fortsetzen. Bin zuversichtlich, dass bis zum EU -Gipfel Fortschritte gemacht werden.
  • Die US-Industrie hat im Oktober etwas weniger Aufträge als im Vormonat erhalten. Die Bestellvolumina sanken um 0,1 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat fiel mit 1,7 Prozent etwas stärker aus als bisher ermittelt.
  • Auf der Welt-Internet-Konferenz der chinesischen Regierung bei Shanghai warnte der Vizeminister der Cyberverwaltung, Ren Xianliang, vor den Gefahren und Störungen der sozialen Ordnung. An der dreitägigen Konferenz sind erstmals Apple-Chef Cook, Google-CEO Pichai, Cisco-Chef Robbins sowie Facebook Vizepräsident Smith dabei.
  • Die Erzeugerpreise in der Eurozone zogen im Oktober mit einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat etwas stärker an als erwartet. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Wie das Statistikamt Eurostat weiter mitteilte, lagen die Herstellerpreise um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats
  • Der sentix Konjunktur Gesamtindex für die Eurozone beendet seine Serie steigender Hochs und gibt im Dezember 2,9 Punkte auf 31,1 Zähler ab, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Analysten hatten zwar mit einem Rücksetzer gerechnet, allerdings nur auf 33,4 Punkte. Verantwortlich zeichnen sich die Erwartungswerte, die deutlicher um 6,0 Punkte abgeben. Die Lagebeurteilung kann hingegen sogar leicht um 0,7 Punkte zulegen. Auch die Werte für Deutschland geben nach. Der Gesamtindex fällt um 3,3 auf 39,1 Punkte. Die Konjunkturerwartungen fallen um 5,3 Punkte. „Die zähe und immer noch fragliche Regierungsbildung in Berlin trägt sicherlich erheblich zum Dynamikverlust bei“, kommentierte Sentix die Entwicklung.
  • Deutschlands Maschinenbauer profitieren weiterhin von starker Nachfrage aus dem Ausland. Im vergangenen Oktober haben die Betriebe preisbereinigt (real) insgesamt neun Prozent mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor erhalten. Die Auslandsorders legten dabei um zehn Prozent zu.
  • Nach einem Votum des Senats ist die von US-Präsident Donald Trump als "historisch" angekündigte, umfassende Steuerreform in greifbare Nähe gerückt. Der Senat billigte den Gesetzentwurf der Republikaner. Nun müssen Senat und Repräsentantenhaus, das bereits eine eigene Gesetzesvorlage verabschiedet hat, ihre jeweiligen Entwürfe aufeinander abstimmen. Sodann könnte die Reform mit Trumps Unterschrift Gesetz werden. Kern sind massive Erleichterungen für Unternehmen. Die Republikaner zeigten sich optimistisch, dass Trump das Gesetz noch vor Jahresende unterzeichnen kann.
  • Eine Woche nach dem Test einer nordkoreanischen Interkontinentalrakete haben Südkorea und die USA ihre bislang größten gemeinsamen Luftmanöver begonnen. An den fünftägigen Übungen beteiligen sich rund 12.000 Angehörige der US-Streitkräfte. 230 Militärflugzeuge sind im Einsatz. Nordkorea hat Südkorea und den USA derweil mit Vernichtung gedroht, ausgelöst durch die jetzt begonnenen Manöver. Diese würden die fürchterliche Rache (Nordkoreas) heraufbeschwören, prophezeite der für die Wiedervereinigung Koreas zuständige Funktionär in Pjöngjang in einem Statement. Laut US-Senator Lindsey Graham wird ein Erstschlag (der USA) gegen Nordkorea immer wahrscheinlicher. Angehörige des Militärpersonals sollten deswegen Südkorea verlassen. Im Fall eines weiteren unterirdischen Atomtests (in Nordkorea) müsse man sich auf eine sehr ernste Reaktion der USA gefasst machen, so Graham.
Termine des Tages:
10:30 Uhr - EWU: sentix-Konjunkturindex Dezember
11:00 Uhr - EWU: Erzeugerpreise Oktober
15.45 Uhr - EZB-Monatsbericht November
16:00 Uhr - US: Auftragseingang Industrie Oktober

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