DAX

  • Nach dem Kurssprung der letzten zwei Tage auf den höchsten Stand seit Ende April ist der Deutsche Leitindex heute mit weniger Schwung in den Handel gestartet. Das Marktbarometer zeigte sich aber im Verlauf durchgehend freundlich. Am Nachmittag notierte der Leitindex 0,68 Prozent fester bei 10.274 Punkten. Positive Impulse kommen vom Ölmarkt. Der unerwartet starke Rückgang der Öl-Reserven in den USA hat die Rohölpreise angetrieben. Gute US-Konjunkturdaten beeinflussten die Kurse indes kaum.

Unternehmensnachrichten

  • Porsche will sich zu einem Mobilitätsdienstleister wandeln, und gründet dazu eine neue Tochtergesellschaft für digitale Innovationen. Geschäftsführer wird der Neuzugang aus dem Silicon Valley, Thilo Koslowski.
  • Der kriselnde Modekonzern Abercrombie & Fitch hat das 13. Quartal mit einem Umsatzrückgang in Folge verzeichnet. Der Nettoverlust weitete sich auf 0,63 Dollar je Aktie aus.
  • Die Foto- und Messenger-App Snapchat sicherte sich 1,8 Mrd. US-Dollar bei Investoren.
  • Microsoft will laut dem Gamer-Portal „Kotaku" noch in diesem Jahr ein günstigeres Modell seiner Spielekonsole Xbox One an den Markt bringen. Für 2017 plane das Unternehmen dann eine weitere, leistungsstärkere Version der Konsole.
  • Die Großhandelskette Costco Wholesale Corp. hat im dritten Quartal bei stagnierenden Erlösen den Gewinn auf 1,24 Dollar verbessert, was leicht über den Marktschätzungen lag. Der Einzelhändler profitierte von gesunkenden Kosten.
  • General Motors und sein Partner SAIC müssen wegen Ventilproblemen am Motor ca. 2,16 Mio. Autos in China zurückrufen.
  • Europas größter Versicherungskonzern Allianz erwägt Aktienrückkäufe. „Wenn wir nicht sinnvoll in organisches oder anorganisches Wachstum investieren können, erwerben wir Aktien zurück", sagte Vorstandschef Oliver Bäte dem „Manager Magazin“.
  • Die Aktien der Deutsche Telekom werden am Donnerstag schwächer erwartet. Von den Papiere werden die Rechte zum Bezug der Dividende in Form von Aktien abgeschlagen. Der Telekomkonzern schüttet 0,55 Euro je Anteilsschein aus. Aktionäre haben ein Wahlrecht zum Bezug in bar oder in T-Aktien.
  • Der Hardware-Konzern Hewlett-Packard leidet weiter unter der schwachen Nachfrage nach Druckern und klassischen Computern. Im zweiten Quartal sanken die Erlöse um 11 Prozent auf 11,6 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn sank von 773 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 660 Mio. US-Dollar. Dank massiver Kostensenkungen wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Ausblick fällt verhalten aus. Das obere Ende der Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde von 1,69 auf 1,65 US-Dollar je Aktie gesenkt.
  • Google richtet ein Entwicklungszentrum für selbstfahrende Fahrzeuge in Detroit ein. Als eine der ersten Aufgaben soll dort an den selbstfahrenden Minivans des Modells Chrysler Pacifica gearbeitet werden.
  • Das Saatzuchtunternehmen KWS Saat meldet nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015/2016 einen um 7,1 Prozent auf 833,2 Mio. Euro gesteigerten Umsatz. Das Ergebnis (EBIT) lag aufgrund von negativen Währungseinflüssen und höheren Kosten mit 128,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 140,1 Mio. Euro. Die Jahresziele bestätigte KWS: Das Umsatzwachstum soll 5 bis 10 Prozent betragen, die EBIT-Marge erwartet KWS bei mindestens 10 Prozent.

Konjunktur & Politik

  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der Woche zum 21. Mai um 10.000 auf 268.000 zurückgegangen. Experten hatten 275.000 Anträge erwartet.
  • In den USA sind die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im April um 3,4 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet angestiegen. Im Vormonat wurden 0,8 Prozent mehr Aufträge eingesammelt. Ohne Berücksichtigung der schwankenden Aufträge für Transportgüter legten die Aufträge im April um 0,4 Prozent zu.
  • Laut einer Studie von Euler Hermes wäre ein Austritt Großbritanniens aus der Eurozone ("Brexit") auch eine Belastung für deutsche Unternehmen. Demnach müssten die Firmen hierzulande bis 2019 mit einem Rückgang der Exporte um 7 Milliarden Euro rechnen.
  • Die britische Wirtschaft ist von Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Damit wurde eine erste Schätzung von Ende April bestätigt. Im Schlussquartal 2015 hatte die Wirtschaft noch um 0,6 Prozent zugelegt.
  • Stahlwerte zählen am Donnerstag zu den großen Gewinnern am Aktienmarkt. Die Europäische Union hat bekräftigt, sich stärker gegen billige Stahlprodukte aus China schützen zu wollen. „Die globalen Überkapazitäten im Stahlbereich sind eine große Sorge für die Europäer", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
  • Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres nach endgültiger Datenlage wie erwartet um 0,8 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Bereits im Schlussquartal 2015 legte das BIP in dieser Größenordnung zu.
  • Nach Ansicht von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz befindet sich die EU in einer existenziellen Krise. Für viele Menschen habe der Gedanke an ein Ende der Europäischen Union seinen Schrecken verloren, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Europa solle mit Optimismus in die Zukunft schauen, „weil wir stark genug sind, die Dinge ökonomisch, ökologisch und sozial zu bewältigen“, so der SPD-Politiker.
  • Die Arbeitslosenzahl ist in Frankreich im April auf 3,511 Mio. und damit den tiefsten Stand seit über einem Jahr gesunken. Der Rückgang im April von knapp 20.000 ist der zweite in Folge.

Geldpolitik

Fed-Mitglied Jerome Powell (stimmberechtigt) hält eine baldige Anhebung der Zinsen für gerechtfertigt, wenn die Wirtschaft sich weiter gut entwickelt. Ein Brexit würde ein potenziell globales Risiko darstellen.

Dividendenabschläge

  • Deutsche Telekom (0,55 Euro)
  • Capital Stage (0,18 Euro)
  • PNE Wind (0,04 Euro)
  • Leifheit (2,75 Euro)
  • OHB (0,40 Euro)
  • Aareal Bank (1,65 Euro)
  • QSC (0,03 Euro)
Termine des Tages:
16:00 Uhr - US: Schwebende Hausverkäufe April

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