• Supreme Court nimmt Apple-Klage nicht zur Entscheidung an
  • Lufthansa reaktiviert den Superjumbo A380
  • G7-Länder verstärken Druck auf Russland
  • Für den Maschinenbau spitzt sich die Lage zu
  • Reuters: Russland vor Zahlungsausfall
  • ifo Exporterwartungen gesunken
  • Nordex: Großaktionär Acciona stützt erneut

Markt

  • Am deutschen Aktienmarkt ist es zu Wochenbeginn zu einer Stabilisierung gekommen. Zwischenzeitlich starke Gewinne konnten aber nicht verteidigt werden. Der Leitindex DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,52 Prozent auf 13.186,07 Punkte. Am Freitag war der Index mit 12.904 Punkten zeitweise auf den tiefsten Stand seit März gefallen, bevor er dank einer starken Wall Street ins Plus drehte. Einem Börsianer zufolge haben sich „die Bullen zuletzt wieder zurückgemeldet" dank der Spekulation, dass die Fed perspektivisch bei ihren geldpolitischen Straffungen bedächtiger vorgehen könnte. Dies hatte die Wall Street vor dem Wochenende angetrieben. Die Stabilisierung nehme erst einmal Druck vom Kessel, schrieb ein Analyst vom Handelshaus IG. Dennoch überwögen die Risiken. Es handele sich bislang lediglich um eine technische Gegenreaktion. Möglicherweise sei es nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm. Diese Woche stehen Inflationsdaten im Vordergrund. Am Mittwoch kommt die deutsche Teuerungsrate, am Freitag die Rate der Eurozone.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Der europäische Flugzeugbauer Airbus könnte einen Auftrag über 50 Verkehrsflugzeuge im Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar von Jet Airways India Ltd. erhalten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Den Angaben zufolge verhandelt die Fluggesellschaft auch mit Boeing und Embraer über einen möglichen Kauf von Flugzeugen, Airbus sei aber der Favorit für den Auftrag, heißt es.
  • Der Auftrag würde sich auf die Modelle A320neo und A220 beziehen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Klage von Apple, mit der eine Entscheidung zur Aufrechterhaltung von zwei Patenten des Chipkonzerns Qualcomm angefochten werden sollte, nicht zur Entscheidung angenommen. Apple hatte gegen die Entscheidung eines Gerichts niederer Instanz geklagt, wonach Apple nicht gegen die Qualcomm-Patente juristisch vorgehen kann, weil beide Konzerne im Jahr 2019 eine Lizenzvereinbarung über tausende Patente abgeschlossen hatten, die auch die beiden fraglichen Patente betrifft.
  • Die Lufthansa reaktiviert aufgrund der stark gestiegenen Flugticket-Nachfrage und der verzögerten Auslierung von bestellten Flugzeugen den Einsatz des Superjumbos Airbus A380 voraussichtlich ab dem Sommer 2023. Aktuell habe man noch 14 Maschinen im Bestand. Es war bereits bekannt gewesen, dass die Lufthansa eine Reaktivierung des A380 prüft.
  • Bayer hat in einem weiteren Glyphosat-Berufungsantrag vor dem Obersten Gericht der USA eine Klatsche kassiert. Der Supreme Court teilte am Montag mit, den Antrag auf Revision von Bayer im Fall des Ehepaars Pilliod nicht anzunehmen, wie Reuters berichtet. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern kann damit den jahrelangen Streit um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters weiterhin nicht zu einem Ende und zu Rechtsklarheit führen. Zuletzt hatte der Supreme Court auch die Überprüfung des Urteils im Fall des kalifornischen Klägers Edwin Hardeman abgelehnt.
  • Ein Ende des Übernahmekampfs um Spirit Airlines ist in Sicht. Die Airline teilte mit, dass es das jüngste verbesserte Übernahmeangebot der Frontier Group annehmen wird. Frontier hatte seine Offerte um zwei Dollar auf 4,13 Dollar je Aktie in bar plus 1,9126 Frontier-Titel aufgestockt. Das Bar- und Aktienangebot wird auf der Grundlage der Schlusskurse vom Freitag mit 2,7 Mrd. Dollar bewertet. Der Billig-Flieger JetBlue ist ebenfalls an Spirit interessiert und bietet 33,50 Dollar je Aktie in bar. Spirit lehnte die Offerte allerdings ab. Man halte es für unwahrscheinlich, dass die Aufsichtsbehörden einen Zusammenschluss mit JetBlue genehmigen würden, hieß es.
  • Die Impfstoffentwickler Pfizer/Biontech legten Ergebnisse vor, denen zufolge ihre angepassten Booster eine effiziente Immunantwort auch gegen die neueren Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 anregen. Bisher ist noch kein auf Varianten angepasster Impfstoff in der EU zugelassen. Die Zulassung eines solchen Mittels wird frühestens im September erwartet, auch weil die Hersteller in Studien an Menschen nachweisen müssen, dass das maßgeschneiderte Vakzin einen echten Vorteil bringt.
  • Das US-Gewerbeimmobilienunternehmen Newmark ist laut Informationen der New York Post in Gesprächen über eine mögliche Fusion mit dem Konkurrenten Cushman & Wakefield.
  • Der indische Mischkonzern Reliance Industries befindet sich Berichten zufolge in Gesprächen mit globalen Kreditgebern, um acht Mrd. Dollar zur Finanzierung des Kaufs der Walgreens-Drogeriekette Boots aufzubringen.
  • Bei der Fast Food-Kette McDonald's gibt es bald einen neuen Finanzchef. Mit Ian Borden wird ein Manager aus den eigenen Reihen im September das Amt von Kevin Ozan übernehmen.
  • Den deutschen Maschinen- und Anlagenbau belasten die anhaltenden Materialengpässe und der Fachkräftemangel immer mehr. Eine rasche Besserung sei nicht in Sicht, erklärte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, am Montag. Eine aktuelle Umfrage unter den 520 Mitgliedsunternehmen habe ergeben, dass mit einer Entschärfung der Lage innerhalb der kommenden drei Monate kaum jemand rechne. „Bei Elektronikkomponenten zeigen sich die Engpässe besonders hartnäckig. 44 Prozent sehen eine bessere Versorgungslage hier erst ab dem zweiten Halbjahr 2023", sagte Wiechers. 78 Prozent der Unternehmen klagten zudem über einen merklichen oder gravierenden Mangel an Personal. Die Ausbildung der Nachwuchskräfte werde nicht ausreichen, die altersbedingten Abgänge auszugleichen.
  • Die niederländische Internet-Holding Prosus will mit einem Rückkauf eigener Aktien sowie Anteilen der Mutter Naspers den Abschlag des Börsenwerts zur Bewertung der Beteiligungen verringern. Der Aktienrückkauf soll über den Verkauf von Anteilen an dem chinesischen Internetkonzern Tencent finanziert werden und so lange laufen, bis der Bewertungsabschlag nicht mehr signifikant ist, wie der Konzern am Montag mitteilte.
  • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat von seinem spanischen Ankeraktionär Acciona frisches Geld erhalten. Die Spanier zeichneten eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent im Volumen von 139,2 Mio. Euro, wie Nordex in der Nacht zum Montag mitteilte. Die gut 16 Mio. neuen Aktien seien zu je 8,70 Euro, dem Schlusskurs vom Freitag, ausgegeben worden. Mit den Mitteln will Nordex den Angaben zufolge die Kasse aufbessern und sich gegen die kurzfristigen Risiken absichern, denen der Windkraftsektor ausgesetzt ist. Nordex hat seit 2019 mehr als eine Mrd. Euro frisches Kapital aufgenommen.
  • Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, stellt Mercedes-Benz um das Jahr 2025 seine A-Klasse vollständig ein. Dem Bericht zufolge lässt der Autobauer auch seine B-Klasse auslaufen. Demnach gelten beide Modellreihen als unrentabel. Die Veränderungen werden laut der Zeitung zu höheren Einstiegspreisen für einen Mercedes führen, von derzeit unter 30.000 Euro auf rund 40.000 Euro.
  • Der Immobilienkonzern Adler Real Estate übernimmt von der luxemburgischen Konzernmutter Adler Group Wohnimmobilien in Berlin, wie das deutsche Tochterunternehmen am Freitagabend mitteilte. Das Portfolio umfasst 1.400 Wohneinheiten und hatte zuletzt einen Marktwert von 326 Mio. Euro. Die Transaktion stehe unter keinem Vorbehalt und werde unverzüglich vollzogen, hieß es. Der Kauf steht vor dem Hintergrund eines Konzernumbaus, bei dem die Muttergesellschaft die übrigen Aktionäre in Deutschland zwangsabfinden will. Adler ist dabei seit geraumer Zeit im Visier der Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin wegen mutmaßlicher Bilanz-Ungereimtheiten.
  • Die hohe Inflation stellt sich nach Einschätzung von Bankenpräsident Christian Sewing als sozialer Sprengstoff dar. „Hohe Inflationsraten und negative Realzinsen sind ein Spaltpilz für die Gesellschaft", sagte der Deutsche-Bank-Chef in seiner Funktion als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Teuerungsrate müsse so schnell wie möglich heruntergeführt werden. „Es spricht vieles dafür, dass wir den Höhepunkt der Inflation im Herbst sehen könnten", sagte Sewing. „Aber grundsätzlich wird uns die Inflation länger begleiten und trotz der nun angekündigten Zinsmaßnahmen nicht in den nächsten zwölf Monaten verschwinden." Dass die Europäische Notenbank mit hinreichender Wahrscheinlichkeit im Juli einen ersten Zinserhöhungsschritt unternehmen wird, ist laut Sewing das richtige Signal. „Ich habe immer gesagt, dass ich mir einen solchen Zinsschritt etwas früher gewünscht hätte, aber jetzt sind wir auf dem richtigen Weg und nun sollten wir die EZB darin unterstützen, diese Politik auch durchzuhalten."
  • Daimler Truck will heute Lkws mit Wasserstofftanks vorstellen. Es handelt sich um Erprobungsfahrzeuge, die auch auf öffentlichen Straßen fahren. Erste Testflotten sollen Mitte des Jahrzehnts auf den Markt kommen, hatte Vorstandschef Martin Daum angekündigt. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts werde der Brennstoffzellen-Lkw dann in Serie gehen. Er solle zwei Wasserstofftanks und eine Reichweite von etwa 1.000 Kilometern haben.
  • Der Maschinenbauer Singulus verschiebt die überfällige Vorlage seiner Jahresbilanz 2020 erneut. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat zusätzliche Unterlagen angefordert, die das Unternehmen nicht in der geforderten Frist nachreichen kann, wie Singulus am Freitag mitteilte .Das Management wies darauf hin, dass die Gläubiger des Unternehmens Darlehen kündigen dürfen, wenn es keinen testierten Jahresabschluss gibt. Singulus verhandelt demnach mit den Kapitalgebern, um das zu vermeiden. Als neuer Veröffentlichungstermin ist nun der 23. Juli geplant.

Konjunktur & Politik

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach den Worten von Bundesbankchef und EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel möglicherweise dazu gezwungen sein, den Leitzins sogar über das sogenannte neutrale Niveau anzuheben, um die hohe Inflation unter Kontrolle zu bekommen. "So wie die Dinge liegen, ist eine baldige Rückkehr zu einem neutralen Zinsniveau, oder sogar darüber, erforderlich", schrieb Nagel in einem Gastbeitrag für den Onlinedienst Politico.
  • Wie die Financial Times berichtet, halten Energiemanager den G7-Plan für eine Deckelung der Ölpreise, um Russlands immense Einnahmen zu reduzieren, für hochriskant. Selbst wenn es dem Westen gelingen würde, ein Einkaufskartell zu schmieden, drohe die Gefahr, dass Russland seine Öl-Exporte in Reaktion darauf einfach reduziere, was den Preis auf bis zu 200 Dollar pro Barrel treiben könnte. Zudem habe Russland seine Gas-Exporte nach Europa bislang noch nicht einmal vollständig eingestellt.
  • USA: Schwebende Hausverkäufe im Mai +0,7 Prozent. Erwartet wurden minus 3,5 Prozent nach revidiert minus 4,0 Prozent (zunächst: minus 3,9 Prozent) im Vormonat (m/m).
  • Der Dallas Fed Manufacturing Index für Juni sinkt von -7,3 auf -17,7 Punkte. Ökonomen hatten mit einer Verbesserung auf -6,5 Punkte gerechnet.
  • Die U.S. Energy Information Administration (EIA) wird auch heute keine Öl-Lagerdaten veröffentlichen und ist eigenen Angaben zufolge weiter damit beschäftigt ihre Systeme zu reparieren. Am Freitag ist es laut Angaben der EIA aufgrund von Spannungsschwankungen zum Ausfall von zwei Servern gekommen.
  • Die US-Industrie hat im Mai deutlich mehr Aufträge als erwartet eingesammelt. Die Betriebe erhielten 0,7 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Experten hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von revidiert 0,4 Prozent im Vormonat.
  • Die G7-Staaten wollen ihren Druck auf Moskau angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Ukraine erhöhen. Die G7-Länder wollen etwa die Sanktionen gegen Russland und die Einnahmen des Landes aus Rohstoffverkäufen reduzieren. Man stünde kurz vor einer Einigung, sich hinter einen Preisdeckel für russisches Öl zu stellen, sagte ein US-Offizieller am Montag laut der Nachrichtenagentur Reuters. Die USA haben unterdessen neue umfangreiche Sanktionen gegen Russland angekündigt. Auf 570 Produktgruppen sollen Einfuhrzölle mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Dollar verhängt werden. Ziel sei es, die Einnahmen Russlands zu reduzieren, heißt es.
  • Nach Ablauf einer Frist am Sonntagabend beklagten mehrere taiwanische Investoren, bislang keine der vereinbarten Zinszahlungen für ihre russischen Staatsanleihen erhalten zu haben. Für die US-Regierung liegt es auf der Hand, dass es sich um einen Zahlungsausfall handelt. „Die Nachrichten zeigen, wie stark die Maßnahmen sind, die die USA zusammen mit ihren Verbündeten und Partnern ergriffen haben", sagte ein US-Regierungsvertreter am Rande des G7-Gipfels in Deutschland. Die Folgen für die russische Wirtschaft seien dramatisch.
  • Nordkorea wirft den USA vor, ein gegen das Land gerichtetes Militärbündnis nach dem Vorbild der Nato aufbauen zu wollen. „Während sie unverfroren gemeinsame Militärübungen mit Japan und Südkorea abhalten, machen die USA einen vollständigen Schritt zum Aufbau einer Nato nach asiatischem Stil", teilte das nordkoreanische Außenministerium mit. Die USA versuchten nach wie vor, die nordkoreanische Regierung zu stürzen.
  • Die G7-Länder wollen den Druck auf Russland erhöhen, wie aus der auf Schloss Elmau veröffentlichten Erklärung der G7-Staats- und Regierungschefs zum Krieg in der Ukraine hervorgeht. „Wir werden weiterhin nach neuen Wegen suchen, um Russland von der Teilnahme am Weltmarkt zu isolieren", zitierte Reuters aus dem Text. Die G7 seien zudem entschlossen, Russlands Einnahmen, auch aus dem Export von Gold, weiter zu drücken. Der Zugang des Landes zu wichtigen Technologien solle weiter eingeschränkt werden. Man wolle die Kosten auch für die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen auf russischer Seite erhöhen.
  • Die G7-Staaten sichern der Ukraine im Krieg gegen Russland ihre Hilfe "so lange wie nötig" zu. „Wir werden weiterhin finanzielle, humanitäre, militärische und diplomatische Unterstützung leisten und stehen an der Seite der Ukraine so lange wie nötig", hieß es in einem Statement des G7-Gipfels zur Ukraine. Zudem soll der Druck auf Russlands Präsident Wladimir Putin wegen des Kriegs weiter erhöht werden. „Als G7 stehen wir geschlossen an der Seite der Ukraine und werden sie weiter unterstützen. Dafür müssen wir harte, aber notwendige Entscheidungen treffen. Wir werden den Druck auf Putin weiter erhöhen. Dieser Krieg muss enden", schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz auf Twitter.
  • Russland steht offenbar kurz vor der ersten Zahlungsunfähigkeit seit 100 Jahren. Nach dem Ablauf der Zahlungsfrist am Sonntagabend beklagten mehrere taiwanische Investoren, bislang keine der vereinbarten Zinszahlungen für ihre russischen Staatsanleihen erhalten zu haben, wie Insider am Montag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Am Sonntag lief demnach eine Frist zur Zahlung von 100 Mio. Dollar an Zinsen für zwei Fremdwährungsanleihen aus - 29 Mio. für eine auf Euro und bis 2036 laufende Staatsanleihe und 71 Mio. Dollar für ein bis 2026 laufendes Papier in Dollar. Eigentlich sollte Russland die Zahlungen bereits am 27. Mai leisten, daraufhin setzte eine Schonfrist von 30 Tagen ein, die nun endete. Die russische Regierung bestreitet in Verzug geraten zu sein. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sagte am Montag, Russland habe die im Mai fälligen Anleihezahlungen geleistet. Die Tatsache, dass sie vom Clearinghaus Euroclear wegen der westlichen Sanktionen gegen Russland blockiert worden seien, sei „nicht unser Problem“.
  • Am zweiten Tag des G7-Treffens auf Schloss Elmau im bayerischen Garmisch-Partenkirchen soll der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Vormittag per Video zugeschaltet werden. Er forderte zuvor abermals dringend mehr Waffen für sein Land. Die Ukraine kann zudem mit weiteren Milliardenzusagen rechnen, um das Land zu stabilisieren. Die G7-Staaten werden sich nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz nicht abschließend auf ein Gold-Embargo gegen Russland verständigen können. Dies müsse erst noch in der EU debattiert werden, sagt er im ZDF.
  • Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich leicht eingetrübt. Die ifo Exporterwartungen sind im Juni auf plus 3,7 Punkte gefallen, von plus 4,4 Punkten im Mai. „Logistikprobleme und hohe Unsicherheit drücken den Ausblick der deutschen Exportwirtschaft“, kommentierte das ifo Institut laut Mitteilung. In der Automobilindustrie seien die optimistischen Erwartungen jedoch zurückgekehrt. Die Branche erwarte erstmals seit Februar wieder Zuwächse beim Auslandsgeschäft. Auch der Maschinenbau, die Getränke- sowie die Bekleidungshersteller rechneten damit, mehr zu exportieren. Einen deutlichen Dämpfer hätten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen zu verkraften, ihre Erwartungen seien auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020 gefallen. Von Zuwächsen werde nur noch selten gesprochen.

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