• Bundesregierung rechnet weiter mit wirtschaftlicher Erholung
    • Pipeline wird langsam wieder hochgefahren
    • Tesla stoppt Akzeptanz von Bitcoin-Zahlungen wieder
    • Boeing erhält Genehmigung für Behebung von neuerlichem Fehler

    Märkte

    • Nach kräftigen Kursverlusten am Vormittag hat sich der deutsche Aktienmarkt im Handelsverlauf an Christi Himmelfahrt deutlich erholt. Der DAX ging mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 15.199,68 Punkten aus dem Handel, nachdem das Börsenbarometer zeitweise mehr als zwei Prozent im Minus notiert hatte. Vor allem die Erholung an der Wall Street half dem deutschen Aktienmarkt auf die Sprünge. Feiertagsbedingt sind die Impulse aus Deutschland heute eher rar gesät. Am Mittwoch waren vor allem an der Wall Street die Kurse deutlich eingebrochen, nachdem die Inflationsrate in den USA im April mit 4,2 Prozent deutlich über den Erwartungen gelegen hatte. Der DAX hatte sich im Gegenzug aber relativ stabil gehalten.
    • Bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist es in der Nacht zu einem kräftigen Kursrutsch gekommen, nachdem der Elektroautobauer Tesla angekündigt hatte, vorerst doch keine Bezahlung per Bitcoin mehr zu akzeptieren. Tesla-Chef Elon Musk begründete die Entscheidung mit dem hohen Verbrauch konventionell erzeugter Energie beim Bitcoin-Mining.
    • Der S&P 500 beendete den Handel mit einem Plus von 1,2 Prozent, nachdem Investoren den Dip der vergangenen Tage wieder kauften. Unterstützend dürften dabei sicherlich der Rücklauf bei den Kapitalmarktzinsen (10Y) gewirkt haben, die sich trotz heißlaufender Inflation und guten Arbeitsmarktdaten nicht über 1,7 Prozent etablieren konnten. Für zusätzlich positive Vibes sorgte auch die Empfehlung des CDC, dass geimpfte Personen künftig auf Masken verzichten können und auch keine Abstände mehr einhalten müssen. Für Sicherheit dürfte auch die Stabilisierung der Apple-Aktie gesorgt haben, die sich heute um 1,8 Prozent verbessern konnte.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der vom Tübinger Biopharmazieunternehmen CureVac gemeinsam mit GlaxoSmithKline entwickelte COVID-19-Impfstoffkandidat der zweiten Generation ("CV2CoV") hat bei geimpften Tieren eine starke Antigenproduktion und starke und dosisabhängige Immunantworten gezeigt, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. Darüber hinaus zeigte das Serum der geimpften Tiere deutliche Kreuzneutralisation gegen die COVID-19-Varianten, die zuerst in Dänemark (B.1.1.298), in Großbritannien (B.1.1.7) und in Südafrika (B.1.351) entdeckt wurden. "CV2CoV" unterscheidet sich laut Unternehmen maßgeblich von CureVacs Impfstoffkandidat der ersten Generation, der sich gerade in fortgeschrittenen klinischen Studien befindet.
    • Die Fast-Food-Kette McDonald's will Medienberichten zufolge in 660 Restaurants die Löhne um durchschnittlich zehn Prozent anheben. Das Einstiegsgehalt für einfache Angestellte soll zwischen 11 und 17 Dollar pro Stunde liegen. Das Unternehmen will in den nächsten drei Monaten über 10.000 neue Stellen besetzen und hat derzeit Schwierigkeiten, genügend Personal zu finden.
    • Der Flugzeugbauer Boeing hat von den US-Behörden die Genehmigung für die Behebung eines elektrischen Problems erhalten, durch das mehr als 100 Jets des Typs 737 MAX zuletzt nicht mehr abheben durften. Nachdem das elektrische Problem behoben ist, könnten die ersten Jets bereits in den kommenden Tagen wieder abheben, heißt es. Das technische Problem hatte 109 Jets und damit rund ein Viertel aller Flugzeuge des Typs 737 MAX betroffen. Die Flugzeuge durften nach dem Auftauchen des neuen Problems seit Anfang April nicht mehr fliegen.
    • Der Elektroautobauer Tesla will die Kryptowährung Bitcoin in Zukunft nun doch nicht mehr als Bezahlungsmethode akzeptieren. Nur zwei Monate, nachdem Tesla damit begonnen hatte, für den Verkauf seiner Autos auch Bitcoins als Zahlungsmittel entgegenzunehmen, teilte Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter mit, dass man dies wieder beenden werde. "Wir sind besorgt über den schnell ansteigenden Verbrauch von fossilen Brennstoffen für Bitcoin-Mining und Transaktionen, ganz besonders von Kohle", heißt es in einer von Musk auf Twitter veröffentlichten Erklärung. "Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben an eine vielversprechende Zukunft, aber dies kann nicht zu großen Lasten der Umwelt gehen." Tesla werde keine weiteren Bitcoin verkaufen und wolle es für Transaktionen nutzen sobald das Mining auf nachhaltigere Energiequellen umgestellt werde, schrieb Musk weiter. "Wir sehen uns auch andere Kryptowährungen an, die weniger als ein Prozent der Energie pro Transaktion von Bitcoin nutzen", so Musk weiter.

    Konjunktur & Politik

    • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind in der vergangenen Woche erneut auf den tiefsten Stand seit Beginn der Pandemie gesunken. Die Zahl der Erstanträge belief sich auf 473.000. Erwartet wurden 487.000, nach revidiert 507.000 Erstanträgen in der Woche zuvor.
    • Die Erzeugerpreise in den USA sind im April stärker gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat wurde ein Anstieg um 0,6 Prozent verzeichnet, während die Volkswirte nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet hatten. Im Vormonat hatten die Erzeugerpreise um 1,0 Prozent zugelegt. In der Kernrate legten die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, während ein Anstieg um 0,4 Prozent erwartet wurde.
    • Trotz des erneuten Konjunktureinbruchs im ersten Quartal wegen der neuen Corona-Lockdowns rechnet die Bundesregierung unverändert mit einer wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021. "Die Fahrt aufnehmende Impfkampagne und eine starke Weltwirtschaft verbreiten wachsende Zuversicht", heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 1,7 Prozent geschrumpft.
    • Die durch einen Hackerangriff lahmgelegte Colonial Pipeline in den USA wird schrittweise wieder hochgefahren. Der Betreiber teilte allerdings mit, dass es mehrere Tage dauern könnte, bis sich die Pipeline wieder im Normalbetrieb befindet. Durch die Pipeline werden rund 45 Prozent aller an der Ostküste verbrauchten Kraftstoffe transportiert.
    • Im Südosten der USA kommt es zu Benzinknappheit, nachdem Hacker einen Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline Colonial Pipeline verübt hatten. In Staaten wie North Carolina, South Carolina, Virginia und Georgia ist an vielen Tankstellen kein Benzin mehr erhältlich, wie lokale Medienberichte zeigen. US-Präsident Joe Biden sagte unterdessen, dass er innerhalb von 24 Stunden mit "guten Nachrichten" in Bezug auf die Pipeline rechne.
    • Das Robert-Koch-Institut hat für Deutschland binnen eines Tages per frühem Donnerstagmorgen 17.419 Corona-Neuinfektionen gezählt. Eine Woche zuvor hatte der Wert bei 21.953 Neuinfektionen gelegen.

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