• DIHK fordert von SPD und Union Verzicht auf Steuererhöhungen
  • US-Steuerreform bringt Geldsegen auch für deutsche Konzerne
  • Bitcoin-Kurs erholt sich
  • HNA will langfristig Großaktionär der Deutschen Bank bleiben
  • Lufthansa-Chef wehrt sich gegen Monopolvorwürfe
  • Credit Suisse rechnet mit Abschreibungen wegen US-Steuerreform
  • Apple-Kurs unter starkem Abgabedruck
  • Halbleiter-Titel auf der Verkaufsliste

DAX

  • Nach dem verlängerten Weihnachtswochenende ging es am deutschen Aktienmarkt heute über weite Strecken zurückhaltend zu. Der DAX schloss nahezu unverändert bei 13.070 Punkten. Schon seit Wochen bewegt sich der DAX überwiegend zwischen 12.800 und 13.200 Punkten. Es mangele an wegweisenden Impulsen, um den Dax aus seiner Handelsspanne zu reißen, so ein Marktexperte.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der chinesische Mischkonzern HNA, der 9,9 Prozent an der Deutschen Bank hält, will langfristig Großaktionär des Instituts bleiben. Dies sagte der Vertreter von HNA im Aufsichtsrat, Alexander Schütz, dem „Handelsblatt". HNA war nicht zuletzt wegen seiner unklaren Eigentümerstruktur selbst ins Gerede gekommen.
  • Die Autobauer Daimler und BMW etwa erwarten bereits in der Bilanz des laufenden Jahres positive Effekte in Milliardenhöhe, weil in den USA die Körperschaftssteuer deutlich sinkt. Die Konzerne haben in der Bilanz künftige Steuerforderungen und -verbindlichkeiten neu bewertet. Das Resultat: Für das zu Ende gehende Geschäftsjahr 2017 wird der Konzerngewinn deutlich höher ausfallen als bisher angenommen, wie Daimler und BMW nur wenige Stunden nach der Unterzeichnung der Trumpschen Steuerreform mitteilten. „Hieraus wird sich ein Steuerertrag von voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro ergeben, der das Konzernergebnis des Jahres 2017 entsprechend erhöht“, hieß es bei Daimler. Bei BMW soll die Neubewertung von Steuerpositionen zu einem positiven Effekt auf das Konzernergebnis von 0,95 bis 1,55 Mrd. Euro führen.
  • Die Credit Suisse rechnet für das vierte Quartal mit Abschreibungen in Höhe von rund 2,3 Mrd. Franken im Zusammenhang mit der US-Steuerreform. Dies habe einen minimalen Einfluss auf die regulatorische Kapitalposition, schrieb die Großbank in einer Mitteilung. Es wird weiterhin davon ausgegangen, mit einem Kernlapitalquotenziel (CET 1) von "über 12,5 Prozent" von 2018 bis 2020 zu operieren.
  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr kann die Monopolvorwürfe, die nach der Air-Berlin-Insolvenz aufgekommen waren, nicht nachvollziehen. „Nein, nicht mal in der Theorie kann es ein Monopol im innerdeutschen Verkehr geben“, sagte Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". „Die Bahn und der Fernbus bieten als Wettbewerber immer eine Alternative.“ Außer in China und den USA sei in keinem Land der Platz für mehr als eine Netzwerk-Airline. „Bis August war Deutschland trotzdem eines der Länder mit zweien.“ Spohr ist zudem der Ansicht, dass der britische Billigflieger Easyjet, der ab Januar innerdeutsche Strecken anbietet, ein „härterer Wettbewerber wird, als Air Berlin es je war.“
  • Sind die Erwartungen an die neue iPhone-Generation zu hoch gesteckt? Nach kritischen Analystenäußerungen zur Nachfrage nach dem neuen iPhone-Modell X gab der Apple-Kurs am Dienstag in New York deutlich nach. Analyst Zhang Bin von Sinolink Securities etwa hatte seine Erwartung an das kommende Quartal deutlich gesenkt. Die Zahl der verkauften Modelle könne bei 35 Mio. liegen, schrieb er in einer Studie. Zuvor hatte er noch 10 Mio. mehr für möglich gehalten. Im TecDAX verliert hierzulande der Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor heute deutlich.
  • Der vor allem in den USA agierende Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) rechnet dank der US-Steuerreform mit einem einmaligen Buchgewinn von rund 200 Mio. Euro in diesem Jahr. Dieser ergebe sich insbesondere aus der Neubewertung passiver latenter Steuern, so das DAX-Unternehmen. Der Mutterkonzern Fresenius erwartet durch die Steuerreform einen zusätzlichen Gewinn von 90 Mio. Euro. Die Trump-Administration hat mit ihrer Reform u. a. eine Senkung der Ertragsteuer für Unternehmen von bisher 35 auf 21 Prozent durchgesetzt.

Konjunktur, Währungen & Rohstoffe

  • Wie auch schon der vergangenen Freitag veröffentlichte Uni Michigan Konsumindex andeutete, werden die US-Verbraucher skeptischer. Diesen Trend bestätigend ist nun auch der Index für das Verbrauchervertrauen des Conference Board im Dezember um 7,4 Punkte auf 122,1 Zähler eingebrochen. Analysten nur einen geringen Rückgang auf 122,1 Punkte gegeben.
  • Die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA sind im November überraschend zum Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang erwartet.
  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat von SPD und Union den Verzicht auf Steuererhöhungen gefordert. „Die SPD wird ihre Steuererhöhungspläne verzichten müssen. Deutschland kann es sich nicht leisten, im Wettbewerb mit anderen Industrieländern ins Hintertreffen zu geraten", so DIHK-Präsident Eric Schweitzer zur "Rheinischen Post".
  • Der Credit Suisse-Konjunkturindikator für die weitere Entwicklung der Schweizer Wirtschaft ist im Dezember gegenüber dem Vormonat um 11,3 auf 52,0 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Anfang 2010.
  • Nach Einschätzung der Bundesbank sind Überweisungen in Sekundenschnelle, sog. Instant Payments, bald Alltag. „Ich bin zuversichtlich, dass Echtzeitzahlungen auf mittlere Sicht ein Erfolg werden", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der dpa. (…) Doch es gibt Hürden: „Viel wird aber von Nutzerfreundlichkeit und Reichweite abhängen.“ Heutzutage bekomme man alles in Echtzeit, dazu passten Zahlvorgänge mit langen Laufzeiten nicht mehr, sagte Thiele. „Früher hat es bis zu fünf Tage gedauert, bis eine Überweisung auf dem anderen Konto ankam, heute ist das mit Instant Payments in Sekunden möglich.“
  • In Libyen kam es zu einem Anschlag auf eine Öl-Pipeline. Unbekannte hätten die Fernleitung für Rohöl, die von den Ölfeldern im Osten zur Hafenstadt As-Sidr am Mittelmeer führt, teilweise zerstörte, teilten Truppen zum Schutz der Einrichtung mit. Die Nationale Ölgesellschaft (NOC) Libyens teilte mit, dass mit einem Produktionsausfall von 70.000 bis 100.000 Barrel pro Tag zu rechnen ist. Der Brent-Ölpreis reagierte am Mittwoch mit starken Preisanstiegen auf die Meldung.
  • Der Preis der virtuellen Währung Bitcoin ist vor und während der Festtage dramatisch abgestürzt. Am vergangenen Freitag ging es zeitweise um mehr als 30 Prozent auf 10.800 US-Dollar abwärts. Inzwischen hat sich der Kurs etwas erholt. An manchen Handelsplätzen kostet die Einheit schon wieder rund 16.000 US-Dollar.
  • Der deutsche Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sprach der Digitalwährung Bitcoin aufgrund ihrer Anfälligkeit die Geldfunktion ab. „Wir sehen eine rasante Wertentwicklung, die das Risiko rasanten Verlustes birgt“. Wegen der hohen Wertschwankungen eigne sich die Digitalwährung nicht zur Wertaufbewahrung. Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte auch der Präsident der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Felix Hufeld, der "Bild"-Zeitung. Es werde Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren würden. Die israelische Finanzmarktaufsicht (ISA) will nun sogar ein Handelsverbot von Firmen an der Tel Aviver Börse durchsetzen, die mit Cyberwährungen Geschäfte machen.
  • Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Preise in den zwanzig größten Ballungsgebieten der USA im Oktober um 6,38 Prozent, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im Oktober um 0,70 Prozent.
Termine des Tages:

16:00 Uhr - US: Verbrauchervertrauen Conference Board Dezember

16:00 Uhr - US: Schwebende Hausverkäufe November

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