• Tesla startet Produktion in Grünheide
    • Deutsche Inflationsrate springt über 5 Prozent
    • Geschäftsklima im Euroraum verdüstert sich
    • Lagarde: Eurozone gewappnet gegen neue Corona-Welle
    • WHO besorgt über neue Corona-Variante
    • EZB-Vize: Neue Corona-Variante erhöht wirtschaftliche Unsicherheit
    • Omikron bestimmt die Pandemie-Debatte
    • Neuauflage der Atomgespräche mit Iran und USA
    • SAP will weltgrößtes Cloud-Unternehmen werden
    • Biontech und Moderna im Kampf gegen Omikron

    Markt

    • Der sich zunächst abzeichnenden kräftigen Erholung am deutschen Aktienmarkt ist am Montag im Handelsverlauf die Puste ausgegangen. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem mageren Plus von nur noch 0,16 Prozent bei 15.280,86 Punkten, nachdem sich im vorbörslichen Handel am Morgen zeitweise noch eine Erholung um mehr als zwei Prozent angedeutet hatte. Am Freitag war das Börsenbarometer angesichts der sich rasch ausbreitenden neuen Omikron-Variante um mehr als vier Prozent abgestürzt. Die Unsicherheit mit Blick auf die neue Virusvariante bleibt sehr hoch. Dies betrifft insbesondere die Gefährlichkeit der neuen Variante, und die Frage, wie gut die bisherigen Impfstoffe noch gegen Omikron schützen. Definitive Antworten auf diese Fragen wird es wohl erst in den kommenden Wochen geben.. Die LBBW spricht von einem hohen Maß an Unsicherheit am Markt: Denkbar sei ein neuer Worst Case mit einem massiven Rückschlag im Kampf gegen die Pandemie, aber auch ein Optimalfall, in dem sich die Sorgen letztlich als unbegründet herausstellen. Die Frage bleibt vorerst ungeklärt, ob Omikron tatsächlich eine große Gefahr ist und wie die Geldpolitik im Notfall reagieren könnte. Laut den Experten der Raiffeisen-Bank handelt es sich zwar um eine vermutlich hochansteckende Variante. Sie verwiesen aber zugleich darauf, dass die entdeckten Fälle offenbar nur recht milde Symptome aufwiesen. Im besten Falle entwickele sich das Virus damit also weiter in Richtung einer endemischen Variante - mit zwar höherer Übertragbarkeit, aber einer geringeren Gefährlichkeit. Am Abend schloss US-Präsident Joe Biden einen neuen Lockdown wegen der Omikron-Variante aus.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Twitter-CEO Jack Dorsey hat seinen Rücktritt angekündigt. Chief Technology Officer Parag Agrawal werde Dorsey mit sofortiger Wirkung auf dem Chefsessel nachfolgen, teilte das Unternehmen mit. "Ich habe mich entschieden, Twitter zu verlassen, weil ich glaube, dass das Unternehmen bereit ist, ohne seine Gründer voranzuschreiten", sagte Dorsey. Sein Vetrauen in Agrawal sei groß. Zuvor hatte bereits der Finanzsender CNBC über den bevorstehenden Rücktritt Dorseys berichtet. In der Vergangenheit hatte Dorsey wegen seiner Doppelrolle als CEO von Twitter und des Zahlungsdienstleisters Square in der Kritik gestanden.
    • Während viele große Autohersteller im vergangenen Quartal Rekordgewinne machten, sind der Unternehmensberatung PwC zufolge nur noch 24 Prozent ihrer Zulieferer finanziell solide aufgestellt. 42 Prozent dagegen seien "inzwischen in einer finanziell angespannten Lage", teilte PwC am Montag mit.
    • Der IT-Dienstleister Cancom will in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Mittelfristig sieht der Vorstand um Konzernchef Rudolf Hotter Potenzial, den Konzernumsatz im Jahr 2025 auf 2,5 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebidta) auf 275 Mio. Euro zu steigern, wie das Unternehmen anlässlich einer Kapitalmarktveranstaltung mitteilte.
    • Der Autozulieferer Hella hat erneut seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2021/2022 gesenkt, wie Hella auf Basis vorläufiger Quartalszahlen am Montag mitteilte.
    • Twitter-CEO Jack Dorsey wird voraussichtlich sein Spitzenamt an den Nagel hängen, wie David Faber berichtet. Die Twitter-Aktie sprang nach dieser Nachricht zweistellig an. Dorsey ist derzeit sowohl CEO von Twitter als auch des Finanzdienstleistungs- und Mobile-Payment-Unternehmens Square. Zuletzt hatte der Hedgefonds-Milliardär öffentlich infrage gestellt, ob Dorsey beide Unternehmen führen sollte.
    • Der Impfstoffhersteller Biontech arbeitet mit Blick auf die neue Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Daneben laufen Labortests zur Untersuchung von Omikron. „Zum einen haben wir unverzüglich Untersuchungen zur Omikron-Variante begonnen. Zum anderen haben wir ersten Schritte zur Entwicklung eines potenziellen neuen Impfstoffs eingeleitet, die sich mit den Laboruntersuchungen überschneiden", erklärte das Unternehmen. Die Labortests seien notwendig, um zu beurteilen, ob eine neue Impfung erforderlich sein könnte.
    • Der US-Elektrobauer Tesla wird in seinem Europa-Wert in Grünheide noch im Dezember die Serienproduktion starten. Die Zustimmung des brandenburgischen Landesamts für Umwelt solle voraussichtlich in den kommenden Tagen erfolgen, berichtete die „Automobilwoche“. Ursprünglich war der Start für Juli 2021 geplant, verzögerte sich aber wegen fehlender umweltrechtlicher Genehmigungen. In dem Bericht hieß es, fünf Model Y seien im Werk Grünheide bereits fertiggestellt.
    • Der Impfstoffentwickler Moderna hat nach eigenen Angaben bereits am Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der medizinische Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag in einem BBC-Interview.
    • Der langjährige Finanzvorstand von Walmart, Brett Biggs, verlässt das Unternehmen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Biggs werde bis zur Ernennung eines Nachfolgers in der Funktion verbleiben, beim Übergang helfen und das Unternehmen am 31. Januar 2023 verlassen, teilte Walmart mit. Er wird auch Vorstandsmitglied von Walmarts Fintech-Start-up bleiben, das ein Joint Venture mit Ribbit Capital ist. Biggs arbeitet seit 22 Jahren für das Unternehmen, seit fast sechs Jahren als CFO.
    • Der Lithiumhersteller Vulcan Energie hat einen Großauftrag vom Autokonzern Stellantis erhalten. Lieferungen seien für fünf Jahre ab 2026 vereinbart worden, teilte Vulcan am Montag mit. Das Unternehmen stelle Stellantis zwischen 81.000 und 99.000 Tonnen Lithiumhydroxid in Batteriequalität zur Verfügung.
    • Die Alphabet-Tochter Google warnte davor, dass zunehmend gehackte Konten zu Cloud-Servern genutzt werden, um die Rechenleistung für Krypto-Mining zu missbrauchen.
    • Der US-Softwarehersteller MicroStrategy hat zusätzliche 7.002 Bitcoins im Wert von rund 414,4 Mio. Dollar zu einem Durchschnittspreis von je 59.187 Dollar erworben. Stand heute hält das Unternehmen damit 121.044 Bitcoins im Wert von 3,57 Mrd. Dollar.
    • Der US-Autovermieter Hertz Global hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2 Mrd. Dollar der ausstehenden Stammaktien des Unternehmens angkündigt. Das Rückkaufprogramm tritt ab sofort in Kraft und umfasst zunächst die verbleibenden 200 Mio. US-Dollar, die zum Zeitpunkt des Angebots von Hertz und der Notierung an der Nasdaq zum Rückkauf genehmigt wurden.
    • Der Chemiekonzern BASF hat den französischen Energiekonzern Engie als Lieferanten für erneuerbaren Strom langfristig an sich gebunden. Es sei eine entsprechende Vereinbarung für einen 25 Jahre laufenden Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) aus erneuerbaren Quellen in Europa getroffen worden, teilte BASF mit. Im Rahmen der Vereinbarung werde Engie dem Chemieriesen während der Vertragslaufzeit mit insgesamt bis zu 20,7 Terawattstunden erneuerbarem Strom beliefern.
    • Die Lufthansa behält trotz der Warnung der Bundesregierung wegen der neuen Virusvariante Omikron Reisen nach Südafrika im Programm. „Es gibt aktuell keine Anpassungen an den Flugplan, und unsere Flüge sind weiterhin gut gebucht", erklärte eine Sprecherin Reuters am Montag. Die Lufthansa fliegt 17 Mal wöchentlich von Deutschland nach Südafrika, wie die Airline vergangene Woche mitteilte.
    • Die Bundesnetzagentur prüft laut einem Zeitungsbericht eine Verlängerung der Mobilfunklizenzen ohne neue Auktionen. Deutsche Telekom, Vodafone und der O2-Anbieter Telefónica Deutschland können darauf hoffen, dass ihre auslaufenden Lizenzen nicht abermals versteigert, sondern schlicht verlängert werden. Das hat Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung angedeutet. „Ich kann mir ein Vorgehen vorstellen, die Frequenzen kurzfristig und bedingt zu verlängern und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Vergabeverfahren mit weiteren Flächenfrequenzen bereitzustellen. Dabei würde man dann Versorgungsauflagen machen“, sagte er.
    • Der Lkw-Hersteller Daimler-Truck rechnet für dieses Jahr wegen fehlender Chips mit Einbußen. „Das ist eine gewaltige Summe. Denn wir werden eine mittlere fünfstellige Zahl an Fahrzeugen weniger verkaufen als wir hätten können", sagte der Chef der Daimler-Lkw-Tochter Martin Daum Daum im der Automobilwoche. Bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 100.000 Euro pro Fahrzeug wären dies mehrere Milliarden Euro Umsatz, die verloren gehen. Hinzu kommen unfertige Lkw.
    • SAP-Chef Christian Klein will sein Unternehmen für neue Anleger attraktiv halten. „Wir gewinnen viele neue Investoren hinzu, die auf Wachstum und Kundenerfolg setzen, und genau da liegt unser Schwerpunkt", sagte Klein dem „Handelsblatt“. Zudem habe der Konzern im klassischen Lizenzgeschäft eine große Kundenbasis. „Und ich bin mir sicher: SAP wird langfristig eines der größten Cloud-Unternehmen der Welt sein."
    • Die Deutsche Telekom sucht offenbar Investoren, um die Kosten für den Glasfaserausbau in Österreich und Polen zu teilen. Unter anderem sei in Österreich ein Joint Venture in Planung, bei dem beide Seiten jeweils 150 Mio. Euro beisteuern sollen, berichtete das „Handelsblatt“. Das Gemeinschaftsunternehmen soll dabei mit rund einer Milliarde Euro bewertet werden.
    • Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat anlässlich seines heutigen Kapitalmarkttages neue Mittelfristziele vorgestellt und rechnet demnach bis 2025 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 5,5 bis 6,5 Prozent auf 8,1 bis 8,5 Mrd. Euro. Die operative Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) wird den Angaben zufolge zwischen 14,0 und 16,0 Prozent erwartet.
    • Der japanische Autobauer Toyota hat im Oktober wegen des Chipmangels ein Viertel weniger produziert. Insgesamt seien gut 627.000 Fahrzeuge fabriziert worden, teilte der Pkw-Hersteller am Montag mit. Der Absatz lag im Oktober um ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau. Mit knapp 678.000 wurden allerdings 50.000 Fahrzeuge mehr verkauft, als im selben Monat produziert worden waren.
    • Der Waffenhersteller Heckler & Koch erzielt mehr Gewinn. Während der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund ein Prozent auf 210 Mio. Euro anzog, kletterte das operative Ergebnis (Ebit) um sieben Prozent auf 34,4 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Nettogewinn lag bei 17,1 Mio. Euro und fiel damit fast ein Drittel höher aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Konjunktur & Politik

    • US-Präsident Joe Biden hat neue Lockdowns oder Shutdowns wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante ausgeschlossen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt glaube man nicht, dass weitere Maßnahmen über die bereits angekündigten Grenzschließungen hinaus notwendig seien, sagte Biden. Biden rief die noch ungeimpften US-Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. Geimpfte sollten sich boostern lassen. Eine neue Strategie im Kampf gegen die Pandemie will das Weiße Haus am Donnerstag veröffentlichen.
    • In den USA ist die Zahl der schwebenden Hausverkäufe im Oktober im Monatsvergleich um 7,5 Prozent gestiegen, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Montag mitteilte. Analysten hatten mit einem viel schwächeren Anstieg gerechnet. Im Vormonat war ein Rückgang um 2,4 Prozent gemeldet worden.
    • Erstmals seit fast 30 Jahren hat die Inflationsrate in Deutschland die Marke von Fünf-Prozent übersprungen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag auf vorläufiger Basis mitteilte. Solch ein hohes Preisniveau die Wiesbadener Behörde zuletzt im September 1992 mit seinerzeit 5,0 Prozent gemessen. Im vergangenen Oktober hatte die Rate noch bei 4,5 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat Oktober sanken die Verbraucherpreise im November um 0,2 Prozent. Die für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Inflationsrate (HVPI) stieg im November auf 6,0 Prozent.
    • Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im November erwartungsgemäß verschlechtert. Der entsprechende Indikator ESI fiel um 1,1 auf 117,5 Punkte, wie die EU-Kommission mitteilte. Experten hatten damit gerechnet. Auch der Wert für Deutschland trübte sich kräftig ein. Lieferprobleme, die vierte Corona-Welle und die hohe Inflation lasten auf der Wirtschaft.
    • Der französische Notenbankchef und EZB-Vize Francois Villeroy de Galhau sieht mit der neuen Virus-Variante Omikron keine allzu große Gefahr auf die Konjunktur zukommen. Es habe sich gezeigt, dass die auf einander folgenden Pandemie-Wellen der Wirtschaft immer weniger Schaden zugefügt hätten, sagte das EZB-Ratsmitglied auf einer Online-Konferenz. Daher dürfte die aktuelle Omikron-Variante den Konjunkturausblick seiner Ansicht nach nicht allzu sehr verändern. Gleichwohl erhöhe Omikron die Unsicherheit mit Blick auf die Wirtschaftslage.
    • Die derzeit verfügbaren Corona-Impfstoffe können nach Einschätzung des führenden südafrikanischen Seuchenexperten Salim Abdool Karim mit einiger Wahrscheinlichkeit schwere Krankheitsverläufe nach Infektionen mit der neuen Virus-Variante Omikron verhindern. Es sei noch zu früh um zu sagen, ob Omikron zu mehr schwereren Krankheitsbildern als ältere Varianten führen könne, so Karim laut Reuters. Es scheine aber, dass Omikron sich schneller verbreite und dass wahrscheinlich mehr bereits Geimpfte von dem neuen Virus betroffen würden als von älteren Varianten.
    • Die Zahlungsmoral der hiesigen Unternehmen ist nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform trotz Corona-Krise weiter gut. Der Zahlungsverzug beim Begleichen von Rechnungen sei auch im dritten Quartal 2021 mit durchschnittlich 9,4 Tagen „auf niedrigem Niveau" geblieben, teilte die Wirtschaftsauskunftei am Montag mit.
    • Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert die geschäftsführende Bundesregierung und die Ampelparteien dazu auf, schnell auf die Infektionswelle zu reagieren. „Auch ohne Omikron ist die Situation schon aus dem Ruder gelaufen", sagt das Mitglied des Sachverständigenrats dem "Handelsblatt". Es sei bereits zu spät, um einschneidende Maßnahmen vermeiden zu können. Bis zur nächsten geplanten Bund-Länder-Runde am 9. Dezember könne nicht gewartet werden: „Das wäre absurd. Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf“. Omikron erhöhe den Druck im Kessel nochmal.
    • Seit dem Wochenende bestimmt die im südlichen Afrika entdeckte neue Coronavirus-Variante B.1.1.529 die internationale Pandemie-Debatte. Am Samstag wurde die Omikron-genannte Variante von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Das von der Mutation ausgehende Risiko hat die WHO als insgesamt „sehr hoch“ eingestuft. Es sei mit einer weiteren globalen Ausbreitung und steigenden Covid-19-Fallzahlen zu rechnen. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.
    • Der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Robert Schlögl, hält bundeseinheitliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für „extrem wichtig". Mit einem Krisenstab, wie ihn die neue Regierung plane, könne die 'Kakophonie' im Umgang mit dem Virus beendet werden, so Robert Schlögl im Inforadio vom rbb.
    • Der Leiter der Virologie an der Berliner Charite, Christian Drosten, zeigt sich angesichts der neuen Omikron-Variante besorgt. Keiner könne im Moment sagen, was da auf uns zukomme. „Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist", sagt Drosten am Sonntagabend im ZDF. Es gebe zudem die Sorge, dass man es mit der Omikron-Variante mit einer wirklichen „Immunescape-Variante" zu tun habe. Dass man sogar die Impfungen verändern müsste, alles das würden die nächsten zwei bis drei Wochen beantworten müssen, so Drosten weiter. Eine Anpassung der mRNA-Impfungstoffe sei möglich.
    • Japan setzt wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus die Einreise von Ausländern abermals aus. Er habe beschlossen, „als Notfallmaßnahme" von Dienstag an die Einreisebeschränkungen für Ausländer aus aller Welt wieder in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida laut dem Sender NHK World am Montag. Ziel sei es, die schlimmste Situation für das Land zu verhindern. Die Maßnahme soll zunächst solange gelten, bis genauere Informationen über die neue Corona-Mutante vorliegen.
    • Die Eurozone ist nach Ansicht von EZB-Präsidentin Christine Lagarde besser auf die wirtschaftlichen Folgen einer neuen Corona-Variante vorbereitet als noch zu Beginn der Pandemie. Es gebe zwar Sorgen mit Blick auf die Wirtschaftserholung im nächsten Jahr, sagte Lagarde dem italienischen Sender RAI. Die Eurozone habe aber viel gelernt, und wisse, welche Schritte zu ergreifen seien.
    • In Wien werden die Verhandlungen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit Iran von 2015 wieder aufgenommen. Bereits vergangene Woche versuchte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Iran zu einer besseren Kooperation zu bewegen. „Wir glauben nicht, dass der Westen eine Vereinbarung will“, zeigte sich der iranische Chefverhandler Bagheri vor den Gesprächen pessimistisch.
    • Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa erwartet angesichts der neuen Corona-Variante Omikron eine vierte Welle innerhalb der nächsten Wochen im Land. Die Variante treibe die Zahl der Infektionen in der Provinz Gauteng in die Höhe, sagt Ramaphosa. Ein wirtschaftlicher Lockdown sei derzeit nicht geplant. Ramaphosa stellte am Sonntagabend nun eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch genauer bezeichnet würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf.

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