• Uni-Michigan-Konsumklima bleibt stabil
  • US-Arbeitsmarkt: Zahl der neuen Stellen unter den Erwartungen
  • Flixbus beginnt mit IPO-Vorbereitungen
  • Altria steigt bei Cannabis-Produzent Cronos ein
  • OPEC einigt sich auf Förderkürzung
  • Eurozone: Wirtschaft wächst langsamer
  • Wahl zur CDU-Parteispitze: Merkel ruft zur Geschlossenheit auf
  • Airbus erhält Bestellung über 100 Maschinen der A320neo-Familie
  • Deutschland: Erzeugung im produzierenden Gewerbe sinkt überraschend
  • Carl Zeiss Meditec verfehlt Erwartungen knapp
  • Fresenius gibt Mittelfristziele auf
  • Fiat Chrysler plant neues US-Montagewerk
  • Huawei-CFO: Kanada betont Unabhängigkeit der Justiz
  • Fed könnte Zinserhöhungskurs verlangsamen
  • Palladium überholt Gold

DAX

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Nach einer deutlichen Erholung zu Handelsbeginn hat der deutsche Aktienmarkt seine Kursgewinne am Freitag im späten Handel wieder komplett abgegeben. Der DAX drehte kurz vor Handelsende in die Verlustzone und verabschiedete sich mit einem Minus von 0,21 Prozent und 10.788,09 Punkten ins Wochenende. Im Vergleich mit der Vorwoche hat das Börsenbarometer damit 4,17 Prozent eingebüßt. Am Freitag belastete neben der wieder schwächeren Wall Street im späten Handel vor allem, dass der als wirtschaftsliberal geltende Friedrich Merz bei der Wahl zum CDU-Parteivorsitz knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer unterlegen ist. Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für November fielen unterdessen schwächer aus als erwartet. Die Ölpreise konnten sich am Freitag kräftig erholen, nachdem die wichtigsten Öl-Förderländer der sogenannten OPEC-Plus-Gruppe sich am Freitag doch noch auf eine Öl-Förderkürzung für das kommende Jahr verständigt haben. Schlusslich im DAX waren nach einer Gewinnwarnung die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius mit einem Minus von 17,7 Prozent und die Aktien der Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Minus von 8,5 Prozent.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • BASF senkt Ausblick für 2018
  • Der US-Generikahersteller Akorn ist im Rechtsstreit um die angestrebte Rückabwicklung eines Deals mit dem deutschen Gesundheitskonzerns Fresenius vor Gericht auch in der Berufung gescheitert. Die Akorn-Aktien notieren zuletzt knapp 30 Prozent im Minus.
  • Die Elektrofahrzeug-Tochter Streetscooter der Deutschen Post hat nun auch für das Einstiegsmodell Work eine Zulassung des Kraftfahrtbundesamts zur Großserienproduktion erhalten. Damit kann das Fahrzeug nun in Europa auch in größeren Stückzahlen verkauft werden.
  • Das Modeunternehmen Gerry Weber hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 laut vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 795 Millionen Euro (Vorjahr: 880,9 Millionen Euro, Analystenprognose: 790 Millionen Euro) und ein Ebit von minus 148,1 Millionen Euro (Vorjahr: 10,3 Millionen Euro).
  • Der Fernbusanbieter Flixbus beginnt offenbar mit Vorbereitungen für seinen Börsengang. "Flixmobility hat die Investmentbank PJT als sogenannten IPO-Berater für ihren Sprung aufs Parkett engagiert", sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
  • Der Tabakkonzern Altria Group steigt im großen Stil beim kanadischen Cannabis-Produzenten Cronos ein. Altria investiert in einem ersten Schritt zunächst rund 1,8 Milliarden Dollar und erhält dafür eine Beteiligung von 45 Prozent an Cronos. Zudem hat Altria die Option, die Beteiligung auf 55 Prozent zu erhöhen.
  • Der Flugzeugbauer Airbus hat vom Flugzeugleasing-Unternehmen Avalon eine Bestellung über 100 Verkehrsflugzeuge der A320neo-Familie erhalten. Die Bestellung hat nach aktuellen Listenpreisen einen Gesamtwert von 11,5 Milliarden US-Dollar. Die Auslieferung der Maschinen ist ab 2023 geplant.
  • Der Finanzdienstleister DF Deutsche Forfait hat in den ersten neun Monaten 2018 ein Geschäftsvolumen von 44,4 Millionen Euro (Vorjahr: 13,0 Millionen Euro), ein Rohergebnis von 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 Millionen Euro), ein Ergebnis vor Ertragssteuern von minus 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,4 Millionen Euro) und ein Konzernergebnis von minus 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,9 Millionen Euro).
  • Der Online-Handelskonzern Amazon erwägt sein Netz an kassenlosen Läden auf Flughäfen auszubauen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet.
  • Die Lufthansa prüft im Rahmen einer internen Untersuchung ein mögliches Fehlverhalten von Funktionären der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO. Die Mitarbeiter haben möglicherweise in den Jahren 2015 bis 2018 zu Unrecht Gehälter bezogen, aber keine Flugstunden geleistet.
  • AstraZeneca: Eine Phase-III-Studie mit Imfinzi hat ihren primären Endpunkt nicht erreicht.
  • Knorr-Bremse übernimmt von Hitachi Automotive Systems den Geschäftsbereich Lenksysteme für Nutzfahrzeuge in Japan und Thailand mit einem Jahresumsatz von knapp 100 Millionen Euro.
  • Carl Zeiss Meditec hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 1,28 Mrd Euro und einem Gewinn je Aktie von 1,41 Euro die Analystenschätzungen von 1,29 Milliarden Euro bzw. 1,43 Euro knapp verfehlt. Das EBIT liegt mit 197,1 Millionen Euro jedoch über den Erwartungen von 193 Millionen. Carl Zeiss Meditec erwartet im Geschäftsjahr 2018/2019 ein Wachstum mindestens auf Marktniveau sowie eine EBIT-Marge zwischen 14 und 16 Prozent. Die für das Geschäftsjahr 2017/2018 gezahlte Dividende soll 0,55 Euro je Aktie betragen, nach 0,42 Euro ein Jahr zuvor. Die Analysten hatten nur mit 0,52 Euro je Aktie gerechnet.
  • Der Gesundheitskonzern Fresenius gibt seine Mittelfristziele auf. Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 rechne man nicht mehr damit, die Mittelfristziele für 2020 zu erreichen, teilte Fresenius am Donnerstagabend mit. Nach kräftigen Investitionen 2019 erwarte man ein organisches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich für die folgenden Jahre. Ab 2020 erwartet Fresenius ein nachhaltiges organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Fresenius strebt auf für das Geschäftsjahr 2019 eine Erhöhung der Dividende an. Die Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care erwartet für 2019 ein solides vergleichbares Umsatzwachstum und ein vergleichbares Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2018, wie ebenfalls am Donnerstagabend mitgeteilt wurde.
  • Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Medikament Tecentriq des Pharmakonzerns Roche in Kombination mit dem Medikament Avastin und einer Chemotherapie zur Erstbehandlung von Menschen mit einer bestimmten Art von metastasierendem Lungenkrebs zugelassen.
  • Der US-italienische Autokonzern Fiat Chrysler will ein neues Werk in Detroit errichten, wie US-Medien am Donnerstagabend berichteten. Es handelt sich um das erste neue inländische Montagewerk eines US-Autobauers, das nach der Finanzkrise errichtet wurde.

Konjunktur & Politik

  • Annegret Kramp-Karrenbauer ist vom CDU-Parteitag im zweiten Wahlgang mit knapper Mehrheit zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Kramp-Karrenbauer erhielt 51,75 Prozent der Delegiertenstimmen, Friedrich Merz 48,25 Prozent der Stimmen. Jens Spahn war bereits nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden.
  • Im ersten Wahlgang zum CDU-Parteivorsitz hat keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit statt. Es findet eine Stichwahl zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz statt. Im ersten Wahlgang erhielt Annegret Kramp-Karrenbauer 45,05 Prozent der Stimmen, Friedrich Merz 39,24 Prozent der Stimmen und Jens Spahn 15,72 Prozent der Stimmen.
  • Die Stimmung der US-Verbraucher bleibt gut. Das von der Uni Michigan ermittelte US-Konsumklima blieb im Dezember nach vorläufigen Angaben wie erwartet bei 97,5 Punkten. Erwartet wurde ein Rückgang auf 97,1 Zähler.
  • Die OPEC-Staaten und weitere wichtige Öl-Förderländer wie Russland haben sich auf eine deutliche Öl-Förderkürzung im kommenden Jahr geeinigt. Die tägliche Fördermenge soll um 1,2 Millionen Barrel abnehmen. Darauf verständigten sich die Länder der sogenannten OPEC-Plus-Gruppe in Wien. Auch Russland stimmte der Förderkürzung zu. Die Ölpreise konnten in einer ersten Reaktion deutlich zulegen. Die Nordseesorte Brent notiert zuletzt knapp fünf Prozent im Plus.
  • Auf dem US-Arbeitsmarkt sind im November weniger neue Stellen als erwartet geschaffen worden. Die Zahl der zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft belief sich saisonbereinigt auf 155.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die Volkswirte hatten mit 198.000 neuen Stellen in der größten Volkswirtschaft der Welt gerechnet. Die Anzahl der neuen Stellen in den beiden Vormonaten wurden um insgesamt 12.000 nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote blieb wie erwartet auf dem Vormonatsniveau von 3,7 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Erwartet wurde ein Plus von 0,1 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 0,1 (zunächst 0,2) Prozent im Vormonat.
  • Der US-Kongress hat ein zweiwöchiges Ausgabengesetz beschlossen, mit dem ein sogenannter "Shutdown" der Regierung kurzfristig vermieden wird. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte auch der Senat dem Gesetz zu, das die Finanzierung des US-Staatshaushalts bis zum 21. Dezember sicherstellt. US-Präsident Donald Trump hat bereits erklärt, dass er das Gesetz unterzeichnen wird.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor der heutigen Neuwahl einer neuen CDU-Parteispitze zur Geschlossenheit aufgerufen. "Ich wünsche mir, dass wir aus diesem Parteitag gut gerüstet, motiviert und geschlossen herausgehen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt", sagte Merkel.
  • Die Erwerbstätigenzahl in der Eurozone ist im dritten Quartal wie erwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, nach einem Plus von 0,4 Prozent im Vorquartal.
  • Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich im dritten Quartal wie erwartet abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag im Rahmen ihrer dritten Schätzung bestätigte. Im Vorquartal war die Wirtschaftsleistung der Eurozone um 0,4 Prozent gestiegen.
  • Italien: Spekulationen über Rücktritt von Finanzminister Giovanni Tria nehmen nach einem entsprechenden Artikel der Tageszeitung "Il Giornale" zu.
  • Der Arbeitskostenindex in Deutschland ist im dritten Quartal kalenderbereinigt um 2,7  Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
  • Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe in Deutschland ist im Oktober überraschend um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,3 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 0,1 Prozent (zunächst 0,2 Prozent) im Vormonat.
  • Die US-Notenbank könnte ihren Zinserhöhungskurs im kommenden Jahr spürbar verlangsamen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" prüft die Fed, ob sie statt der verlässlichen Zinserhöhungen im Quartalstakt im kommenden Jahr eine abwartende Haltung bei künftigen Zinserhöhungen einnehmen könnte. Zwar rechnen die Notenbanker laut Bericht immer noch mit steigenden Zinsen im kommenden Jahr. Es gebe aber eine größere Unsicherheit, wie schnell und wie weit die Zinsen erhöht werden sollten, schreibt die Zeitung. Am Donnerstag hatte bereits der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, Raphael Bostic, gesagt, dass man sich nur knapp unter dem als neutral eingestuften Zinsniveau befinde. Nach Ansicht von Fed-Chef Jerome Powell läuft die US-Konjunktur insgesamt weiter "sehr gut", wie er bei einer Rede sagte. Insbesondere der Arbeitsmarkt sei stark.
  • Nach der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei in Kanada hat Premierminister Justin Trudeau betont, dass es keine politische Einflussnahme gegeben habe. "Ich kann allen versichern, dass wir ein Land mit einer unabhängigen Justiz sind", sagte Trudeau am Donnerstag. Es habe keinerlei "politische Einmischung oder Beeinträchtigung" gegeben, so Trudeau. China hatte die Festnahme scharf kritisiert. Die USA fordern eine Auslieferung Mengs wegen angeblicher Verstöße gegen die Iran-Sanktionen der USA. Am Freitag ist beim British Columbia Supreme Court in Vancouver für 19.00 Uhr MEZ eine Kautionsanhörung für Meng angesetzt. Chinesische Medien haben die Verhaftung der Finanzchefin von Huawei in Kanada als "Entführung" bezeichnet.
  • Der Palladiumpreis stand am Donnerstag erstmals seit 16 Jahren wieder höher als der Goldpreis. Palladium profitiert aktuell von einer besonders hohen Nachfrage. Das Edelmetall kommt vor allem in der Automobilbranche zum Einsatz, wo es unter anderem für Katalysatoren zur Abgasreinigung verwendet wird.

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