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    Pendelt um die 11.000er-Marke

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    In einer relativ engen Handelsspanne von rund 100 Punkten pendelte der DAX® zu Wochenbeginn um die psychologische Marke von 11.000 Punkten. Dabei verblieb das Aktienbarometer innerhalb der Handelsspanne vom vergangenen Freitag, so dass ein sog. „Innenstab“ entsteht. Dieses Kursmuster unterstreicht nochmals die Bedeutung des Unterstützungsclusters aus den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 11.000 Punkten, einem Fibonacci-Level (10.954 Punkte) sowie der 38-Tages-Linie (akt. bei 10.936 Punkten). Ein Abgleiten unter diese Bastion würde die deutschen Standardwerte zurück in den Krisenmodus versetzen. Die Erholung seit Ende vergangenen Jahres müsste dann als klassische technische Reaktion, aber eben nicht als Trendwende, interpretiert werden. Bei einer negativen Weichenstellung markiert die ehemalige Abwärtstrendlinie seit Ende September (akt. bei 10.741 Punkten) den nächsten Rückzugsbereich. Um den DAX® kurzfristig zu stabilisieren, ist dagegen ein Anstieg über die jüngsten beiden Tageshochs bei 11.042/45 Punkten, und damit eine „bullishe“ Auflösung des o. g. Innenstabs, nötig. Dank der Vorgaben stehen die Chancen für dieses Szenario gar nicht schlecht.

    DAX® (Daily)

    Die entscheidende Zone

    Seit Dezember vergangenen Jahres strebt der Philadelphia Gold/Silver Index wieder nach Norden. Zuvor hatte das Edelmetallaktienbarometer die Unterstützung in Form des Tiefs vom Herbst 2008 (64 Punkte) erfolgreich bestätigt. Ein entscheidendes Widerstandsbündel hat der Index nun aber unmittelbar vor der Brust. Gemeint ist die Kombination aus der 38-Monats-Linie und dem Abwärtstrend seit dem Jahr 2016 (akt. bei 80 bzw. 81 Punkten). Interessanterweise deckt sich die beschriebene Trendlinie nahezu perfekt mit dem seit 2011 dominierenden Baissetrend (siehe Chart). Vor diesem Hintergrund hätte ein Spurt über den angeführten Kumulationswiderstand gleich mehrere positive Implikationen. Zunächst würde das Szenario einer langfristigen Bodenbildung deutlich an Konturen gewinnen. Andererseits könnte im Erfolgsfall die Konsolidierung seit 2016 letztlich als klassische Flagge interpretiert werden. Gelingt der skizzierte Befreiungsschlag, winken perspektivisch wieder dreistellige Kursnotierungen. Ein Spurt über das Mehrjahreshoch von 2016 bei 115 Punkten würde die langfristige untere Umkehr abschließen.

    Philadelphia Gold/Silver Index (Monthly)

    Strukturelle Schwäche

    Mit 68,57 EUR musste die BMW-Aktie gestern ein neues Verlaufstief hinnehmen. Diese nüchterne Zustandsbeschreibung ist umso bemerkenswerter, als dass der DAX® deutlich über seinem Tief vom zweitletzten Handelstag 2018 bei 10.279 Punkten notiert. Durch die technische Brille betrachtet, bleibt der Titel also weiter angeschlagen und Anleger müssen unverändert von einer strukturellen Schwäche des Papiers ausgehen. Das Abwärtsgap vom vergangenen Freitag (71,22 EUR zu 70,88 EUR) sowie die dynamische rote Kerze der letzten Woche dienen dabei gleichermaßen als Belastungsfaktoren wie auch das jüngste Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD. Ein nachhaltiges Abgleiten unter das Tief vom Jahresauftakt bei 68,79 EUR würde den Abwärtsdruck weiter verschärfen. Das 2016er-Tief bei 63,38 EUR definiert dann die nächste wichtige Rückzugslinie. Auf dem Weg in diese Region steckt das Tief vom Februar 2016 bei exakt 66 EUR ein nennenswertes Etappenziel ab. Um die BMW-Aktie zu stabilisieren, ist dagegen, trotz der divergenten Entwicklung bei RSI und MACD, ein Spurt über die jüngsten Hochpunkte bei rund 75 EUR notwendig. Ohne diesen Befreiungsschlag besitzt das Chartbild weiter Schlagseite.

    BMW (Daily)

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    Autor: Jörg Scherer