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    HSBC Daily Trading

    Saisonale Gedankenspiele

    Der DAX® erlebte gestern einen recht ruhigen Handelstag mit einem kleinen Kerzenkörper und einer Handelsspanne von lediglich gut 160 Punkten. Im übergeordneten Kontext stellt diese Entwicklung eine gesunde Verschnaufpause dar, denn mit einem Kursplus von fast 24 % gelang den deutschen Standardwerten das drittbeste Quartal ihrer Börsengeschichte. Den Halbjahresultimo möchten wir nutzen, um intensiv auf einige saisonale Aspekte einzugehen. Gemessen am durchschnittlichen Verlauf des Dow Jones® gestaltet sich das „0er-Jahr“ insgesamt als Herausforderung. Allerdings kommt es zu Beginn einer neuen Dekade zum Halbjahreswechsel zu einem zyklischen Tief, ehe sich eine Erholung in den heißen Sommermonaten anschließt. Als zweiten, großen zyklischen Einflussfaktor ziehen wir regelmäßig den US-Präsidentschaftszyklus heran. Auch hier wird Ende Juni oftmals ein Verlaufstief ausgebildet. Danach startet – gemessen am durchschnittlichen Verlauf des Dow Jones® der letzten 120 Jahre – die klassische Wahlrally. Beide Zyklen gehen derzeit also Hand in Hand, so dass Anleger zu Beginn des 2. Halbjahres mit saisonalem Rückenwind rechnen können (Fortsetzung siehe unten).

    pfeil-rotDAX® (Daily)
    Chart DAX®

    Saisonaler Rückenwind

    Im zweiten Schritt möchten wir unsere saisonalen Überlegungen auf Deutschland ausdehnen. Regelmäßig haben Investoren Respekt vor dem 3. Quartal im Allgemeinen bzw. vor den heißen Sommermonaten im Speziellen. Zumindest für den Auftakt des Sommerquartals – sprich den Juli – ist diese Angst aber unangebracht. Auf Basis der Daten seit 1988 ergibt sich schließlich für den Juli mit einem durchschnittlichen Kursplus von 1,57 % die fünftbeste Monatsperformance im Jahresverlauf. Nur die klassische Jahresend- bzw. die Dividendenrally lassen die deutschen Standardwerte im Oktober, November, Dezember und im April noch stärker steigen. Doch der durchschnittliche Kurszuwachs ist nur eine Seite der Medaille: Auch die Wahrscheinlichkeit für steigende DAX®-Notierungen im Juli fällt mit 59 % konstruktiv aus. Solange das Aktienbarometer oberhalb der Kombination aus dem steilen Erholungstrend seit Ende März (akt. bei 12.225 Punkten) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.156 Punkten) notiert, ist die Ausgangslage günstig, um aus dem beschriebenen saisonalen Rückenwind Kapital zu schlagen.

    pfeil-rotDAX® (Daily)
    Chart DAX®

    Das große Bild

    Ehrlicherweise ist seit der letzten Analyse der 10-jährigen Rendite Deutschland einiges an Zeit vergangen. Deshalb zunächst eine grundsätzliche Bestandsaufnahme: Mitte März kam es nochmals zu einem neuen Zinstief bei -0,91 %. Das Unterschreiten des alten Verlaufstiefs bei -0,74 % wurde allerdings nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt. Vielmehr stehen bspw. im Verlauf des RSI und des MACD höhere Tiefs zu Buche. Die somit entstehenden positiven Divergenzen signalisieren, dass der übergeordnete Baissetrend seit 2008 inzwischen einen gewissen Reifegrad besitzt. Aufgrund dieser Entwicklung nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass das Märztief ein wichtiges zyklisches Low markiert, spürbar zu. Auf der Oberseite springt dagegen die Kumulationszone bei ca. -0,20 % ins Auge. Hier fällt das 38,2 %-Retracement des letzten Zinsrutsches (-0,26 %) mit der 90-Wochen-Linie (akt. bei -0,21 %) sowie dem Tief vom Juli 2016 bei -0,20 % zusammen. Auch im bisherigen Jahresverlauf hat die Marktteilnehmer mehrfach in diesem Dunstkreis der Mut verlassen. Um die Stabilisierung des letzten Jahres zu einer Bodenbildung werden zu lassen, ist deshalb ein Sprung über diese Hürden notwendig.

    pfeil-rot10-jährige Rendite Deutschland (Weekly)
    Chart 10-jährige Rendite Deutschland

    Die zweite Einstiegschance?

    Mit Hilfe des enorm großen Abstands bei den Bollinger Bändern sowie aufgrund einer kleinen Bodenbildung hatten wir die Airbus-Aktie zuletzt als interessanten Tradingkandidaten identifiziert (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 4. Juni). Die seinerzeit beschriebenen Faktoren haben ihre Wirkung nicht verfehlt, denn selbst unser zweites Anlaufziel in Form der Lows vom Jahreswechsel 2018/19 bei knapp 79 EUR wurde im Zeitraffer abgearbeitet. Doch seither durchläuft das Papier eine harte Konsolidierung, die Anlegern möglicherweise eine zweite Einstiegsgelegenheit bietet. Zum einen liegt inzwischen ein Kaufsignal seitens des Wochen-MACD vor. Zum anderen scheint das Papier auf Basis der Hochs vom 30. und 9. April bei 65,26/63,22 EUR sowie der 38-Tages-Linie (akt. bei 62,78 EUR) die Kurve zu bekommen. Ein Anstieg über das gestrige Tageshoch (65,90 EUR) sorgt an dieser Stelle für einen wichtigen Signalgeber. Der Charme der aktuellen Ausgangssituation liegt neben der Option einer übergeordneten Bodenbildung vor allem in einem hervorragenden Chance-Risiko-Verhältnis, welches aus einer engen Absicherung auf Basis des jüngsten „swing lows“ (60,21 EUR) resultiert. Perspektivisch halten wir das Junihoch bei 85 EUR für wieder erreichbar.

    pfeil-rotAirbus (Daily)
    Chart Airbus

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    Autor: Jörg Scherer