• Produktivität der US-Wirtschaft bricht ein
    • Lage am US-Arbeitsmarkt verbessert sich weiter
    • Markit: Wirtschaft der Eurozone erhält Dämpfer
    • Eurozone: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
    • Fed drosselt Anleihekäufe ab November
    • Aufträge der deutschen Industrie erholen sich
    • Paket-Boom treibt Deutsche Post weiter an
    • Steigende Energiepreise machen HeidelCement zu schaffen
    • Qiagen hebt Ausblick wieder an
    • Zooplus geht an EQT und H&F
    • Moderna mit Umsatzwarnung

    Markt

    • Am deutschen Aktienmarkt läuft es rund: Der DAX war am Donnerstag im Rekordfieber. Gleich zu Beginn hatte der Leitindex ein erstes neues Rekordhoch bei 16.035 Punkten markiert. Doch dabei blieb es nicht: Im weiteren Verlauf kletterte der Index im Xetra-Handel in der Spitze bis auf 16.064,79 Zähler. Zur Schlussglocke notierte der DAX allerdings wieder etwas niedriger und beendete den Xetra-Handel bei 16.029,65 Punkten mit einem Plus von 0,44 Prozent gegenüber dem Vorabend. Die jüngsten Beschlüsse der US-Notenbank und die starken Vorgaben der New Yorker Börsen heizen an. Börsianer seien nun erleichtert, dass endlich Klarheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed herrsche, schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die guten Vorgaben aus den USA kämen dem DAX nun zugute, die Rally laufe weiter. Neben dem DAX konnte auch der Nebenwerte-Index SDAX auf ein neues Allzeithoch klettern. Der MDAX steht hingegen noch etwas unter einem im September erreichten Allzeithoch. Angesichts der gestiegenen Aktienbewertungen nimmt nun allerdings das Risiko für Gewinnmitnahmen zu.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Wegen Bedenken der US-Luftfahrtbehörde FAA haben die US-Telekommunikationskonzerne AT&T und Verizon eine ab dem 5.Dezember geplante Nutzung eines neuen Frequenzbandes für den neuen Mobilfunkstandard 5G zunächst auf den 5. Januar verschoben. Die FAA befürchtet, dass eine Nutzung der Frequenzen durch 5G-Dienste die Sicherheit bestimmter Systeme in Flugzeugen beeinträchtigen könnte.
    • Die Deutsche Rohstoff AG bringt mit der Ceritech AG ab dem 5. November eine Tochtergesellschaft ohne operatives Geschäft (sogenannter Börsenmantel) an die Börse Düsseldorf. Die Aktien der Ceritech AG, an der die Deutsche Rohstoff AG einen Anteil von 73,45 Prozent hält, können ab dem 5. November 2021 im Allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf gehandelt werden. Man wolle mit der Notierungsaufnahme spannende Ideen realisieren, "die nicht im primären Fokus der Deutsche Rohstoff AG liegen", sagte CEO Thomas Gutschlag. " In erster Linie kommen dafür natürlich Geschäftsfelder in Frage, die wir dennoch gut kennen. Wir sind aber auch offen für neue Themen, wenn diese geeignet sind, für die Aktionäre signifikanten Mehrwert zu schaffen."
    • Der US-Chip-Hersteller Qualcomm hat mit seiner Gewinn- und Umsatzprognose überrascht. Das US-Unternehmen stellte für das laufende Geschäftsquartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,90 bis 3,10 Dollar in Aussicht. Die Schätzung übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Bei den Erlösen rechnet Qualcomm mit 10,40 Mrd. Dollar.
    • Der Cornflakes-Produzent Kellogg gab rückläufige Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt. Im dritten Quartal legte der Umsatz um 5,6 Prozent auf 3,62 Mrd. Dollar zu, während der Gewinn je Aktie auf 0,89 (Vorjahr: 1,101) Dollar zurückging. Analysten hatten mehr erwartet.
    • Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen verlangt von der Politik, sich Einblick in die Funktionsweise von Online-Netzwerken zu verschaffen. „Wir brauchen genug Daten, um als Öffentlichkeit diese Systeme zu verstehen", sagte Haugen der dpa. Dafür müssten die Unternehmen verpflichtet werden, regelmäßig Informationen bereitzustellen.
    • Trotz Vorwürfen von Fehlern bei der entscheidenden Studie zum Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer sehen Experten die Wirksamkeit des Mittels nicht infrage gestellt. Die Angaben im Fachmagazin "The BMJ" über Unregelmäßigkeiten und Fehler reiche nicht aus, „um an der Qualität der klinischen Studie von Biontech/Pfizer zu zweifeln", sagte Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin an der Universität Tübingen.
    • Der Diagnostikkonzern Qiagen wird nun wieder zuversichtlicher für das laufende Jahr. Grund ist ein überraschend starkes drittes Quartal. Für das Gesamtjahr sagt das Management nun einen Umsatzanstieg gerechnet zu konstanten Wechselkursen um mindestens 15 Prozent voraus. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll dabei mindestens 2,48 Dollar erreichen. Im Sommer hatte Qiagen das Umsatzziel auf mindestens zwölf Prozent und den bereinigten Gewinn je Aktie auf mindestens 2,42 Dollar gekappt.
    • Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hebt seine Prognosen für das Gesamtjahr zum dritten Mal an. Erwartet werde nun für 2021 mit ein Umsatz von 19,3 bis 19,85 Mrd. Euro. Bisher lag die Spanne zwischen 18,8 und 19,7 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen solle auf 6,0 bis 6,3 (5,2) Mrd. Euro steigen (bisher: max. 6,0 Mrd.).
    • Die beiden Finanzinvestoren EQT und Hellman & Friedman kommen beim Online-Tierbedarfshändler Zooplus nun doch zum Zuge. Es seien mehr als 50 Prozent des gesamten Zooplus-Grundkapitals angeboten worden, teilten die Bieter am Donnerstag mit. Damit wurde die Mindestannahmeschwelle überschritten. Das finale Ergebnis der bei 480 Euro liegenden Offerte werde voraussichtlich am 8. November veröffentlicht.
    • Der Impfstoffhersteller Moderna hat im dritten Quartal einen Umsatz von 5 Mrd. Dollar erzielt, nach 157,9 Mio. Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt allerdings Erlöse von 6,2 Mrd. Dollar erratet. Für das Gesamtjahr zeigte sich Modena nun skeptischer. Statt Umsätzen in 2021 von 20 Mrd. Dollar erwartet das Unternehmen jetzt nur noch Erlöse in höhe von 15 bis 18 Mrd. Dollar.
    • Der Maschinenbauer Manz hat von BMW den Zuschlag für den Aufbau einer Batterieproduktionslinie erhalten. Der Auftrag für den Standort Parsdorf umfasst Anlagen zur Beschichtung des Elektrodenmaterials sowie zur Assemblierung der Lithium-Ion-Batteriezellen. Der Auftrag hat den Angaben zufolge ein Gesamtvolumen im „deutlich zweistelligen Millionen-Euro-Bereich".
    • Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers erwartet ein schwächeres Wachstum. So dürfte der vergleichbare Umsatz 2021/22 (per Ende September) stagnieren oder um bis zu 2 Prozent zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahr konnte die Siemens-Tochter seinen Umsatz um gut 19 Prozent auf 18 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn soll vergleichsweise deutlicher zulegen: Hier rechnet die Siemens-Tochter mit 2,08 bis 2,20 Euro je Aktie. 2020/21 hatte Healthineers mit 2,03 Euro je Aktie das obere Ende der eigenen Prognose erreicht.
    • Die Commerzbank ist im Sommer in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im dritten Quartal verdiente das Institut im Tagesgeschäft mit 472 Mio. Euro fast drei Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Die Bank profitierte auch davon, dass sie deutlich weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurücklegen musste als noch 2020. Unter dem Strich standen 403 Mio. Euro Gewinn nach einem Minus von 60 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum in den Büchern. „Die Umsetzung unserer Strategie geht planmäßig voran und auch das operative Geschäft entwickelt sich gut. Für das Gesamtjahr rechnen wir trotz der Umbaukosten daher mit einem positiven Konzernergebnis", erklärte Konzernchef Manfred Knof am Donnerstag.
    • Der Immobilienkonzern Vonovia kann dank höherer Mieteinnahmen weiterhin steigende Kennziffern vermelden. Zudem profitiert der Konzern von seinen Wohnungsverkäufen. „Wir können mit der bisherigen Unternehmensentwicklung in diesem Jahr zufrieden sein und erhöhen nochmals unsere Prognose für das Gesamtjahr", sagte CEO Rolf Buch bei Vorlage der Neunmonatszahlen. Das operative Ergebnis (FFO) soll 2021 jetzt auf 1,52 bis 1,54 Mrd. Euro steigen. Zuvor hatte der Konzern an dieser Stelle eine Bandbreite von 1,465 bis 1,515 Mrd. Euro genannt.
    • Der Logistikkonzern Deutsche Post profitiert weiter vom anhaltenden Paket-Boom und erhöht nun seine Jahresziele zum vierten Mal in diesem Jahr. Als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde mit über 7,7 Mrd. Euro nochmal zehn Prozent mehr erwartet als bislang erwartet, teilte der DAX-Konzern anlässlich der Vorlage seiner detaillierten Quartalszahlen mit. Die freien Barmittel-Zuflüsse sollen im laufenden Jahr nun mit 3,6 statt bislang mit 3,2 Mrd. Euro liegen. Auch die Mittelfrist-Ziele hat das Management nochmals angehoben. Bis 2023 will die Deutsche Post das Betriebsergebnis auf mehr als acht Milliarden Euro steigern (zuvor 7,4 Mrd. Euro).
    • Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat im dritten Quartal wegen der hohen Energiepreise weniger verdient. Der bereinigte Gewinn nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen (RCOBD) ging um elf Prozent auf 1,12 Mrd. Euro zurück. Der Umsatz stieg dank einer weiterhin guten Nachfrage um vier Prozent auf gut fünf Mrd. Euro. Einen Gewinn nach Steuern wies das Unternehmen nicht aus.
    • Der Chemiekonzern Lanxess wird vorsichtiger für das Gesamtjahr. Konzernchef Matthias Zachert rechnet in 2021 nun mit einem operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) am unteren Ende der im Sommer angehobenen Zielspanne von 1,00 bis 1,05 Mrd. Euro. „Unser operatives Geschäft hat sich weiter erfreulich entwickelt und wir haben die stark gestiegenen Rohstoffkosten erfolgreich weitergegeben", sagte Zachert laut Mitteilung mit Blick auf das dritte Quartal. „Der beispiellose Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Frachtkosten geht aber auch an uns nicht spurlos vorbei. Wir gehen davon aus, dass der Kostendruck im vierten Quartal noch einmal zunehmen wird."
    • Der Maschinenbauer Dürr hat trotz Lieferkettenproblemen im dritten Quartal Umsatz und operativen Gewinn gesteigert. Auch der Auftragseingang gibt Hoffnung auf weiterhin gute Geschäfte. „Wir steuern auf einen neuen Auftragsrekord zu", sagte CEO Ralf W. Dieter laut Mitteilung. „Auch für das vierte Quartal stimmen die Perspektiven, die Pipeline mit zur Vergabe stehenden Projekten unserer Kunden ist gut gefüllt."
    • Der Chemikalienhändler Brenntag hat im dritten Quartal Zuwachsraten von knapp 30 Prozent bei Umsatz und operativem Gewinn (Ebitda) erwirtschaftet. „Als global aufgestellter Weltmarktführer in der Chemiedistribution können wir weiterhin die Stärken des Unternehmens ausspielen", erklärte Vorstandschef Christian Kohlpaintner. Die Beeinträchtigung der Lieferketten, die er in diesem Ausmaß in seiner 30-jährigen Erfahrung noch nie erlebt habe, werde weit in das kommende Jahr hineinreichen. „Produktverfügbarkeit dominiert das tägliche Gespräch mit dem Kunden." Für Brenntag bedeute das, dass sich erst 2022 die Wachstumsraten normalisieren würden.
    • ProSiebenSat.1 Media hat im dritten Quartal von hohen Werbeerlösen profitiert. Umsatz und operativer Gewinn stiegen deutlich. Die Prognose für das Gesamtjahr hob das Unternehmen erneut an und geht nun von einem Wachstum der Werbeerlöse in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) von 9 bis 11 Prozent aus. Bislang hatte der Konzern 3 bis 7 Prozent angenommen.
    • Der Anlagenbauer für die Halbleiter-Industrie Aixtron profitiert von der hohen Nachfrage nach schneller Datenübertragung und nach Led-Anwendungen sowie dem steigenden Bedarf für effiziente Ladetechnik, und sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Die vollen Auftragsbücher stimmen Konzernchef Felix Grawert optimistisch, „im laufenden vierten Quartal 2021 sogar noch eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu den Vorquartalen" zu erreichen.
    • Der drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück weltweit hat trotz der schweren Naturkatastrophen im Sommer seine Jahresprognose bestätigt. Der Überschuss soll im laufenden Jahr weiterhin 1,15 bis 1,25 Mrd. Euro erreichen. Für 2022 erwartet Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz nun einen Rekordgewinn zwischen 1,4 und 1,5 Mrd. Euro.
    • Der Softwareanbieter Compugroup hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 19 Prozent auf 276,3 Mio. Euro gesteigert. Ohne Zukäufe und Wechselkurseinflüsse war das aus eigener Kraft ein Plus von 7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 9 Prozent auf 72,8 Mio. Euro.
    • Der Autozulieferer ElringKlinger hat in den ersten neun Monaten vor Zinsen und Steuern 98,5 Mio. Euro verdient, nach 2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Hintergrund der guten Entwicklung sei unter anderem das vor längerer Zeit aufgesetzte Sparprogramm.
    • Der IT-Dienstleister S&T wird vorsichtiger für das laufende Jahr. Für 2021 liege das Ziel für den Jahresumsatz nur noch bei 1,33 bis 1,4 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bislang wollte der Konzern mindestens 1,4 Mrd. Euro erreichen.
    • Der Online-Broker Flatexdegiro sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Im dritten Quartal hat das Unternehmen 18,2 Mio. Transaktionen und damit sechs Prozent weniger als im zweiten Quartal verzeichnet. Auf vergleichbarer Basis waren das aber immer noch zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz erhöhte sich um 35,5 Prozent auf gut 88 Mio. Euro, der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) legte um 39 Prozent auf 38,5 Mio. Euro zu.
    • Der Pharmariese Novartis steigt bei Roche aus und will dem Rivalen ein 19 Mrd. Franken schweres Paket von stimmberechtigten Inhaber-Aktien verkaufen. . Der Kaufpreis beträgt 356,93 Franken je Aktie. Roche will die von Novartis erworbenen Aktien dann auflösen. Finanzieren will Roche den Rückkauf mit Fremdmitteln, wie Reuters berichtet.
    • Der Mobilfunk-Anbieter freenet wird nach einem starken dritten Quartal optimistischer für das Geamtjahr .Das Management erwartet seine Jahresergebnisse nun am oberen Ende der prognostizierten Spannen.

    Konjunktur & Politik

    • Die Ölförderallianz OPEC+ hält an ihren vorsichtigen Produktionszielen fest. Die von Saudi-Arabien und Russland dominierte Gruppe entschied in einer Sitzung am Donnerstag, ihre Erhöhung der täglichen Ölförderung von zusätzlichen 40. 000 Barrel wie geplant auch im Dezember fortzusetzen. Große Industrienationen wie die USA hatten die OPEC+ ermahnt, mehr Öl als geplant in den Markt zu pumpen, um die Preisrally zu dämpfen.
    • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind in der vergangenen Woche um 14.000 auf 269.000 gesunken, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten mit 275.000 Anträgen gerechnet. Die wöchentlichen Hilfsanträge liegen immer noch auf einem deutlich höheren Niveau als vor Ausbruch der Pandemie.
    • Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 5,0 Prozent gesunken, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Das ist der deutlichste Rückgang seit 40 Jahren. Die Produktion stieg um 1,7 Prozent, wie das Ministerium weiter mitteilte. Die geleisteten Arbeitsstunden legten um 7,0 Prozent zu. Die Lohnstückkosten stiegen annualisiert um 8,3 Prozent.
    • Die Fed wird ihre monatlichen Anleihekäufe nach und nach verringern und das Kaufprogramm im Juni 2022 auslaufen lassen. Zinserhöhungen sind jedoch noch nicht in Sicht. Hierbei könne die Fed „geduldig" sein, sagte Fed-Chef Jerome Powell.
    • Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im September im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Prozent gestiegen, wie die Statistikbehörde Eurostat miteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg um 2,5 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 16,0 Prozent höher. Die Prognose hatte auf 15,2 Prozent gelautet.
    • Abgeschwächte Wachstumsraten in der Industrie und im Servicesektor versetzten der Eurozone im Oktober abermals einen Dämpfer. Spürbar verlangsamt hat sich vor allem die Industrieproduktion, die mit der niedrigsten Steigerungsrate seit Beginn des Aufschwungs im Juli 2020 zulegte. Bei den Dienstleistern sank die Wachstumsrate nach den starken Aufholeffekten der letzten Monate auf ein Halbjahrestief. Mit 54,2 Punkten nach 56,2 im September sank der finale IHS Markit Eurozone Composite Index auf den tiefsten Wert seit sechs Monaten. Damit hat sich die Wachstumsrate zum dritten Mal hintereinander vom 15-Jahreshoch im Juli abgeschwächt. „Schwer zu schaffen machten den Unternehmen die anhaltenden Lieferengpässe, die auch dafür verantwortlich waren, dass sowohl die Einkaufs- als auch die Verkaufspreise mit neuen Rekordraten stiegen“, kommentierte IHS Markit. „Trotz Abkühlung lieferte der Servicesektor auch im Oktober die Hauptwachstumsimpulse. Gleichzeitig verlangsamte sich das Produktionswachstum in der Industrie aufgrund der Material- und Lieferengpässe, insbesondere im Automobilsektor“.
    • Die US-Notenbank Fed wird ab Ende dieses Monats ihre Anleihekäufe monatlich um 15 Mrd. Dollar drosseln. Das gaben die Währungshüter am Mittwochabend bekannt. Der Schritt erfolge „angesichts der erheblichen weiteren Fortschritte, die die Wirtschaft seit vergangenem Dezember in Richtung der Ziele des Ausschusses gemacht hat“. Fed-Chef Jerome Powell machte erneut klar, dass er die Inflation weiterhin für vorübergehend hält. „Wir schauen uns das genau an und werden unsere Politik dementsprechend ändern“, sagte er. Gleichzeitig betonte er: „Wir glauben nicht, dass es eine gute Zeit ist, Zinsen zu erhöhen.“ Erst müsste sich der Arbeitsmarkt weiter erholen.
    • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahmen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent zu, nachdem im August ein Minus von 8,8 Prozen verzeichnet worden war. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen legte das Ordervolumen leicht um 0,2 Prozent zu. Im dritten Quartal ergab sich gegenüber dem zweiten Quartal ein Auftragszuwachs in Höhe von 1,0 Prozent. Bereinigt um Großaufträge kam es hingegen zu einem Rückgang um 3,6 Prozent. „Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben ihren seit geraumer Zeit zu beobachtenden Aufwärtstrend zuletzt wieder moderat fortgesetzt“, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium. Den Ausschlag hierfür habe die starke Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum (+14,9 %) ergeben. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Euroraum seien hingegen rückläufig (-5,9 % bzw. -7,3 %).
    • Die Verhandlungen zur Reaktivierung des Atomabkommens mit dem Iran sollen bald starten. Der iranische Chefunterhändler Ali Bagheri Kani teilte via Twitter mit, das erste Gespräch soll am 29. November stattfinden. Unter Präsident Biden sind die USA um eine Neuauflage des Abkommens von 2015 bemüht, das verhindern soll, dass der Iran an Kernwaffen gelangt. Der Iran hat erklärt, keine Atombombe bauen zu wollen.
    • China ist im vergangenen Jahr für 31 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich gewesen. Das geht aus dem Klimabericht der Organisation Global Carbon Project hervor. Hauptquellen des CO2-Ausstoßes seien vor allem die Energiebranche und die Industrie des Landes. Laut der Studie hat sich die chinesische Wirtschaft sich früher von der Corona-Krise erholt habe als der Rest der Welt.
    • Nachdem die Staats- und Regierungschefs abgereist sind, verhandeln nun Unterhändler über die zentrale Fragen der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow. Am Mittwoch wurde vor allem über Finanzen diskutiert. Die Industrieländer sollen den Entwicklungsländern von 2020 an jährlich 100 Mrd. Dollar für die Treibhausgasminderung und für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zur Verfügung stellen.

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