Montag:
Die Zahl der Gästeübernachtungen ist in Neuseeland im Februar zum Vorjahr um 2 % gestiegen. Die Übernachtung ausländischer Gäste nahmen um 6 % zu, während die Zahl der inländischen Übernachtungen um -3 % fielen.

Der Wert der australischen Hausfinanzierungen ist im Februar zum Vormonat um -2,1 % auf 20.942 Mrd. Australische Dollar gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich daraus ein Rückgang um -3,4 %.

Auf Jahressicht ist die italienische Industrieproduktion im Februar um 2,7 % gestiegen, zum Vormonat um 0,2 %.
Die britische Geldmenge M0 ist im März gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gestiegen nach zuvor 0,2 %. Die Jahreswachstumsrate fiel auf 5,3 % von 5,8 % im Vormonat.

Nach Angaben des US Conference Board ist der Frühindikator für Großbritannien im Berichtsmonat um 0,6 % auf 100,6 gestiegen. Im Monat zuvor war der Index um 0,8 % geklettert, davor um 0,4 % gestiegen.

Der Coincident Index für Großbritannien legte um 0,2 % auf 102,2 zu. Im Vormonat war der Index um -0,3 %, davor um -0,1 % gefallen.

Die Basis von 100 war für beide Indices im Jahr 1990 festgelegt worden.

Dienstag:
Der Großhandelspreisindex für japanische Waren ist im März zum Vormonat um 0,2 % gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Preisrückgang um -1,3 %.

Die deutschen Großhandelspreise sind im März gegenüber dem Vormonat um 1,3 % gestiegen nach 0,1 % im Vormonat. Im Jahresvergleich ist der Preisindex des Großhandels in Deutschland um 4,3 % geklettert nach zuvor 2,1 %.

Die Verbraucherpreise sind in Deutschland zum Vormonat um 0,5 % geklettert nach zuletzt +0,4 % und einer Erstschätzung von 0,5 %. Die Jahresteuerung liegt bei 1,1 % nach zuvor 0,6 %. Die offizielle Erstschätzung lag bei +1,1 %.

Der für Europa berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im März gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % erhöht. Im Monatsvergleich kletterte der harmonisierte Index um 0,6 %. Die Schätzung vom 29. März 2009 lag bei +0,5 %, im Jahresvergleich um 1,3 %.

Die französischen Verbraucherpreise sind im Berichtsmonat zum Vormonat um 0,5 % gestiegen. Zuletzt hatte das Monatsplus bei 0,6 % gelegen. Die Jahresteuerung liegt bei 1,6 % nach zuvor 1,3 %.

Die britische Leistungsbilanz weist für Februar ein Defizit in Höhe von -2,1 Mrd. Britische Pfund aus, nach einem Minus von -3,9 Mrd. im Vormonat.

Das britische Handelsdefizit liegt bei -6,2 Mrd. Pfund nach zuvor -8,1 Mrd. Pfund. Die Dienstleistungsbilanz weist hingegen einen Überschuss in Höhe von 4,1 Mrd. Pfund aus. Im Vormonat hatte das Plus hier noch bei 4,2 Mrd. Pfund gelegen.

Die US-amerikanische Handelsbilanz weist für Februar ein Defizit in Höhe von 39,7 Mrd. US-Dollar aus. Erwartet wurde ein Minus im Bereich 38,3 bis -39 Mrd. US-Dollar. Im Vormonat hatte das Defizit noch bei 37,3 Mrd. US-Dollar gelegen. Somit wurde der Vormonatswert von zunächst veröffentlichten -37,0 Mrd. US-Dollar revidiert.

Unser Kommentar:

Es ist allmählich müßig, immer wieder daran erinnern zu müssen: Die US-amerikanische Handelsbilanz weist weiterhin auf ein ausuferndes Schuldenproblem in den Vereinigten Staaten hin. Das war allerdings auch schon zu Beginn der Finanzkrise so. Auch in vielen anderen Bereichen, etwa auf dem US-Arbeitsmarkt oder bei den US-Immobilien hat sich nichts geändert. Die Lage ist schlecht bis desolat.

Es ist deshalb müßig, daran erinnern zu müssen, weil die Börsianer für solche Dinge derzeit kein Interesse haben. Man ergötzt sich lieber an den steigenden Kursen und jagt den paar Prozenten hinterher, die vielleicht noch drin sein mögen. Alles ist friedlich – und die Börse lullt die Anleger ein. Das macht sie immer, bevor sie die Keule wieder auspackt...

Die US-amerikanischen Importpreise sind im März um 0,7 % gestiegen nach zuletzt revidierten -0,2 %. Ohne Öl sind die Einfuhrpreise in den Vereinigten Staaten um 0,2 % geklettert nach zuvor revidierten +0,1 %.

Die US-amerikanischen Exportpreise sind im März insgesamt um 0,7 % gestiegen nach zuvor -0,4 %. Ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um 0,6% geklettert nach zuletzt -0,2 %.

Mittwoch:

Der neuseeländische Einzelhandelsumsatz ist im Februar zum Vormonat saisonbereinigt um -0,6 % gefallen. Die Kernrate ohne Fahrzeugumsätze ist binnen gleicher Frist um -0,9 % zurückgegangen.

Im Januar ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland insgesamt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8 % auf 12.020 gestiegen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist dabei binnen gleicher Frist um 4,8 % auf 2.547 geklettert.

Die Industrieproduktion in der EU ist im saisonbereinigten Monatsvergleich im Februar um 0,9 % geklettert. Im Vormonat war die Produktion der Eurozonen-Industrie um 1,6 % gestiegen. Im Jahresvergleich hat die Produktion in der Industrie um 4,1 % zugenommen.

Die US-amerikanischen Verbraucherpreise sind im März um 0,1 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,1 bis 0,2 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Konsumenten unverändert geblieben. Auf das Jahr gesehen kletterten die US Verbraucherpreise um 2,3 %.

Die Kernrate ist in den USA unverändert geblieben. Im Vormonat hatte die Kernrate um 0,1 % zugelegt. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Kernrate um 0,1 % geklettert.

Der US-amerikanische Umsatz im Einzelhandel ist im März um 1,6 % gestiegen. Erwartet wurde ein Umsatzanstieg von 1,1 bis 1,4 %. Im Vormonat war der Umsatz des Einzelhandels in den Vereinigten Staaten noch um 0,5 % geklettert.

Ohne die Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz in den USA um 0,6 % gestiegen. Gerechnet wurde mit einem Bereich von 0,5 %. Einen Monat zuvor war noch ein Anstieg um 1,0 % zu verzeichnen gewesen (revidiert von 0,8 %).

Die US-amerikanischen Lagerbestände sind im Februar um 0,5 % gewachsen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,3 bis 0,6 %. Die Umsätze sind gleichzeitig um 0,3 % gestiegen .
Das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz (Inventories / Sales Ratio) liegt in den USA bei 1,46.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 2,2 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor +1,98 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 1,1 Mio. Barrel ausgeweitet .

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 1,1 Mio. Barrel geklettert.

Donnerstag:

In ihrem Monatsbericht stellt die Europäische Zentralbank fast, dass die derzeitigen Zinssätze nach wie vor angemessen seien. Auf seiner Sitzung am 8. April 2010 beschloss der EZB-Rat auf der Grundlage seiner regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analyse deshalb, die Leitzinsen unverändert zu belassen.

Unter Berücksichtigung aller Informationen und Analysen, die seit der Sitzung des EZB-Rats vom 4. März 2010 verfügbar geworden sind, dürfte die Preisentwicklung über die geldpolitisch relevante Frist moderat bleiben. Die jüngsten Daten haben außerdem bestätigt, dass sich die wirtschaftliche Erholung im Euro-Währungsgebiet in den ersten Monaten des laufenden Jahres fortgesetzt hat.

Insgesamt rechnet der EZB-Rat mit einer gemäßigten Expansion der Wirtschaft des Eurogebiets im Jahr 2010 in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld, wobei sich der Wachstumsverlauf aufgrund einer Reihe von Sonderfaktoren möglicherweise uneinheitlich gestaltet.

Die Ergebnisse der monetären Analyse bestätigen die Einschätzung eines mittelfristig geringen Inflationsdrucks. Alles in allem geht der EZB-Rat davon aus, dass die Preisstabilität auf mittlere Sicht gewährleistet bleibt, wodurch die Kaufkraft der privaten Haushalte im Euroraum gestützt wird. Die Inflationserwartungen sind weiterhin fest auf einem Niveau verankert, das mit dem Ziel im Einklang steht, die Preissteigerung mittelfristig unter, aber nahe 2 % zu halten. Der EZB-Rat wird auch in nächster Zeit alle Entwicklungen sehr genau verfolgen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 484.000 gestiegen . Erwartet wurden 425.000 bis 440.000 neue Anträge nach zuvor 460.000.

Unser Kommentar:

Der erneute Schwächeanfall auf dem US-Arbeitsmarkt hatte die Analysten überrascht. Man hatte mit deutlich besseren Zahlen gerechnet. Dass die Aktienkurse anschließend nicht umgehend abgetaucht sind, ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass die Börsianer jetzt erst einmal keine Zinsschritte der US-Notenbank erwarten.

Der New York Empire State Index der New York Fed notiert im April bei 31,9. Im Vormonat hatte er noch bei 22,9 gestanden.

Die US-amerikanische Industrieproduktion ist im März um 0,1 % gestiegen . Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich 0,5 bis 0,7 %. Im Vormonat war die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 0,3 % geklettert. Damit wurde der im letzten Monat veröffentlichte Wert von 0,1 % nach oben revidiert.

Die US-amerikanische Kapazitätsauslastung liegt im März bei 73,2 %. Im Monat zuvor hatte sie noch bei 73,0 % gelegen. Damit wurde der zuletzt veröffentlichte Wert von 72,7 % nach oben revidiert.

Der Philly Fed Index notiert im April bei 20.2. Erwartet wurde er im Bereich 19,5 bis 20. Im Vormonat hatte er bei 18,9 gestanden.

Freitag:

Kleiner Verfallstag:

Verfall zahlreicher Aktien- und Index-Optionen an den internationalen Terminbörsen

Die Kfz Neuzulassungen sind im Bereich der EU und der EFTA im März verglichen mit dem Vorjahr um 10,8 % gestiegen nach 3,0 % im Vormonat und 12,9 % im Monat davor. Im Vergleich Januar bis März mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind die Neuzulassungen bei den Pkws um 9,2 % gestiegen.

Unser Kommentar:

Eine Steigerung bei den Kfz Neuzulassungen in der EU um 10,8 Prozent, das klingt natürlich toll. Wie sich die Lage in Deutschland darstellt, das zeigt die folgende Grafik: Die Abwrackprämie konnte die deutsche Zulassungsstatistik nur vorrübergehend stützen. Im März 2010 lagen die Zahlen wieder auf dem Krisenniveau von März 2008 und um 27 Prozent unter dem abwrackprämien-gestützten März 2009 (Abb. 14897, 14898). Gegenüber dem Vorkrisenmärz 2006 betrug der Rückgang 17,8 %.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland insgesamt im Februar um -4,7 % auf 4,9 Mio. gefallen. Gleichzeitig wurden -0,5 % weniger, nämlich insgesamt 614 Mio., Arbeitsstunden registriert. Die Entgelte sanken im selben Zeitraum um -1,7 % auf 15,9 Mrd. Euro.

Unser Kommentar:

Während die Medien das Ende der Krise herbeireden und an den Börsen der nächste Bullenmarkt längst beschlossene Sache ist, liefert nun auch der Arbeitsmarkt in Deutschland bedenkliche Signale: Die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe geht zurück. Gleichzeitig sinken die Zahl der Arbeitsstunden sowie die Entlohung. Es ist deshalb klug, sich nicht zu voreiligen Schlüssen hinreißen zu lassen. Die Krise ist noch lange nicht überstanden...

Die Jahresteuerung in der Eurozone liegt im März bei 1,4 %. Die offizielle Vorabschätzung war von 1,5 % ausgegangen. Im Vormonat lag die jährliche Inflationsrate bei 0,9 %. Ein Jahr zuvor hatte die Rate bei 1,3 % gelegen. Der Monatsvergleich wird mit 0,9 % angegeben.

Die Inflationsrate im Euroraum erhöhte sich im März von 0,9% auf 1,4%. Damit fiel der Anstieg etwas geringer aus als in der Schnellschätzung mit 1,5% bekannt gegeben wurde. Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise um 0,9%.

Die Jahresteuerung für den gesamten Bereich der EU liegt im Berichtsmonat bei 1,9 % nach 1,5 % im Vormonat und 1,3 % im Jahr zuvor. Auf Monatssicht liegt die Inflationsrate bei 0,7 %.

Vor allem die Preise für Bekleidung und Energie sorgten für den Anstieg im März. So verteuerte sich Kleidung um 7,6% im Vergleich zu Februar, Energie kostete im Durchschnitt 2,6% mehr. Insgesamt stand der Anstieg auf einer breiten Basis, denn keine der Komponenten wies einen Preisrückgang auf.

Unser Kommentar:

Die schwachen Zahlen zum BIP in Europa, das zuletzt wieder stagnierte, die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und der nach wie vor geringe Preisdruck in der Eurozone deuten für den Moment eher auf Deflation als auf Inflation hin.

Dies verdeutlicht auch die Kerninflationsrate, die sich zwar leicht erhöhte, mit nun 1,0% jedoch immer noch ein sehr niedriges Niveau aufweist. Wir rechnen im Jahresdurchschnitt 2010 mit einer schwachen Teuerung im Bereich von 1,0 bis 1,2 Prozent.

Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist in der ersten Schätzung für Februar einen Überschuss von 2,6 Mrd. Euro aus verglichen mit einem Minus in Höhe von -1,2 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Das Minus des Vormonats wurde auf -9,0 Mrd Euro revidiert. Die Ausfuhren sind im Berichtsmonat zum Vormonat saisonbereinigt um 2,7 % gestiegen , die Einfuhren um 1,5 % geklettert.

Unser Kommentar:

Der schwache Euro hinterlässt Spuren. Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist wieder einen kleine Überschuss aus. Ob man sich deshalb wünschen sollte, Griechenland möge doch pleite gehen, und der Euro damit noch weiter unter Druck kommen, ist allerdings mehr als fraglich.

Die Zahl der Wohnbaubeginne liegt in den USA im März bei 626.000. Erwartet wurden 590.000 bis 610.000 nach noch 616.000 im Vormonat. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 575.000 nach oben revidiert.

Die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen liegt im März bei 685.000. Erwartet wurden 625.000 bis 630.000. Im Monat davor waren es 637.000 gewesen. Damit wurde der Vormonatswert bestätig.

Unser Kommentar:

Erstmals seit längerer Zeit kommen positive Signale vom US-Immobilienmarkt. Die Zahl der Wohnbaubeginne steigt, auch die Wohnbaugenehmigungen legen zu. Anlass in Jubelgesänge auszubrechen, ist das jedoch nicht. Die folgende Grafik zeigt, von welchem Niveau aus diese Verbesserungen starten.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de