• Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe höher als erwartet
  • adidas verzeichnet Umsatzwachstum in China
  • Maschinenbau-Auftragseingang bricht um 31 % ein
  • Auto-Aktien unter Druck
  • Koalition schnürt Konjunkturpaket
  • US-Regierung wählt Finalisten für Covid-Impfstoffentwicklung
  • Mehrwertsteuer wird vorübergehend gesenkt
  • Snapchat legt sich mit Trump an
  • Warner Music Group startet erfolgreich an der Börse
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DAX

  • Nach den kräftigen Kursgewinnen an den Vortagen ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag in den Konsolidierungsmodus übergegangen. Auch neue Konjunkturhilfen im dreistelligen Milliardenbereich von Bundesregierung und Europäischer Zentralbank (EZB) konnten den DAX nicht nachhaltig nach oben treiben. Das Börsenbarometer beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,45 Prozent auf 12.430,56 Punkte. Die EZB hatte am Nachmittag angekündigt, ihr Pandemie-Kaufprogramm PEPP von 750 Miliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro auszuweiten. Bereits am Vorabend hatte die Bundesregierung wie erwartet ein riesiges Konjunkturpaket im Volumen von 130 Milliarden Euro vorgestellt. Auch wenn die Volumina etwas höher ausfielen als erwartet, waren die Hilfsmaßnahmen größtenteils bereits an den Vortagen eingepreist worden, weswegen positive Reaktionen am Donnerstag ausblieben. An der Wall Street konnte unterdessen der technologielastige Nasdaq-100 Index am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch steigen. Die Technologieschwergewichte, die lange Zeit ein Garant für steigende Kurse waren, melden sich eindrucksvoll zurück.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die Online-Handelsplattform Ebay hat ihren Ausblick für das zweite Quartal kräftig angehoben und rechnet nun mit einem Umsatzanstieg von 13 bis 16 Prozent und einem Anstieg beim bereinigten Gewinn je Aktie von 54 bis 60 Prozent auf 1,02 bis 1,06 Dollar. Das Geschäft in der Corona-Pandemie laufe deutlich besser als man bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal erwartet habe, teilte Ebay zur Begründung mit. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde vorerst nicht angehoben. Die Ebay-Aktien konnten nach der Mitteilung des Unternehmens deutlich zulegen und notieren zuletzt rund sechs Prozent im Plus.
  • Der Sportartikelhersteller adidas hat im Mai in China wieder ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielt. "Das niedrigere Kundenaufkommen wurde durch höhere Konversionsraten und das außerordentliche Wachstum des E-Commerce-Geschäfts des Unternehmens mehr als kompensiert", teilte Adidas am Donnerstag mit. Für das zweite Quartal erwarte man nun einen Umsatz ungefähr auf der Höhe des Vorjahresniveaus.
  • In den USA wurde eine Zulassung des Unkrautvernichters Dicamba wegen möglicher Risiken aufgehoben. Der Stoff kommt sowohl in Produkten von BASF als auch von Bayer zum Einsatz.
  • Der italienische Medienkonzern Mediaset hat seine Beteiligung an ProSiebenSat.1 weiter ausgebaut und hält nun direkt 11,73 Prozent der Stimmrechte nach zuvor 8,94 Prozent. Zudem ist Mediaset sowohl in Call- als auch in Put-Derivaten auf ProSiebenSat.1 investiert. Insgesamt erstrecken sich die Geschäfte von Mediaset unverändert auf 24,16 Prozent der ProSiebenSat.1-Aktien.
  • Im Rahmen ihrer "Operation Warp Speed", mit der bis Jahresende ein Covid-19-Impfstoff in den USA verfügbar gemacht werden soll, hat die US-Regierung nach einem Bericht der "New York Times" die fünf Unternehmen Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Merck & Co und Pfizer als Finalisten ausgewählt. Kleinere Biotechfirmen wie Novavax oder Inovio werden hingegen nicht gefördert. Eines oder mehrere der fünf ausgewählten Unternehmen wird also voraussichtlich den Zuschlag erhalten, unter starker staatlicher Förderung einen Impfstoff zu entwickeln und in großen Mengen verfügbar zu machen.
  • Die Aktien der Autobauer Daimler, Volkswagen und BMW verzeichnen am Donnerstag Kursverluste. Als Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung wird es für Autos mit Verbrennungsmotoren keine Kaufprämien geben. Dagegen wird die Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen noch einmal deutlich erhöht.
  • Der Onlinedienst Snapchat legt sich mit US-Präsident Donald Trump an und will Beiträge des Präsidenten künftig nicht mehr besonders hervorheben. Trumps Profil werde nicht mehr im "Discover"-Bereich erscheinen, teilte Snapchat. In dem Bereich werden populäre Profile weiteren Usern empfohlen. Man wolle "kein Verstärker für Stimmen sein, die rassistische Gewalt und Ungerechtigkeit anfachen", teilte Snapchat zur Begründung an.
  • Der Musikkonzern Warner Music Group ist erfolgreich an die Börse zurückgekehrt. Der erste Kurs der Aktien an der Technologiebörse Nasdaq wurde am Mittwoch mit 27 Dollar festgestellt und die Aktien kletterten bis Handelsende auf über 30 Dollar. Der Ausgabepreis war zuvor auf 25 Dollar je Aktie festgesetzt worden, nachdem die Platzierungsspanne 23 bis 26 Dollar betragen hatte. Das Unternehmen hatte seinen Börsengang kurzfristig noch aufgestockt und statt 70 Millionen Aktien gleich 77 Millionen Aktien bei Investoren platziert. Warner Music hat unter anderem Superstars wie Ed Sheeran und Bruno Mars unter Vertrag.

Konjunktur & Politik

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) verstärkt ihre Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Das Volumen des Krisen-Anleihenkaufprogramms PEPP werde um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro ausgeweitet, teilte die EZB im Rahmen ihres Zinsentscheids am Donnerstag mit. Die Volkswirte der Banken hatten größtenteils nur mit einer Ausweitung um 500 Milliarden Euro gerechnet. Zudem verlängerte die EZB die Laufzeit des PEPP-Programms bis mindestens Ende Juni 2021. Bisher sollte das Programm bis mindestens Jahresende laufen. Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Die EZB erwartet einen beispiellosen Wirtschaftseinbruch im zweiten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im Gesamtjahr 2020 dürfte nach Schätzung des EZB-Mitarbeiterstabs um 8,7 Prozent schrumpfen. Ausführlicher Artikel: EZB weitet Notfall-Anleihenkäufe aus
  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche auf 1,877 Millionen gesunken. Erwartet wurde allerdings ein stärkerer Rückgang auf 1,833 Millionen Erstanträge, nach revidiert 2,126 (zunächst: 2,123) Millionen Erstanträgen in der Vorwoche.
  • Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im April um 31 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag mitteilte. Die Inlandsbestellungen gingen um ein Viertel zurück, die Bestellungen aus dem Ausland um ein Drittel. Im Dreimonatszeitraum Februar bis April lag der AUftragseingang um 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
  • Als Teil eines 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets wird die Mehrwertsteuer in Deutschland für ein halbes Jahr gesenkt, um den Konsum anzukurbeln. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 gilt statt dem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent eine gesenkte Mehrwertsteuer von 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von 7 Prozent ein reduzierter Satz von 5 Prozent. Details zum Konjunkturpaket finden Sie in dem folgenden Artikel: Große Koalition einigt sich auf riesiges Konjunkturpaket
  • Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat nach der Verschiebung des eigentlich für Mitte September geplanten EU-China-Gipfels in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel seinen Willen zur engen Zusammenarbeit mit Deutschland und Europa unterstrichen. Der EU-China-Gipfel, der eigentlich Mitte September in Leipzig stattfinden sollte, wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben.

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