DAX

    Der deutsche Leitindex hat am Dienstag seine Gewinnserie beendet und schloss 1,12 Prozent tiefer. Insbesondere die schwache Wall Street belastete den Nachmittagshandel. Für Molltöne sorgten insbesondere die Dow-Schwergewichte IBM und United Technologies. Nachbörslich enttäuschte Apple mit seinen Quartalszahlen, was den Titel ebenfalls unter Druck setzte.

    Die schlechten Vorgaben aus den USA dürften den deutschen Aktienmarkt auch heute beeinträchtigen. Vorbörslich wird der DAX mit 0,69 Prozent im Minus auf 11.524 Punkte taxiert. Konjunkturseitig stehen Nachmittag in den USA mit den Eigenheimverkäufen Daten an, die heute den vermutlich größten Einfluss auf das Marktgeschehen an der Wall Street aufweisen.

    Der Euro kann am Mittwoch seine starken Vortagesgewinne verteidigen. Am Dienstag hatte sich die Gemeinschaftswährung deutlich von ihrem tiefsten Stand seit April abgesetzt, und war von rund 1,08 US-Dollar auf 1,0969 Dollar angesprungen. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,0969.

    Die Ölpreise im frühen Handel ihre moderaten Vortagsgewinne nicht halten können. Am Morgen kostete ein Barrel Brent 56,57 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass West Texas Intermediate fiel um 70 Cent auf 50,16 Dollar. Sie Rohöl-Lagerbestände in den USA sind zuletzt wieder leicht gestiegen, wie das private American Petroleum Institute (API) am Vorabend mitteilte.

    Apple steigert sich enorm und enttäuscht dennoch

    Im abgelaufenen Quartal hat Apple 47,5 Millionen iPhones verkauft, der Umsatz mit den Geräten sprang im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent nach oben. Das iPhone stand für fast zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes. Insgesamt hat Apple im vergangenen Quartal seine Erlöse um 33 Prozent gesteigert und schnitt damit minimal besser als erwartet ab. Der Nettogewinn stieg um 37 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 1,85 Dollar lag um 4 Cent über den Erwartungen. Der Aktienkurs brach im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als 7 Prozent ein. Grund: Manche Analysten hatten gehofft, dass Apple noch mehr iPhones verkauft. Und der Ausblick auf das nächste Quartal war etwas schwächer als erwartet.

    Vorbörslich steht auch die Aktie von Dialog Semiconductor unter Druck. Der negativ aufgenommene Ausblick von Apple belastet den Zulieferer des iPhone-Herstellers.

    zooplus nach vorläufigen Zahlen gefragt

    Der Onlinehändler für Heimtierbedarf zooplus hat mit seiner Gesamtleistung im ersten Halbjahr die Erwartungen etwas übertroffen. Das Unternehmen hielt zudem an seiner Prognose für 2015 fest.

    Areva steckt in massiven Finanzproblemen

    Laut Kreisen ist der Finanzbedarf des französischen Atomkonzerns Areva doppelt so hoch, wie bislang von der Regierung mit 1 bis 2 Milliarden Euro veranschlagt. Der weltgrößte Atomkonzern kämpft mit Milliardenverlusten. Für 2014 meldete das Unternehmen ein Minus von mehr als 4,8 Milliarden Euro. Zuletzt standen bis zu 6.000 Stellen zur Disposition.

    Boeing erhält Großauftrag von Fedex

    Der US-Paketdienst FedEx will bis zu 100 neue Frachtmaschinen des Typs 767 von Boeing kaufen. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Flugzeughersteller umfasst 50 Festbestellungen und Optionen für weitere 50 Maschinen dieses Typs und hat einen Wert von fast 20 Milliarden Dollar nach Listenpreisen.

    AT&T: Übernahme von DirecTV offenbar genehmigungsfähig

    Die US-Kartellbehörden werden laut Dow Jones Newswires den 49 Milliarden US-Dollar schweren Kauf des Fernsehsatellitenbetreibers DirecTV durch den Telekommunikationskonzern AT&T offenbar genehmigen. Der Chef des Rundfunkregulierers FCC, Wheeler, sagte, eine Beschlussvorlage mit der Empfehlung zur Genehmigung der Transaktion sei an die anderen vier Kommissare der Behörde gegangen. Allerdings müsse AT&T im Gegenzug zahlreiche Auflagen erfüllen. Das Justizministerium genehmigte die Transaktion bereits.

    Münchener Rück: Fitch erhöht Rating

    Die Ratingagentur Fitch hob das Finanzstärke-Rating des Rückversicherers Munich Re auf "AA" von "AA-" an. Der Ausblick ist stabil. Das Rating des Konkurrenten Hannover Rück bestätigte Fitch mit "AA-". Das Emittentenausfallrisiko der Hannover Rück sieht die Agentur nun mit den neuen Kriterien für die Versicherungsbranche aber kritische und stufte Fitch auf A+" von AA-" herunter. Der Ausblick bleibt stabil.