1. In Japan wurde heute Morgen der finale Wert für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal bekannt gegeben. Wie von uns erwartet, war ein Zuwachs von 0,1 % gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen. Damit wurde die erste Schätzung vom 12. November bestätigt. Die von Bloomberg befragten Volkswirte waren angesichts der am Freitag veröffentlichten Daten zu den gewerblichen Investitionen, welche im dritten Quartal stärker als erwartet gestiegen waren, etwas optimistischer (Bloomberg-Median: 0,2 % qoq).

Obwohl sich an der Schätzung für das Gesamtaggregat des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zur ersten Veröffentlichung nichts verändert hat, gab es bei den einzelnen Verwendungskomponenten doch erheblichen Revisionsbedarf. Während der private Konsum laut der ersten Schätzung mit einem Plus von 0,9 % gegenüber dem Vorquartal noch als Wachstumstreiber fungiert hatte und die gewerblichen Investitionen um 0,2 % qoq geschrumpft waren, stellt sich das Bild nach der Revision nun völlig anders dar. Der private Konsum legte lediglich um 0,2 % qoq zu, während die gewerblichen Investitionen um beachtliche 1,1 % expandierten und damit den stärksten Wachstumsbeitrag leisteten.

2. Wie bereits vom Economic and Social Research Institute angekündigt, wurden die kompletten Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung einer methodischen Revision unterworfen. Durch die Umstellung auf einen Kettenpreisindex und auf das Basisjahr 2000 haben sich zuweilen deutliche Abwärtsrevisionen der Quartalszuwachsraten und damit auch der Gesamtjahresraten ergeben. Am offensichtlichsten wird dies im Jahr 2003: Nachdem das Wachstum für das Gesamtjahr bisher mit 2,4 % ausgewiesen wurde, beläuft sich das Wachstum auf Basis der revidierten Daten nun lediglich auf 1,3 %. Durch die veränderte Ausgangslage ergibt sich auch erheblicher Revisionsbedarf für unsere Wachstumsprognose im laufenden Jahr. Nachdem wir bisher ein Wachstum von 4,0 % für 2004 prognostiziert hatten, rechnen wir nun mit einem Wachstum von unter 3,0 %.

Quelle: DekaBank

Die DekaBank ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank- und DekaBank GmbH hervorgegangen. Die Gesellschaft ist als Zentralinstitut der deutschen Sparkassenorganisation im Investmentfondsgeschäft aktiv. Mit einem Fondsvolumen von rund 130 Mrd. Euro gehört die DekaBank zu den größten Finanzdienstleistern Deutschlands. Im Publikumsfondsgeschäft hält der DekaBank-Konzern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent.