• TUI erhält Zusage für KfW-Kredit
  • DIHK: Jedes fünfte deutsche Unternehmen fürchtet Insolvenz
  • US-Konsumklima stürzt ab
  • UK: Premierminister Johnson positiv auf Coronavirus getestet
  • Italien: Geschäftsklima und Konsumlaune brechen ein
  • DZ Bank: Weltwirtschaft in der Krise, Politik ist machtlos
  • Deutsche Bank: Pandemie kostet Deutschland 1,5 Bio. EUR
  • ifo Beschäftigungsbarometer stürzt ab
  • EU-Gipfel zur Corona-Krise
  • Coronavirus: Weltweit mehr als 500’000 Menschen infiziert
  • USA mit den meisten Corona-Fällen
  • S&P stuft deutsche Autobauer ab
  • Volkswagen: "Werden praktisch keine Autos mehr los"
  • Kion kappt Dividende auf Minimalbetrag
  • VW will ohne Staatsgelder durch die Krise kommen

DAX

  • Der deutsche Aktienmarkt ist nach einer turbulenten Handelswoche am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor per Xetra-Schlusskurs 3,68 Prozent auf 9.632,52 Punkte. Auf Wochensicht konnte das Börsenbarometer aber immerhin um 7,9 Prozent zulegen.. Die Corona-Infektionswelle ist ungebrochen. Damit nehmen die Unsicherheiten zu, gleichzeitig scheinen die Zusagen für Hilfen von Regierungen und Notenbanken immer größer zu werden. So üppig, dass kaum noch Platz für mehr Hilfsversprechen ist. Ein Marktexperte kommentierte,, dass es neue Nachrichten zu Hilfspaketen der Regierungen und Notenbanken nun erst einmal nicht geben werde und diese Gemengelage könnte dem einen oder anderen an der Börse aufs Gemüt schlagen. Die Meldungen besorgniserregender Konjunkturdaten rollt so langsam an. In Italien ist das Barometer für das Geschäftsklima im März auf den schwächsten Wert seit rund 7 Jahren gefallen. Auch das Barometer für das Konsumklima ist eingebrochen - um fast 11 auf 101 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit gut fünf Jahren. Hierzulande ist das ifo Beschäftigungsbarometer abgestürzt. Die Auswirkungen der Corona-Krise schlagen nun auch auf die Personalplanung durch, wie das ifo Institut am Freitag mitteile. Der neue Wert liegt nun auf dem niedrigsten Niveau seit Januar 2010. Neueinstellungen würden gestoppt, hieß es.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Das Touristikunternehmen TUI hat eine Zusage der Bundesregierung für einen KfW-Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erhalten. Mit dem Kredit soll eine bestehende Kreditvereinbarung der TUI ("Revolving Credit Facility") in Höhe von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden, so dass TUI dann 3,1 Milliarden Euro zur Verfügung hätte. Das Bankenkonsortium muss noch zustimmen. Eine der Bedingungen des KfW-Kredits sei der faktische Verzicht der TUI auf Dividendenzahlungen für die Laufzeit der Kreditlinie, so das Unternehmen.
  • Allianz Global Investors, die Investmenttochter des Versicherungskonzerns Allianz, hat die beiden Hedgefonds Structured Alpha 1000 und Structured Alpha 1000 Plus nach hohen Verlusten liquidiert. Die restlichen Structured-Alpha-Fonds seien nun gut aufgestellt, heißt es.
  • Bayer plant eine reine Online-Hauptversammlung am 28. April 2020. Die Dividende von 2,80 Euro je Aktie soll pünktlich und in voller Höhe ausgezahlt werden.
  • US-Präsident Donald Trump hat den Autobauer General Motors in zwei Tweets scharf angegriffen. General Motors habe versprochen, sehr schnell 40.000 Beatmungsgeräte herzustellen, schrieb Trump. Jetzt seien nur 6.000 Geräte bis Ende April zu erwarten und General Motors verlange viel Geld dafür, schrieb Trump. Der Präsident drohte damit, General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.
  • Die Ratingagentur S&P bewertet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise die deutschen Autohersteller kritischer. Die Ratingagentur stufte BMW von "A+" auf "A" und Daimler von "A-" auf „BBB+“ jeweils herunter. Bei Volkswagen hat S&P den Ausblick von "stabil" auf "negativ" reduziert. Die Virus-Krise habe einen sehr schnellen Rückgang der globalen Autonachfrage ausgelöst, was die Autobauer stark unter Druck setze, teilte S&P mit.
  • Volkswagen will keine staatlichen Finanzhilfen beantragen. „Aus heutiger Sicht schließe ich das aus", sagte Finanzvorstand Frank Witter der "Börsen-Zeitung". Der Konzern verfüge „im Autobereich über einen starken Cash Flow und eine ordentliche Nettoliquidität". Dafür sei im vergangenen Jahr die Basis gelegt worden. Kurzarbeitergeld hingegen werde VW in Anspruch nehmen.
  • Infolge der Coronavirus-Pandemie bleiben viele Menschen zuhause. Offenbar macht Apple dabei in dieser Zeit ein gutes Geschäft mit seinem App Store. Wie der Onlinedienst ‚Heise‘ berichtet, hat der Statistikdienstleister Appfigures die Download-Zahlen aus dem App Store unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass es in den meisten Kategorien zu enormen Steigerungen der Downloadzahlen kam. Lediglich eine Kategorie verzeichnete einen deutlichen Rückgang: Reiseapps.
  • Die Hotelkette Hilton hat Maßnahmen in Reaktion auf die Pandemie vorgestellt, darunter Entlassungen von Mitarbeitern, die Aussetzung von Aktienrückkäufen und Kosteneinsparungen.
  • Der Computerhersteller Dell hat seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2020/21 wegen der Unsicherheiten in Anbetracht der Coronavirus-Pandemie zurückgezogen.
  • Das Bauunternehmen KB Home hat die Erwartungen der Analysten für das erste Geschäftsquartal übertroffen. KB Home meldete einen Quartalsgewinn von 0,63 Dollar je Aktie und übertraf damit die Konsensschätzungen um 18 Cent. Das Quartal war von einem Anstieg der Bestellungen um 31 % und einem Anstieg der Lieferungen um 28 % geprägt. KB Home hat jedoch angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie seine Prognose für 2020 zurückgezogen.
  • Der Hersteller von Sportbekleidung, Lululemon, übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 2,28 Dollar die Schätzungen der Analysten für das vergangene Quartal um 4 Cent. Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass die Verkäufe in der zweiten Woche im März wegen der Corona-Pandemie erheblich zurückgegangen sind.
  • Laut einem Bericht von Kyodo News fordert der japanische Autohersteller Toyota von den Bankern eine neue Kreditlinie in Höhe von 9,2 Mrd. Dollar. Toyota bestätigte den Bericht nicht.
  • Die Rüstungskonzerne United Technologies und Raytheon dürften ihr Fusionsvorhaben unter Einhaltung bestimmter Auflagen fortsetzen. Das Justizministerium hat seine Genehmigung dazu erteilte. Der Deal wurde erstmals im Juni 2019 angekündigt. Es wäre die bisher größte Fusion im Verteidigungssektor
  • Hertz Global befindet sich Berichten zufolge in Gesprächen mit seinen kreditgebenden Banken, um die Auswirkungen des Virusausbruchs zu bewältigen. Laut Bloomberg erwägt der Autovermieter mehrere Optionen, einschließlich einer Besicherung der Fahrzeugflotte.
  • Die Lufthansa hat Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter in Deutschland angemeldet. Geplant sei diese für rund 31,000 Beschäftigte der Bereiche Kabine, Boden und Cockpit. Vereinbarungen gebe es bereits für die Flugbegleiter und das Bodenpersonal, während eine Lösung mit der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" noch ausstehe, so ein Sprecher des Konzerns. Die Kurzarbeit soll zunächst bis zum 31. August gelten.
  • Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hat vor noch länger anhaltenden Folgen und hohen Kosten der Coronavirus-Pandemie gewarnt. „Wir gehen aus einer starken Position in diese Krise", sagte er in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Derzeit werde der Hersteller in sämtlichen anderen Märkten „praktisch keine" Autos mehr los, weil die Nachfrage am Boden liege. Infolgedessen nehme die Liquidität stark ab - Diess sprach von bis zu 2 Mrd. Euro pro Woche.
  • Der Sportartikelkonzern Adidas will für seine geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte temporär keine Miete mehr zahlen. „Es ist richtig, dass Adidas, wie viele andere Unternehmen auch, vorsorglich Mietzahlungen temporär aussetzt, wo unsere Läden geschlossen sind. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch", sagte eine Firmensprecherin am Freitag. Vorhergegangen war ein Bericht der Bild-Zeitung.
  • Deutschlands größter Klinikbetreiber Helios bleibt trotz der Corona-Krise zuversichtlich. Es sei zwar mit negativen, aber nicht mit wesentlichen finanziellen Effekten für Helios Deutschland zu rechnen, teilte die zum Fresenius-Konzern angehörige Gesellschaft mit. Allerdings steht diese Prognose unter der Annahme, dass sich die Corona-Pandemie im Sommer deutlich abschwächt.
  • Der bisherige ProSiebenSat.1-Vorstandsvorsitzende Max Conze scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Konzern aus, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Finanzvorstand Rainer Beaujean übernimmt zusätzlich das Amt des Vorstandssprechers. Zudem wurden Wolfgang Link und Christine Scheffler in den Vorstand berufen. Der Medienkonzern ändert seine Strategie. Man werde das operative Geschäft wieder stärker auf den Unterhaltungssektor in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausrichten der Schwerpunkt liege hier auf lokalen und Live-Formaten. Die bestehenden Beteiligungen, die von Werbung auf den Unterhaltungsplattformen profitierten, sollen hingegen „zu gegebener Zeit veräußert" werden.
  • Der Gabelstaplerhersteller Kion will seinen Aktionären für 2019 gerade noch eine Dividende von 4 Cent je Aktie ausschütten. Das ist laut Unternehmen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdividende. Im Vorjahr lag die Auszahlung bei 1,20 Euro, ursprünglich sollte es jetzt 10 Cent mehr geben. Inmitten der Corona-Krise wolle der Konzern die Cash-Position möglichst hoch halten, teilte Kion mit. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nahm der Hersteller zurück. Zwar bessere sich die Situation in China, in Europa und den USA sei die Lage aber noch nicht abzuschätzen, hieß es.
  • Der Schweizer Zementkonzern LafargeHolcim zieht wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie seine Prognose für 2020 zurück und plant Kostensenkungen. Der Weltmarktführer erwartet nach eigenen Angaben im April und Mai deutliche Rückgänge. Mit der Senkung der Investitionen um mindestens 400 Mio. Franken, der Fixkosten um 300 Mio. und weiterer Maßnahmen wolle das Unternehmen nun gegensteuern. An der Dividende für 2019 von zwei Franken je Aktie halte das Unternehmen dagegen fest.
  • Daimler will Bloomberg zufolge seinen finanziellen Spielraum erweitern. Der Konzern sei in Gesprächen mit Banken über eine neue Kreditlinie im Volumen von zehn bis 15 Mrd. Euro, berichtete die Finanznachrichtenagentur unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. Daimler lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
  • Die Lufthansa muss immer mehr Jets vorübergehend parken. Allein in Frankfurt (54) und München (77) waren am Donnerstag mehr als 130 Maschinen abgestellt, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von dpa-AFX mitteilte. Wegen der geringen Nachfrage hat die Lufthansa angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen ihrer Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren.
  • Der Modehändler Hennes & Mauritz will in Großbritannien wegen der virusbedingten Ladenschließungen die Mietzahlungen aussetzen. In einem Schreiben habe das Unternehmen seine Vermieter darum gebeten, Bedingungen zuzustimmen, mit denen es die Mietzahlung bei einmonatiger Vorankündigung einstellen könnte, berichtete die "Financial Times" am Freitag. Voraussetzung sei, dass „die Handelsbedingungen bis zum 24. Juni 2020 nicht wieder auf ihr Ausgangsniveau von vor der Covid-19-Krise zurückgekehrt sind".

Konjunktur & Politik

  • Nach dem Senat hat in den USA nun auch das Repräsentantenhaus dem zwei Billionen US-Dollar schweren Hilfspaket für die US-Wirtschaft zugestimmt. Nach der Ratifizierung durch US-Präsident Donald Trump tritt das Konjunkturpaket in Kraft. Teil des Gesetzes sind unter anderem Bargeldzahlungen an einen Großteil der US-Amerikaner sowie Hilfen für kleine und mittlere Firmen.
  • Das Aufsichtsgremium des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, dem die Chefs von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden angehören, hat wegen der Coronavirus-Krise entschieden, dass Banken die Bestimmungen aus dem neuen Eigenkapitalstandard Basel 3 nun erst am 1. Januar 2023 und nicht schon 2022 umsetzen müssen. Gleiches gilt für den Regulierungsrahmen für Marktrisiken. Die schrittweise Einführung so genannter Output Floors bei der Risikoberwertung mit eigenen Modellen wird um ein Jahr auf Anfang 2028 verschoben.
  • Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist eine Rezession der Weltwirtschaft im aktuellen Jahr unausweichlich. "Die Rezession dürfte ziemlich schwer ausfallen und mindestens so folgenreich wie in der weltweiten Finanzkrise vor über zehn Jahren sein. Im kommenden Jahr 2021 ist dann eine Erholung möglich, allerdings nur, wenn das Virus eingegrenzt werden kann und aus den jetzigen Liquiditätsproblemen der Unternehmen nicht massenhaft Insolvenzen folgen", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa.
  • Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März extrem verschlechtert. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima brach binnen Monatsfrist um 11,9 auf 89,1 Zähler ein, wie die Universität am Freitag nach finaler Datenlage mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 95,9 Punkten ermittelt worden.
  • Die Corona-Krise löst einen einmaligen Einbruch der deutschen Wirtschaft aus: Mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit Umsatzrückgängen, so die aktuelle Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter bundesweit 15.000 Betrieben aus allen Branchen und Regionen. Jedes vierte Unternehmen schreibt mehr als die Hälfte des Umsatzes ab – und fast jedes fünfte Unternehmen sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. „Damit spitzt sich die Krise dramatisch zu", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer zu den Ergebnissen der Erhebung: „Das sollte nun alle Alarmleuchten angehen lassen: Wenn wir uns dieser Entwicklung nicht entschieden entgegenstellen, erleben wir wirtschaftliche Schäden von historischem Ausmaß." So gehen gerade noch vier Prozent aller Unternehmen davon aus, das Jahr ohne Umsatzminus zu überstehen.
  • Verglichen mit dem Vormonat stiegen im Februar die Konsumausgaben in den USA um 0,2 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit diesem Plus gerechnet. Für Januar wurde der Anstieg von 0,2 Prozent bestätigt. Für die Einkommen meldete das Ministerium einen Anstieg von 0,6 Prozent. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,4 Prozent erwartet. Das Preismaß PCE, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben stieg im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Auf Jahressicht erhöhte sich der Index um 1,8 Prozent. Die Fed strebt eine Inflation von 2 ProzentProzentProzent an. In der Kernrate stieg der Index um 0,2 Prozent auf Monats- und 1,8 Prozent auf Jahressicht.
  • Nur 22 Handelstage dauerte es, dann hatte der S&P 500 einen Wertverlust von 30 Prozent verzeichnet. Laut der Bank of America gab es noch nie einen Einbruch in diesem Ausmaß, der schneller vonstatten ging.
  • Ohne Gegenmaßnahmen könnte Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr bis zu 40 Mio. Menschen weltweit das Leben kosten. Die hat das Imperial College aus London in einer Studie ermittel. Im schlimmsten Fall würden sich sieben Mrd. Menschen innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizieren. Würden alle Länder harte Maßnahmen zu einem Zeitpunkt ergreifen, bei dem es erst 0,2 Corona-Tote pro 100.000 Einwohnern gebe, könnten 95  Prozent der Todesfälle verhindert werden, hieß es.
  • Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte er am Freitag per Twitter mit. Er habe milde Symptome, Husten und Fieber, entwickelt, sagte Johnson in einer Videobotschaft. „Ich arbeite von zuhause, ich bin in Selbstisolation", sagte der Premier. Dank moderner Technologie könne er weiterhin mit seinem Top-Team kommunizieren, um den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in seinem Land anzuführen. Großbritannien hatte am Donnerstag erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das Coronavirus verzeichnet.
  • In Italien haben sich das Konsum- und Geschäftsklima im März angesichts der Corona-Krise stark eingetrübt. Der Indexwert für das Produzentenvertrauen sei um 9,3 auf 89,5 Punkte gefallen, teilte das Statistikamt Istat mit. Dies ist der niedrigste Stand seit April 2013. Das Verbrauchertrauen fiel um 9,9 auf 101,0 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2015.
  • Die Weltwirtschaft steckt nach Einschätzung der DZ Bank schob jetzt tief in der Rezession. „Es handelt es sich um einen sehr steilen und auch sehr tiefen wirtschaftlichen Einbruch, aber nicht um einen typischen Abschwung“, konstatierte Chefvolkswirt Stefan Bielmeier in einer aktuellen Markteinschätzung. „Das macht es nicht zuletzt für die Finanzmärkte so schwierig, die Lage zu interpretieren und eine angemessene Reaktion zu finden“. Die Wirtschaftspolitik sei in der aktuellen Phase relativ machtlos, so Bielmeier. Den Absturz der wirtschaftlichen Aktivität könne sie nicht verhindern. „Sie kann nur versuchen, Zweitrundeneffekte abzufedern, die etwa durch einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen entstehen könnten“. Für echte fiskalpolitische Ankurbelungsmaßnahmen sei es dagegen noch zu früh.
  • Der Bundesrat hat den Weg für das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise freigegeben. Das Bündel enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.
  • Der Digitalverband Bitkom fordert zu den Krypto-Werten eine einheitliche und bindende EU-Regulierung. „Europa hat die Chance, bei der Blockchain weltweiter Vorreiter zu werden und die Regeln für den Umgang mit der Technologie zu prägen", sagte der Blockchain-Experte Patrick Hansen vom Bitkom. „Die Blockchain-Technologie bietet für die Finanzbranche gewaltige Möglichkeiten, wenn wir jetzt die Weichen richtig stellen."
  • Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden zwischenmenschliche Kontakte zurzeit auf ein Minimum beschränkt. Alleinlebende Menschen sind von der gegenwärtig geltenden Kontaktsperre besonders betroffen, insbesondere, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lebten im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 16,9 Mio. Menschen alleine in ihrer Wohnung, 35 Prozent bzw. 5,8 Mio. davon waren 65 Jahre und älter.
  • Die Zahl der Menschen, die in Spanien an der Coronavirus-Infektion erkrankt sind, hat sich erneut dramatisch erhöht. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, nahmen die Infektionen innerhalb eines Tages um 8.500 auf mehr als 56.000 zu. Rund 4.000 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit. Das Ausgangsverbot wegen der Corona-Epidemie wurde um weitere zwei Wochen, bis zum 11. April, verlängert.
  • Die deutschen Unternehmen legen bei den Personalplanungen eine Vollbremsung hin. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im März deutlich auf 93,4 Punkte, von 98,0 Punkten im Februar, gefallen. Das ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002. Es ist zudem der niedrigste Wert seit Januar 2010. Neueinstellungen werden gestoppt. „Der Handel, die Dienstleister und der Bau verzeichnen neue Rekorde beim Rückgang des Barometers. Im Handel wird es verstärkt Entlassungen geben, bei den Dienstleistern in geringem Umfang. Nur auf dem Bau gibt es keine Änderungen beim Personal. In der Industrie ist das Barometer wenig gefallen. Jedoch waren auch schon vorher Entlassungen vorgesehen. Das wird sich jetzt fortsetzen“, teilte das ifo Institut zu seiner Umfrage mit.
  • Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit einer starken Nachfrage nach den Notfallkrediten zur Bewältigung der Corona-Krise. „Wir stellen uns auf 20.000 bis 100.000 KfW-Anträge ein", sagte KfW-Chef Günther Bräunig dem „Handelsblatt" in einem Interview. „Und fragen Sie mich nicht nach einem Volumen." Die Antragsflut sei auch für den Konzern eine Herausforderung.
  • Die EU-Staaten ringen um eine Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise. Italien stellte sich bei einem Videogipfel am Donnerstag gegen den Vorschlag, Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM zu erwägen. Das sei unzureichend, sagte Ministerpräsident Conte. Gemeinsam mit Spanien forderte er „innovative und angemessene Finanzinstrumente", um die massiven Wirtschaftsfolgen der Corona-Krise zu bewältigen.
  • Die indische Zentralbank hat ihre Zinsen massiv gesenkt. Der Leitzins werde um 0,75 Prozentpunkte auf 4,40 Prozent reduziert, teilte Notenbankchef Shaktikanta Das am Freitagmorgen nach einer außerplanmäßigen Sitzung mit. Dies war die erste Zinssenkung seit Oktober 2019.
  • Die Corona-Pandemie dürfte Deutschland nach Einschätzung der Deutschen Bank rund 1,5 Bio. Euro kosten. „Die Kosten, um diese Krise zu bewältigen, dürften bei dieser Summer liegen“, sagte David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank dem Magazin „Focus“. Seiner Meinung nach kann die Bundesrepublik das aber stemmen, da die Verschuldung vergleichsweise niedrig liegt. „Jetzt zeigt sich, wie richtig die solide Haushaltspolitik der vergangenen Jahre war. Ich hoffe, auch die Kritiker erkennen das endlich an“, so der Ökonom. Gleichzeitig erwartet Folkerts-Landau, dass die Steuern mittelfristig steigen werden, um die Folgen der Krise zu finanzieren.
  • Die USA haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. In den USA gab es zuletzt 82.400 gemeldete Infektionen, in China rund 81.800 und etwa 80.600 in Italien. US-Präsident Trump sagte, die hohe Zahl bestätigter Infektionen in den USA liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden.
  • Weltweit haben sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als eine halbe Mio. Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie aus einer Übersicht der Universität hervorgeht, wurde bei mehr als 510.000 Menschen eine Ansteckung bestätigt. Rund 23.000 Menschen starben demnach an der Lungenkrankheit Covid-19.
  • Die Coronavirus-Pandemie führt zu grossen wirtschaftlichen Schäden. Bei den Unternehmen sei der Umsatz jetzt schon um ein Fünftel eingebrochen, wie aus einer Umfrage der Economiesuisse hervorgeht. Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung schnellen in die Höhe: Bis am Donnerstag gingen 570.000 Anträge ein. Damit sind laut Seco rund 11 Prozent der Erwerbstätigen betroffen

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