• In den USA gab es im August überraschend wenige Neubaubeginne
  • T-Mobile US bestätigt Prognose für 2016 
  • Lufthansa und Air China gründen Gemeinschaftsunternehmen
  • Siemens-Chef Kaeser: „Für 2017 ist es ein neues Spiel"
  • Deutsche Bank platziert Kreditrisiken im Milliardenbereich aus
  • Bayer nach Monsanto-Übernahme mit viel Selbstvertrauen und Optimismus
  • Nestlé klagt gegen Zuckerhersteller wg. verbotener Preisabsprachen
  • Solarworld setzt den Rotstift an
  • GlaxoSmithKline findet neue Führungsspitze
  • Singulus führt Kapitalerhöhung durch

DAX

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich am Dienstag vorsichtig optimistisch. Das Börsenbarometer DAX ließ bereits in den ersten Handelsminuten die 10.400 Punkte-Marke hinter sich und arbeitete sich am Nachmittag an der Schwelle von 10.450 Zählern ab. Derzeit steht der DAX bei 10.430 Punkten. Bereits zu Wochenbeginn konnte der Leitindex die Scharte des vergangenen Freitags auswetzen und knapp ein Prozent höher schließen. Der Blick der Marktteilnehmer ist augenscheinlich nach vorn in Richtung der Notenbanksitzungen der Federal Reserve und der Bank of Japan gerichtet.

Unternehmensnachrichten

  • Laut unbestätigten Informationen von Bloomberg ist eine Reihe an Private Equity- und Health Care-Unternehmen, darunter Teva, Perrigo und Sun, an der Dermatologie-Sparte von Bayer interessiert. Der Pharmariese befindet sich auf der Suche nach Geld, um die Monsanto-Übernahme zu stemmen.
  • Laut Reuters hat Eni den geplanten Verkauf seines Retail-Geschäfts laut Kreisen verschoben. Grund sind angeblich die politischen Unsicherheiten aufgrund des anstehenden Referendums. Eni will sein 8,5 Millionen Privatkunden umfassendes Energieportfolio veräußern, um Schulden zu bedienen und neue Öl- und Gas-Projekte zu finanzieren.
  • Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat die Prognose für 2016 bestätigt. Mitte September wurde die Zahl der Neukunden aus dem zweiten Quartal bereits übertroffen.
  • Die Deutsche Lufthansa und Air China haben ein weitreichendes Partnerschaftsabkommen vereinbart. Beide Fluggesellschaften wollen künftig wichtige Verbindungen zwischen Europa und China gemeinsam anbieten.
  • Der Kurznachrichtendienst Twitter ermöglicht seinen Nutzern mehr Spielraum in den Tweets. Anhänge wie Fotos oder Videos würden nicht mehr bei der 140-Zeichen-Obergrenze mitgezählt, twitterte das Unternehmen.
  • Wenige Tage, nachdem Siemens-Chef Joe Kaeser im Interview mit Bloomberg einen höheren Gewinn für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) in Aussicht gestellt hat, rudert er mit Blick auf das kommende Fiskaljahr zurück. „Wir gehen sehr behutsam in das Jahr 2017", sagte Kaeser im Gespräch mit dem Wall Street Journal und Dow Jones. Im laufenden Geschäftsjahr sei Siemens noch sehr gut unterwegs und die wesentlichen Ziele 2020 greifen. „Für 2017 ist es ein neues Spiel."
  • Die Deutsche Bank will laut Reuters unter Berufung auf Finanzkreise erneut Kreditrisiken im Milliardenbereich ausplatzieren. Es gehe um Firmenkredite, die als Verbriefungen vermarktet werden sollten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur. Das Volumen werde bei 5,5 Mrd. US-Dollar liegen. Mit dem Schritt wolle die Bank ihre Bilanz entlasten.
  • Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer erwartet weitere Umsatz- und Ergebnissteigerungen in allen Geschäftsbereichen und erhöht die Umsatzerwartung für neue Pharmaprodukte auf insgesamt über 10 Mrd. Euro pro Jahr, nach 7,5 Mrd. Euro zuvor. "Für die mittelfristige Entwicklung sind wir optimistisch und haben uns entsprechend ambitionierte Ziele gesetzt", sagte Vorstandschef Baumann auf einer Investorenkonferenz in Köln.
  • Der Baukonzern Lennar Corp. hat im 3. Quartal mehr verdient als erwartet. Der Gewinn erhöhte sich von 96 US-Cent je Aktie im Vorjahr auf 1,01 US-Dollar je Titel. Analysten hatten mit einem EPS von 0,90 US-Dollar gerechnet.
  • Der Chipkonzern Intel hat Robert Swan mit Wirkung zum 10. Oktober als neuen Finanzchef und Executive Vice President ernannt.
  • Wegen illegaler Preisabsprachen von Zuckerherstellern klagt der Lebensmittelkonzern Nestlé auf Schadenersatz. Das Unternehmen verlangt von den Produzenten Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker) rund 50 Mio. Euro. Das Bundeskartellamt ermittelte, dass die Produzenten über mehrere Jahre Vertriebsgebiete unter sich aufgeteilt und damit Preiswettbewerb verhindert haben.
  • Das Solarunternehmen Solarworld setzt den Rotstift an und will bis zum Jahresende an seinen sächsischen und thüringischen Produktionsstätten ca. 500 Leih- und Zeitarbeiter entlassen. Fest angestellte Mitarbeiter seien nicht betroffen.
  • Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline hat mit Emma Walmsley eine neue Vorstandschefin gefunden. Walmsley — als bisheriger Vorstand für den Bereich mit rezeptfreien Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Medizinprodukten verantwortlich — beerbt den bisherigen Konzernchef Andrew Witty.
  • Das Technologieunternehmen Singulus will im Rahmen einer Kapitalerhöhung 2.021.938 neue Aktien zu einem Bezugspreis von je 3,25 Euro ausgeben. Das Bezugsverhältnis beträgt 3 zu 1. Die Bezugsfrist wird voraussichtlich am 22. September 2016 beginnen und läuft bis zum 5. Oktober 2016.

Konjunktur & Geldpolitik

  • In den USA ist die Zahl der Baubeginne im August um 5,8 Prozent zum Vormonat auf annualisiert 1,132 Mio. gesunken. Bankvolkswirte hatten einen deutlich geringeren Rückgang um 1,7 Prozent auf 1,192 Mio. Spatenstiche erwartet. Die Zahl der Baugenehmigungen fällt im August um 0,4 Prozent auf annualisiert 1,140 Mio. Erwartet wurden 1,170 Mio. Positivbescheide.
  • Die Preise auf Herstellerebene in Deutschland sind im August etwas stärker gefallen als erwartet. Laut Statistischem Bundesamt lagen sie 0,1 Prozent tiefer als im Vormonat. Analysten hatten mit keiner Veränderung gerechnet. Im Juli waren die Erzeugerpreise auf dieser Basis noch um 0,2 Prozent gestiegen.
  • Die australische Notenbank (RBA) wird vorerst keine weiteren Zinsschritte vornehmen. Die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr müssten sich erst einmal auswirken und das Wachstum unterstützen, heißt es im Protokoll zur Sitzung am 6. September.
  • Die britische Regierungschefin Theresa May ist zuversichtlich, dass Großbritannien mit der Europäischen Union nach dem Brexit ein für ihr Land vorteilhaftes Handelsabkommen erreichen wird. May sagte in New York, man werde ein „für Großbritannien richtiges" Abkommen erreichen. „Und das ist das richtige Abkommen zum Handel mit Waren und Dienstleistungen, denn wir wissen um die Bedeutung von beidem."
  • Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Bern hat seine Wachstumsschätzung für die Schweizer Wirtschaft für 2016 von 1,4 Prozent auf 1,5 Prozent angehoben. 2017 wird ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet.

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