Aktienmarkt:

    Allen Optimisten zum Trotz nimmt der übergeordnete Abwärtstrend beim DAX verstärkt die dominierende Rolle ein. Entsprechend schmelzen die Gewinne des deutschen Leitindex immer mehr dahin. Die Gemengelage aus einbrechenden Ölpreise, einem starken Euro, dem Abwärtsdruck auf die chinesische Landeswährung Yuan und der wohl wichtigsten geldpolitischen Entscheidung des Jahres, der US-Notenbanksitzung am kommenden Mittwoch, hat die Nervosität am Markt steigen lassen. Darüber hinaus fehlten zuletzt die positiven Impulse. In der Vorwoche hatte der DAX 3,83 Prozent verloren.

    Zu Wochenbeginn deutet sich allerdings zunächst eine kleine Gegenbewegung an. Banker und Broker taxieren das Marktbarometer DAX eine halbe Stunde vor Börsenstart mit 0,40 Prozent höher bei 10.382 Punkten. In China sind erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft zu erkennen: Die Industrie produzierte im November spürbar mehr als erwartet und die Einzelhändler konnten sich über deutlich bessere Geschäfte freuen, was eine ansteigende Binnennachfrage signalisiert.

    Japan: Industriestimmung zeigt sich unverändert

    In Japan schätzen die Unternehmen laut Tankanbericht der Bank of Japan im vierten Quartal ihre derzeitige Situation unverändert ein, auffällig ist jedoch ein Rückgang bei den Geschäftserwartungen.

    Frankreich: Front National der große Verlierer

    Der Front National ist am Sonntag an den Urnen gescheitert. Laut Hochrechnungen wird die Partei Marine Le Pens in keiner der dreizehn neuen französischen Großregionen regieren. Das Bündnis der Republikaner und anderer rechtsbürgerlicher Kräfte kam demnach auf 40,6 Prozent der Wählerstimmen, die Linke auf 30,6 Prozent und der Front National auf 28,8 Prozent landesweit

    Zusammenschluss von KMW und Nexter auf der Kippe

    Die Fusion der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französischen Nexter droht zu scheitern. KMW-Chef Frank Haun sträubt sich offenbar gegen den Plan der französischen Regierung, den bisherigen Nexter-Chef Philippe Burtin durch Stephane Mayer auszutauschen, wie die Zeitung „Les Echos“ berichtete.

    VW: Weniger Bauteil-Varianzen und Extras

    Wegen der erwarteten Milliarden-Kosten infolge des Abgas-Skandals will Europas größter Autokonzern bei der Hauptmarke Volkswagen die Bauteil-Varianten um mindestens ein Viertel reduzieren und die Auswahl bei den Extras kürzen, wie die „Automobilwoche" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben an Führungskräfte des Unternehmens berichtete.

    Die technischen Lösungen, die Volkswagen für den Rückruf und die Umrüstung von VW-Dieselfahrzeugen vorgeschlagen hat, werden laut einem Zeitungsbericht vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) positiv bewertet. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ wird die Behörde die Umrüstung genehmigen.

    Deutsche Wohnen: Gremien lehnen Vonovia-Angebot ab

    Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Wohnen haben das Übernahmeangebot von Vonovia abgelehnt und empfehlen auch den Aktionären, die Offerte zu verweigern. Ausgestaltung und Höhe des Angebots seien nicht angemessen, hieß es zur Begründung.

    Automobilverband mahnt staatliche Förderung der E-Mobilität an

    Die deutsche Automobilindustrie fordert „einen auf wenige Jahre begrenzten Startimpuls“ für die Elektromobilität. „Mindestens ein Instrument sollte eingesetzt werden: Sonderabschreibung, Absetzungsmöglichkeiten bei der privaten Einkommensteuer oder andere monetäre Anreize“, sagte VDA-Präsident Wissmann dem „Tagesspiegel".

    Laut dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer sorgen die niedrigen Treibstoffpreise derzeit dafür, dass Elektroautos auf absehbare Zeit noch seltener gekauft werden.

    Deutsche Bank: Bafin entschärft Libor-Vorwürfe

    Nach einem Bericht des „Spiegel“ hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin ihren Untersuchungsbericht über die Manipulation des Referenzzinssatzes Libor offenbar deutlich entschärft. Demnach unterscheide sich der Entwurf eines Schlussdokuments, welcher der Bank jetzt vorliege, stark von einem Zwischenbericht, der im vergangenen Sommer öffentlich geworden war.

    Gerresheimer hat das nötige Kleingeld für weitere Übernahmen

    Für den Verpackungsspezialisten Gerresheimer bleiben Übernahmen auch nach dem Großeinkauf von Centor in den USA ein Thema. Akquisitionen wie in den letzten Jahren in den Schwellenländern in der Größenordnung zwischen 50 und 70 Millionen Euro Kaufpreis seien immer möglich, sagte Finanzvorstand Rainer Beaujean der „Börsen-Zeitung".