• Daimler baut Batteriewerk in China
  • Zahlungsabwickler Vantiv will Worldpay für 7,7 Milliarden Pfund kaufen
  • Airbus: China bestellt Flugzeuge mit Listenpreis von 20 Mrd. Euro
  • In Spanien bahnt sich eine politische Eskalation an
  • Einzelhandelsumsatz in der Eurozone legte im Mai wie erwartet zu
  • Zwei Investorengruppen buhlen um Stada
  • Regierung in Peking kooperiert exklusiv mit Adidas
  • Moody's blickt mit erhöhte Skepsis auf Katar
  • Volvo will ein neues Kapitel in der Geschichte des Automobils aufschlagen
  • FDP-Chef Lindner will den Windkraft-Ausbau zügeln
  • Nordex erhält in Deutschland Aufträge über 81 MW
  • Caixin-Index: Dämpfer für die Konjunkturerwartungen in China
  • Chefwechsel beim Maschinenbauer Manz

Marktbericht

  • Am deutschen Aktienmarkt herrscht Zurückhaltung. Der DAX mäandert - mal im Plus, mal im Minus, um seinen Ausgangswert bei 12.437 Punkten. Am Nachmittag notiert das Marktbarometer etwas höher. Von seinen jüngsten Verlusten bis auf das tiefste Niveau seit Ende April hat sich der Leitindex im bisherigen Wochenverlauf dennoch um rund 1 Prozent erholt. Sorgen bereitet den Anlegern die Spannungen in Nordkorea. Außerdem dürften sie auf das Fed-Protokoll zur jüngsten Sitzung warten und auch deshalb Vorsicht walten lassen. Die Minutes könnten Hinweise liefern, welche weiteren geldpolitischen Schritte die Fed in diesem Jahr plant.
  • Der Euro knüpft am Mittwoch an seine Vortagesverluste an und tendiert in Richtung der Marke von 1,13 Dollar. Händler nannten vor allem den auf breiter Front stärkeren US-Dollar als Grund. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1320 US-Dollar und damit etwa einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Am Abend rückt die Geldpolitik der USA wieder auf den Schirm. Die Fed veröffentlicht am Abend ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Autohersteller Daimler baut zusammen mit seinem chinesischen Partner BAIC für 650 Mio. Euro ein Batteriewerk für Elektroautos in China. Die ersten Produkte sollen dort im Jahr 2020 vom Band laufen, wie Daimler mitteilte. Bisher produziert Daimler Batterien nur im sächsischen Kamenz.
  • Am Dienstagmorgen kam es zu einer Reihe von falschen Aktienkursen. Vor allem große Werte aus dem Tech-Sektor waren betroffen. Laut dem Börsenbetreiber Nasdaq waren dafür Testdaten verantwortlich gewesen, die von Drittanbietern fehlerhaft in das Handelssystem eingegebenen worden seien.
  • Der britische Zahlungsabwickler Worldpay hat sich mit dem US-Konzern Vantiv auf eine Übernahme geeinigt. Der Preis liege bei 7,7 Mrd. Pfund. Vantiv bietet für Worldplay 3,85 Pfund je Aktie in bar und Aktien.
  • Die US-Autohersteller haben deutlich Arbeitsplätze abgebaut. Im April waren in den Autofabriken insgesamt 206.300 Personen beschäftigt - 5000 weniger als ein Jahr zuvor, wie die „New York Times“ unter Bezug auf Daten der US-Arbeitsmarktstatistik berichtet.
  • Der US-Chiphersteller Nvidia will mit der chinesischen Baidu im Bereich Künstliche Intelligenz zusammenarbeiten und hat dazu eine Kooperationsvereinbarung vereinbart.
  • Der Anbieter von IT-Lösungen und Services für Retailbanken und Handelsunternehmen, Diebold Nixdorf, hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht: Das Unternehmen senkt die Gewinnerwartungen für 2017 von 1,40 bis 1,70 Dollar je Aktie auf die Spanne von 0,95 bis 1,15 Dollar je Aktie.
  • Airbus soll 140 Flugzeuge nach China liefern. Der europäische Luftfahrtkonzern schloss mit der staatlichen chinesischen Luftfahrt-Handelsgesellschaft CAS einen entsprechenden Rahmenvertrag im Wert von 20,1 Mrd. Euro ab.
  • Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi deckt sich weiter mit Patenten von Branchenschwergewichten ein. Nach Microsoft verkaufte auch Nokia den Chinesen ein Paket an Schutzrechten.
  • Die bislang unterlegenen Finanzinvestoren Advent und Permira planen einen neuen Anlauf, um den Pharmakonzern Stada zu übernehmen. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Finanzkreisen. Zuletzt hatten sich die Finanzinvestoren Bain und Cinven im Übernahmekampf um Stada gegen Advent und Permira durchgesetzt, waren aber an der Mindestannahmeschwelle gescheitert. Ihnen hatten nicht genügend Aktionäre ihre Aktien angedient. Auch Bain und Cinven planen nun mit Unterstützung von Stada angeblich ein neues Übernahmeangebot. Bisher boten sie 66 Euro je Aktie.
  • Nirgendwo wächst Adidas so schnell wie in China. Den Rivalen Nike haben die Franken dort überholt. Nun kooperiert die Regierung in Peking exklusiv mit Adidas. Um noch bekannter zu werden und noch schneller zu wachsen, arbeitet der Sportartikelkonzern seit neuestem mit dem chinesischen Bildungsministerium zusammen, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Die Franken haben sich demnach verpflichtet, 50.000 chinesische Sportlehrer auszubilden. Die Pädagogen werden künftig an 20.000 Schulen in China Fußballtraining anbieten. Über diese Schulen sollen 20 Mio. Kinder an den Fußball herangeführt werden. „Wenn das Kalkül der Konzernstrategen aufgeht, begeistern sich aber bald Millionen chinesische Nachwuchsspieler für die Marke mit den drei Streifen“, schreibt das Blatt. Die britische Investmentbank HSBC schätzt den Sportartikelhersteller nun deutlich optimistischer als zuvor ein und empiehlt die Aktie zum Kauf.
  • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im zweiten Quartal aus Deutschland Aufträge für den Bau von insgesamt 13 Projekten mit einer Kapazität von zusammen 81 Megawatt erhalten. Die Projekte werden überwiegend im laufenden Jahr errichtet.
  • Der schwedische Autobauer Volvo will ein neues Kapitel in der Geschichte des Automobils aufschlagen. Volvo will sich in den kommenden Jahren Schritt für Schritt von Fahrzeugen mit reinen Verbrennungsmotoren verabschieden. Künftig soll es bei Volvo keine Autos mehr ohne Elektromotor geben. Von 2019 an werde jedes neue Volvo-Modell einen Elektromotor haben, kündigte der Autobauer an.
  • Chefwechsel beim Maschinenbauer Manz: Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Dieter Manz wurde am Dienstag bei der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft in den Aufsichtsrat gewählt. Nachfolger auf dem Chefposten wird Eckhard Hörner-Marass, der seit 2016 im Vorstand den Bereich Technologie verantwortet.
  • Der Mobilfunker Vodafone wird in Deutschland rund 1.000 Stellen streichen, wie das „Handelsblatt" unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats berichtet. Damit würden rund sieben Prozent der Stellen wegfallen. Derzeit arbeiten bei dem britischen Unternehmen in Deutschland rund 14.000 Mitarbeiter.

Konjunktur & Politik

  • Die US-Industrie hat im Mai weniger Auftrage eingesammelt. Das Bestellvolumen ging um 0,8 Prozent zum Vormonat zurück, so das US-Wirtschaftsministerium. Experten hatten einen halb so hohen Rückgang erwartet.
  • Nach dem Raketentest durch Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump auch Chinas Handelspolitik scharf kritisiert. „Der Handel zwischen China und Nordkorea ist im ersten Quartal um fast 40 Prozent gewachsen. So viel dazu, dass China mit uns zusammenarbeitet, aber wir mussten es auf einen Versuch ankommen lassen!", so Trump per Twitter.
  • Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Juni leicht verschlechtert. Wie das Institut IHS Markit mitteilte, fiel der Composite Einkaufsmanagerindex um 0,5 Punkte auf 56,3 Zähler. In einer ersten Schätzung war noch ein deutlicherer Rückgang auf 55,7 Punkte ermittelt worden. Auch wenn der Index im Juni leicht rückläufig war, dürfte die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum im zweiten Quartal deutlich gewachsen sein.
  • Der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone legte im Mai wie erwartet um 0,4 Prozent zum Vormonat zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 2,6 Prozent. Die Daten gab das Statistikamt Eurostat am Vormittag heraus.
  • In Spanien bahnt sich eine politische Eskalation an: Im Fall eines Sieges der Separatisten bei dem für den 1. Oktober geplanten Unabhängigkeitsreferendum will die spanische Region "innerhalb von zwei Tagen formell die Unabhängigkeit" Kataloniens vom Gesamtstaat vollziehen. Das sieht der Entwurf für das Referendumsgesetz vor, der am Dienstag im Regionalparlament in Barcelona eingebracht wurde. Die Regierung in Madrid hat mehrfach betont, man werde die Abtrennung der wirtschaftsstärksten Region Spaniens unter keinen Umständen zulassen.
  • FDP-Chef Christian Lindner stößt sich an dem Windkraft-Ausbau in Deutschland in seinem jetzigen Umfang. „Es macht keinen Sinn, einen Energieträger mit hohem Tempo und Subventionen auszubauen, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden kann", sagte er der dpa. Deutschland brauche „eine marktwirtschaftliche Wende in der Energiepolitik", die das ökonomisch und physikalisch Machbare berücksichtige.
  • Die US-Ratingagentur Moody's senkt angesichts der diplomatischen Krise mit seinen Nachbarn den Daumen über Katar. Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Landes wurde von stabil auf negativ gesenkt, wie die Ratingagentur mitteilte. Die Bonität wird aber weiterhin mit der viertbesten Note „Aa3" bewertet. die volkswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken für Katar angesichts des Konflikts seien der Hauptgrund für den Schritt, so Moody’s.
  • Nach zuletzt tendenziell positiven Stimmungsindikatoren in China enttäuscht der letzte der wichtigen Indizes für Juni: Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex für den chinesischen Dienstleistungsbereich rutschte überraschend von 52,8 auf 51,6 Punkte im Juni ab. Das ist der tiefste Stand seit etwas mehr als einem Jahr.

Dividendenausschüttungen

  • WCM (0,10 je Aktie)
Termine des Tages:
16:00 Uhr - US: Auftragseingang Industrie Mai
16:00 Uhr - US: IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen Juli
20:00 Uhr - US: Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung

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