• VW startet Elektro-Offensive
  • Globale Internetkonzerne wie Google sollen in der EU in Zukunft höhere Steuern zahlen
  • Apple will am Dienstag ein neues iPhone-Modell präsentieren
  • EZB äußert sich zum starken Euro
  • SPD-Schulz schlägt Merkel vor, Vizekanzlerin zu werden
  • Lufthansa glänzt mit zweistelligem Passagierplus im August
  • Daimler rechnet künftig mit niedrigeren Renditen im Pkw-Geschäft
  • Hans Rudolf Wöhrl bietet für gesamte Air Berlin
  • Paragon will seine Batterietochter Voltabox an die Börse bringen
  • Munich Re/Hannover Rück: Hoffnung auf Preiswende
  • Continental will Diesel mit neuer Technologie retten
  • Deutsche Post will nicht mehr jeden Tag zustellen
  • Vodafone: Gigabit-Offensive
  • Hannover Rück bestätigt trotz "Irma" die Gewinnziele

DAX & Dow Jones

  • Der deutlich schwächer als erwartet wütende Hurrikan "Irma" sowie vorerst ausgebliebene neue nordkoreanische Atomtests haben am Montag an den Börsen laut Händlern für Entspannung und einen gestiegenen Risikoappetit der Investoren gesorgt. Auch am deutschen Aktienmarkt stiegen die Kurse. Zuletzt notierte das Marktbarometer DAX bei 12.445 Punkten und damit um deutlich mehr als ein Prozent höher. Am Samstag, dem Nationalfeiertag Nordkoreas, hatte sich das Land gefeiert, allerdings keine weiteren Raketen gezündet. Die vom Wirbelsturm "Irma" verursachten Schäden könnten sich laut Analysten letztlich auf weniger als 50 Mrd. US-Dollar belaufen statt auf fast 200 Mrd. Dollar wie zuvor erwartet worden sei.
  • Der Dow Jones beendet den Tag 1,19 % im Plus, während die Rendite für 10-jährige Treasuries um fast acht Punkte zulegt. Alle Sektoren können zum Abschluss des Tages ein Plus vorweisen, allerdings waren Finanzwerte (+1,6 %) heute besonders stark nachgefragt.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • VW will bis 2030 rund zwanzig Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren und bis 2025 insgesamt mehr als 80 neue Autos mit E-Motor auf den Markt bringen, wie Konzernchef Müller am Abend auf der IAA durchblicken ließ.
  • Wie "Nikkei Asian Review" heute meldete, haben die chinesischen Autoverkäufe im August um 5 % zugelegt. Während Honda seinen Absatz um 21 % steigern konnte, und auch Nissan (+18 %) und Toyota (+13 %) starke Zahlen ablieferten, wurde Hyundai Motors nach der Stationierung der amerikanischen Raketenabwehr in Südkorea stark abgestraft.
  • Thyssenkrupp steht kurz vor dem Zusammenschluss der Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel. Die Gespräche verliefen konstruktiv und die Verhandlungen seien auf der Zielgeraden, sagte ein Unternehmenssprecher. Man erwarte die Zustimmung der Gremien, eine Einigung sei noch in diesem Monat möglich.Ein ursprünglich schon für diese Woche vorgesehener Beschluss im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp könnte voraussichtlich am 23. oder 24. September erfolgen, berichtete zuvor das manager magazin.
  • Globale Internetkonzerne wie Google sollen in der EU in Zukunft höhere Steuern zahlen. „Die Unternehmen sollten in den einzelnen EU-Ländern Steuern auf Grundlage ihres Umsatzes zahlen", heißt es in einem Brief von Finanzministern u. a. aus Deutschland und Frankreich an die EU-Ratspräsidentschaft. „Wir sollten nicht mehr akzeptieren, dass diese Firmen in Europa Geschäfte machen, aber nur minimale Beträge in unsere Steuerkassen zahlen".
  • Der Generikahersteller Teva hat Kare Schultz zu seinen neuen CEO ernannt. Damit haben die monatelangen Spekulationen ein Ende.
  • Das kanadische Bergbauunternehmen Eldorado Gold hat wegen eines Lizenzstreits seine Investitionen in Goldminen in Griechenland gestoppt.
  • Zehn Jahre nach dem Start des iPhones will Apple morgen ein neues Modell präsentieren. Ein Software-Leak lieferte bereits Hinweise. Das neue Modell soll den Namen iPhone X tragen und sich per Gesichtserkennung entsperren lassen. Außerdem soll bei dem ab 1.000 Dollar angebotenen Gerät das Display nahezu die gesamte Frontseite ausfüllen und Videos in hoher 4K-Auflösung aufnehmen.
  • Laut S&P Dow Jones Indizes wird vom 18. September an die Aktie des Spezialsoftware-Anbieters Cadence Design Systems die des Bürobedarfsanbieters Staples ersetzen.
  • Die Lufthansa hat im August konzernweit (inkl. Swiss, Austrian Airlines, Eurowings und Brussels) rund 12,5 Mio. Fluggäste und damit gut 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor befördert. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich um 1,2 auf 85,8 Prozent. Bei den Ticketpreisen ging es den Angaben zufolge aufwärts.
  • Der Volkswagen-Konzern hat im August deutlich mehr Autos seiner Kernmarke VW verkauft. Der Absatz der Marke erhöhte sich weltweit um 9,3 Prozent auf rund 453.200 Fahrzeuge. Allerdings sanken die Verkaufszahlen in Deutschland drastisch. So habe unter anderem die Dieseldebatte zu einer Kaufzurückhaltung der Kunden geführt, teilte Volkswagen mit. Der Absatz im Heimatmarkt sank um über 11 Prozent auf 37. 000 Fahrzeuge.
  • Der Autohersteller Daimler rechnet künftig mit niedrigeren Renditen im Pkw-Geschäft. Der Übergang zur Elektromobilität gehe mit hohen Investitionen und geringeren Margen einher als beim aktuellen Modellangebot, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche. Daimler wolle zwar die aktuelle operative Rendite im Auto-Geschäft von zehn Prozent „so gut wie möglich“ während des Übergangs zu Elektroautos halten. Es bestehe aber das Risiko eines Rückgangs auf rund acht Prozent. "Um sicherzustellen, dass wir so profitabel bleiben wie wir sind, haben wir ein neues Programm aufgelegt, dass uns einen Schub von zusätzlichen 4 Milliarden Euro über die kommenden Jahre bringen soll", betonte Zetsche.
  • Hans Rudolf Wöhrl hat nach eigenen Angaben sein Angebot für Air Berlin vorgelegt. Der Unternehmer bietet demnach bis zu 500 Mio. Euro für die insolvente Fluggesellschaft. Wöhrls Firma Intro teilte mit, per Fax ein entsprechendes Übernahmeangebot beim Air-Berlin-Sachwalter eingereicht zu haben.
  • Der Autozulieferer Paragon will seine Batterietochter Voltabox an die Börse bringen. Das soll noch im Herbst geschehen. Voltabox baut Batteriesysteme, die unter anderem in E-Autos Verwendung finden.
  • Der Rückversicherer Hannover Rück hält an seinen Zielen für das laufende Geschäftsjahr fest. Es gebe laut Unternehmenschef Ulrich Wallin keine Hinweise darauf, dass die wegen der Wirbelstürme „Harvey" und „Irma“ zu erwartenden Schäden das vorgesehene Großschaden-Budget des Konzerns reißen werden. „Wir erwarten, dass unsere Gewinnprognose von mehr als einer Milliarde Euro weiterhin gilt", sagte Wallin beim Branchentreffen "Rendez-vous de Septembre" in Monte Carlo. Für die Erneuerung der Verträge mit Erstversicherern zum 1. Januar 2018 erwartet Wallin nach einem jahrelangen Preisverfall nun ein stabiles Prämienniveau.
  • Die Aktien der Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück stehen derzeit unter besonderem Blick. Dass der Hurrikan "Irma" Florida nicht so hart getroffen hat im Vorhinein wie befürchtet, kommt an der Börse gut an. Die Schäden drüften zwar in die Milliarden gehen. Doch - so die Hoffnung - könnten die Wirbelstürme der vergangenen Wochen die zuletzt stark unter Druck stehenden Preise für Rückversicherungen stabilisieren. Die Swiss Re geht davon aus, dass sich die Preise vor allem bei der Absicherung von Gebäuden und Autos festigen.
  • Continental-Vorstandschef Elmar Dgenhardt will die Diskussion um die Umweltverträglichkeit des Diesel-Antriebs mit einer neuen Technologie beenden. „Wir zeigen auf der IAA den „Super Clean Electrified Diesel“. Damit weisen wir nach, dass wir nicht nur auf dem Prüfstand, sondern im realen Fahrbetrieb den Stickoxid-Grenzwert von 80 Milligramm je Kilometer erfüllen“, sagte Degenhardt im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Eine weitere Senkung in Richtung 50 Milligramm ist möglich. Der Diesel hat das Potenzial, super sauber zu sein“.
  • Der Spezialchemiekonzern Evonik erwägt weitere Übernahmen. „Evonik war bislang zu brav. Auf der Suche nach Zukäufen haben wir die Vor- und Nachteile manchmal so lange analysiert, bis die Gelegenheit verstrichen war. Das sollte sich ändern", so Konzern-Chef Christian Kullmann zur "Rheinischen Post“.
  • Der Telekommunikationskonzern Vodafone will bis 2021 in Deutschland 13,7 Mio. neue Gigabit-Anschlüsse errichten. Das entspreche ungefähr einem Drittel aller Haushalte in Deutschland, sagte der Deutschland-Chef von Vodafone, Hannes Ametsreiter, an. Das bedeutet zusätzliche Investitionen von rund 2 Mrd. Euro binnen der kommenden vier Jahre.
  • Die Deutsche Post testet, ob Briefe nur drei oder ein Mal in der Woche zugestellt werden könnten. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ beginnt der Postkonzern derzeit damit, einen zuvor regional begrenzten Test auf das Bundesgebiet auszuweiten. Kunden könnten aus drei Modellen wählen, heißt es in dem Bericht. Angesetzt sei der bundesweite Pilotversuch bis in den Dezember hinein, berichtet die Zeitung. In welchen Regionen der Test laufe, habe die Post nicht verraten.
  • Der Autobauer Opel könnte nach der Übernahme durch die französische PSA reiner Elektroautohersteller werden. „Wenn Opel irgendwann eine rein elektrische Automarke werden will, ist das für uns auch okay - vorausgesetzt, dass dies profitabel ist", so PSA-Chef Carlos Tavares gegenüber der "Bild am Sonntag“.

Konjunktur & Politik

  • US-Präsident Donald Trump hat den Kongress angesichts der drohenden Schäden durch "Irma" zu einer schnelleren Umsetzung der geplanten Steuerreform gedrängt. „Ich wollte die Beschleunigung ohnehin, aber jetzt brauchen wir sie noch mehr“, so Trump.
  • Die derzeitige Stärke des Euro sorgt bei EZB-Direktor Benoit Coeure nicht unbedingt für Verunsicherung. Entscheidend sind laut Coeure die Ursachen für die Aufwertung des Euro. Falls ein höheres Wirtschaftswachstum die Ursache für den Kursanstieg ist, dann könnten die negativen Auswirkungen teilweise oder ganz kompensiert werden. Falls jedoch die Ursachen von Außen kämen, dann belaste die Aufwertung die Finanzierungsbedingungen und den Inflationsausblick. Derzeit sind laut Coeure beide Gründe wirksam. Die jüngsten Kursschwankungen des Euro seien jedoch eine "Quelle der Unsicherheit", die beobachtet werden müssten, so Coeure.
  • SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will den Kampf ums Kanzleramt nicht zu den Akten legen. In einer Pressekonferenz zu den Bedingungen der SPD für einen Koalitonseintritt sagte er: „Ich strebe an, Bundeskanzler zu werden. Und wenn Frau Merkel in mein Kabinett eintreten will, kann sie das gerne als Vizekanzlerin tun“.
  • Die Industrieproduktion in Italien ist im Juli überraschend um 0,1 Prozent gestiegen. Experten hatten indes einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet, nachdem es im Vormonat zu einem starken Zuwachs um 1,1 Prozent gekommen war.
  • Im Konflikt über Nordkoreas Atomprogramm hat Präsident Kim Jong Un vor einer Verschärfung der Sanktionen gewarnt. Sollten die USA in der Sitzung des UNO-Sicherheitsrates am Montag weitere Strafmaßnahmen gegen sein Land durchsetzen, würden sie den Preis dafür zahlen. Pjöngjang würde den Vereinigten Staaten „die größten Leiden zufügen, die sie jemals erlebt hätten“, zitierte die Staatsagentur KCNA Kim. Die USA streben in einem Resolutionsentwurf unter anderem ein Ölembargo an.
  • Der griechische Zentralbankchef Yannis Stournaras plädiert für engere Zusammenarbeit der Euro-Länder. „Die Währungsgemeinschaft sollte reformiert und mit wirksamen Instrumenten für künftige Krisen gewappnet werden. Die Euro-Zone muss gestärkt werden", so Stournaras in einem Gastkommentar der Zeitung "Ta Nea“.
  • Der Internationale Währungsfonds sollte sich laut griechischem Ministerpräsidenten Alexis Tsipras bis Jahresende über eine Beteiligung am laufenden Rettungspaket für Athen entscheiden. "Wir können mit oder ohne die Anwesenheit des IWF leben", so Tsipras.
  • Die EZB hat im Rahmen von QE bis Ende der vergangenen Woche für €1.766,0 Mrd Anleihen gekauft. (Vorwoche €1.703,0 Mrd) (PSPP, QE)

Weitere Informationen zu den im Newsflash genannten Themen und noch mehr aktuelle Nachrichten finden Sie in Echtzeit auf Guidants News. In Spitzenzeiten veröffentlicht Guidants News mehr als 100 Nachrichten pro Stunde. Damit Sie trotzdem den Überblick behalten, stehen Ihnen zahlreiche Filtermöglichkeiten zur Verfügung.