Aktienmarkt

    Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften es am letzten Handelstag dieses Jahres erwartungsgemäß ruhig angehen lassen. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart ein leichtes Plus von 0,07 Prozent auf 10.868 Punkte. Gestern hatte der deutsche Leitindex um rund 2 Prozent zugelegt.

    Damit könnte 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Es zeichnet sich beim DAX auf Jahressicht ein Plus von rund 10 Prozent ab. Dank der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haussierten die Kurse im ersten Halbjahr um bis zu 23 Prozent (beim DAX). Mitte des Jahres kam dann jedoch der Knick. Konjunktursorgen, der Crash an den chinesischen Börsen und der Ölpreisverfall hinterließen ihre Spuren.

    Ölpreise können ihre Erholung vom Vortag nicht fortsetzen

    Die Ölpreise stehen am Mittwoch wieder unter Druck. Ein Barrel der Sorte Brent kostete am Morgen 37,53 US-Dollar. Das ist ein Minus von 26 US-Cent. Das US-Leichtöl WTI fiel um 64 Cent auf 37,23 US-Dollar/ Barrel. Am heutigen Nachmittag mitteleuropäischer Zeit könnte die Veröffentlichung der wöchentlichen Rohöl-Lagerbestände in den USA für neue Impulse sorgen. Experten erwarten mehrheitlich einen Rückgang der Bestände.

    CDU-Wirtschaftsrat erhebt Vorwürfe an die griechische Regierung

    Der Wirtschaftsflügel der CDU hat Griechenland eine mangelnde Umsetzung der Auflagen der Geldgeber vorgeworfen. Athen liege mit den Reformen nicht im Zeitplan, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, Wolfgang Steiger, der Deutschen Presse-Agentur. Es sei eine Frage der europäischen Glaubwürdigkeit, nicht über immer neue Aufschübe oder sogar einen neuen Schuldenschnitt zu diskutieren. Die dramatische Flüchtlingssituation dürfe nicht als Argument missbraucht werden, warum Griechenland vom Reformkurs abrücke. Nach Ansicht Steigers wird immer deutlicher, dass ein befristeter Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone die beste Lösung gewesen wäre.

    CSU will Flüchtlinge ohne Papiere abweisen

    Die "Passauer Neue Presse" berichtet über eine Beschlussvorlage der CSU-Landesgruppe im Bundestag für die anstehende Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Darin heißt es, Flüchtlinge, die sich nicht ausweisen können, sollen die deutsche Grenze nicht passieren dürfen. Derweil hält die Migration über Griechenland und der Balkanroute unvermindert an. Bis Dienstagmittag wurden 2.000 Menschen gezählt, am Vortag waren es 4.200. Allein am Weihnachtswochenende wurden 11.000 Personen registriert.

    Twitter macht Druck auf extremistische Hetzer

    Der Kurznachrichtendienst Twitter will härter gegen Drohungen und Hetze in den Mitteilungen seiner Nutzer vor. Kunden, die solche Inhalte verbreiteten, müssten künftig mit einer Sperre oder dem kompletten Ausschluss rechnen, heißt es in den überarbeiteten Richtlinien, die Twitter im Internet veröffentlichte. Man werde keine Accounts dulden, deren Ziel es sei, Menschen aufgrund ihrer Ethnie, Religion oder anderer Faktoren zu schaden.

    Talanx will seine Einnahmen diversifizieren

    Der Versicherer Talanx will bis 2018 mehr als die Hälfte seiner Beiträge in Mittel- und Osteuropa sowie in Lateinamerika generieren. Dies sagte der Auslandsvorstand Torsten Leue in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung".

    Vergleich in den USA wird für Julius Bär deutlich teurer

    Im Steuerstreit mit den USA hat das Schweizer Bankhaus Julius Bär mit den USA eine Grundsatzvereinbarung getroffen. In der Folge sei die Rückstellung um 197,25 Millionen auf insgesamt 547,25 Millionen US-Dollar erhöht worden. Die Summe werde im laufenden Jahr verbucht; dennoch erwarte die Bank einen bereinigten Nettogewinn.