Aktienmarkt:

    Der Jahresauftakt an den Börsen zeigt Ähnlichkeiten mit der Situation im vergangenen August: Auf schwache chinesische Wirtschaftsdaten folgt eine Abwertung der Währung des Landes (Yuan) und ein drastischer Ausverkauf chinesischer Aktien. Gekoppelt mit den fallenden Ölpreisen führen diese Umstände zu Nervosität auf den Finanzmärkten weltweit. Das relevante Barometer, der V-DAX, kletterte von 26,30 am Vortag auf nun 29,79. Die Zunahme der Risikoaversion führt in der Folge zu Verkäufen Risiko behafteter Investments wie Aktien und einem Run auf Safe-Haven-Anlagen wie Gold.

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    Die von Marktbeobachtern teilweise festgestellte Panik an den Aktienmärkten mag angesichts der robusten wirtschaftlichen Rahmenumstände verwundern. „Die Wirtschaftsdaten fallen nicht so negativ aus, wie es die Stimmungslage vermuten lässt“, kommentiert die Credit Suisse. Die niedrigen Ölpreise seien positiv für die Verbraucher und die Frühindikatoren in Europa und Japan deuteten eigentlich auf künftig solide wirtschaftliche Entwicklungen hin. Und auch der Ausblick für Chinas Wirtschaftswachstum sei keineswegs ungünstig. Peking unterstütze die Konjunktur mit einer fortgesetzten fiskalischen und geldpolitischen Lockerung, und eine gleichzeitige Expansion im Dienstleistungssektor gleiche die Verlangsamung im Verarbeitenden Gewerbe teilweise aus.

    Am Donnerstag setzte der Deutsche Aktienindex seine zuletzt etablierte Abwärtstendenz beschleunigt fort. In der Folge wurde die psychologisch wichtige 10.000er-Marke durchbrochen. In der Summe hat der DAX in dieser Woche bereits mehr als 7 Prozent verloren. Heute zeichnet sich aber eine Stabilisierung ab. L&S taxiert den Leitindex vorbörslich 0,30 Prozent fester bei 10.004 Punkten. Nach dem Börsen-Chrash haben Chinas Behörden am Freitag erstmals seit Tagen seine Währung nicht mehr weiter abgewertet und damit für steigende Kurse an den Märkten in Fernost gesorgt.

    Bosch geht auf Distanz zum Kunden Volkswagen

    Bosch-Chef Volkmar Denner will nicht in die Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen hineingezogen werden. „Sie sprechen von Dieselgate - das ist doch absoluter Unsinn", sagte er dem Handelsblatt auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. „Wenn gegen Gesetze verstoßen wird, muss man das sanktionieren, aber das hat nichts mit der gesamten Technologie zu tun." Auf Nachfrage, ob es sich also um eine VW-Affäre handele, sagte Denner: „Natürlich!“ Bosch hatte bislang immer nur davon gesprochen, dass die Systemintegration in der Verantwortung des Kunden liege. Will heißen: Die Software kommt zwar von Bosch, aber Volkswagen hat sie zur Manipulation benutzt.

    Epigenomics: Positive Nachrichten aus den USA

    Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat mitgeteilt, dass die bereits eingereichten den Daten für den Bluttest Epi proColon(R) zur Erkennung von Darmkrebs ausreichend sind, um zu einer endgültigen Entscheidung über dessen Sicherheit und Nutzen zu gelangen. Die Zulassungsentscheidung hänge nun noch an der zufriedenstellenden Klärung geringerer Punkte, insbesondere an der Verwendung geeigneter Formulierungen über die sichere Verwendung des Tests in der Produktbeschreibung für Ärzte und Labore, so die Behörde.

    Apple kauft Start-Up

    Laut Wall Street Journal hat Apple ein Start-up gekauft, das darauf spezialisiert ist, Emotionen am Gesichtsausdruck zu erkennen. Zielen oder Plänen." Es sei noch unklar, wie Apple die Technologie einsetzen wolle, schrieb das Wall Street Journal.

    RWE verkauft UK-Kohlekraftwerk Lynemouth

    Der Energieversorger RWE trennt sich von seinem britischen Kohlekraftwerk Lynemouth. Käufer sei die tschechisch-slowakische Energie-Investmentgruppe EPH, teilte RWE am Donnerstagabend mit. Einen Verkaufspreis für die Anlage in Nordengland nannte RWE nicht.

    Alcoa wird eine Gießerei in Warrick schließen

    Der Aluminiumkonzern Alcoa schließt die größte Aluminium-Schmelzhütte der USA am Standort Warrick. Dadurch sinkt die Aluminium-Produktion in den Vereinigten Staaten auf den niedrigsten Stand seit über 70 Jahren. Die Alu-Branche hat mit einem dramatischen Preisverfall zu kämpfen.

    Verbraucherzentralen fordern von VW Rückkaufprogramm wie in den USA

    Die Verbraucherzentralen rufen Volkswagen auf, Fahrzeuge mit manipulierter Abgastechnik zurückzukaufen. Der Chef des Bundesverbandes, Klaus Müller, sagte dies wäre eine pragmatische und schnelle Lösung. VW stünde es gut zu Gesicht, deutschen und europäischen Kunden ein ähnlich attraktives Angebot wie denen in den USA zu unterbreiten, so Müller gegenüber der Funke-Mediengruppe.

    Deutsche Ausfuhren legen zu

    Die deutschen Exporte haben im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um saisonbereinigt 0,4 Prozent gegenüber Oktober zugelegt. Experten hatten einen etwas stärkeren Zuwachs erwartet. Die Importe kletterten um 1,6 Prozent.