• Fed-Chef will alle Hebel in Bewegung setzen
    • ifo: Wirtschaft schrumpft weniger stark als erwartet
    • Bafin: 'Gefährliche Behäbigkeit' bei einigen Banken
    • Großbritannien steht vor schärferen Corona-Einschränkungen
    • USA treiben Einsetzung der Iran-Sanktionen voran
    • Verfassungsrichterin: Trump zweifelt an Ginsburgs Wunsch
    • Referendum: Italiener stimmen für kleineres Parlament
    • China will TikTok-Deal wohl nicht zustimmen
    • "Battery Day“: Tesla dämpft Erwartungen
    • Ex-Wirecard-Chef Braun legt offenbar Haftbeschwerde ein
    • Deutsche Bank erwartet Fusionswelle

    DAX

    • Der DAX konnte sich am Dienstag um 0,41 Prozent auf 12.594,39 Punkte verbessern, doch eine wirkliche Erholung von den gestrigen Verlusten von 4,37 Prozent ist das noch lange nicht. Gestern war es aus Sorge um eine zweite Corona-Welle mit anschließenden Lockdowns zu einem wahren Ausverkauf an den Börsen gekommen. In Sachen Wirtschaftsdaten korrigierte das ifo-Institut derweil seine Prognose für die deutsche Wirtschaft nach oben: Nach Einschätzung der Ökonomen dürfte das BIP in diesem Jahr etwas weniger schrumpfen als bisher erwartet. Im weiteren Verlauf dürfte sich das Erholungstempo mit Sicherheit aber verlangsamen. In den USA lagen die Verkäufe bei bestehenden Immobilien im August bei sechs Millionen. Der gute Wert wurde so erwartet.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Der Chemiekonzern BASF hat angekündigt, weltweit 2.000 Jobs zu streichen, um effizienter zu werden. Der Konzern wolle die Mitarbeiterzahl der zentralen Dienstleistungseinheit Global Business Services von derzeit 8.400 bis Ende 2022 deutlich reduzieren, teilte der Konzern am Dienstag mit. Ab 2023 erwarte BASF durch die Stellenstreichungen jährliche Kosteneinsparungen von über 200 Mio. Euro.
    • Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert wird bei seinem geplanten Börsengang nicht so viele Anteile los wie erhofft. Zu den 350.000 neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung wollen Alteigentümer nun nur noch rund 3,1 Mio. bestehende Aktien verkaufen, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Zuvor hatten die Altaktionäre bis zu 4,6 Mio. Aktien abgeben wollen. Inklusive der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) sollen nun insgesamt bis zu 4 Millionen Papiere auf den Markt kommen. Knaus Tabbert bietet die Aktien in einer Angebotsspanne von 58 bis 74 Euro an.
    • Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke sagte am Dienstag, das Geldhaus bereite sich auf mögliche Fusionen vor und wolle bei Gelegenheit auch zuschlagen. „Wir fokussieren uns auf die Umsetzung unserer eigenen Strategie und wir sind der Überzeugung, dass uns diese Strategie auf Fusionen vorbereitet, wenn die Zeit gekommen ist und sich die richtigen Gelegenheiten ergeben", sagte von Moltke bei einer Online-Analystenkonferenz. Das Institut arbeite hart daran, sich auf eine Fusionswelle vorzubereiten. „Die Konsolidierung wird in Europa an Fahrt aufnehmen." Die industrielle Logik hinter Bankenfusionen sei groß. Übernahmen im Heimatmarkt seien aber nach wie vor schwierig.
    • Der Baukonzern HeidelbergCement kann in Norwegen sein Großprojekt zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) in einem Zementwerk durchführen. Die norwegische Regierung schlug dem Parlament das Vorhaben vor, wie der Baustoffhersteller mitteilte. In dem Zementwerk soll die weltweit erste CCS-Anlage in industriellem Maßstab entstehen.
    • General Electric will sich aus dem Bau von Kohlekraftwerken zurückziehen. Man werde sich mehr auf erneuerbare Energiequellen konzentrieren, teilte GE mit. Einen Zeitpunkt für den Produktionsstopp nannte der Konzern nicht. Bestehende Verpflichtungen gegenüber den Kunden werde man aber erfüllen. hieß es.
    • AstraZeneca und Merck & Co. stehen vor einem Erfolg bei ihrem gemeinsamen Krebsmedikament Lynparza. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur empfahl am Montag die Zulassung von zwei zusätzlichen Indikationen für Lynparza.
    • Heute Abend ist es soweit, dann veranstaltet Tesla den "Battery Day“. Tesla-Chef Elon Musk hat vor dem Event allerdings die Erwartungen heruntergeschraubt. Was Tesla an Innovationen vorstellen werde, könne erst nach dem Jahr 2022 in großer Stückzahl gefertigt werden, schrieb Musk auf Twitter. Musk hatte bereits im Vorfeld angedeutet, dass sein Unternehmen in drei bis vier Jahren Akkus mit 50 Prozent Energiedichte produzieren werde. Außerdem könnte Tesla selbst in die Produktion von Batteriezellen einsteigen. Zunächst plane der Konzern aber, bei Panasonic, LG Chem, CATL und möglicherweise weiteren Herstellern mehr Batterien zu kaufen.
    • Der ehemalige Chef des Zahlungsdienstleisters Wirecard, Markus Braun, sitzt nach dem Bilanzskandal in Untersuchungshaft. Nun hat Braun einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge Haftbeschwerde eingelegt. Der seit zwei Monaten festgesetzte Manager habe über seine Anwälte einen entsprechenden Antrag gestellt, heißt es. In dem 70-seitigen Schreiben erläutern die Anwälte demnach, warum ihr Mandant nicht hätte in Haft genommen werden dürfen und diese beendet werden müsse. Und wie die Zeitung schreibt, zweifeln verschiedene Beschuldigte die Aussagen des Ex-Wirecard-Managers Oliver Bellenhaus an.
    • Die Deutsche Bank bleibt für das zweite Halbjahr recht zuversichtlich. Die geplante Risikovorsorge müsse nicht weiter erhöht werden. Es gebe ermutigende Zeichen im Privatkundengeschäft und auch im Investmentbanking laufe es weiterhin gut, sagte Finanzchef James von Moltke bei einer Analystenkonferenz. Die Geschäfte in der Vermögensverwaltung entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen des Instituts. Die Deutsche Bank sei zudem auf gutem Wege, das Kostenziel in diesem Jahr zu erreichen.
    • Laut der Zeitung "Il Messaggero“, prüft der ProSiebenSat.1-Großaktionär Mediaset einen Ausbau seines Anteils. Eine Quelle für die Meldung gab die Zeitung jedoch nicht an. Im April erst hatte der italienische Medienkonzern seinen Anteil erhöht.
    • Adidas und der Spielzeughersteller Lego bringen zusammen den Sportschuh ZX 8000 auf den Markt. Der sehr bunte Sportschuh verfügt unter anderen über einen Lego-Baustein an den Schürsenkeln und über "Lego-Steingrafiken" im hinteren Bereich des Schuhs.
    • Das wäre auch zu rund für US-Präsident Trump gelaufen, sein TikTok-Deal tritt in Peking allerdings nicht auf Zustimmung: China wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht dem geplanten Umbau des US-Geschäfts der beliebten Video-App zustimmen. Die Bedingungen des Deals mit den US-Konzernen Oracle und Walmart „verletzen Chinas nationale Sicherheit, Interessen und Würde", hieß es am Dienstag in der "Global Times". „Wenn dieser durch US-Manipulationen vorangetriebene Umbau von TikTok Schule macht, wird jedes erfolgreiche chinesische Unternehmen, sobald es sein Geschäft auf die USA ausdehnt und wettbewerbsfähig wird, von den USA ins Visier genommen. Durch Zwang werde es dann in eine amerikanisch kontrollierte Firma verwandelt.
    • Der Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch hat angesichts der Schwierigkeiten mit den Netzbetreibern Vodafone und Deutsche Telekom über eine Mitnutzung ihrer 5G-Netze die Bundesnetzagentur eingeschaltet. Der Anbieter rief die Regulierungsbehörde auf, seine Schiedsrichterfunktion gegenüber den beiden Netzbetreibern wahrzunehmen. 1&1 Drillisch ist mit den Konzern in Verhandlungen, ein Deutschland-Roaming auszuhandeln. Deshalb sei die Netzagentur wie für einen solchen Fall vorgesehen am Freitag formell in die Verhandlungen einbezogen worden.
    • Der Weg zur Klimaneutralität in der Wohnungsbranche ist lang und teuer. Nach Einschätzung des Vorstandschefs von Vonovia, Rolf Buch, benötigt der Sektor deshalb Dingen finanzielle Unterstützung. „Wir wissen, was wir technisch in unserem Wohnungsbestand tun müssen", sagte Buch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Umbau sei auch finanzierbar, wenn durch gesetzliche Änderungen die Stromerzeugung und Stromspeicherung in den Wohnquartieren unterstützt werde. Es gebe eine Reihe von Programmen, „die wir als Wohnungswirtschaft aufgrund der EU-Vorgaben derzeit nicht nutzen können", betonte Buch. Wenn die Unternehmen Zugang zu diesen Finanzierungsquellen erhielten, „würde dies die Mieter deutlich entlasten und Investitionen für die Wohnungswirtschaft wirtschaftlich machen".
    • Tochtergesellschaften des Baukonzerns Hochtief haben einen Großauftrag in den USA erhalten. Laut dem Konzern baut ein Joint Venture von Turner und Flatiron ein neues Terminal am internationalen Flughafen von San Diego für 2,265 Mrd. US-Dollar. Der Bau soll Ende 2021 beginnen. Ein erster Teil des neuen Terminals soll 2025 eröffnen, der zweite 2027.
    • Die spanische Großbank Santander will im kommenden Jahr eine Dividende von 10 Cent je Aktie ausschütten. Über diesen Vorschlag sollen die Aktionäre am 27. Oktober auf einer Hauptversammlung abstimmen, teilte Santander am Montagabend mit. Eine Auszahlung steht unter Bedingungen: Erstens müsse die EZB zustimmen, zweitens müsse die CET1-Kapitalquote in oder über der Bandbreite von 11 bis 12 Prozent liegen und die Dividende dürfe nicht mehr als die Hälfte des Gewinns betragen.

    Konjunktur & Politik

    • UN-Chef António Guterres hat zum Auftakt der diesjährigen Generaldebatte der Vereinten Nationen vor einem "Kalten Krieg" zwischen den USA und China gewarnt. „Wir bewegen uns in eine sehr gefährliche Richtung. Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften die Erde spalten", sagte Guterres am Dienstag in New York. Dies würde eine technologische und wirtschaftliche Kluft entstehen lassen, die sich zu einer militärischen Kluft ausweiten könnte. Es müsse alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. US-Präsident Trump hält sich offensichtlich nicht an diese Empfehlung und teilte gegen Peking weiter aus. Er erhole schwere Vorwürfe gegen China wegen der Ausbreitung des Coronavirus. „Wir müssen die Nation zur Rechenschaft ziehen, die diese Seuche auf die Welt losgelassen hat - China", sagte Trump in seiner Videobotschaft für die UN-Vollversammlung. Die Regierung in Peking habe die weltweite Ausbreitung des "China-Virus" nicht gestoppt. Er forderte: „Die Vereinten Nationen müssen China für dessen Handlungen zur Rechenschaft ziehen."
    • Der von der EU-Kommission ermittelte Index zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist im September um 0,8 auf -13,9 Punkte gestiegen. Volkswirte hatten -14,4 Punkte prognostiziert. Für die EU verbesserte sich der Wert um 0,6 Punkte auf -14,9.
    • Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA sind im August zum Vormonat um 2,4 Prozent gestiegen, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Dienstag mitteilte. Im Juli waren die Verkäufe um 24,7 Prozent geradezu explodiert. Der Einbruch zu Beginn der Pandemie wurde bereits wett gemacht.
    • Der Klimawandel und seine Folgen werden das Wachstum der US-Wirtschaft in den kommenden drei Jahrzehnten einer Studie zufolge schmälern. Das BIP sinke von 2020 bis 2050 um durchschnittlich 0,03 Prozent jährlich, geht aus dem Forschungspapier der überparteilichen US-Haushaltsbehörde CBO hervor. Als Vergleich dienen die globalen Klimabedingungen des Jahres 2000. Zusammengenommen werde das Niveau der Wirtschaftsleistung 2050 um 1 Prozent gedrückt.
    • Ein Vorschlag von US-Präsident Trump zur Änderung des Dollarkurses im Währungsstreit mit China ist von seinen Mitarbeitern abegschlägig beschieden worden. „Sir, das können wir nicht tun“, hätten diese geantwortet. Der Kurs des US-Dollar müsse frei vom Markt bestimmt werden.
    • Die US-Notenbank will zur Überwindung der Corona-Krise weiterhin alle Instrumente voll ausschöpfen. Die Fed werde die Instrumente so lange einsetzen, wie es nötig sei, erklärte Fed-Chef Jerome Powell. Es müsse sichergestellt werden, dass die Wirtschaftserholung so stark wie möglich ausfalle. Powell wird sich heute vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses für Finanzdienstleistungen äußern.
    • Die Staatsverschuldung der USA dürfte sich nach Berechnungen der Haushaltsbehörde CBO in den nächsten 30 Jahren deutlich erhöhen. Sie werde im Jahr 2050 bei etwa 195 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes liegen, teilte das CBO am Montag mit. Im laufenden Jahr werde der Wert bei 98 Prozent liegen, nach 79 Prozent im Jahr 2019.
    • Die Finanzaufsicht Bafin sieht bei einigen Banken mangelnde Veränderungsbereitschaft und eine „gefährliche Behäbigkeit“. Der oberste Bankenaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Raimund Röseler, sagte am Dienstag bei einer Bankentagung der "Börsen-Zeitung" in Frankfurt, zu den schon vorhandenen Problemen Zinstief und Digitalkonkurrenz käme nun die Ungewissheit der Corona-Krise dazu. Es müsse damit gerechnet werden, dass die Zahl der Insolvenzen und damit auch die Zahl der Kreditausfälle drastisch steigt.
    • Der Absturz der deutschen Wirtschaft verläuft glimpflicher als gedacht. Sie wird in diesem Jahr laut der neuen Konjunkturprognose des ifo Instituts um 5,2 Prozent schrumpfen. Im Sommer hatten die Ökonomen noch ein Minus von 6,7 Prozent prognostiziert. „Der Rückgang im zweiten Quartal und die Erholung derzeit verlaufen günstiger als wir erwartet hatten“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Dafür wird das Wachstum der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr geringer ausfallen: Das ifo Institut rechnet nun mit 5,1 Prozent statt 6,4 Prozent. Im Jahre 2022 erwartet das ifo Institut plus 1,7 Prozent. „Die Unsicherheit bei den Prognosen ist sehr groß, weil niemand weiß, wie die Corona-Pandemie weiter verläuft, ob es nicht doch noch einen harten Brexit gibt und ob die Handelskriege beigelegt werden“, sagt Wollmershäuser. Die Zahl der Arbeitslosen wird von durchschnittlich 2,3 Mio. im vergangenen Jahr auf 2,7 Mio. im laufenden Jahr steigen. Im kommenden Jahr wird sie auf 2,6 Mio. zurückgehen. Der Überschuss des Staates von 52,5 Mrd. Euro im Jahr 2019 stürzt in diesem Jahr auf minus 170,6 Mrd. Euro, weil die Ausgaben wegen der Stützung der Wirtschaft drastisch steigen und die Einnahmen sinken. Im kommenden Jahr wird der Fehlbetrag noch 86,9 Mrd. Euro erreichen.
    • In ganz Großbritannien breitet sich das Corona-Virus wieder aus. In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3.500 bis 4.000 neue Fälle hinzu. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen werden die Schutzmaßnahmen nun wieder verschärft. Von Donnerstag an müssen alle Restaurants, Pubs und Bars spätestens um 22 Uhr schließen, wie die Regierung mitteilte. Am Wochenende kündigte die Regierung bereits harte Bußgelder für Infizierte oder möglicherweise Infizierte an, die sich dem Gebot der Selbstisolierung widersetzen. Premierminister Boris Johnson will sich heute mit einer Rede an seine Landsleute wenden, um weitere Einschränkungen bekannt zu geben. Gerüchte machten am Montag die Runde, Johnson könnte für das ganze Land einen auf zwei Wochen begrenzten „Mini-Lockdown“ verhängen, der allerdings diesmal weder Schulen noch Arbeitsstellen betreffen soll.
    • Der Nominallohnindex lag in Deutschland im zweiten Quartal um 4,0 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dieser Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Da die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um knapp 0,8 Prozent zulegten, ergibt sich laut dem Bundesamt ein preisbereinigter Verdienstrückgang von 4,7 Prozent. „Es ist die historisch stärkste Abnahme der Nominal- und auch der Reallöhne im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und somit stärker als in der Finanzmarktkrise 2008/2009“, schreibt die Behörde.
    • Die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus sind auch im August angesichts der Corona-Pandemie weiter rückläufig. Ohne reine Gemeindesteuern reduzierte sich das Aufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 Prozent und damit stärker als im Vormonat, wie das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht mitteilte. Im Juli waren die Einnahmen nur noch um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, im Juni dagegen noch um 19,0 Prozent.
    • Die USA erhöhen im Fall der Wiedereinsetzung der UN-Sanktionen gegen den Iran den Druck. US-Außenminister Mike Pompeo forderte die europäischen Regierungen zur Umsetzung der Strafmassnahmen auf. „Jeder Mitgliedstaat der UN ist dafür verantwortlich, diese Sanktionen durchzusetzen, was sicherlich das UK, Frankreich und Deutschland einschliesst", sagte er. Pompeo kündigte auch neue Sanktionen gegen Teheran an.
    • An der Corona-Impfstoff-Allianz "Covax" unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bislang 156 Länder beteiligt. Zudem werde mit der Zusage von weiteren 38 wohlhabenden Ländern in den kommenden Tagen gerechnet, teilte die WHO mit. Die USA und China seien aber nicht dabei, wobei mit China noch Gespräche liefen. Ziel der Initiative ist, dass reichere Länder gemeinsam einen Impfstoff kaufen, um ihn dann auch an ärmere Staaten weiterzugeben. Geplant ist der Erwerb von rund zwei Milliarden Einheiten von verschiedenen Herstellern bis Ende 2021. Damit soll verhindert werden, dass jedes Land nur an sich denkt und Impfstoff-Bestände an den Meistbietenden gehen.
    • US-Präsident Trump hat Zweifel an dem letzten Wunsch der verstorbenen Richterin Ruth Ginsburg zu ihrer Nachfolge geäußert. Diesen soll sie ihrer Enkelin diktiert haben. „Mein inbrünstigster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist", soll Ginsburg kurz vor ihrem Tod gesagt haben. Trump meinte, er wisse nicht, ob Ginsburg das gesagt habe oder dies von seinen demokratischen Gegenspielern formuliert worden sei.
    • Italienerinnen und Italiener haben für eine Verkleinerung ihres Parlaments gestimmt. Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen gab es eine Mehrheit von 69 Prozent, dass das Unterhaus künftig 400 statt 630 Abgeordnete hat und der Senat 200 statt 315 Senatoren, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.

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