• ConocoPhillips will Concho Resources übernehmen
    • Allianz und Telefónica wollen in Glasfasernetze investieren
    • Nokia soll Mobilfunknetz auf Mond aufbauen
    • Evotec erhält Förderung von Bill Gates
    • Epigenomics bricht dramatisch ein
    • Hochtief-Tochter Cimic verkauft Thiess-Anteil von 50 %
    • Chinas Wirtschaft erholt sich stark

    DAX

    • Die zweite Welle der Corona-Pandemie und die näher rückende US-Präsidentschaftswahl lassen die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder vorsichtiger werden. Hatten robuste Wirtschaftsdaten aus China den DAX am Montagmorgen noch beflügelt, ging der Erholung im Laufe des Handelstages der Woche zunehmend die Luft aus. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,42 Prozent auf 12.854,66 Punkte. In Deutschland sind die Corona-Fallzahlen wieder stark gestiegen, so wurden am Samstag neue Rekordwerte gemeldet. Am Sonntag und Montag fallen die gemeldeten Zahlen wegen Verzögerungen bei der Übermittlung am Wochenende oft geringer aus.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Der Investor Tigerluxone will offenbar 22 Millionen Aktien von Teamviewer verkaufen, wie es in einer Kreise-Meldung heißt. Die AKtien geben im nachbörslichen Handel deutlich nach.
    • Das US-Erdölunternehmen ConocoPhillips will für 9,7 Milliarden Dollar den Konkurrenten Concho Resources übernehmen. Es handelt sich um die größte Übernahme im US-Ölsektor seit Beginn der Corona-Pandemie. Die Transaktion soll komplett in Aktien abgewickelt werden. Aktionäre von Concho Resources sollen im Rahmen des Deals 1,46 Aktien von ConocoPhillips erhalten. Der Kaufpreis entspricht einem Aufschlag von rund 15 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.
    • Der US-Erdölkonzern Halliburton Co. hat im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 0,11 Dollar die Analystenschätzungen von 0,08 Dollar übertroffen. Der Umsatz lag mit 2,98 Mrd. Dollar unter den Erwartungen von 3,12 Milliarden.
    • Der größte Kinobetreiber in den USA, AMC Entertainment, hat am Montag die Wiedereröffnung von weiteren Kinos angekündigt. In New York sollen ab dem 23. Oktober rund ein Dutzend Filmhäuser wieder öffnen, im ganzen Land bis Monatsende 530.
    • Der Versicherungskonzern Allianz und der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica wollen Medienberichten zufolge ein gemeinsames Unternehmen für Investments in den Ausbau der Glasfaser-Netze in Deutschland gründen. Geplant sind Investitionen von insgesamt rund fünf Milliarden Euro.
    • Centogene hat eine Genehmigung der US-Arzneitmittelagentur FDA für seine SARS-CoV-2-RT-PCR-Tests zur Anwendung in Notfallsituationen bei Personen ohne Symptome oder Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung erhalten.
    • Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat von der US-Weltraumagentur NASA den Auftrag zum Aufbau eines 4G-Mobilfunknetzes auf dem Mond erhalten. Zunächst soll ein 4G/LTE-Netzwerk aufgebaut werden, das später in ein 5G-Netzwerk überführt werden könnte. Das Netzwerk soll bei künftigen NASA-Missionen auf dem Mond zum Einsatz kommen und Raumfahrzeuge, Astronauten und künftige Mondbasen per Mobilfunk verbinden und zum Beispiel auch das Streaming von Live-Videobildern ermöglichen. Der Auftrag hat ein Volumen von 14,1 Millionen Euro.
    • Die Deutsche Telekom arbeitet an einer Mobilfunkversorgung entlegener Gebiete über Flugzeuge in der Stratosphäre. Zusammen mit dem Technologiepartner Stratospheric Platforms Limited (SPL) habe man Anfang Oktober in Bayer in einer Höhe von ca. 14 Kilometern die weltweit erste erfolgreiche Demonstration von LTE/4G Sprach- und Datenverbindungen über eine am Rand der Stratosphäre fliegende Plattform durchgefüht, die vollständig in ein kommerzielles Netz eingebunden war. SPL arbeitet laut Telekom zusammen mit anderen Partnern an der Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen, ferngesteuerten Flugzeugs, über das künftig die Mobilfunkversorgung in entlegenen Gebieten erfolgen könnte. Der erste Flug ist für Mitte 2022 geplant.
    • Der niederländische Gesundheitstechnologie-Konzern Philips hat im dritten Quartal unter anderem von der Nachfrage nach Beatmungsgeräten im Zuge der Corona-Pandemie profitiert und den Nettogewinn von 208 Millionen Euro im Vorjahr auf 340 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis konnte von 320 auf 476 Millionen Euro verbessert werden. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 4,98 Milliarden Euro zu. Die Aktien notieren im frühen Handel mit einem Aufschlag von rund zwei Prozent.
    • Der Leiter der Windenergiesparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, Gunnar Groebler, soll neuer Chef des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns Salzgitter werden. Der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann gehe am 30. Juni planmäßig in den Ruhestand, wie das Unternehmen mitteilte.
    • Das Biotechunternehmen Evotec erhält eine Geldspritze von der Bill & Melinda Gates Foundation, der Stiftung des Microsoft. Mit dem Geld soll die Entwicklung und Herstellung von Antikörpern gegen Covid-19 in den USA gefördert werden. Zur Höhe der Förderung wurden keine Angaben gemacht.
    • Epigenomics hat eine negative Erstattungsempfehlung der staatlichen US-Krankenversicherung zu Epi proColon erhalten. Epi proColon ist ein Bluttest zur frühen Erkennung von Darmkrebs. Die Entscheidung aus den USA ist noch nicht endgültig. Die Aktien von Epigenomics brachen am Montag nach Veröffentlichung der Meldung im vorbörslichen Handel zeitweise um fast 80 Prozent ein.
    • Die Hochtief-Tochter Cimic verkauft einen Anteil von 50 Prozent an der australischen Bergbautochter Thiess für einen Betrag von 1,7 bis 1,9 Milliarden australische Dollar (rund 1,0 bis 1,15 Milliarden Euro). Käufer sind Fonds, die von Elliott Advisors beraten werden. Hinter Elliott Advisors steht der milliardenschwere US-Hedgefondsmanager Paul Singer. Thiess beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter im Tagebau- und Untertagebau und wird im Rahmen der Transaktion insgesamt mit 4,3 Milliarden australische Dollar bewertet. Die Elliott-Fonds haben die Option, ihren Thiess-Anteil in einem Zeitraum zwischen drei und sechs Jahren nach dem Kauf wieder an Cimic zurück zu verkaufen, zum jeweils niedrigeren Preis aus derzeitigem Verkaufspreis und dann gültigem Marktpreis.

    Konjunktur & Politik

    • Die Verhandlungen über ein neues Konjunkturpaket in den USA wurden am Wochenende fortgesetzt. Laut der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi von den Demokraten, besteht noch bis Dienstag die Chance auf einen Deal vor der Präsidentschaftswahl. Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin trafen sich am Samstagabend zu Verhandlungen, allerdings blieben weiter Differenzen bestehen.
    • Die chinesische Wirtschaft ist nach Überwindung der Corona-Pandemie im dritten Quartal wieder kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu, wie die Behörden in China mitteilten. Erwartet wurde allerdings ein stärkeres Wachstum um 5,5 Prozent. Auf Sicht der ersten neun Monate verzeichnete die chinesische Wirtschaft mit einem Plus von 0,7 Prozent trotz Corona-Schock wieder ein positives Wachstum. Im zweiten Quartal war die chinesische Wirtschaft um 3,2 Prozent gewachsen, nach einem erstmaligen BIP-Rückgang seit 1992 um 6,8 Prozent im ersten Quartal. Weitere wichtige Wirtschaftsdaten für September lagen unterdessen über den Erwartungen. So legte die Industrieproduktion auf Jahressicht um 6,9 Prozent zu, während die Volkswirte nur ein Plus von 5,8 Prozent erwartet hatten. Der Einzelhandelsumsatz lag im September um 3,3 Prozent über dem Vorjahr, erwartet wurde ein Plus von 1,7 Prozent.
    • Der reale Gastgewerbeumsatz in Deutschland ist im August 2020 nach vorläufigen Angaen des Statistischen Bundesamtes um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vomrminat gestiegen. Allerdings lag der Umsatz noch 23,3 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.
    • Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts im August saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Dabei erhöhten sich die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Juli 2020 um 0,6 Prozent. Der Bestand an Auslandsaufträgen stieg um 1,1 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im August 2020 saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent niedriger.

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