• IBM besser als erwartet
  • Netflix mit guten Zahlen
  • US-Industrieproduktion deutlich schwächer als erwartet
  • Empire-State-Index fällt weiter in den negativen Bereich
  • Bank of America verdient deutlich mehr als erwartet
  • Eurozone: Inflation zieht wie erwartet weiter an
  • Explosion auf dem Werksgelände von BASF in Ludwigshafen
  • Siemens: Interne Regelung für Russwurm-Nachfolge
  • Fed-Yellen: Lockere Geldpolitik nicht ohne Risiken für Finanzstabilität
  • Deutsche Bank I: Staat hat kein Interesse an Unterstützung
  • Deutsche Bank II: Teilrückzug aus dem US-Investmentbanking
  • Commerzbank favorisiert IPO der ETF- und Derivatesparte
  • Hyundai erhält Bank-Lizenz in Europa
  • VW will seine Kernmarke auf deutlich mehr Effizienz trimmen
  • Morphosys-Aktien profitieren von positiven klinischen Daten zum Antikörper MOR202 
  • Rheinmetall vor Großauftrag aus Großbritannien?
  • "Autopilot": Kraftfahrt-Bundesamt ermahnt Tesla
  • Richtungsweisende Fusion auf dem italienischen Bankenmarkt
  • Airbus will Boeing bei der Zahl der Auslieferungen überholen
  • Continental stärkt seine Industriesparte Conti-Tech mit Zukauf

DAX

Der Deutsche Aktienmarkt ist am Montag noch mit moderaten Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet. Im Verlauf weiteten sich die Verluste aber aus. Am Nachmittag liegt das Marktbarometer DAX um 0,45 Prozent tiefer bei 10.533 Zählern. Jüngste Aussagen der US-Notenbankpräsidentin Yellen drücken auf die Stimmung. Yellen hat auf die Risiken einer zu lange andauernden lockeren Geldpolitik verwiesen. Beobachter werten die Aussagen als vorbereitenden Schritt in Richtung einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr. An diesem Donnerstag steht dann die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank auf der Tagesordnung, wo dann das (aktuell) bis März 2017 laufende Wertpapierkaufprogramm im Mittelpunkt stehen sollte.

Unternehmensnachrichten

  • IBM hat im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $3,29 die Analystenschätzungen von $3,23 übertroffen und auch der Umsatz lag mit 19,2 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen von 19,01 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine Gewinnprognose und hält mindestens 13,50 US-Dollar je Aktie für realistisch. Die Aktie sprang nach der Veröffentlichung kurz an, sackte dann aber in den negativen Bereich.
  • Netflix hat nach Börsenschluss weit besser als erwartete Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen hat im dritten Quartal einen Gewinn je Aktie von 12 Cents erwirtschaftet und damit Analystenschätzungen von 5 Cents deutlich übertroffen. Auch der Umsatz lag mit 2,29 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen von 2,28 Milliarden US-Dollar. Im dritten Quartal konnten 3,57 Millionen neue Kunden gewonnen werden (Prognose 2,30 Millionen) und für das vierte Quartal rechnet der Streamingdienst sogar mit 5,2 Millionen neuen Abos. Nachbörslich legt die Aktie über 20 % zu.
  • Die Bank of America im dritten Quartal dank Einsparungen den Nettogewinn um 7 Prozent auf 5,0 Mrd. US-Dollar gesteigert. Die Erträge legten um 3 Prozent auf 21,6 Mrd. US-Dollar zu. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen.
  • Der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA, Hasbro Inc., hat dank einer boomenden Nachfrage seinen Umsatz im dritten Quartal um 14 Prozent auf 1,68 Mrd. US-Dollar gesteigert. Auch der Gewinn legte kräftig auf 257,6 Mio. US-Dollar zu.
  • Der Volkswagen-Konzern will einem Bericht der „Automobilwoche“ zufolge wegen der finanziellen Belastungen durch die Abgasaffäre seinen Sparkurs wieder verschärfen. Vorstandschef Matthias Müller habe für 2017 eine Reduzierung der sog. Sachgemeinkosten um zehn Prozent im Vergleich zum Budget 2016 verlangt, hieß es. Laut "Handelsblatt" will VW seine Kernmarke auf deutlich mehr Effizienz trimmen. Bis 2020 soll die Produktivität der Werke demnach jährlich um fünf bis acht Prozent gesteigert werden. Die Veränderungen wären Teil eines Zukunftspakts, über den Management und Betriebsrat derzeit verhandeln, hieß es.
  • Der Technologievorstand bei Siemens, Siegfried Russwurm, wird laut „Handelsblatt“ offenbar bereits vor März 2017, wenn sein Vertrag ausläuft, den Konzern verlassen. Ein Kandidat für die Nachfolge sei laut Konzernkreisen Strategiechef Horst Kayser, so das Blatt. Die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, auch müsse der Zuschnitt des Ressorts noch genau festgelegt werden.
  • Eine Studie des Investmenthauses Mainfrist belastet die Anteilsscheine von Evonik. Der Preis für das Tierfuttereiweiß Methionin stehe angesichts neuer Anzeichen eines Angebotsüberhangs wieder unter Druck, schrieben die Analysten.
  • Nach einer Explosion bei Arbeiten an einer Rohrleitungsstraße am späten Vormittag auf dem Werksgelände von BASF in Ludwigshafen werden mehrere Menschen vermisst. Das teilte die Stadt Ludwigshafen mit. Es gab zudem mehrere Verletzte.
  • Die Commerzbank erwägt laut „Euro am Sonntag" einen Börsengang ihrer ETF- und Derivatesparte. Unklar sei noch, ob hundert Prozent platziert werden sollen oder ein geringerer Anteil.
  • Laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ kann die Deutsche Bank bei einer Kapitalerhöhung nicht auf den Staat hoffen. Ein Regierungsvertreter habe gegenüber Abgeordneten erklärt, dass der Staat sich an so einer Maßnahme keinesfalls beteiligen werde, berichtete die Zeitung. Es sei undenkbar, dass man wie 2009 bei der Commerzbank einen Anteil an der Deutschen Bank übernehme. Unterdessen berichtet die "Welt am Sonntag“, dass die Deutsche Bank im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen über einen Milliardenvergleich mit der US-Justiz das hochspekulative Investmentbanking in den USA stark herunterfahren muss. Dies sei Teil der bei Vergleichsgesprächen üblichen Änderungen beim Geschäftsmodell, berichtete die Zeitung. In den Planspielen über die neue Aufstellung wird laut "Handelsblatt" auch ein Abschied aus dem Geschäft mit Privatkunden in Italien und Spanien geprüft.
  • Der südkoreanische Autohersteller Hyundai stärkt sein Europa-Geschäft mit einer neuen Bank für Autofinanzierungen (Hyundai Capital Bank Europe (HCBE). Die Bankzentrale werde in Frankfurt sein und im Dezember ihre Arbeit aufnehmen, teilte der Konzern mit.
  • Morphosys-Aktien profitieren von positiven klinischen Daten zum Antikörper MOR202 gegen bösartige Tumorerkrankungen durch entartete Plasmazellen. In der andauernden Phase 1/2a-Studie habe es eine „ermutigende" Ansprechrate bei stark vorbehandelten Patienten mit dem multiplen Myelom gegeben, teilte das Biotech-Unternehmen mit. Das multiple Myelom ist eine Form von Blutkrebs.
  • Großbritannien will einem Bericht der britischen „Times“ zufolge 800 gepanzerte Fahrzeuge von einem Konsortium um den Rüstungskonzern Rheinmetall erwerben. Der Auftrag käme laut Zeitung auf ein Volumen von ca. 3,33 Mrd. Euro.
  • Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat Tesla ermahnt, nicht mehr mit der Begrifflichkeit „Autopilot" für seine E-Autos zu werben. Dies sei irreführend. Es handle sich lediglich um ein Assistenzsystem.
  • Der Technologiekonzern Continental übernimmt den Folienspezialisten Hornschach aus Baden-Württemberg. „Damit stärken wir nachhaltig unser globales Geschäft außerhalb der Automobilindustrie", sagte ContiTech-Chef Hans-Jürgen Duensing. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
  • Der europäische Flugzeugbauer Airbus will seinen US-Konkurrenten Boeing bei Zahl der Auslieferungen bis 2020 überholen. Dazu soll die Produktion für den Langstreckenjet A350 und den Mittelstreckenjet A320neo ausgebaut werden, so Fabrice Bregier, Chef der Airbus-Flugzeugsparte, gegenüber der Zeitung "Die Welt".
  • Der Fusion der italienischen Großbanken Banca Popolare di Milano (BPM) und Banco Popolare steht kaum mehr was im Wege. 99 Prozent der Anteilseigner hätten das Vorhaben unterstützt, teilte Banco Popolare am Samstag mit. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge lag die Zustimmungsquote auf der BPM-Hauptversammlung bei 72 Prozent.

Konjunktur & Geldpolitik

  • Die Industrieproduktion der USA ist im September lediglich um +0,1 Prozent gestiegen. Erwartet wurden +0,3 Prozent nach -0,4 Prozent im Vormonat.
  • Der die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York abbildende Empire-State-Index ist im Oktober von zuvor -1,99 auf -6,8 Punkte weiter gesunken und signalisiert damit eine schrumpfende Produktion.
  • Die Inflation im Euroraum ist im September nach endgültiger Datenlage wie erwartet um 0,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen. Im Vormonat lag der Preisdruck bei plus 0,2 Prozent.
  • Der EU zufolge sind gegen Russland keine verschärften Sanktionen wegen Syrien geplant, wie die Außenbeauftragte Federica Mogherini mitteilte. Allerdings würden neue Strafmaßnahmen gegen das „Regime" in Syrien diskutiert.
  • Fed-Chefin Janet Yellen hat mögliche Risiken einer zu lange anhaltenden lockeren Geldpolitik ins Spiel gebracht. „Wenn sie zu lange beibehalten wird, dann könnte eine lockere Geldpolitik Kosten haben, die die Vorteile überwiegen", sagte sie am Freitag auf einer Konferenz in Boston. Dabei verwies sie explizit auf potenzielle negative Auswirkungen für die Finanz- und Preisstabilität. Laut Marktbeobachtern ist diese Aussage als weiterer Schritt zur Vorbereitung des Zinsschrittes im Dezember zu werten.
  • In der japanischen Industrie ist die Stimmung laut dem jüngsten Tankan-Bericht im Oktober weiter gestiegen. So legte das Stimmungsbarometer um fünf auf zehn Punkte zu. Das ist bereits der zweite Monat in Folge mit Zuwächsen.
  • Die USA haben im Fiskaljahr 2015/2016 (per Ende September) ein Haushaltsdefizit von 587 Mrd. US-Dollar bzw. 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verzeichnet. Das gab Finanzminister Jacob Lew bekannt.
  • Griechenlands Regierung rechnet für das laufende Jahr nun mit einem leichtes Wirtschaftswachstum, wie Ministerpräsident Alexis Tsipras am Wochenende bekannt gab. Zuvor ging man in Athen noch von einem Rückgang der Wirtschaftskraft um 0,3 Prozent für 2016 aus.
  • Laut einem Bericht der „Welt am Sonntag" berichtet, hat das Bundeswirtschaftsministerium „Eckpunkte für einen Vorschlag zur Investitionsprüfung auf EU-Ebene" erarbeitet. Dieses sieht Verbotsrechte der EU und der nationalen Regierungen bei Firmenkäufen durch Investoren aus dem Nicht-EU-Ausland vor.
  • Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hält eine neues Unabhängigkeitsreferendum Schottlands innerhalb der nächsten drei Jahre für sehr wahrscheinlich. 2Alles was seit der Brexit-Abstimmung geschehen ist, hat mich noch mehr von der Notwendigkeit dieses Schritts überzeugt", sagte Sturgeon am Wochenende.
Termine des Tages: 11:00 Uhr - EWU: Verbraucherpreise September (endgültig)
14:30 Uhr - US: Empire State Manufacturing Index Oktober
15:15 Uhr - US: Industrieproduktion September
15:15 Uhr - US: Kapazitätsauslastung September

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