DAX

    Am Deutschen Aktienmarkt dürfte es verhalten in die neue Woche gehen. Die Indikation auf den DAX liegt vorbörslich leicht im Minus bei 10.091 Punkten. Die von vielen Experten erwartete Schreckensnachricht aus Fernost ist ausgeblieben. In China wächst die Wirtschaft weiterhin mit ordentlichem Tempo, wenn auch so schwach wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes wuchs in den vergangenen drei Monaten um 6,9 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Montag mitteilte. Analysten hatten allerdings nur mit 6,8 Prozent gerechnet. Enttäuschend fiel jedoch die Industrieproduktion im Reich der Mitte aus, die im September deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. „Die Konjunkturdaten aus China liefern den Anlegern wenig Orientierung“, fängt der Währungshändler Oanda in einem Kommentar das Stimmungsbild ein. Zwar habe sich das Wirtschaftswachstum des Landes weniger verlangsamt als erwartet, doch sei die Industrieproduktion schwach ausgefallen.

    Mit der EZB-Ratssitzung steht am kommenden Donnerstag das Highlight dieser Woche an. Vor diesem Termin dürften die Spekulationen um eine mögliche Ausweitung des QE-Programms der EZB zunehmen. Hierbei scheinen sowohl eine Aufstockung des monatlichen Ankaufvolumens von 60 Milliarden Euro als auch eine Erhöhung des angestrebten Endvolumens von aktuell 1,1 Billionen Euro möglich. Grundlage dieser Diskussion ist vor allem die deutliche Zielverfehlung bei der Inflation. Die Rate liegt mit -0,1 Prozent weit von der Zielmarke von 2,0 Prozent entfernt.

    Adidas: WM-Affäre könnte abfärben

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss sich seit Freitagabend gegen den Vorwurf wehren, das bei der WM 2006 Korruption im Spiel war. Die Gerüchte könnten auch ein schlechtes Licht auf den Sportausrüster Adidas werfen.

    Issing warnt vor Transferunion

    Der ehemalige EZB-Chefvolkswirt, Otmar Issing, hält wenig von einer europäischen Transferunion. „Der Versuch, Transferzahlungen zu erzwingen, würde auf der Empfängerseite zu unverantwortlichem Verhalten (sog. Moral Hazard) und auf der Geberseite zu Widerständen führen. Die daraus folgenden Spannungen könnten selbst die Integration gefährden, die bislang erreicht wurde“, schreibt Issing in einem Gastkommentar für das „Handelsblatt".

    Deutsche Bank steht vor fundamentalem Konzernumbau

    Der neue Co-Chef der Deutschen Bank, John Cryan, will das Geldinstitut mit einem grundlegendem Konzernumbau zukunftsfähiger aufstellen. In der Führungsetage kommt es zu zahlreichen personellen Änderungen, drei Manager scheiden aus dem Vorstand aus. Zudem werden die Sparten neu zugeschnitten, die Führungsgremien neu geordnet, wie das größte deutsche Finanzinstitut am Sonntag nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung mitteilte. Im Mittelpunkt des Umbaus steht das Investmentbanking, das völlig neu geordnet wird. „Wir wollen eine besser kontrollierte, kosteneffizientere und stärker fokussierte Bank schaffen“, sagte Cryan. „Die neue Struktur und das neue Management-Team sind von entscheidender Bedeutung, um dies zu erreichen."

    Metro verfehlt die Prognosen

    Der Handelskonzern Metro hat das Geschäftsjahr 2014/2015 (per Ende September) mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen und die Markterwartungen verfehlt. Im vergangenen Geschäftsjahr seien die Erlöse nach ersten Berechnungen um 1,2 Prozent auf 59,2 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte Metro mit. Auf gleicher Fläche verbesserte sich der Umsatz um 1,5 Prozent. Der Konzern hofft nun auf ein positives Weihnachtsgeschäft.

    US-Wettbewerber Diebold will Wincor Nixdorf schlucken

    Der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf steht vor einer Übernahme durch das US-Unternehmen Diebold. Der US-Hersteller von Hard- und Softwaresystemen für Selbstbedienungsautomaten bietet 1,7 Milliarden Euro für Wincor Nixdorf. Die Übernahme ist noch nicht abgeschlossen. Bislang wurden lediglich die „Eckpunkte über einen möglichen Zusammenschluss“ vereinbart.

    Ferrari: IPO nimmt Fahrt auf

    Die Vorbereitungen für das Börsendebüt der exklusiven Automarke Ferrari laufen heiß. Schon am Mitwoch könnten die Papiere unter dem Kürzel RACE - zu Deutsch: Wettfahrt - erstmals an der New York Stock Exchange gehandelt werden, heißt es in Finanzkreisen. Die mögliche Preisspanne soll bei 48 bis 52 Dollar liegen.

    Air France: Kürzungen fallen verhaltener aus

    Die Fluggesellschaft Air France will nach den massiven Protesten weniger Stellen streichen als geplant. „2016 sollen weniger als Tauend Stellen auf freiwilliger Basis wegfallen“, so Konzernchef Alexandre de Juniac. „Die für 2017 geplanten Stellenstreichungen können vermieden werden, falls wir uns bis Anfang 2016 mit den Gewerkschaften auf Einsparungen einigen“, so de Juniac. Zuvor sollten bis 2017 rund 2.900 Stellen gestrichen werden.