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    HSBC Daily Trading

    Starker Schlussspurt, starke Woche

    Von den anfänglichen Gewinnmitnahmen konnte sich der DAX® im Handelsverlauf am vergangenen Freitag spürbar erholen. Diese Entwicklung hat mehrere positive Implikationen: Zum einen gelang dem Aktienbarometer ein Wochenschlusskurs oberhalb der Marke von 11.000 Punkten, zum anderen behält somit das im Tagesbereich vorliegende Flaggenmuster seine Gültigkeit. Desweiteren steht mit einem Kursplus von über 5 % eine sehr erfolgreiche Handelswoche zu Buche, denn ein solches Ausmaß an Zugewinnen ist durchaus selten. In den letzten zehn Jahren gab es lediglich in 16 von 521 Wochen ein DAX®-Plus in einer Größenordnung von mehr als 5 %. Das Konsolidierungsmuster im Tageschart lässt perspektivisch auf ein Test der Widerstandszone bei gut 11.200/11.400 Punkten hoffen. Die jüngsten Verlaufshochs (11.236/11.246 Punkte) bilden hier zusammen mit dem Tief vom August 2019 (11.266 Punkte) und der verbliebenen Abwärtskurslücke vom 9. März (obere Gapkante bei 11.447 Punkten) ein markantes Barrierenbündel. Ein bemerkenswertes Signal ergibt sich beim MACD, denn der Trendfolger konnte im Wochenbereich gerade auf historisch niedrigem Niveau ein neues Einstiegssignal generieren.

    pfeil-rotDAX® (Weekly)
    Chart DAX®

    200-Tages-Linie bremst, CoT-Daten helfen

    Die amerikanischen Standardwerte halten weiterhin im Bereich der wichtigen Widerstandszone bei rund 3.000 Punkten inne. Zur Erinnerung: Auf diesem Niveau fällt die 61,8 %-Fibonacci-Korrektur des gesamten Abwärtsimpulses von Februar/März (2.934 Punkte) mit der flachverlaufenden 200-Tages-Linie (akt. bei 3.000 Punkten) sowie verschiedenen horizontalen Hürden zusammen. Für eine Fortsetzung der dynamischen Erholungsbewegung seit dem Märztief bei 2.192 Punkten ist deshalb ein Sprung über die angeführten Hürden nötig. Andererseits ist der S&P 500® durch die 38-Tages-Linie bzw. die letzten Verlaufstiefs bei rund 2.800 Punkten sehr gut unterstützt. Ein wichtiges Argument für ein Verteidigen dieser Schlüsselunterstützung liefern die CoT-Daten der letzten Wochen. Zunächst haben die „Commercials“ das Märztief zum Aufbau deutlicher Longpositionen genutzt. Für noch bemerkenswerter halten wir aber die Engagements der „Kleinspekulanten“, die so stark „short“ im S&P 500® positioniert sind wie seit der Finanzmarktkrise 2008/09 nicht mehr. Diese Extrempositionierung stellt als Kontraindikator einen unterstützenden Faktor dar und sollte deshalb einen größeren Rückschlag des US-Aktienbarometers verhindern.

    pfeil-rotS&P 500® (Daily)
    Chart S&P 500®

    Mit neuem Allzeithoch

    Während der NYSE Index für die sog. „FANG-Aktien“ sein Allzeithoch von Februar bei 3.921 Punkten fast wieder erreicht hat, ist die Facebook-Aktie bereits einen Schritt weiter: Schließlich gelang dem Technologietitel in der letzten Woche der Sprung über die Verlaufshochs von Juli 2018 und Januar 2020 bei 218,62/224,20 USD. Der langfristige Durchschnitt der letzten 200 Wochen (akt. bei 167,29 USD) hat sich somit als idealtypisches Sprungbrett erwiesen, um eine V-förmige Umkehr zu etablieren. Der Ausbruch auf ein neues Rekordlevel wird dabei durch ein neues MACD-Kaufsignal sowie einen Abwärtstrendbruch im Verlauf der Relativen Stärke (Levy) bestätigt. Im „uncharted territory“ definiert die 138,2 %-Fibonacci-Projektion der Februar/März-Korrektur (257,47 USD) im Zusammenspiel mit einer alten Aufwärtstrendlinie (akt. bei 259,53 USD) das nächste Anlaufziel. Aus der Höhe des V-Musters ergibt sich perspektivisch sogar ein Anschlusspotential von rund 85 USD. Um die charttechnische Steilvorlage nicht zu gefährden, bietet sich das o. g. 2018er-Hoch als Absicherung an. Ein Stop auf dieser Basis gewährleistet zudem ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis.

    pfeil-rotFacebook (Weekly)
    Chart Facebook

    Für die Watchlist!

    Eine alte Tradingweisheit besagt, dass Anleger viel mehr aus der anschließenden Erholung als aus der vorangegangenen Korrektur lernen können! Dieser Blickwinkel macht die Cancom-Aktie derzeit interessant, denn nach der März-Korrektur und einer Belastungsprobe der 200-Wochen-Linie bzw. des Basisaufwärtstrends seit 2014 (akt. bei 36,99/33,93 EUR) startete der Technologietitel einen dynamischen Erholungsimpuls. Die Dynamik der Aufwärtsreaktion werten wir im Sinne der eingangs beschriebenen Tradingweisheit als Stärkebeweis, zumal damit die alten Rekordstände bei 56,60/57,10 EUR wieder in Schlagdistanz rücken. Diese Entwicklung schlägt sich zudem in einem neuen MACD-Kaufsignal sowie in einer hohen relativen Stärke (Levy) nieder. Im Verlauf des RSL liegt sogar ein gebrochener Abwärtstrend vor. In der Summe bestehen gute Chancen, die o. g. Rekordhochs zu überwinden. Gelingt der Befreiungsschlag, entsteht nicht nur ein Investmentkaufsignal durch ein neues Allzeithoch, sondern aus charttechnischer Sicht liegt dann zudem ein V-förmiges Kursmuster vor (siehe Chart). Die beiden doppelten Kurstreiber können im Ausbruchsfall durch einen Stop-Loss auf Basis des 2018er-Hoch (52,60 EUR) engmaschig abgesichert werden.

    pfeil-rotCANCOM (Weekly)
    Chart CANCOM

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    Autor: Jörg Scherer