• Deutsche Werke des insolventen Solarkonzerns Solarworld können weiter produzieren
  • Siemens baut Teststrecke für Elektro-LKW
  • Ceconomy jetzt offizieller Name für die Media-Saturn-Holding
  • Credit Suisse untersagt Handel mit Anleihen aus Venezuela
  • Volkswagen-Konzern verkauft im Juli deutlich mehr Fahrzeuge
  • Bundesregierung ruft in der Nordkorea-Krise zu Mäßigung auf
  • RWE-Ökostromtocher innogy bestätigt Ausblick
  • VW: Niedersachsens Ministerpräsident stellt sich gegen Privatisierungspläne
  • United Internet bastelt an IPO für die Sparte Business Applications
  • US-Präsident Trump: Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös sein"
  • Inflationsrate in Deutschland steigt im Juli wie erwartet
  • Singulus steigert Umsatz im ersten Halbjahr deutlich
  • Elliott verliert weiteren Rechtsstreit gegen Akzo Nobel
  • Deutsche Wohnen profitiert von hoher Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren
  • Monte dei Paschi di Siena nun de facto in öffentlicher Hand

DAX

  • An der Wall Street zeichnen sich trotz der anhaltenden Nordkorea-Krise zum Wochenausklang moderate Kursgewinne ab. Im frühen Handel tendierten die großen Aktienindizes etwas fester. US-Präsident Donald Trump hat den verbalen Druck auf das nordkoreanische Regime noch einmal verstärkt. Die Wall Street hatte sich aber schon in den vergangenen Tagen im Gegensatz zu den Aktienmärkten in Asien und Europa vergleichsweise wenig beeindruckt von den Spannungen gezeigt. Der DAX hat sich am Freitagnachmittag etwas gefangen und kurzzeitig die Marke von 12.000 Punkten zurückerobert. Am Vormittag notierte der Leitindex nocch deutlich tiefer. Vor dem Wochenende dürften sich die Anleger aber weiterhin mit Neuengagements zurückhalten.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die deutschen Werke des insolventen Solarkonzerns Solarworld können weiter produzieren. Eine Gläubigerversammlung des Unternehmens stimmte am Freitag dem Verkauf an eine Investorengesellschaft zu, wie Teilnehmer der nicht öffentlichen Sitzung der Nachrichtenagentur dpa berichteten. An der Spitze der neuen Gesellschaft steht der einstige Solarworld-Gründer Frank Asbeck.
  • Für die geplante Versuchsreihe mit strombetriebenen Oberleitungs-Lkw plant und baut Siemens die nötige Infrastruktur in Hessen. Auf der Autobahn A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt wird der Technologiekonzern eine zehn Kilometer lange Strecke mit einer Oberleitungsanlage ausstatten.
  • Einen Monat nach der Aufspaltung der Metro Gruppe in zwei Teile, kann der nun eigenständige Elektronikhandel mit der Handelskette Media-Saturn nun auch offiziell unter dem Namen Ceconomy AG firmieren. Die Umbenennung wurde in das Handelsregister eingetragen.
  • Die Credit Suisse untersagt ihren Mitarbeitern den Handel mit bestimmten Anleihen aus Venezuela. Die Bank begründet die Maßnahme einer internen Mitteilung zufolge mit dem politischen Klima in dem Land. Man fürchte um die Reputation.
  • Die Geduld der Anleger mit der Snap Inc. scheint vorbei zu sein. Der Snapchat-Betreiber Snap hat mit seinen Bilanzdaten enttäuscht - trotz mehr Nutzern und mehr Umsatz. Das Wachstum fiel unter den Erwartungen aus, zudem schrieb Snap rote Zahlen.
  • Die Allianz-Tochter Pimco verzeichnet einen anhaltenden Mittelabfluss. Der einstige Vorzeigefonds verwaltet Morningstar zufolge nur noch 73 Mrd. US-Dollar - ein Viertel früherer Zeiten.
  • Der US-Einzelhändler J.C. Penney weitet seine Verluste aus und verkauft weniger. Der Umsatz bei Geschäften, die seit mindestens 1 Jahr geöffnet sind, fiel im zweiten Quartal um 1,3 Prozent - das fünfte Quartal in Folge mit einem Minus.
  • Der Online-Händler Amazon plant Reuters zufolge einen Angriff auf den US-Ticketmarkt und ist in Verhandlungen mit Eigentümern großer Veranstaltungshäuser.
  • Der Grafikprozessoren-Hersteller Nvidia hat ein starkes Quartal präsentiert und die Umsatz- und Ergebnisprognosen übertroffen. Das Geschäft mit Datenzentren und der Bereich Automotive zeigten Schwächen.
  • Der Absatz des Volkswagen-Konzerns hat im Juli an Fahrt aufgenommen. Weltweit lieferte das Unternehmen 820.900 Fahrzeuge an die Kunden aus - 4,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Nach sieben Monaten kommt VW auf ein Auslieferungsplus von 1,3 Prozent.
  • United Internet bastelt an dem geplanten IPO für die Sparte Business Applications. Der Börsengang sei keineswegs auf die lange, sondern auf die kurze Bank geschoben, sagte United-Internet-Chef Ralf Dommermuth der „Börsen-Zeitung". Zunächst sollten die Aktivitäten weiter ausgebaut werden, für Zukäufe ergäben sich immer mal wieder Möglichkeiten.
  • Der Energiekonzern innogy hat starke Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 2,3 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis sank hingegen um ein Viertel auf 817 Mio. Euro. Bereinigt um negative Sondereffekte konnte die RWE-Ökostromtochter den Überschuss indes um knapp 16 Prozent auf 857 Mio. Euro steigern, was etwas besser war, als von Analysten erwartet. Den Jahresausblick bestätigte das Management.
  • Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena ist nun überwiegend in staatlicher Hand. Rom hat vergangene Woche 3,85 Mrd. Euro beigesteuert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, die das Geldinstitut am Donnerstagabend veröffentlichte. Der Staat hält nun 53,5 Prozent und damit die Mehrheit der Anteile.
  • Der Maschinenbauer Singulus hat einen einen Halbjahresumsatz gemeldet, der mit 48,3 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr mit 24,6 Mio. Euro lag. Im zweiten Quartal wurden Umsätze in Höhe von 22,2 Mio. Euro verbucht, die damit ebenfalls über dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 10,5 Mio. Euro lagen. Der Auftragsbestand am per Ende Juni 2017 lag bei 87,7 Mio. Euro (30. Juni 2016: 133,5 Mio. Euro).
  • Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen - gemessen an der Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) - um 11 Prozent auf 221 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr strebt Deutsche Wohnen weiter einen FFO I von rund 425 Mio. Euro an.
  • Der Anbieter von Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antrieben zur Bewegungssteuerung, Stabilus, hat das dritte Quartal mit einem anhaltend starken Umsatzwachstum abgeschlossen. Die Erlöse legten um knapp 28 Prozent auf 233,5 Mio. Euro zu. Bereinigt um die Zukäufe und Wechselkurseffekte betrug das Wachstum 10,1 Prozent.
  • Der Hedgefonds Elliott hat einen weiteren Rechtsstreit gegen Akzo Nobel verloren. Elliott hatte einen Antrag auf Entlassung von Chairman Antony Burgmans gestellt. Das zuständige niederländische Gericht hat nun aber entschieden, es könne eine Abstimmung über Burgmans Entlassung nicht erzwingen, da bereits eine Hauptversammlung einberufen worden sei.

Konjunktur & Politik

  • Im Juli lag die Inflationsrate in den USA nach Angaben des US-Arbeitsministeriums bei 1,7 Prozent, während Experten mit einem Anstieg von 1,8 Prozent gerechnet hatten. Die Kernrate (exkl. Nahrungsmittel und Energie) legte ebenfalls etwas schwächer als erwartet um 1,7 Prozent zu.
  • Die Internationale Energieagentur IEA hat die Schätzung für die Rohöl-Nachfrage 2017 von 97,5 auf 97,6 Mio. Barrel pro Tag angehoben.
  • Die Bundesregierung hat in der Nordkorea-Krise zu Mäßigung aufgerufen. Eine Eskalation der Sprache werde keine Lösung des Problems bringen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er betonte, dass die Krise auch nicht militärisch zu lösen sei. „Eine militärische Eskalation dieser Krise hätte unvorstellbare Risiken“.
  • In China wurden im Juli wieder mehr Autos verkauft. Insgesamt wurden mit 1,97 Mio. Stück gut 6 Prozent mehr verkauft als ein Jahr zuvor, wie der Herstellerverband CAAM mitteilte. Damit erholt sich der weltgrößte Automarkt weiter von seiner Schwächephase im Frühjahr. Experten begründen die Erholung unter anderem mit Rabatten.
    In der Debatte um eine zu enge Verbindung zwischen der niedersächsischen Landesregierung und VW werden die Stimmen, die eine Privatisierung fordern, lauter. Nicht nur der FDP-Chef Lindner und Monopolkommissionschef Wambach befürworten eine Ende der Staatsbeteiligung bei Volkswagen. Niedersachsen besitzt einen 20 Prozent der stimmberechtigen Anteile. Ministerpräsident Weil (SPD) hat sich nun gegen diese Vorschläge gewandt. „Volkswagen und seine hiesigen Standorte sind von überragender Bedeutung für Niedersachsen“, sagte er der FAZ. Nicht nur rund eine Viertelmillion Arbeitsplätze hingen direkt oder indirekt am VW-Konzern. Auch die niedersächsische Forschungslandschaft profitiere in nicht unerheblichem Umfang von der engen Verbindung. Zudem sichere das VW-Gesetz dem Land Einfluss bei Standortentscheidungen.
  • Die Verbraucherpreise in Frankreich legten im Juli nach endgültigen Angaben des Statistikamts Insee nach europäischer Rechnung (HVPI) um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Dies entspricht der Entwicklung im Vormonat.
  • Die Inflation in Deutschland ist im Juli erwartungsgemäß auf 1,7 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Juni hatte die Teuerung bei 1,6 Prozent gelegen und im Mai bei 1,5 Prozent. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau im Juli um 0,4 Prozent.
  • US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen im Atomkonflikt mit Nordkorea erneuert und das Regime für den Fall gewarnt, Militäroperationen gegen die USA zu erwägen. „Nordkorea sollte sehr, sehr nervös sein“, sagte Trump. „Wenn er (Anm. Kim Jong Un) etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert“, sagte Trump. Der nordkoreanische Machthaber hatte zuvor das US-Außengebiet Guam im Pazifik als mögliches Angriffsziel ausgemacht, sollten die USA ihre „provokativen" Handlungen nicht einstellen.
Termine des Tages:
14:30 Uhr - US: Verbraucherpreise Juli
15:40 Uhr - US: Rede von Dallas Fed Chef Kaplan in Arlington
17:30 Uhr - US: Rede von Minneapolis-Fed-Präsident Kashkari

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