• Vonovia: Mindestannahmeschwelle wird nicht erreicht
    • EMA empfiehlt Moderna-Impfstoff zur Zulassung für Kinder und Jugendliche
    • Snap vorbörslich 17,5 % im Plus nach Zahlen
    • EMA empfiehlt Moderna-Impfstoff für Kinder und Jugendliche
    • Pfizer/BioNTech: Wirksamkeit gegen Delta-Variante geringer
    • American Express übertrifft Erwartungen deutlich
    • ProSiebenSat.1 nach Pressebericht gefragt
    • Einkaufsmanagerindizes besser als erwartet
    • Krones erhöht Ausblick
    • Shop Apotheke nach Prognosesenkung unter Druck
    • Vodafone verbucht Umsatzplus
    • Elektroautos europaweit gefragt
    • Intel übertrifft Erwartungen in Q2

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seine jüngste Erholung fortgesetzt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 1,00 Prozent auf 15.669,29 Punkte.
      Die am Vormittag veröffentlichten vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone lagen insgesamt über den Erwartungen. Am Donnerstag hatte die EZB ihre Geldpolitik bestätigt und mit einer neuen Forward Guidance zugleich die Möglichkeit länger niedrig bleibender Zinsen angedeutet.e,
    • An der Wall Street geht die Rekordjagd weiter. Der Dow Jones Industrial Average, der S&P 500 sowie die technologielastigen Indizes Nasdaq-100 und Nasdaq Composite stiegen am Freitag auf neue Rekordhochs. Im Fokus steht weiter die Berichtssaison, unter anderem mit Zahlen von American Express, Intel, Snap und Twitter. Bislang wurden reihenweise die Erwartungen der Analysten übertroffen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die EZB hat ihre im Rahmen der Corona-Krise verhängte Empfehlung an Banken aufgehoben, keine Dividenden auszuschütten und Aktienrückkäufe zu vermeiden. Stattdessen sollen die Ausschüttungen der Banken künftig im Rahmen der regulären Aufsicht durch die EZB bewertet werden. Die EZB begründete ihre Entscheidung, die zuvor bereits in Aussicht gestellt worden war, mit der Belebung der Konjunktur und einer geringeren Unsicherheit. Die EZB fordert die Banken weiter auf, bei Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen Zurückhaltung zu üben.
    • Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia wird die Mindestannahmeschwelle im Rahmen des Übernahmeangebots für die Deutsche Wohnen von 50 Prozent voraussichtlich nicht erreichen. Nach dem derzeitigen Stand der Auszählung der eingelieferten Aktien seien (unter Berücksichtigung der bereits von Vonovia gehaltenen Deutsche-Wohnen-Aktien) rund 47,62 Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien angedient worden. Bis zum Ende der Nachbuchungsfrist heute um 18 Uhr werde es voraussichtlich nicht zu wesentlichen Nachbuchungen kommen, teilte Vonovia am Nachmittag mit. Das endgültige Ergebnis wird voraussichtlich am 26. Juli 2021 veröffentlicht werden. Man sei weiter der Meinung, dass ein Zusammenschluss mit der Deutsche Wohnen strategisch sinnvoll sei und Mehrwert für die Aktionäre beider Unternehmen schaffe. "Wir werden die möglichen Optionen, wie zum Beispiel einen Verkauf der derzeit von Vonovia gehaltenen Aktien an der Deutsche Wohnen, ein erneutes öffentliches Angebot oder den Erwerb weiterer Aktien nun sorgfältig prüfen", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch. Man sehe den Angebotspreis von 52 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie weiter als angemessen an, so Vonovia.
    • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Corona-Impfstoff "Spikevax" des US-Herstellers Moderna auch zur Zulassung für 12- bis 17-Jährige. Sollte die EU-Kommission der Empfehlung zustimmen, was als Formsache gilt, wäre das Präparat von Moderna nach dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer das zweite, das auch für die Impfung bei Kindern und Jugendlichen zugelassen ist.
    • Der Covid-19-Impfstoff von Pfizer/BioNTech ist nach neuesten Daten des israelischen Gesundheitsministeriums nur zu 39 Prozent bei der Vorbeugung von Infektionen durch den Delta-Stamm des Coronavirus wirksam. Unter den Infizierten bot der Impfstoff aber immer noch 88 Prozent Schutz vor Krankenhauseinweisungen und 91,4 Prozent Schutz vor schweren Erkrankungen.
    • Die Aktien des Social-Media-Unternehmens Snap können vorbörslich um 17,5 Prozent zulegen. Das Unternehmen hat seinen Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt, wie am Donnerstagabend mitgeteilt wurde. Der Umsatz stieg um 116 Prozent auf 982 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von minus 96 Millionen Dollar auf plus 213 Millionen Dollar. Unter dem Strich legte das Ergebnis von minus 326 auf minus 152 Millionen Dollar zu. Insgesamt wurden die Erwartungen deutlich übertroffen.
    • Der Kreditkartenanbieter American Express hat im zweiten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 2,80 Dollar die Analystenschätzungen von 1,52 Dollar deutlich übertroffen. Der Umsatz lag mit 10,24 Milliarden Dollar ebenfalls deutlich über den Erwartungen von 9,41 Milliarden Dollar. Für seine "Platinum Card" gewann das Unternehmen im Quartal eine Rekordzahl an neuen Kunden.
    • Die Aktien von ProSiebenSat.1 können am Freitag deutlich zulegen. Grund ist offenbar ein Artikel des "Manager-Magazins", wonach Vorstandschef Rainer Beaujean die wichtigsten Töchter spätestens 2022 an die Börse bringen will und den Rest verkaufen oder integrieren will. Die Digitalhoffnung Nucom werde abgewickelt, heißt es. Dies könnte auch eine Voraussetzung für Avancen des italienischen Konzerns Mediaset sein.
    • Der Getränkeabfüllanlagenhersteller Krones hat seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Im zweiten Quartal konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gesteigert und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 138 Millionen Euro nach 118,5 Millionen Euro im Vorjahr erzielt werden. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun ein Umsatzwachstum um sieben bis neun Prozent (zuvor: 6,5 bis 7,5 Prozent) und eine EBITDA-Marge von sieben bis acht Prozent (zuvor: 6,5 bis 7,5 Prozent).
    • Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat den Umsatz im ersten Quartal um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 11,1 Milliarden Euro gesteigert und damit die Analystenschätzungen von im Schnitt 10,67 Milliarden Euro leicht überschritten. Das Unternehmen sieht sich auf dem besten Weg die Prognose für das Geschäftsjahr 21/22 zu erfüllen. Das bereinigte EBITDAaL soll dabei voraussichtlich zwischen 15 und 15,4 Milliarden Euro liegen und der Free Cash Flow bei 5,2 Milliarden Euro.
    • Die Online-Apotheke Shop Apotheke hat ihren Ausblick deutlich gesenkt. Für das Gesamtjahr wird nun nur noch ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent in Aussicht gestellt, nachdem zuvor 20 Prozent erwartet wurden. Die EBITDA-Marge soll ungefähr auf Break-Even-Niveau liegen, nachdem das Unternehmen zuvor mit 2,2 bis 2,8 Prozent gerechnet hatte. Das voraussichtliche Investitionsvolumen wurde auf 45 Millionen Euro eingegrenzt (zuvor 3,5 Prozent des Umsatzes). Das Unternehmen begründet die Prognosesenkung mit Logistikproblemen, die allerdings ein temporäres und isoliertes Ereignis seien, die die zukünftigen Wachstumsperspektiven nicht beeinträchtigen würden, heißt es.
    • Der Online-Netzwerk-Betreiber Twitter hat im zweiten Quartal das schnellste Umsatzwachstum seit sieben Jahren verbucht. Angetrieben von höheren Werbeumsätzen legten die Erlöse insgesamt um 74 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar zu, während die Analysten nur mit 1,06 Milliarden gerechnet hatten. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,20 Dollar ebenfalls deutlich über den Analystenschätzungen von 0,07 Dollar. Für das dritte Quartal zeigte sich Twitter optimistischer als die Analysten.
    • Der Chiphersteller Intel hat im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Analystenschätzungen übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,28 Dollar, während die Analysten nur mit 1,07 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar zu, während die Analysten mit 17,8 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die Prognose für das Gesamtjahr hob Intel leicht an, die Erwartungen für das dritte Quartal lagen aber teilweise unter den Analystenschätzungen.
    • Das Social-Media-Unternehmen Snap hat seinen Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 116 Prozent auf 982 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von minus 96 Millionen Dollar auf plus 213 Millionen Dollar. Unter dem Strich legte das Ergebnis von minus 326 auf minus 152 Millionen Dollar zu. Insgesamt wurden die Erwartungen deutlich übertroffen.

    Konjunktur & Politik

    • Wie bereits von verschiedenen Seiten vermutet hat Bundesbank-Chef Jens Weidmann im EZB-Rat gegen die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank gestimmt. Ihm sei die "potenziell zu lange Fortschreibung des Niedrigzinsumfelds zu weitgehend", sagte Weidmann der FAZ. Grundsätzlich bestehe aber Einigkeit, dass eine expansive Geldpolitik derzeit angemessen sei. Mit Blick auf die Inflation in Deutschland erwarten die Fachleute der Bundesbank zum Jahresende 2021 laut Weidmann "Raten, die in Richtung fünf Prozent gehen könnten". Es seien zwar hauptsächlich vorübergehende Faktoren am Werk, trotzdem müsse man die Entwicklung im Auge behalten, sagte Weidmann. Der Bundesbank-Chef betonte, dass er im neuen Inflationsziel keinen grundlegenden Kurswechsel und keine Verschiebung "hin zu deutlich höheren Inflationsraten" sehe.
    • USA: Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe im Juli (vorläufig) bei 63,1 Punkten. Erwartet wurden 62,0 Punkte nach 62,1 Punkten im Vormonat. Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor im Juli (vorläufig) bei 59,8 Punkten. Erwartet wurden 64,6 Punkte nach 64,6 Punkten im Vormonat.
    • Die Regierung von US-Präsident Joe Biden plant Finanzhilfen für Hypothekengläubiger, die von Zwangsvollstreckungen bedroht sind. Demnach sollen die monatlich fälligen Zahlungen bei staatlich besicherten Hypotheken um 25 Prozent reduziert werden.
    • Die russische Notenbank hat den Leitzins am Freitag wie erwartet um 1,0 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent erhöht. Es handelt sich um den vierten Zinsschritt in Folge und die größte Anhebung seit dem Jahr 2014. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten signalisierte die Notenbank weitere Erhöhungen. Zuletzt lag die Inflationsrate bei 6,5 Prozent, während die Notenbank eine Teuerungsrate von vier Prozent anstrebt.
    • Die Einkaufsmanagerindizes für Großbritannien sind im Juli nach vorläufigen Angaben schwächer als erwartet ausgefallen. Der Index für das verarbeitende Gewerbe sank von 63,9 auf 60,4 Punkte, der Index für den Dienstleistungssektor von 62,4 auf 57,8 Zähler.
    • Die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone sind im Juli nach vorläufigen Angaben insgesamt besser als erwartet ausgefallen. In Deutschland legte der Einkaufsmanagerindex für die Industrie von endgültig 65,1 Punkten im Juni auf 65,6 Zähler im Juli zu und der Index für den Dienstleistungssektor von 57,5 auf 62,2 Punkte. Damit wurden die Erwartungen jeweils leicht übertroffen. In der Eurozone wurde in der Industrie ein Rückgang von 63,4 auf 62,6 und im Servicesektor ein Anstieg von 58,3 auf 60,4 verzeichnet, wobei die Erwartungen erreicht bzw. leicht übertroffen wurden. Sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone liegen die Indizes noch deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.
    • Im Juni 2021 sind die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) gegenüber Mai 2021 kalender- und saisonbereinigt um 3,1 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte, lagen die Exporte in Drittstaaten kalender- und saisonbereinigt 9,6 % über dem Niveau vom Februar 2020.
    • Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2021 kalender- und saisonbereinigt 1,3 Prozent niedriger als im April 2021. Im Vergleich zum Mai 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Mai 2021 um 8,4 Prozent höher. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent.
    • Der Anteil von Elektroautos an den europaweiten Pkw-Neuzulassungen hat innerhalb eines Jahres von niedrigem Niveau aus deutlich zugenommen. Waren im zweiten Quartal 2020 nur 3,5 Prozent der neuzugelassenen Autos batteriebetrieben, so waren es im zweiten Quartal 2021 bereits 7,5 Prozent, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Der Anteil von Benzinern und Dieselfahrzeugen sank von 80 Prozent auf 62 Prozent. Absolut gesehen nahmen allerdings auch die Neuzulassungen bei konventionell betriebenen Autos zu, weil der Markt insgesamt wuchs. Hybrid-Autos kamen auf einen Anteil von 19,3 Prozent an den Neuzulassungen.
    • Der Einzelhandelsumsatz in Großbritannien ist im Juni um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein schwächerer Anstieg um 0,4 Prozent, nach einem Rückgang um revidiert 1,3 Prozent im Vormonat. Ursprünglich war für Mai ein Rückgang um 1,4 Prozent ausgewiesen worden.

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