• Case-Shiller-Index: US-Hauspreise legen stärker als erwartet zu
  • Schottisches Parlament entscheidet über neues Unabhängigkeitsreferendum
  • Daimler liefert Elektrotransporter an Hermes
  • Amazon sichert sich den größten Online-Händler im Mittleren Osten, Souq.com
  • Bertelsmann will bis 2020 mehrere Milliarden Euro investieren
  • Samsung holt das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 aus der Mottenkiste
  • Evotec blickt optimistisch auf das laufende Jahr
  • Allianz: Pimco einigt sich mit Gründer Bill Gross

DAX / Dow Jones

  • Der deutsche Leitindex wirkt bemerkenswert robust. Nachdem US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag mit seiner Abstimmung zu ’Obamacare’ gescheitert ist und sich nun mehr denn je die Frage stellt, wie Trump seinen Ankündigungen besonders hinsichtlich einer großen Steuerreform Taten folgen lassen will, wäre ein größerer Rückschlag am US-Aktienmarkt nicht unlogisch gewesen. Dieser blieb aber aus. Der Dow Jones hielt sich am Montag wacker, und auch hierzulande machte der DAX seine vorherigen Verluste bereits am späten Nachmittag fast schon wieder wett. Heute eroberte der Leitindex gleich zu Handelsbeginn die 12.000-er Marke zurück und stabilisierte sich oberhalb dieser. Es ist nun denkbar, dass die Erholung anhält. Doch Experten weisen auch darauf hin, dass für einen längerfristigen Aufwärtstrend derzeit die nötigen Impulse fehlen.
  • Anleger bewerten das Scheitern von Trumpcare zunehmend als Chance und schieben den Dow Jones heute 0,73 % im Plus. Drei Impulse waren dabei maßgeblich für die Aufwärtsbewegung: Den ersten Schub lieferte das blendende Verbrauchervertrauen, welches auf den höchsten Stand seit 16 Jahren stieg. Kurz vor 11:00 liefen dann Kommentare von Ryan/McCarthy über den Ticker, die nahelegten, dass Trumpcare noch nicht tot ist, und um etwa 13:30 nahm Stanley Fischer den Investoren dann die Angst vor einem steilen Zinspfad und sprach sich für zwei weitere Zinsschritte aus.

Unternehmensnachrichten

  • Der Energiekonzern RWE setzt auch in den kommenden Jahren auf eine Stromerzeugung durch Kohle- und Gaskraftwerke. Er habe keine Vision für die nächsten 30 bis 40 Jahre, er richte seinen Blick auf die nächsten fünf bis zehn Jahre, Vorstandschef Rolf Martin Schmitz auf einer Investorenkonferenz in London. Wenn die Sonne nicht scheine und der Wind nicht wehe, führe an den konventionellen Kraftwerken kein Weg vorbei. Der Energiekonzern ist mittelfristig offen für Zukäufe in der Stromerzeugung in Europa, so Schmitz weiter. Selektive Käufe seien möglich, wenn sich Wettbewerber aus dem Bereich zurückzögen und es Angebote zu guten Preisen gebe. RWE hat zudem den Ausblick für 2017 bestätigt. Danach soll das bereinigte Nettoergebnis auf 1 bis 1,3 Mrd. Euro, nach zuletzt 777 Mio. Euro zulegen. Für die Aktionäre ist eine Dividende von 50 Cent je Aktie geplant.
  • Daimler gab am Dienstag bekannt, dass bis 2020 dem Paketdienst Hermes 1.500 Elektrotransporter geliefert werden. Anfang 2018 starten demnach Pilot-Einsätze in Stuttgart und Hamburg.
  • Laut Präsident Trump wird der zweitgrößte US-Autobauer Ford in die Werke Wayne, Flat Rock und Romeo in Michigan investieren und dort neue Arbeitsplätze schaffen.
  • Amazon hat sich den größten Online-Händler im Mittleren Osten, Souq.com, gesichert. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Laut Medien soll es um 650 bis 750 Mio. Dollar gegangen sein. Mit Souq.com bekommt Amazon Zugang zu rund 50 Mio. Menschen in der Region.
  • Uber bringt seine selbstfahrenden Autos wieder auf die Straße. Der Fahrdienst-Vermittler kündigte an, dass die Tests fortgesetzt werden. Uber hatte seine Fahrten gestoppt, nachdem es zu Unfällen gekommen war.
  • Der iPhone-Konzern Apple hat 2016 Fortschritte bei den Arbeitszeiten in den Zuliefererbetrieben erzielt. 98 Prozent hätten die Richt-Arbeitswoche von 60 Stunden eingehalten, teilte der Konzern mit. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 97 Prozent.
  • Der Chef des Lebensmittelkonzerns Cargill, David MacLennan, hat die US-Regierung vor einer Abschottung von den Weltmärkten gewarnt. Welthandel schafft Arbeitsplätze“, so MacLennan.
  • Nach der Kapitalerhöhung will der Energieversorger E.ON erstmals nach acht Jahren wieder an den Anleihemarkt zurückkehren. „Nach aktueller Planung reden wir dabei über einen Gesamtbetrag von bis zu 3 Milliarden Euro", sagte Vorstandschef Johannes Teyssen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Trotz hoher Verschuldung und der jüngsten Herabstufung im Rating erwarte er ein hohes Interesse. Mit einer wesentlichen Verschlechterung der Finanzierungskonditionen sei nicht zu rechnen.
  • Der Leifheit-Vorstand hat neben einer auf 2,10 Euro (Vorjahr: 2,00 Euro) je Aktie erhöhten Basisdividende zusätzlich die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von 0,80 Euro je Stückaktie vorgeschlagen.
  • Bertelsmann hat im Geschäftsjahr 2016 seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz ging um weniger als 1 Prozent auf 17,0 Milliarden Euro zurück. Der Medienkonzern will bis 2020 mehrere Milliarden Euro in seine Geschäfte investieren. Bei der internationalen Expansion werde er den Blick neben Brasilien, Indien und China besonders auf die USA richten, kündigte Vorstandschef Thomas Rabe an.
  • Samsung will das Smartphone Galaxy Note 7 wieder aus der Versenkung holen. In einigen Regionen können die Telefone mit Zustimmung der Regulierungsbehörden als runderneuerte oder Leih-Geräte wieder angeboten werden, teilte Samsung mit. Das Modell war nach zahlreichen Akku-Bränden aus dem Verkauf genommen worden.
  • Der Umbau der Commerzbank wird konkreter, mehrere Hundert Mitarbeiter sind betroffen. Die Wertpapierabwicklung, eine der größten Back-Office Einheiten der Bank steht nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ vor der Auslagerung. Besiegelt sei zwar noch nichts, Insider würden allerdings berichten, dass der potenzielle Abnehmer bereits gefunden sei. Es handele sich um die Servicetochter HSBC Transaction Services GmbH der britischen Großbank, die auf diese Dienstleistungen spezialisiert sei.
  • Die Allianz-Fondstochter Pimco hat den Rechstreit mit dem Gründer Bill Gross beigelegt und sich auf eine Vergleichszahlung von 81 Mio. US-Dollar verständigt, berichtet Reuters. Gross hatte Pimco 2014 im Streit verlassen und auf eine Summe von 200 Mio. Dollar verklagt. Pimco und Gross bestätigten eine Übereinkunft. Ohne eine Summe zu nennen, erklärten sie, dass der Erlös wohltätigen Zwecken zugutekomme.
  • Die Hornbach Familien-Treuhandgesellschaft mbH hat die Privatplatzierung von 1.000.000 Stammaktien abgeschlossen. Die Beteiligung der Unternehmerfamilie Hornbach über ihre Treuhandgesellschaft an Hornbach sinkt von 43,75 Prozent auf 37,5 Prozent.
  • Die Fluggesellschaften Lufthansa und Etihad wollen nach Informationen des Handelsblatts an den Drehkreuzen Frankfurt und München weitere Strecken gemeinsam vermarkten. Das stärke vor allem Etihad und damit indirekt auch die kriselnde Air Berlin, deren größter Aktionär die Golf-Airline sei, so das Blatt.
  • Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec blickt nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr optimistisch auf 2017. Der Umsatz soll um mehr als 15 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr profitierte die Gesellschaft von Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen und steigerte den Umsatz um 29 Prozent auf 164,5 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA vervierfachte sich auf über 36 Mio. Euro.
  • Auch bei selbstfahrenden Autos wollen die Allianz sowie BMW die Haftung im Fall eines Unfalls beim Halter belassen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Weiterhin müssten sich die Halter gegen Fahrfehler und technische Defekte des Autos versichern. Erst in einem zweiten Schritt sollten Versicherer und Autohersteller aushandeln, ob diese für Kosten wegen einer Fehlfunktion aufkommen müssten.
  • Diese Woche wird die EU-Kommission die Fusionspläne zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange unterbinden. Dies erwartet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „In den nächsten Tagen dürfte die Ablehnung kommen, weil die EU durch den Zusammenschluss der beiden größten europäischen Börsen den Wettbewerb gefährdet sieht“, schreibt die Zeitung. Faktisch sind die Pläne seit vier Wochen beendet. Damals hatte die LSE weitere Zugeständnisse an die EU-Kommission abgelehnt. Es ging um eine italienische Anleiheplattform. „Nach allem, was aus dem Umfeld der EU-Wettbewerbsbehörde zu hören ist, tun die Beamten den Börsen den Gefallen und weiten das Fusionshickhack nicht noch um eine weitere Volte“, so die FAZ.
  • United Internet beteiligt sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 29,93 Prozent an der rankingCoach GmbH, einem Anbieter von cloudbasierten Online-Marketing-Lösungen. Darüber hinaus schließen rankingCoach und die United Internet-Tochter 1&1 Internet SE einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der Online-Marketing-Lösungen von rankingCoach durch 1&1 im Rahmen ihrer in Europa und Nordamerika angebotenen Hosting- und Cloud-Produkte.

Konjunktur & Politik

  • Nach Informationen des American Petroleum Institut sind die Lagerbestände für Erdöl zur Vorwoche um 1,91 Mio Barrel (Vorwoche +4,53 Mio Barrel) angewachsen. Am Standort Cushing legten die Bestände um 576.000 Barrel (Vorwoche +1,97 Mio Barrel) zu. Die Benzinbestände wuchsen um 1,1 Mio Barrel zu, nachdem in der Vorwoche noch ein Rückgang von 4,93 Mio Barrel verzeichnet wurde.
  • Der vom Conference Board erhobene Indikator für die Verbraucherstimmung in den USA ist im März um 9,5 Punkte auf 125,6 Punkte gestiegen, teilte das private Marktforschungsinstitut mit. Dies ist der höchste Wert seit Dezember 2000.
  • Im Vergleich zum Vorjahr legten die Preise in den zwanzig größten Ballungsgebieten der USA im Januar um 5,73 Prozent zu, wie aus dem S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Bankvolkswirte hatten mit einem Anstieg um 5,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator um 5,58 Prozent zugelegt.
  • Der Fehlbetrag in der US-Handelsbilanz für Waren lag im Februar bei 64,8 Mrd. Dollar, nach einem Minus von 68,8 Mrd. Dollar im Vormonat.
  • Die Lagerbestände im US-Großhandel legten im Februar um 0,4 Prozent zum Vormonat zu. Erwartet wurde ein halb so hoher Anstieg. Im Vormonat war es zu einem Rückgang von 0,2 Prozent gekommen.
  • Die britische Regierung will am Mittwoch den Austritt ihres Landes aus der EU erklären. Zwei Jahre lang soll der Scheidungsprozess insgesamt dauern. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sagt schon jetzt einen deutlichen Dämpfer für den Handel voraus. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Sonderauswertung des DIHK hervor, die der FAZ vorliegt. Demnach stufen deutsche Firmen mit Großbritannien-Engagement ihre aktuelle Geschäftslage noch als „halbwegs solide“ ein. Für die nächsten Monate aber erwarten 40 Prozent von ihnen schlechtere Geschäfte. Immerhin 9 Prozent wollen Investitionen zurückverlagern – mehrheitlich nach Deutschland.
  • Der öffentliche Schuldenstand in Deutschland (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) hat sich Ende 2016 auf 2.006,5 Mrd. Euro belaufen. Gegenüber Ende 2015 wurde damit ein Rückgang um 0,8 Prozent bzw. 16,1 Mrd. Euro verzeichnet.
  • Das schottische Parlament entscheidet heute Abend über ein neues Unabhängigkeitsreferendum. Es gilt als sicher, dass die Abgeordneten einer Volksabstimmung über die Trennung von Großbritannien zustimmen werden. Am Mittwoch wird die britische Regierung offiziell die EU-Austrittserklärung einreichen.
  • EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat das Niedrigzinsversprechen für die Eurozone bekräftigt. „Es gibt eine starke Logik hinter der Abfolge unserer Forward Guidance", sagte Praet laut Reuters.
Termine des Tages:

14.30 Uhr: US Handelsbilanz

16:00 Uhr: US Verbrauchervertrauen des Conference Boards

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