• Strategiewechsel in Schweden
    • 'Letzter Versuch' für Handelspakt mit Großbritannien
    • ifo-Geschäftsklima: Wirtschaft überraschend optimistisch
    • Impfverordnung: Wer bekommt wann den Corona-Impfstoff?
    • Massiver Hackerangriff in den USA
    • Brexit-Handelsgespräche: Zeit wird knapp
    • DE: Erstmals über 30.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden
    • Siemens erwägt Verkauf der Logistiksparte

    DAX

    • Am deutschen Aktienmarkt ging es heute nach einigen größeren Kursausschlägen mit roten Vorzeichen ins Wochenende. Der Leitindex DAX schloss mit minus 0,27 Prozent auf 13.630 Punkte. Im frühen Handel noch hatte der deutsche Leitindex zugelegt und gerade einmal rund 20 Punkte unter seinem Rekordhoch vom Februar bei 13.795 Punkten halt gemacht. Impfstoffhoffnungen, Fortschritte bei den Verhandlungen über ein neues US-Hilfspaket und Optimismus, dass ein Brexit-Deal doch noch zustande kommen könnte, ist Marktexperten zufolge derzeit der Treibstoff, der den Börsenmotor am Laufen hält. Wenn sich das alles positiv entwickele, könnten zum Ende des Börsenjahres noch die Champagner-Korken knallen, sagte ein Börsenanalyst. Allerdings sieht es etwa in Sachen Brexit-Handelspakt derzeit nicht knifflig aus. Rückenwind für den Markt kam heute vom ifo Geschäftsklimaindex. Das Barometer stieg im Dezember überraschend an. Auch wegen der Aussicht auf Impfungen gegen das Coronavirus habe sich die Stimmung der Firmen in Deutschland verbessert, hieß es vom ifo Institut.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Impfstoffhersteller Curevac darf am Standort Tübingen in die Massenproduktion seines Impfstoff gehen. Wie das Regierungspräsidium Tübingen am Freitag mitteilte, wurde eine notwendige Erlaubnis erteilt. „In der aktuellen Situation hat die Unterstützung der Unternehmen in der Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen gegen das Coronavirus größte Priorität", sagte Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Wir schaffen für diese Firmen den zuverlässigen rechtlichen Rahmen so schnell, wie es unter Wahrung der strengen Verfahrensvorschriften möglich ist."
    • Tesla muss bei seiner im Bau befindlichen Fabrik in Grünheide nahe Berlin die Arbeiten erst einmal einstellen. Grund seien vom Landesamt für Umwelt (LfU) geforderte und noch nicht erbrachte Sicherheitsleistungen für etwaige Rückbaukosten, so das Umweltministerium. Tesla müsse ein Pfand in Höhe von 100 Mio. Euro zahlen. Demnach darf Tesla vorzeitige Genehmigungen wie den Einbau der Maschinen in der Lackiererei und die Rodung des Waldes nicht weiter fortsetzen, wie aus einem Bescheid des Landesumweltamtes hervorgeht, der der dpa vorliegt.
    • Ein Beratergremium hat der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna empfohlen. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen seien die Vorteile des Präparats im Einsatz bei Menschen ab 18 Jahren größer als die Risiken, hieß es von den 20 Fachleuten. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird unterdessen bereits am 6. Januar den Zulassungsantrag für den Covid-19-Impfstoff von Moderna bewerten. Ursprünglich sollte diese Sitzung erst am 12. Januar stattfinden.
    • Auf den Internetkonzern Google kommt in den USA ein weiterer kartellrechtlicher Rechtsstreit zu. Insgesamt 38 Bundesstaaten reichten eine Klage wegen einer mutmaßlichen wettbewerbswidrigen Monopolstellung des Unternehmens ein, wie eine New Yorks Generalstaatsanwältin mitteilte. Google wird vorgeworfen, den Wettbewerb bei der Websuche und im Geschäft mit digitaler Werbung zu missbrauchen. Das Unternehmen nutze seine Marktmacht zudem aus, um kleinere Konkurrenten fernzuhalten und Nutzerdaten zu sammeln, was zu Nachteilen für Verbraucher führe.
    • Von dem jüngsten Hackerangriff in den USA waren nicht nur Ministerien und Behörden, sondern auch der Softwarekonzern Microsoft betroffen. Der Softwarekonzern bestätigte am Donnerstag, dass konzernintern eine schadhafte Version von Software des US-Herstellers Solarwinds entdeckt worden sei.
    • Der US-Getränkeriese Coca-Cola streicht weltweit 2.200 Jobs. Die meisten Stellen sollen im Heimatland USA wegfallen, wie der Getränkekonzern mitteilte. Mit den Streichungen sollen bis zu 550 Mio. Dollar im Jahr eingespart werden. Coca-Cola hat wegen der Corona-Krise deutliche Umsatzeinbußen erlitten, vor allem, weil Restaurants und Bars weltweit schließen mussten.
    • Der US-Paketdienstleister Fedex hat wegen der Ungewissheiten aufgrund der Pandemie keine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 abgegeben. Im jüngsten Quarta verhalf Fedex vor allem der florierende Paketversand in der Corona-Krise zu deutlich mehr Umsatz und Gewinn.
    • Die größte US-Handelsplattform für Krypto-Währungen wie Bitcoin, Coinbase, bereitet einen IPO vor. Das Unternehmen reichte einen entsprechenden Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Damit sind die Weichen für die erste Premiere einer großen Bitcoin-Börse am öffentlichen Kapitalmarkt erfolgt. Dem Tech-Blog "Techcrunch" zufolge wurde das 2012 gegründete Unternehmen bei seiner letzten Finanzierungsrunde von Investoren mit rund 8 Mrd. Dollar bewertet.
    • Die Bundesnetzagentur hat dem US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk Funkfrequenzen für das Satellitensystem Starlink zugeteilt. „Wir haben die frequenzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit in Deutschland breitbandiges Internet über Satellit angeboten werden kann", sagte Behördenchef Jochen Homann. Es handele sich um die erste Zuteilung von Frequenzen für eine sog. Satelliten-Mega-Konstellation mit einer hohen Anzahl erdnaher, umlaufender Satelliten.
    • Sony zieht sein Videospiel „Cyberpunk 2077“ wegen technischer Mängel wieder vom Markt zurück - nach nur einer Woche. Den Käufern, die das Spiel über den PlayStation Store erworben hatten, werde eine volle Erstattung angeboten, erklärte der japanische Konzern. In den vergangenen Tagen hatten Nutzer über zahlreiche Softwarefehler geklagt. Auch gab es sogar Warnungen vor von dem Spiel ausgehenden Gesundheitsrisiken.
    • Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun wird im Gefängnis bleiben. „Die beim Landgericht München I anhängige Haftbeschwerde wurde im Hinblick auf die laufenden und noch nicht abgeschlossenen Vernehmungen von Herrn Dr. Braun vorerst zurückgenommen, erklärten seine Anwälte am Freitag. Ende Januar 2021 finde zudem die gesetzliche Haftprüfung durch das Oberlandesgericht München statt. Neben Braun sitzen noch zwei weitere ehemalige Wirecard-Manager in Untersuchungshaft.
    • Teamviewer-Vorstandschef Oliver Steil kann sich weitere Übernahmen vorstellen. Steil sagte der „Börsen-Zeitung": „Wir investieren signifikant in eigene Entwicklung. Ich will aber nicht ausschließen, dass wir im nächsten Jahr die eine oder andere Akquisition angehen, um unsere Plattform an den Rändern zu erweitern“.
    • Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hatten in Deutschland in der zweiten Novemberhälfte 12 Prozent aller Betriebe wegen des Corona-Teil-Lockdowns geschlossen. Am stärksten betroffen war dem IAB zufolge das Gastgewerbe. 90 Prozent der Betriebe aus diesem Bereich gaben dem Institut an, ganz oder teilweise schließen zu müssen. Außerdem erklärten zwölf Prozent der Betriebe aus dem Dienstleistungsbereich, betroffen zu sein sowie acht Prozent der Betriebe aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen.
    • Der Industrieriese Siemens erwägt offenbar einen Verkauf seines Logistikgeschäfts. Das Unternehmen diskutiere mit Beratern Optionen für den Bereich für Sortiertechnik für Briefe, Pakete, Gepäck und Luftfracht, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete. Der Logistikbereich boomt derzeit.
    • Der Autobauer Daimler zieht sich im Pkw-Bereich aus Brasilien zurück und beendet die Produktion der Stammmarke Mercedes-Benz in dem Land. Die schon länger schwierige wirtschaftliche Situation Brasiliens sei durch die Corona-Krise noch verschlimmert worden, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen von Oberklasse-Pkw geführt habe, teilte der Konzern mit. Im Zuge des laufenden Konzernumbaus und dem Zielplan einer bestmöglichen Kapazitätsauslastung sei daher entschieden worden, die Pkw-Produktion in Brasilien auslaufen zu lassen. Betroffen seien 370 Angestellte.
    • Der Aufsichtsrat des Chemiekonzerns BASF hat die Chemikerin Melanie Maas-Brunner mit Wirkung zum 1. Februar 2021 als Mitglied des Vorstands bestellt. Die Managerin habe bisher unter anderem Geschäftsfelder in Asien erfolgreich für die Zukunft aufgestellt, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Kurt Bock einer Mitteilung zufolge.
    • Im Preisstreit zwischen 1&1 Drillisch und Telefonica Deutschland hat das Schiedsgutachten offenbar zu Gunsten von 1&1 Drillisch entschieden. Die Internet United-Tochter 1&1 Drillisch teilte mit, der Schiedsgutachter habe die Berechnungsmethode seines Gutachtenentwurfs vom 8. Oktober bestätigt. Demnach ist die von Telefonica im Dezember 2018 geltend gemachte Preisanpassung im geprüften Zeitraum von 2016 bis 2020 in voller Höhe unberechtigt.
    • Hausgerätehersteller haben im Corona-Jahr 2020 exorbitante Steigerungen verzeichnet. Die Industrievereinigung GFU weist für das Segment Elektro-Kleingeräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von gut 12 Prozent aus; insgesamt belaufen sich die Umsätze auf mehr als 4,4 Mrd. Euro.

    Politik & Konjunktur

    • Schweden verschärft die Corona-Auflagen für die Bevölkerung. Einen Tag nach massiver Kritik des schwedischen Königs am Umgang seines Landes mit der Corona-Pandemie hat die Regierung einen Strategiewechsel eingeleitet. Ministerpräsident Löfven teilte mit, für einen Monat werde der öffentliche Dienst in allen Bereichen geschlossen, die nicht dringend benötigt würden. Auch werde den Bürgerinnen und Bürgern empfohlen, in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Das Nichtbefolgen werde aber nicht unter Strafe gestellt.
    • Die Abgeordneten des Europaparlaments haben für den Fall eines Brexit ohne Dealern Notfallpaket beschlossen. Am Freitag billigten das Parlament Pläne für die Bereiche Fischerei, Flugsicherheit, sowie Flug- und Straßenverkehr. Man wolle so ein unmittelbares Chaos vermeiden, sagte die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Iratxe García Pérez. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Maßnahmen für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen über das Brexit-Handelspaket vergangene Woche vorgelegt.
    • Die Bundesregierung stuft die Kanarischen Inseln als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht.
    • In einem letzten Versuch versuchen die Europäische Union und Großbritannien am Freitag, doch noch einen Brexit-Handelspakt zu erreichen. „Wir sind am Moment der Wahrheit", sagte EU-Unterhändler Michel Barnier im Europaparlament. Es blieben nur noch „einige Stunden" für Gespräche, solle ein Handelsvertrag noch rechtzeitig zum 1. Januar in Kraft treten. Die Chance gebe es, aber der Pfad dorthin sei sehr schmal.
    • Die US-Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit, Cisa, hat den jüngsten Cyberangriff auf US-Regierungseinrichtungen als eine „ernste Gefahr“ gewertet. Cisa teilte in einer Warn-Mitteilung mit, das Entfernen des Angreifers aus betroffenen Systemen werde sich voraussichtlich „hochkomplex" gestalten. Der Hackerangriff dauere mindestens seit März an. Der oder die Täter hätten „Geduld, operative Sicherheit und komplexe Handwerkskunst" bewiesen.
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Der gewählte US-Präsident Joe Biden will erstmals in der Geschichte der USA eine amerikanische Ureinwohnerin als Ministerin ins Kabinett berufen. Biden wolle die Kongressabgeordnete Deb Haaland aus New Mexico als Innenministerin nominieren, berichtete u. a. die "Washington Post. Haaland zählt sich zum Stamm der Pueblo of Laguna.
    • Das Coronavirus breitet sich in den USA immer schneller aus. Am Donnerstag stieg die Anzahl der Covid-Patienten in US-Krankenhäusern mit mehr als 114.200 auf ein Rekordhoch, wie aus Daten des Covid Tracking Project hervorging. Am gleichen Tag registrierten US-Behörden insgesamt 233.271 Neuinfektionen und 3.270 Verstorbene mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie die Johns-Hopkins-Universität am Freitagmorgen meldete.
    • Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im dritten Quartal kräftig gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 178,5 Mrd. US-Dollar. wie das US-Handelsministerium berichtete. Das Defizit im zweiten Quartal wurde auf 161,4 Mrd. Dollar nach unten revidiert.
    • Die USA setzen Dutzende weitere chinesische Firmen auf die Schwarze Liste des Handelsministeriums. Dazu gehöre auch der größte Chiphersteller des Landes, Semiconductor Manufacturing International (SMIC), sagte Handelsminister Wilbur Ross am Freitag in einem Fernsehinterview.
    • Die Stimmung unter den deutschen Managern hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 92,1 Punkte gestiegen, nach 90,9 Punkten im November. Die Unternehmer waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie weniger skeptisch auf das kommende halbe Jahr. „Zwar trifft der Lockdown einzelne Branchen hart, die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigt sich jedoch widerstandsfähig“, kommentierte das ifo Institut. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich auf den höchsten Wert seit Januar. Auch der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate nahm merklich zu. Im Dienstleistungssektor hat sich der Geschäftsklimaindikator ebenfalls erholt, auch im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator unverändert geblieben.
    • Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sollen die Menschen, die als erstes geimpft werden, in drei Gruppen eingeordnet werden. Angefangen werde bei jenen, für die der Impfschutz zusätzliche Gesundheit und Lebensjahre bringe, sagte Spahn am Freitag anlässlich der Unterzeichnung der Corona-Impfverordnung in Berlin. Mit höchster Priorität geimpft würden Menschen ab dem 80. Lebensjahr, so Spahn. Zur ersten Gruppe „höchster Priorität" zählten auch medizinisches Personal auf Intensivstationen oder in Notaufnahmen. Die erste Corona-Impfphase in Deutschland wird nach Angaben von Spahn ein bis zwei Monate dauern.
    • Laut Lars Feld, dem Chef der Wirtschaftsweisen, ist die „deutsche Wirtschaft in ihrer Substanz intakt“. Sie habe in den guten Jahren zuvor nennenswerte Reserven aufgebaut. „Das gilt für die Mehrzahl der Unternehmen und nicht zuletzt für das Bankensystem“, sagte Feld der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
    • Russland hat eine "Light-Version" seines Corona-Impfstoffs "Sputnik V" angekündigt. Sie soll zwar weniger lange Schutz bieten, dafür aber schneller wirksam sein. Die alternative Version biete nach nur einer Injektion drei oder vier Monate lang eine Immunität, sagte der Leiter des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, der Agentur Ria Nowosti am Freitag. Ginzburg gab die Wirksamkeit von "Sputnik Light" mit rund 85 Prozent an, die des regulären Vakzins soll bei 91,4 Prozent liegen.
    • Deutschland ist laut dem Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, gut für die Massen-Impfungen gegen das Coronavirus gerüstet. Bund, Länder und Kommunen hätten 400 Impfzentren errichtet, zudem habe man 10.000 Ärzte zusätzlich gewinnen können, so Landsberg im Deutschlandfunk.
    • Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) ist für eine Rückkehr der USA zum Atomabkommen mit dem Iran eine neue Vereinbarung notwendig. IAEO-Chef Grossi sagte Reuters, es habe zu viele Verstöße gegeben, als dass man einfach so weitermachen könne. So verfüge der Iran nun über mehr angereichertes Material und weitere Zentrifugen. Es müsse auf politischer Ebene entschieden werden, was damit geschehen solle.
    • Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 47. Kalenderwoche vom 16. bis 22. November in Deutschland mindestens 19.600 Menschen gestorben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Sterbefallzahlen liegen somit in diesem Zeitraum etwa 9 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die aktuell bis zur 47. Kalenderwoche zur Verfügung steht.
    • Der Energieverband BDEW sprach am Donnerstag von einem „Siegeszug der Erneuerbaren im Strommix“. 45 Prozent Erneuerbaren-Anteil werden es laut BDEW sein in 2020 (+5 %). Vor allem die Kohle verlor an Bedeutung. In den sonnenarmen Wintermonaten decken die Erneuerbaren den Stromverbrauch aber nur zu einem Bruchteil, wie Daten der Bundesnetzagentur zeigen. In der ersten Dezemberhälfte waren es 28 Prozent. Auf Wind entfiel dabei 18 Prozent, auf Photovoltaik 1 Prozent.
    • Die Bank of Japan hält in der Corona-Krise an ihrem Kurs einer extrem lockeren Geldpolitik weiter unverändert fest. Sie hat ihre Finanzhilfen für die privaten Unternehmen des Landes um sechs Monate bis Ende September verlängert, teilte die Bank von Japan heute nach zweitägigen Beratungen mit. Japanische Geschäftsbanken können sich damit weiterhin so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen.
    • Von Januar bis September meldeten die deutschen Amtsgerichte 12.491 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 13,1 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum 2019. „Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider. Ein Grund dafür ist, dass die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen vom 1. März bis zum 30. September 2020 ausgesetzt wurde“, schreibt das Bundesamt. Die Antragspflicht für überschuldete Unternehmen bleibt dagegen zunächst bis Jahresende ausgesetzt. Insgesamt wurden von März bis September 15,8 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen beantragt als im gleichen Zeitraum 2019. Staatliche Maßnahmen sorgen einer aktuellen Studie zufolge tatsächlich für eine ausbleibende Insolvenzwelle. Einigen Betrieben dürfte es dank der staatlichen Hilfen gelingen, sich auf die neuen Entwicklungen einzustellen und so eine Insolvenz zu vermeiden, sagte der Vizechef des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller. „Komplett aufhalten werden die Ausnahmeregelungen und die Unternehmenshilfen die Insolvenzwelle jedoch nicht."
    • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im vergangenen November um 0,5 Prozent niedriger als im November des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vormonat Oktober stiegen die Preise auf Herstellerebene im November um 0,2 Prozent.
    • In den USA hat das Energieministerium (DoE) und die Nationale Nukleare Sicherheitsadministration (NNSA), die den Atomwaffenvorrat des US-Militärs verwaltet, Beweise dafür, dass Hacker bei einer Spionageoperation auch auf ihre Netzwerke zugegriffen haben. Insgesamt sollen sechs Bundesbehörden von der Attacke betroffen gewesen sein. Es ist von einer „schwerwiegenden Bedrohung“ kritischer Infrastruktur“ und dem „schlimmster Hacker-Fall in der Geschichte der USA“ die Rede.

    • Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitagmorgen 813 neue Corona-Todesfälle in Deutschland gemeldet. Es ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der Höchstwert von 952 Fällen war erst am Mittwoch verzeichnet worden. Das RKI registrierte zudem erstmals mehr als 30.000 Infektionen binnen eines Tages. Konkret meldeten die Gesundheitsämter 33.777 Fälle - darunter sind etwa 3.500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren.
    • Im Streit über einen Brexit-Handelspakt zwischen London und Brüssel sieht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen noch „große Differenzen“. Sie teilte nach einem Telefonat mit dem britischen Premier Boris Johnson am Donnerstagabend mit, es gebe vor allem beim Thema Fischfang noch nicht ausgeräumte Probleme. „Sie zu überbrücken, wird sehr herausfordernd.“ Johnson warnte, die Gespräche seien in einer „ernsten Lage“. Die Zeit sei knapp und es sei sehr wahrscheinlich, dass keine Einigung erreicht werde, sollte die EU ihre Position nicht „substanziell ändern“.

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