• Philips: Spekulationen über Investor-Einstieg
  • Philip Morris investiert in den Bau einer neuen Fabrik in Dresden
  • EQT will Rice Energy kaufen und bietet insgesamt 6,7 Mrd. Dollar
  • CropEnergies hebt Jahresziele an
  • Airbus meldet auf Pariser Airshow neue Großbestellungen
  • Merck-Chef: "Merck ohne Pharma kann ich mir nicht vorstellen"
  • Grammer wirbt um Vertrauen bei seinen Kunden
  • Daimler baut erstes Werk in Polen

DAX

  • Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben guter Dinge. Der DAX kann nach dem Aufwärts-Gap zu Handelsstart seine Zugewinne im Verlauf halten reps. leicht ausbauen und notiert am Nachmittag mit einem Prozent im Plus bei 12.875 Punkten. Das Allzeithoch von 12.921 Zählern ist somit weiter in Reichweite. Unterstützung kommt von technischen Faktoren, einer guten internationalen Börsenstimmung und dem Ergebnis der französischen Parlamentswahlen. Am Sonntag hatte das Parteibündnis des französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen verbucht. Reichlich Vorschusslorbeeren für Macron. Damit ist der Weg frei für seine angekündigte Reform-Politik. Allerdings muss er nun auch liefern, sonst drohen Enttäuschungen. Neue Unsicherheit könnten die heute gestarteten Verhandlungen in Brüssel zum Austritt Großbritanniens aus der EU mit sich bringen.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Boeing und UPS hat auf der Pariser Air Show in Le Bourget eine Vereinbarung zum Umbau von 3 Boeing 767 Passagierflugzeugen in Frachtflugzeuge getroffen.
  • Google hat einen mehrstufigen Plan zur Terrorbekämpfung vorgestellt. Dazu gehört die Nutzung einer Technik, mit der Videos mit extremistischen Inhalten im Netz aufgespürt werden sollen.
    Der Tabakkonzern Philip Morris investiert 320 Mio. Dollar in den Bau einer neuen Fabrik in Dresden. 500 Beschäftigte sollen Tabaksticks für das elektrische Tabakerhitzersystem IQOS produzieren.
  • Der Finanzinvestor EQT will Rice Energy kaufen und bietet 27,05 Dollar je Aktie, insgesamt rund 6,7 Mrd. Dollar (in Cash und Aktien).
  • Philips konzentriert sich nach dem Konzernumbau auf die Medizintechnik und auf Geräte zur Körperpflege. In diesem Kernbereich könnte sich bald etwas ändern. Laut “Times“ will US-Milliardär Dan Loeb über seinen Hedgefonds Third Point einsteigen und sich aktiv in das Management des Konzerns einbringen. Third Point ist u.a. bei Yahoo und Sony engagiert.
  • Der Sportartikelhersteller Puma ist mit dem Versuch gescheitert, Adidas den Verkauf des Sportschuhs-Kassenschlagers „Stan Smith Boost“ zu verbieten. Das hat das Landgericht in Braunschweig entschieden. Konkret ging es um die Sohle des Modells, deren Design Puma für sich beansprucht. Man habe auf Form und Aussehen der Sohle zwei Geschmacksmuster angemeldet, hieß es im Unterlassungsantrag von Puma. Dieser Schutz sei durch die Sohle des „Stan Smith Boost“ verletzt worden. Das Gericht sah allerdings zu viele optische Unterschiede zwischen den geschützten Mustern und der Sohle des Adidas-Schuhwerks.
  • Die EU-Kommission hat öffentliche Beihilfen in Höhe von 377 Mio. Euro für ein deutsch-französisches Hubschrauber-Projekt genehmigt. Der Zivil-Hubschrauber Airbus X6 wird in Deutschland (47,25 Millionen Euro) und Frankreich (330 Millionen Euro) mit Darlehen gefördert.
  • Das US-Leasingunternehmen GE Capital Aviation Services (GECAS) hat auf der Pariser Flugshow in Le Bourget eine Großbestellung von 100 Airbus der spritsparenden Veriosn 321neo getätigt. Boeing wiederum verkündete eine Order aus Indien. Spicejet will 40 Maschinen vom Typ 737 Max erwerben.
  • Der Bioethanolhersteller CropEnergies erhöht nach dem ersten Quartal die Prognose für 2017/2018 und sieht nun einen Umsatz zwischen 850 und 900 Mio. Euro (zuvor: 800 - 875 Mio.) und ein operatives Ergebnis zwischen 50 bis 90 Mio (zuvor: 40 - 80 Mio.).
  • Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero will bei seinem Gang aufs Börsenparkett insgesamt bis zu rund 39 Mio. Aktien für einen Preis zwischen 22 und 25,50 Euro platzieren. Damit peilt die Rocket-Internet-Beteiligung eine Emissionsvolumen von bis zu einer Mrd. Euro an.
  • Der 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions kann sich berechtige Hoffnungen auf einen Großauftrag aus Italien machen. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit BeamIT habe das italienische Unternehmen seine Absicht erklärt, 15 weitere Multi-Laser-Maschinen bis Ende 2019 zu bestellen, teilte SLM mit.
  • Der Autozulieferer Grammer wirbt um Vertrauen bei seinen Kunden, darunter BMW, Mercedes und Volkswagen. „Dass ein Vorstandsvorsitzender nach einer Hauptversammlung die wichtigsten Kunden besucht, ist nicht üblich", sagte Grammer-Chef Hartmut Müller im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Doch ist es aus Sicht des Zulieferers nötig, um die Autohersteller von der Zuverlässigkeit des Unternehmens zu überzeugen“. Nach heftigem öffentlichen Streit über die Zukunft des Autozulieferers ist der Großaktionär Hastor mit seinen Plänen zur Machtübernahme vorerst gescheitert. Grammer ordnet die Beteiligungen der Hastor-Investmentvehikel Halog und Cascade derzeit als reine Finanzinvestments ein, weil der Versuch der Einflussnahme in der Hauptversammlung gescheitert sei. Ob sich das ändert, sei aber offen, so die Zeitung.
  • Merck-Chef Stefan Oschmann hat mit Blick auf die Aufspaltungspläne seines Darmstädter Konzerns einen Ausstieg aus dem Pharmageschäft kategorisch ausgeschlossen. „Merck ohne Pharma kann ich mir nicht vorstellen", betonte er. „Unsere Medikamenten-Pipeline ist gut gefüllt". Die Merck-Mehrheitsgesellschafter, die Familie Merck, „möchte eine krisensichere Aufstellung".
  • Airbus kann mit einem milliardenschweren Auftrag aus Peru rechnen. Die Fluggesellschaft Viva Air Peru wolle rund 30 Maschinen vom Typ A320neo bestellen und 15 Jets vom Typ A320ceo, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die ca. fünf Milliarden Dollar schwere Order könnte heute noch bekannt offiziell gegeben werden.
  • US-Präsident Donald Trump hat Einblick in seine Finanzen gegeben und dabei auch seine Schulden bei der Deutschen Bank und anderen Kreditinstituten öffentlich gemacht. Wie aus vom Office for Government Ethics veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, lagen diese Verbindlichkeiten zur Jahresmitte bei mindestens 315,6 Mio. US-Dollar. Die Schulden bei der Deutsche Bank Trust Company America beliefen sich demnach auf ca. 130 Mio. US-Dollar.
  • Der weltgrößte Onlinehändler Amazon kauft die Biokette Whole Foods Marke. Die Whole-Foods-Papiere wurden am Freitag nach Veröffentlichung des Deals zunächst vom Handel ausgesetzt. Nach der Wiederaufnahme schnellten sie unmittelbar um rund 27 Prozent auf 42 US-Dollar in die Höhe. Dies entspricht dem Preis, den Amazon je Aktie der Lebensmittelkette bezahlen will. Whole Foods wird mit 13,7 Milliarden US-Dollar bewertet. Es ist der größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte von Amazon.

Konjunktur & Politik

  • Der Präsident der New Yorker US-Notenbankfiliale William Dudley zeigte sich in einer Rede zuversichtlich, dass die derzeitige Expansion noch eine lange Zeit fortgeführt werden kann. Arbeitslosigkeit und Inflation seien auf einem guten Wege, die Produktivität entwickele sich zwar weiter schwach, doch hier könne die Fed nicht viel Einfluss ausüben. "Nicht den Leitzins wieter zu erhöhen, könnte ebenfalls eine Rezession auslösen" so Dudley.
  • Heute nun beginnen in Brüssel die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Dabei wird nicht Premierministerin Theresa May selbst nach Belgien reisen, sondern David Davis, der für den Brexit zuständige Ressortchef. „Wir werden aus der EU austreten“, stellt Davis vor Reiseantritt klar. Die Regierung in London will raus aus dem Binnemarkt, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit zu beenden und raus aus der Zollunion, um eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten in aller Welt schließen zu können.
  • Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Deutschland ist von Januar bis April um 9 Prozent oder 10.500 auf insgesamt 106.500 gesunken, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
  • BDI-Präsident Dieter Kempf will das Freihandelsabkommen TTIP noch nicht aufgegeben. „Die Idee TTIP ist nicht tot. US-Handelsminister Wilbur Ross hat mir persönlich versichert, dass die USA nach wie vor starkes Interesse an einem Freihandelsabkommen mit uns haben", so Kempf gegenüber dem „Handelsblatt".
  • US-Präsident Donald Trump hat Pläne zu eine lascheren Bankenregulierung. In Europa sorgt dies für Protest. Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau warnte davor, die nach der Finanzkrise international eingeführten strengeren Vorgaben aufzuweichen. „Damit würde die Wahrscheinlichkeit zunehmen, dass eine neue Finanzkrise ausbricht“, zitiert ihn das Handelsblatt.
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei der zweiten Runde der Parlamentswahl am Sonntag eine klare Mehrheit für seine Politik gewonnen. Das Innenministerium gab am Montagmorgen bekannt, dass "La Republique en Marche" und ihre Bündnispartner eine absolute Mehrheit erreichten. Diese fällt mit 350 von 577 Sitzen in der Nationalversammlung aber nicht ganz so stark aus, wie Umfragen signalisiert hatten. Die bürgerlichen Rechten und die Sozialisten mussten eine weitere Niederlage einstecken. Die konservativen Republikaner kamen auf 137 Sitze, während die Sozialisten und ihre Verbündeten nur noch 45 Sitze beanspruchen können. Marine Le Pen gelang erstmals der Einzug ins französische Parlament.

Dividendenausschüttungen

  • Quirin Bank (0,05 EUR je Aktie)
Termine des Tages:
14.00 Uhr - US: Rede von New York Fed-Präsident Dudley in Plattsburgh
15:45 Uhr - EU: Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS

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