• USA: Chinas Sicherheitsgesetze wären 'Todesstoß' für Hongkong
  • Kommt die Apple Glass?
  • Roubini befürchtet Kollaps der Eurozone
  • Fiskus: Steuereinnahmen brechen im April ein
  • USA: Kein neuer Lockdown bei „2. Welle“
  • China will Militärausgaben deutlich steigern
  • Peking reicht Hongkong-Gesetz ein
  • Elefantenhochzeit auf dem deutschen Immobilienmarkt
  • Lufthansa-Rettung lässt auf sich warten
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DAX

  • Zum Wochenschluss überwogen am deutschen Aktienmarkt lange Zeit die Minuszeichen. In den Handel startete der Leitindex DAX mit größeren Verluste von bis zur 1,4 Prozent. Im Verlauf fassten die Anleger aber neuen Mut. Der DAX konnte sich in den positiven Bereich vorkämpfen und ging mit einem Plus von 0,07 Prozent bei 11.073,87 Punkten aus dem Xetra-Handel. Auf Wochensicht beträgt das Plus sogar 5,82 Prozent. Doch die Lage bleibt fragil, denn Meldungen aus China beunruhigen. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten hat die Führung in Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausgegeben. Die Regierung verweist auf die „großen Unsicherheiten" hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. Händlern zufolge wurde aber unter anderem am Rohstoffmarkt ein größeres Infrastrukturpaket vom Volkskongress erwartet. Hinzu treten die wiederholten Attacken von US-Präsident Trump in Richtung Peking, was den Handelskonflikt wieder in den Blickpunkt bringt. Trump hatte China im Umgang mit der Corona-Krise eine Verschleierungstaktik vorgeworfen und von einer "massiven Desinformationskampagne" Pekings gesprochen, um seine Chancen auf eine Wiederwahl zu schmälern. Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am deutschen Aktienmarkt unterdessen recht dünn. Die Aktien der Lufthansa legen erneut zu, auch wenn die Staatshilfen für die Fluggesellschaft noch nicht in trockenen Tüchern sind.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Gabelstaplerhersteller Kion Group hat sich eine zusätzliche Kreditlinie über bis zu einer Milliarde Euro gesichert, wie das Unternehmen am frühen Freitagabend mitteilte. Insgesamt verfüge man nun über Kreditlinien in Höhe von 2,15 Milliarden Euro, heißt es.
  • Eine staatliche Rettung der Lufthansa vor der Insolvenz könnte noch an neuen Forderungen der Bundesregierung scheitern, wie das "Handelsblatt" berichtet. So soll die Bundesregierung in der Schlussphase der Gespräche gefordert habe, dass die Lufthansa sämtliche bei Airbus bestellten Flugzeuge auch abnimmt, was allein in den kommenden drei bis vier Jahren mehr als fünf Milliarden Euro kosten könnte. Über das Wochenende soll über die Rettung weiterverhandelt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Die Immobilienkonzerne LEG und TAG wollen fusionieren. Einer Mitteilung von LEG zufolge sollen TAG-Aktionäre ihrer Papiere in LEG-Aktien tauschen. Es sei aber noch ungewiss, ob eine Einigung zustande komme. Das "Manager Magazin" hatte zuvor über die Gespräche berichtet. LEG-Aufsichtsratschef Michael Zimmer soll sich nach Informationen des Magazins bereits mit TAG-Aufsichtsratschef Rolf Elgeti ausgetauscht haben. LEG ist mit seinen 136.000 Wohneinheiten vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, TAG Immobilien mit seinen 85.000 Einheiten vor allem im Osten und Südosten Deutschlands.
  • Um eine kommende Apple-Brille für das iPhone gibt es neue Gerüchte. Laut dem Leaker Jon Prosser soll ‚Apple Glass‘ ca. 500 Dollar kosten und über zwei Displays verfügen. Die Brille für Augmented Reality werde Informationen für den Nutzer einblenden und solle auch mit korrigierenden Gläsern geliefert werden können, hier es. Das Gerät soll ab Ende 2021 auf den Markt kommen.
  • Der US-Grafikkarten-Spezialist Nvidia hat im vergangenen Quartal seinen Umsatz dank guter Nachfrage um 39 Prozent auf gut 3 Mrd. Dollar gesteigert. Der Gewinn sprang von 394 auf 917 Mio. Dollar. Für das laufende Quartal sollen die Umsätze weiter kräftig steigen.
  • Der US-Techkonzern IBM hat einen groß angelegten Abbau von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise angekündigt. Das Unternehmen müsse in dem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können, die Entscheidungen des Konzerns seien im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma, so ein Sprecher des Unternehmens in einer Stellungnahme. Wie viele Jobs IBM streichen will, dazu machte das Unternehmen keine detaillierten Angaben.
  • Dem chinesischen Online-Händler Alibaba hat die Corona-Pandemie im letzten Quartal einen Umsatzeinbruch um 22 Prozent auf 114 Mrd. Yuan beschert. Wegen Bewertungsverlusten bei Investments hat das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen einen Gewinneinbruch von 88 Prozent auf 3,2 Mrd. Yuan erlitten. Der operative Gewinn ging um 19 Prozent auf 7,1 Mrd. Yuan zurück.
  • Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat die Erwartungen im abgelaufenen Quartal verfehlt. Der Umsatz ging um 16 Prozent auf 6,01 Mrd. Dollar zurück, das Ergebnis je Aktie fiel auf 22 Cents. Analysten hatten mit 6,29 Mrd. Dollar und 29 Cents gerechnet. Das Informationstechnik-Unternehmen kündigte an, seine Kosten bis 2022 um mindestens 1 Mrd. Dollar zu senken.
  • Die Umsätze des Sportschuhhändlers Foot Locker sind durch die Corona-Krise im ersten Quartal stärker unter Druck geraten als befürchtet. Zudem füllen sich angesichts fehlender Nachfrage die Lager des Konzerns.
  • Der Landwirtschafts- und Baumaschinenhersteller Deere & Co konnte sich in der Corona-Krise besser als befürchtet behaupten. Deere meldete für das 2. Quartal einen Gewinn von 2,11 Dollar pro Aktie, die Marktschätzung lag bei 1,62 Dollar je Aktie. Der Konzern erwartet, dass die weltweiten Maschinenverkäufe krisenbedingt in diesem Jahr um 30 bis 40 Prozent zurückgehen werden.
  • Der designierte demokratische Kandidat für die Präsidentschaft Joe Biden sagte in einem Interview mit CNBC TV, dass Amazon „anfangen sollte, Steuern zu zahlen“. Biden: „Ich denke nicht, dass irgendein Unternehmen, mir ist es egal, wie groß es ist, in einer Position sein sollte, in der es keine Steuern mehr zahlt und Milliarden und Abermilliarden von Dollar verdient“.
  • Die Staatshilfen in Milliardenhöhe für die Lufthansa sind weiter nicht gesichert. Eine schnelle Entscheidung werde es voraussichtlich nicht geben, weil der Aufsichtsrat an diesem Freitag nicht zusammenkomme, erfuhr die dpa aus Konzernkreisen. Das Problem: Nur das Kontrollgremium kann die außerordentliche Hauptversammlung einberufen, die für die geplanten Kapitalmaßnahmen bei einem Staatseinstieg zuständig wäre. Zunächst müssten der Vorstand des Unternehmens und der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) eine Übereinkunft treffen. Danach benötige der Aufsichtsrat weitere Zeit. Nach dpa-Informationen soll der WSF-Ausschuss an diesem Freitag das offizielle Hilfsangebot vorlegen.
  • Porsche-Chef Oliver Blume hat die Zahlung von Boni und Dividenden verteidigt, auch wenn Unternehmen Staatskredite oder Kurzarbeitergeld. „In der Debatte werden Dinge miteinander vermengt“, sagte Blume dem „Handelsblatt“. Kredite vom Staat seien „in der Tat Staatshilfe“. Der Volkswagen-Konzern greife darauf aber nicht zurück. Kurzarbeitergeld werde dagegen „aus Beiträgen finanziert, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in vielen Jahren eingezahlt haben“
  • Der japanische Autobauer Nissan plant laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung „Kyodo“ den Abbau von 20.000 Stellen statt wie zuletzt angenommen 12.500. Am 28. Mai will das Management die Mittelfristziele für die kommenden Jahre ausgeben, zu denen demnach auch die Kürzungen bei den Arbeitsplätzen gehören sollen.
  • Der britische Luxus-Modekonzern Burberry hat wegen der Coronakrise und dem Lockdown im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2019/20 ein Verkaufsminus um 27 Prozent verzeichnet. Rund 60 Prozent der Burberry-Geschäfte waren geschlossen. Wegen der unsicheren Aussichten kappte der Vorstand die Dividende. Im Gesamtjahr 2019/20 (Ende März) fiel der Umsatz um drei Prozent auf 2,63 Mrd. Pfund.
  • Der Messengerdienst WhatsApp von Facebook ist unter Jugendlichen fast flächendeckend verbreitet. 96 Prozent der 16- bis 24-Jährigen nutzen den Dienst, wie eine Erhebung im Auftrag der Bundesnetzagentur von Ende 2019 unter 2.200 Menschen zeigt. Der Facebook-Messenger (42 % Nutzung) und Instagram (30 %) folgen auf Platz zwei und drei der meistgenutzten Kommunikationsdienste.
  • Die Burgerkette McDonald's verzichtet auf einen Teil der Zahlungen ihrer Restaurantbetreiber in Deutschland. Ihnen wurden die Pacht- und Franchisegebühren für März und April gestundet, ein Teil der Miete auch erlassen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet. Die meisten der knapp 1.500 McDonald's-Restaurants in Deutschland werden von rund 200 Franchisenehmern betrieben. Dem Bericht zufolge verzichtet das Unternehmen nun vorübergehend auf einen zweistelligen Millionenbetrag.
  • Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat das Unternehmen Stratos Genomics übernommen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Stratos Genomics ist auf die Sequenzierung von DNA spezialisiert. Die Übernahme verschaffe Roche Zugang zu Stratos' Sequenzierungs-Methode, der sogenannten "Sequenzierung durch Expansion" (SBX). Sobald diese vollständig entwickelt sei, biete sie der Gesundheitsbranche eine schnelle Möglichkeit für die Sequenzierung des gesamten Exoms und Genoms, teilte Roche mit.
  • Facebook-CEO Mark Zuckerberg erwartet, dass die Corona-Krise die Arbeit außerhalb des Büros befördert hat. Er rechne damit, dass in zehn Jahren rund jeder zweite Beschäftigte des Online-Netzwerks so arbeiten werde, sagte Zuckerberg in einem Interview des Technologieblogs "The Verge“. Die Zahl sei seine Schätzung, kein Ziel, betonte er. In einer Umfrage habe jeder fünfte Mitarbeiter sich dafür ausgesprochen, dauerhaft von Zuhause aus zu arbeiten, weitere 20 Prozent hätten einiges Interesse daran gezeigt. Er gehe zudem davon aus, dass in den kommenden Jahren weitere Mitarbeiter eingestellt werden, die von Anfang an von Zuhause arbeiten.
  • Der Vizepräsident des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung hat eine überraschende dreitägige Dienstreise nach China angetreten, wo er u.a. die neueste Chipfabrik seines Konzerns besucht. Es gebe keine Zeit zu verlieren, so sein Kommentar, ohne die Spannungen zwischen den USA und China direkt zu nennen. Es gebe keine Zukunft, wenn man sich an die Vergangenheit klammere.

Konjunktur & Politik

  • Die US-Regierung hat die geplanten Sicherheitsgesetze Pekings für Hongkong als „Todesstoß“ für die weitgehende Autonomie der Millionenmetropole bezeichnet. Die USA verurteilten das geplante „einseitige und willkürliche“ Verhängen solcher Gesetze, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Freitag. Die USA forderten China auf, die „verheerenden“ Vorschläge nochmals zu überdenken und sich anstatt dessen an die internationalen Vereinbarungen zu Hongkongs Sonderstatus zu halten, der Autonomie, Bürgerrechte und demokratische Institutionen garantiere, hieß es.
  • Die USA wollen sich aus einem Vertrag zwischen den Nato-Staaten und ehemaligen Mitgliedern des Warschauer Pakts zur gegenseitigen militärischen Luftüberwachung aussteigen. Weil sich Moskau nicht mehr an die Verpflichtungen des Abkommens halte, seien auch die USA nicht mehr daran gebunden, begründete US-Präsident Trump den Rückzug. Die Beziehung mit Russland sei „sehr gut" und er halte es für möglich, ein neues Abkommen auszuhandeln.
  • Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten hat Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausgegeben. Regierungschef Li Keqiang verwies auf die „großen Unsicherheiten" hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. Beobachter werten es als schlechtes Zeichen, dass China kein Wachstumsziel nennt. Das schürt Zweifel an der Erholung der Wirtschaft.
  • Starökonom Nouriel Roubini hat vor einem Kollaps der Eurozone infolge der Corona-Krise gewarnt. „Die Gefahr geht von Italien aus", sagte Roubini der "Wirtschaftswoche". Bei einer Staatsverschuldung von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2021 sei das Land „praktisch insolvent" und zugleich zu groß, um gerettet zu werden. Italien sei „ein zehnmal größeres Problem als Griechenland“, so Roubini mit Blick auf die Griechenlandkrise vor rund acht Jahren, die die Eurozone fast zum Zerreißen gebracht hätte.
  • Der britische Staat hat im April laut der Statistikbehörde ONS krisenbedingt neue Schulden in Höhe von 62 Mrd. Pfund aufgenommen - 51 Mrd. Pfund mehr als im Vorjahreszeitraum. London hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein Programm für Unternehmen aufgelegt, die ihre Arbeitnehmer freistellen. Die Gehälter werden noch bis Ende Juni zu 80 Prozent vom Staat gezahlt. Gleichzeitig sind die Steuereinnahmen eingebrochen.
  • Der enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chef des staatlichen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, bleibt im Amt. Er werde auch in den kommenden fünf Jahren als geschäftsführender Direktor den größten russischen Ölproduzenten leiten, teilte Rosneft am Freitag der Staatsagentur Tass zufolge mit. Setschin steht dem Konzern seit 2012 vor.
  • US-Investoren wenden sich von Europa ab. Während in den USA auch in der Coronakrise das Wagniskapital weiter auf hohem Niveau fließt, droht sich die gerade erst intensivierte Verbindung zur Gründerszene in Europa wieder aufzulösen, berichtet das „Handelsblatt“.
  • Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten und Todesopfer in Russland steigt rasant. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, verzeichnete das Land mit 150 Toten den bisher höchsten Tagesanstieg. Ingesamt sind nach offiziellen Angaben 3.249 Menschen in Russland an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen wuchs um 8.894 auf 326.448.
  • Alle Probleme in der aktuellen Corona-Krise sollen mit schuldenfinanzierten Ausgaben gelöst werden. „Diese Überzeugung spiegelt sich auch im neuen Plan von Merkel und Macron wider, der der EU-Kommission ermöglicht, 500 Mrd. Euro am Finanzmarkt aufzunehmen. (…)“, wie es in einem Marktkommentar der DZ Bank heißt. „Man sollte solche politischen Entscheidungen gut erklären. Ansonsten könnten die falschen politischen Kräfte aus der wachsenden Unzufriedenheit Kapital schlagen“, befürchten die Ökonomen.
  • Ungarns Ministerpräsident Orban hat die EU und den Investor Soros scharf angegriffen: Die „Brüsseler Bürokraten" würden „in der Tasche eines Menschen namens George Soros sitzen“. Durch das „Schüren von Migrationskrisen treiben sie die europäischen Staaten in die Verschuldung“, so Orban. „Wenn es eine Migrationskrise gibt, bekommen die Regierungen Probleme (...), und sie brauchen Kredite. Das Geld haben aber jene“.
  • In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten sogar die Marke von 20.000 überschritten. Mit einem neuen Rekord von 1.188 gemeldeten Todesfällen binnen 24 Stunden wuchs die Zahl der Todesopfer auf 20.047, wie das brasilianische Gesundheitsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.
  • Seit der Corona-Krise werden zum Bezahlen immer häufiger Karte und immer seltener Scheine aus der Tasche geholt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben. 75 Prozent der Befragten versuchen demnach, Zahlungen mit Bargeld so oft es geht zu vermeiden. Zugleich wünschen sich 7 von 10 Befragten mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können.
  • Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts sind in der 17. Kalenderwoche (20. bis 26. April) in Deutschland mindestens 17.974 Menschen gestorben. Damit sind die Sterbefallzahlen im Vergleich zur Vorwoche um 882 Fälle gesunken, liegen jedoch noch immer etwa 3 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich angesichts der Hilfsprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise für eine Schuldenobergrenze aus. Neben den benötigten Impulsen für die Wirtschaft müssen man trotzdem genau festlegen in welchem Ausmaß sich öffentliche Haushalte verschulden dürfen, sagte der CSU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. „Wir müssen genau überlegen, welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche können wir uns leisten. Deswegen braucht es tatsächlich eine Obergrenze.“
  • Die Umsätze im britischen Einzelhandel sind im April wegen der Corona-Krise im Vergleich zum Vormonat um 18,1 Prozent eingebrochen, teilte das Statistikamt ONS am Freitag mit. Dies ist der stärkste Abgang seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1988. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang um 15,5 Prozent ausgegangen.
  • Am Freitag hat in Peking die diesjährige Plenarsitzung des chinesischen Volkskongresses begonnen. Zum Auftakt legte der chinesische Regierungschef Li Keqiang seinen Rechenschaftsbericht vor. Im Mittelpunkt standen der Wirtschaftsplan und Konjunkturstimuli. Auf ein Wachstumsziel für dieses Jahr verzichtete Li Keqiang entgegen der üblichen Praxis „wegen der großen Unsicherheiten" durch die Corona-Krise. 2019 war die Wirtschaft Chinas mit 6,1 Prozent innerhalb der Vorgabe der Regierung von 6,0 bis 6,5 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal dieses Jahres brach das chinesische BIP allerdings um 6,8 Prozent ein.
  • US-Präsident Donald Trump will die USA im Fall einer zweiten Corona-Welle keiner erneuten strengen Eindämmung unterwerfen. In diesem Fall „werden wir die Feuer löschen, wir werden das Land nicht schließen", sagte Trump in Michigan. „Ob es eine Glut oder eine Flamme ist, wir werden es löschen." Trump drängte Gouverneure erneut dazu, die Schutzmaßnahmen in ihren Bundesstaaten zu lockern, damit die US-Wirtschaft wieder hochfahren kann.
  • Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern in Deutschland sind im April wegen der Coronavirus-Krise zum Vorjahreszeitraum um 25,3 Prozent auf 39 Mrd. Euro zusammengebrochen. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Die stärksten Einbußen gab es demnach bei der Einkommens-, der Körperschafts- und der Luftverkehrssteuer.
  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank eine vertrauliche Gesprächsrunde ins Leben gerufen, die sich einigen soll, die komplizierten Auflagen aus Karlsruhe umzusetzen. Er sehe sich „in der Pflicht", die an den Bundestag gerichtete Aufforderung zu erfüllen, habe Schäuble erklärt, berichteten Teilnehmer der „Süddeutschen Zeitung“. In der Runde ist jede Fraktion vertreten sowie die Ausschüsse für Europa, Recht, Haushalt und Finanzen.
  • China will seine Militärausgaben in diesem Jahr um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das geht aus dem Haushaltsbericht hervor, der dem Volkskongress zu seiner Jahrestagung in Peking vorgelegt wurde. Schon in den Vorjahren war das Militärbudget höher als das erwartete Wirtschaftswachstum ausgefallen. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit den USA und Pekings Drohungen gegenüber Taiwan wird der Ausbau der Militärausgaben mit Sorge beobachtet.
  • Zu Beginn der diesjährigen Tagung des chinesischen Nationalen Volkskongresses in Peking ist ein neues Sicherheitsgesetz für die Sonderverwaltungszone Hongkong zur Abstimmung eingereicht worden. Das berichten Staatsmedien. Das Gesetz soll angesichts der Massenproteste der Demokratie-Bewegung im vergangenen Jahr die „Vollstreckungsmechanismen“ verschärfen und könnte neue Unruhen auslösen.

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